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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hunde helfen Menschen


Simone
07.03.2005, 09:47
Hallo!

Nachdem ich den Beitrag über Man-Trailing gelesen habe - was ich bislang noch nicht kannte - möchte ich einen neuen Thread über all die sinnvollen Arbeiten mit Hunden erstellen. Wobei helfen Hunde uns überall?

Gruß, Simone

Simone
07.03.2005, 09:52
Mantrailing ist eine spezielle Art der Fährtensuche mit einem dafür speziell ausgebildeten Hund. Dem Hund wird beigebracht, der Spur einer (im Ernstfall vermissten) Person durch deren Individualgeruch zielsicher zu folgen. Beim Mantrailing folgt der Hund vor allem dem Individualgeruch einer gesuchten Person. Der Hund muss sich von der Spur entfernen und ganze Teilstücke abschneiden können. Er soll eine Fährte in jedem Gelände, in der Stadt, auf Asphalt und im Wald verfolgen und eine Person aus einer Menge von Menschen herausfinden. Es spielt dabei keine Rolle, ob die gesuchte Person mit dem Rad oder auf dem Pferd unterwegs war. Beim Mantrailing wird nur bewertet, ob das Team Hund mit Hundeführer die gesuchte Person findet und korrekt anzeigt. Wie, ist egal.
Es müssen bei diesen Fährten keine Gegenstände gesucht werden.

Der Geruchsinn des Hundes ermöglicht bei gezielter Ausbildung, einem individuellen Geruch selbst in überreizt-belebten Stadtgebieten zu folgen, nicht nur in freiem Gelände ohne grosse Reizablenkung. Hunde vermögen Spuren zu finden, die mehrere Tage alt sind. Für solche nachvollziehbaren Leistungen müssen aber Hund wie Hundeführer ausgebildet werden. Der Letztere muss die Reaktionen des Hundes korrekt interpretieren. Er darf ihn nicht auf die falsche Fährte führen.

Weitere Angaben und Bilder: http://www.hundezeitung.de/ausbildung/mantrailing.html (http://www.hundezeitung.de/ausbildung/mantrailing.html)

oder hier:
http://home.arcor.de/suchhunde/Trailing.htm

Simone
07.03.2005, 09:59
Die Trümmersuche ist eine der schwierigsten Suchen in der Rettungshundearbeit. Während das Suchfeld eines Lawinenhundes in der Regel frei von Störgeräuschen ist und der Flächenhund direkt an die vermisste Person kommt, muss der Trümmersuchhund sich durch eine Unzahl von Gerüchen kämpfen und den des Menschen herausfiltern. Das Gelände ist zumeist auch sehr schwer zugänglich. Alles wackelt oder rutscht, und häufig besteht auch Einsturzgefahr. Die Opfer sind oft unter meterdicken Trümmerschichten begraben. Staub liegt in der Luft, es ist laut. Häufig befinden sich auch anderen Rettungskräfte auf dem Trümmergelände. Von diesen Menschen darf sich ein Trümmersuchhund nicht ablenken lassen. Deshalb muss ein Trümmersuchhund speziell an diese Anforderungen gewöhnt werden. Trotzdem kommen Verletzungen bei Trümmersuchhunden eher selten vor, da diese Hunde darauf trainiert wurden, sich in diesem speziellen Gelände ruhig und besonnen zu verhalten.

Link dazu: http://www.anschw-privat.de/Rettungshunde/Truemmersuche.htm

Simone
07.03.2005, 10:00
Der Flächensuchhund hat sich aus dem früheren Sanitätshund herauskristallisiert. Heute ist sein Aufgabengebiet relativ groß. Der Flächensuchhund sucht nach Vermissten Personen in Wäldern, Feldern, Bauernschaften, etc.. Aus diesem Grunde müssen vor einem Einsatz in einer Fläche mehrere Überlegungen angestellt werden. Was könnte geschehen sein? In welcher Verfassung könnte sich die vermisste Person befinden? Wo hält sich der Vermisste vermutlich auf? Dabei kann es natürlich passieren, dass sich die vermisste Person in einem ganz anderen Gebiet befindet, als in dem, das man stundenlang durchstreift hat.

link: http://www.anschw-privat.de/Rettungshunde/Flaechensuche.htm

Simone
07.03.2005, 10:03
Die Ausbildung des Leichensuchhundes umfasst
acht Wochen.

Sie erfolgt an mit Leichenwitterung aller Verwesungsstadien kontaminierten Gegenständen / Bekleidungsstücken und basiert ebenfalls auf der Grundlage des Spiel- und Beutetriebes.

Leichensuchhunde zeigen ihrem Führer durch Kratzen oder /und Beißen an einem Fundort die mit Körperausscheidungen behafteten Gegenstände und Flächen an.

So ist es z.B. möglich, den Kofferraum eines Fahrzeuges, indem eine Leiche transportiert wurde, einwandfrei zu identifizieren, auch wenn dieser nach dem Transport noch so gründlich gereinigt wurde.

Während Rauschgift- und Sprengstoffspürhunde möglichst schnell an einen Einsatzort herangebracht werden müssen, spielt der zeitliche Aspekt für den Einsatz der Leichensuchhunde nur eine untergeordnete Rolle.

Weitere Infos: http://www.berlin.de/polizei/dirza/DhfLeichensuchhund.html

Simone
07.03.2005, 10:05
Ausbildung zum Lawinensuchhund-
Eine Herausforderung für Mensch und TierVon Hans Berger (Josef Bachmann), Lawinensuchhundeführer Pustertal

Die Lawinenschule ist keine sportliche Betätigung, sondern eine Berufsschulung zum Zwecke der alpinen Winterrettung. Mensch und Hund müssen durch ihr Auftreten während des Einsatzes jene Zielsicherheit und Zuversicht ausstrahlen, die alle hoffnungsfroh aushalten lässt, bis die Aufgabe erfüllt ist. Diese Aufgabe lautet: Menschen dem weißen Tod entreissen. Der Lawinenhundeeinsatz erfordert unbedingt die "Zweieinigkeit" - Führer - Hund (Verstand - Nase). Wäre jeder auf sich allein gestellt, ist er auf verlorenem Posten. Der Führer darf nie ein Hundeführer schlechthin, er muss ein alpiner Hundeführer sein. Daraus geht hervor, dass der Lawinenhundeführer unbedingt alpine Fähigkeiten und Kenntnisse besitzen muss, die er, gleich seinem Hund, das ganze Jahr über zu vervollkommnen versucht.



Weitere Informationen und Fotos: http://www.lawinensuchhunde.org/

Simone
07.03.2005, 10:10
Wer intakte Augen hat, wird nie die Auswirkungen, die das fehlende Sehvermögen nach sich zieht, in seiner gesamten Tragweite erkennen. Die Folgen gehen weit über eine gewisse körperliche Eingeschränktheit, d. h. das blosse ”nicht mehr sehen können” und ”sich nicht mehr ungehindert fortbewegen können” hinaus. Es kommt auch zu einem Verlust an Würde, Lebensfreude und zu einem Mangel an Kontakt mit der Umwelt. All dies kann beim Betroffenen Sinn und Zweck des Lebens in Frage stellen, er erkrankt und erkennt oft keinen Zielpunkt mehr für die Zukunft. In diesen Fällen braucht er Trost und Hilfe seitens unserer Gesellschaft. Trost und Hilfe können jedoch nur fruchtbar sein, wenn die Helfenden über die Bedürfnisse und Hilfsangebote Bescheid wissen.

Viele Informationen gibt es hier: http://www.blindenhund.ch/

Simone
07.03.2005, 10:14
Es gibt verschiedenste Effekte, die Tiere auf Menschen haben können. Generell differenziert Frau Dr. phil. Carola Otterstedt (nachzulesen in "Menschen brauchen Tiere") zwischen biologischen, psychologischen und sozialen Wirkungen.




Mentale und psychologische Wirkungen wären z.B:

Kognitive Anregung und Aktivierung (Lernen über Tiere und Tierhaltung, Anregung des Gedächtnisses (Tiernamen), Austausch und Gespräch mit anderen Menschen)
Förderung emotionalen Wohlbefindens (Akzeptiertwerden, Geliebtwerden, Zuwendung, Trost, Ermunterung, Zärtlichkeit, Intensität etc.)
Förderung von positiven Selbstbild, Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein (Konstante Wertschätzung, Verantwortung übernehmen)
Förderung von Kontrolle über sich selbst und die Umwelt (Zutrauen, Sensibilisierung für eigene Ressourcen, Erfordernis von Selbstkontrolle)
Förderung von Sicherheit und Selbstsicherheit, Reduktion von Angst (Unbedingte Akzeptanz, unkritische Bewunderung, Aschenputtel-Effekt (egal wie unattraktiv oder ungepflegt) etc.
Psychologische Stressreduktion, Beruhigung und Entspannung (Wahrnehmungs- und Interpretationsveränderung von Belastung, Trost und Beruhigung, Ablenkung)
Psychologische Wirkung sozialer Integration (Erfüllung von Bedürfnissen nach Zusammensein, nicht alleine sein)
Regressions-, Projektions- und Entlastungsmöglichkeiten (Katharsis, stilles Zuhören, enttabuisierter Umgang, Identifikationsmöglichkeiten)
Antidepressive Wirkung, antisuizidale Wirkung (emotionale Zuwendung, Trost und Ermutigung, Verbundenheit etc.Hunde haben in verschiedensten Beeichen positive Auswirkungen, so findet man Tiere bereits im therapeutischen Einsatz bei jungen Straftätern, bei Suchtkranken, aber auch bei chronisch schwer kranken Menschen.
Therapiehunde können in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden. Z.B. bei jungen Straftätern, bei Suchtkranken, aber auch bei chronisch schwer kranken Menschen, bei geistig und körperlich behinderten Kindern, bei psychisch Kranken etc.

Weitere Infos: http://www.therapiehund.com/

Simone
07.03.2005, 10:23
Professionelle Hundeausbilder hatten erkannt, daß es für den Hund eine Leichtigkeit ist Schimmelpilz zu riechen – viel leichter als in Autos verstecktes Rauschgift, in Reisegepäck versteckter Sprengstoff oder im Freigelände vergrabene Minen. Aber auch dies alles wird von Spürhunden zuverlässig gesucht und gefunden.
Polizei, Zoll und UNO-Truppen nutzen diese Fähigkeiten der treuen Vierbeiner schon sehr lange und vertrauen ihren haarigen Kollegen voll und ganz.
In Deutschland ist die Methode noch relativ neu.

Weitere Infos: http://www.innenraumdiagnostik.de/Leistungen/Feuchte___Schimmelschaden/Schimmel-Spurhund/schimmel-spurhund.html
und hier:
http://www.dr-lorenz-institut.de/html/spurhund.html

Simone
07.03.2005, 10:26
Sprengstoffspürhunde werden "an allen" gängigen gewerblichen und militärischen Sprengstoffen, Selbstlaboraten, Waffen und Munition ausgebildet.

Sie zeigen ihrem Führer durch Vorsitzen an einem Versteck an, dass sie spezifische Duftmoleküle wahrgenommen haben.

Vergleichende Übungen mit Sprengstoffdetektoren haben gezeigt, dass Hunde Sprengstoff schneller und sicherer lokalisieren können.

Die Ausbildung basiert wie beim Rauschgifthund auf Nutzung des Spiel- und Beutetriebes.

Besonders erfolgreich war bisher der Einsatz der Sprengstoffhunde nach Tatwaffen, Projektilen und Hülsen.

Weitere Infos und Fotos: http://www.berlin.de/polizei/dirza/DhfSprengstoffhund.html

oder hier: http://www.speurhondenkmar.nl/opleiding/audbildung.htm

Simone
07.03.2005, 10:27
Der Rauschmittelsuchhund zeigt seinem Führer durch Kratzen oder / und Beißen an einem Versteck an, dass er spezifische Duftmoleküle wahrgenommen hat. Entgegen einer landläufigen Meinung werden Rauschmittelsuchhunde nicht abhängig gemacht.

Unmittelbarer Kontakt des Hundes mit Rauschgift durch eine Injektion oder Verschlucken hat ohne schnelle tierärztliche Hilfe den Tod des Tieres zur Folge. Die Ausbildung baut auf den ausgeprägten Spiel- und Beutetrieb des Hundes auf.

In einen Spielgegenstand werden Rauschgiftpräparate, für den Hund nur geruchlich wahrnehmbar eingebracht.

Weitere Infos und Fotos: http://www.berlin.de/polizei/dirza/DhfRauschgifthund.html

Simone
07.03.2005, 10:29
Die Grundausbildung dauert acht Wochen.

Nach dieser Zeit ist der Hund in der Lage, Stofffetzen mit Blutanhaftungen zu finden und anzuzeigen.

Hierbei arbeiten wir mit einem aktiven Anzeigeverhalten. Das äußert sich durch Kratzen und Lecken des Hundes an der Stelle, wo sich der Spurenträger befindet.

Danach beginnt die Feinarbeit, die bis zu einem Jahr dauern kann. Feinarbeit bedeutet, dass der Hund nicht mehr den ganzen Lappen sucht, sondern nur noch geringe Mengen, die auf dem Boden, an der Wand oder an Gegenständen wie z.B. Kleidungsstücken haften.

Anschließend werden die Blutanhaftungen so gereinigt, dass sie für das menschliche Auge nicht mehr sichtbar sind. Der Hund muss dann die gereinigten Stellen suchen und anzeigen.
Auch hier muss der Hund einen ausgeprägten Spiel- und Beutetrieb besitzen.

Weitere Infos und Fotos: http://www.berlin.de/polizei/dirza/DhfBlutspurensuchhund.html

Simone
07.03.2005, 10:31
Der Schutzhund kann zum/ zur
Sicherung des Beamten vor Angriffen
Aufstöbern weggeworfener Gegenstände, z.B. Tatwerkzeugen
Aufstöbern von Straftätern in Räumen und unübersichtlichem Gelände
Verfolgen von flüchtigen Straftätern
Auffinden und Anzeigen von hilflosen Personen in unübersichtlichem Gelände
Objektschutz gefährdeter Häuser und Grundstücke
Absperrung von Straßen und Gebäudeeingängen
Sicherung der Beamten bei Razzien eingesetzt werden.

link dazu mit weiteren Infos: http://www.berlin.de/polizei/dirza/DhfEinsatzmglkeiten.html

Simone
07.03.2005, 10:36
Die Ausbildung der Hunde und Hundeführer ist bei der Wasserortung sehr schwer und langwierig. Der Hund muss mit großem Einfühlungsvermögen mit dem Geruch bekannt gemacht werden. Weiters gestaltet sich die Bestätigungsmöglichkeit für den Hundeführer schwierig, da ja auch dieser nicht genau weiß, wo der Geruchsstoff im Wasser liegt und ob die Anzeige des Hundes richtig ist. Die Ausbildung der Hunde dauert ca. 2 Jahre. Der Hundeführer muss bei dieser Arbeit nicht nur seinen Hund sehr genau kennen und verstehen, sondern er muss sich auch noch mit den Wind- und Wasserverhältnissen vertraut machen. Bei dieser Arbeit sind nicht nur die Windverhältnisse, sondern auch Temperatur des Wassers, Strömung und Unterströmung, Fließgeschwindigkeit und vieles mehr zu beachten, um mit seinem Hund zu einem Ergebnis zu kommen.

Die Hunde arbeiten vom Boot aus, sie bewegen sich auf einer eigens gebauten Plattform des Bootes und zeigen den Fund durch bellen oder durch Körpersignale an. Jeder Hund hat seine eigene Anzeigeart.

Weitere Infos: http://www.hundewasserrettung.at/

Simone
07.03.2005, 10:42
Ein Behindertenbegleithund ist eine Art Service-Dog, der seinem behinderten Besitzer unterstützend zur Seite steht. Das gesamt Innentraining: Apportieren, Türen öffnen und schließen. Schubladen öffnen/schließen, Gegenstände aufheben, Hilfe holen, Wäsche aus der Maschine holen,...und..

Weitere Infos: http://www.behindertenbegleithund.de (http://www.behindertenbegleithund.de/index2.html)

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