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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welpenschule ja oder nein?


Kurze
08.02.2011, 18:16
In drei Wochen zieht unsere Maus bei uns ein. Die Züchterin hat uns vom Welpenkindergarten abgeraten, da sich ein Welpe dabei laut ihrer Aussage schneller negative Erlebnisse als positive einprägt und dadurch später empfindlicher auf Artgenossen reagiert.

Sie sagte, dass der CC von sich aus schon sehr sozial sei und bei dieser Rasse weniger mehr sei. Die Züchterin hat uns ihre Sichtweise sehr ausführlich dargelegt, aber auch deutlich gemacht, dass das ihre persönlichen Erfahrungen sind und letztendlich jeder für sich entscheiden muss wie er vorgeht.

Sie ist der Meinung, dass die Welpen schon in den ersten 8 bis 10 Wochen, die sie mit ihren Geschwistern verbringen, ihre Grunderfahrungen machen. Sogenannte Welpenspielstunden seien in ihren Augen speziell für Molosser ungeeignet. Kontakt mit anderen Hunden solle der Welpe beim Spazierengehen durchaus haben, aber dann eher mit erwachsenen, bereits sozialisierten Hunden. Ab 6 Monaten könne man dann mit dem Hundi einer Junghundegruppe beitreten.

Wie sind eure Erfahrungen? Hat jemand eine Welpengruppe besucht und wie sieht es im fortgeschrittenen Alter aus? Besucht ihr eine Hundeschulen?

Würde mich über Antworten freuen :)

Vicky
08.02.2011, 18:32
Hallo,

ich denke mal, das ist ein Thema, wo die Meinungen und Erfahrungen weit auseinander gehen werden.
Bei mir ist es schon ewige Zeiten her, dass ich ein Molosserbaby hatte, das war ein BM.
Damals dachte ich auch, ich tue dem Mädel etwas Gutes und habe mich bei einer Welpengruppe angemeldet.
Also ihr hat es gar nichts gebracht, ganz im Gegenteil, es wurde ja mit den "Kleinen" der verschiedensten Rassen schon etwas gearbeitet. Molossertypisch blieb meine Maus bei fast allem Liegen und hatte zu nix Lust. Das Wort "Platz" lag ihr am Besten.
Wenn die Übungen vorbei waren und "Leinen Los" und Spielen angesagt war, dann ist sie geflüchtet. Das war ihr alles zu viel Trubel, sie ist Richtung Auto und wollte da nur noch weg. Ich war dann noch 2-3 mal dort und hab es dann abgebrochen.
Bei Spaziergängen hatte sie genügend Kontakt zu anderen Hunden und war auch im erwachsenen Alter super sozial zu allen Hunden, egal welchen Geschlechtes, egal welcher Rasse und Größe. Sie ist jedem Ärger und Stress aus dem Weg gegangen, hat aber auch mit Jedem, der spielen wollte gespielt.
Sie war mein letzter Welpe. Danach kamen nur noch erwachsene Hunde.
Ich denke zu diesem Thema werden aber ganz sicher noch eine Menge ganz anderer Erfahrungen folgen.
Die Entscheidung wirst Du für Dich und Dein Baby dann selber treffen müssen.

Meni
08.02.2011, 18:36
wir haben unseren franzosen mit 4 monaten bekommen und waren seit dem in einer hundespielstunde, in der jegliche rassen und altersklassen vertretten sind.
seit dem er 5 monate ist gehen wir einmal die woche zur hundeschule.
wir haben damit gute erfahrungen gemacht, da unserer kleiner sich richtig auspowern konnte und sehr schnell gelernt hat mit verschiedenen hunden um zu gehen.
das training hat sich mehr für uns bezahlt gemacht, da wir viel über unseren kleinen gelernt haben und weil es den alltag viel leichter macht wenn man einen erzogenen hund hat =)

fons
08.02.2011, 18:42
Mit unserm Butkus sind wir seit seiner 9.ten Lebenswoche regelmäßig zur Hundeschule. Das war bis zum 6.ten Monat die Welpengruppe, und jetzt (er ist 8,5 Monate) die Rüpelgruppe.

Wir haben es absolut nicht bereut. Sein verhalten fremden Hunden gegenüber ist von ihm aus immer freundlich, nicht immer wird dies erwidert:hmm:

Bis jetzt kann ich auch nicht sagen das er lerntechnisch hinterher hängt.

Aber man kanns nicht pauschal sagen. Es kommt auch immer auf verschiedenste Gegenbenheiten an. Probieren würde ichs alle mal. Und niemals nach der ersten Stunde aufgeben. Die erste Stunde ist für die meisten HH ja nicht immer die schönste.

Das schöne ist ja auch das man mit den anderen HH vieles an Informationen austauschen kann.

Aber die Molosser Sturheit bemerkt man doch des öfteren, und da sollte die Hundeschule auch mitspielen.

BÖR
08.02.2011, 18:43
wir waren auch ein paar Mal in einer Welpengruppe. Dann wurde unser Kälbchen aufgrund seiner Größe in die "Unerzogenengruppe" gepackt, dort waren Hunde von 6Mon. bis zu 2 Jahren.Das habe ich mir dann erspart.
Er konnte und kann auf unseren Spaziergängen mit vielen Hunden aller Altersklassen und Größe spielen und manchmal fahren wir auf eine Hundewiese zum Toben. Ich würde nicht mehr in eine Welpengruppe gehen, jedenfalls nicht mit einem Hund der schon als Welpe mehr wiegt als ein ausgewachsener Jacky.:D

Renate A.
08.02.2011, 18:49
Welpenschule, (mit Betonung auf SCHULE auch für die Menschen) wenn sie denn gut geführt wird, ein ganz klares ja;

eine reine Welpenspielgruppe nein.

Ich denke, man kann diese Frage zur Welpenschule nicht pauschal mit ja oder nein beantworten, da es von vielen Faktoren abhängt.

Wichtig ist eine kleine (!) Gruppe, die Hunde müssen zusammen passen, der Trainer muss kompetent sein, die Hunde und Halter sollten was lernen usw.

Ich (als Hundetrainer) finde es sehr viel besser, die Welpenbesitzer vom ersten Tag an betreuen zu können, als wenn die Hundehalter erst mit ihren 6 oder 8 Monate alten Hunden kommen, die i.d.R. dann den Besitzern auf der Nase rumtanzen...

Die Welpen lernen bei uns in der Welpenschule alle Grundkommandos, werden sozialisiert und werden "gesellschaftstauglich" erzogen.

Wenn die Hundebesitzer mit ihren Hunden später kommen, habe ich festgestellt, dass die Bindung des Hundes zum Menschen, der Gehorsam und das Wissen des Menschen über Hunde doch erhebliche Defizite aufweist und zu Problemen führt.

Aber das ist jetzt meine persönliche Erfahrung aus fast 15 Jahren Hundetrainertätigkeit.

Es gibt auch Hundehalter und Trainer, die Welpenschulen komplett ablehnen. Aber das ist sicherlich Erfahrungs- und Geschmackssache. :)

Antje
08.02.2011, 19:04
Ich würde meinen Welpen sofort in eine Welpengruppe packen wenn:

- dort der fähigste Mann/die fähigste Frau der auf dem Platz steht, den bzw. die die Hundeschule zu bieten hat
- die Gruppe aus maximal 6 Welpen besteht
- hervorragend sozialisierte Alttiere dabei sind
- der/die TrainerIn ein geübtes Auge fürs Splitten hat
- Kenntnisse rassespezifischer Besonderheiten

Da allein an diesen Minimalanforderungen die meisten HS scheitern, suche und wähle ich im Alltag den Umgang mit und für meinen Welpen.

Aber was mach`ich mir noch Gedanken darüber, bei mir zieht kein Welpe mehr ein :D

Lee-Anne
08.02.2011, 19:49
Ich sehe das eher wie deine Züchterin. Welpenspielstunde käme für mich nur in Frage, wenn ein gut sozialisierter Alt-Hund anwesend ist und die Welpen auch mal entsprechend maßregeln kann. Was ein Welpe von einem anderen Welpen für sein späteres Leben lernen kann/soll, erschließt sich mir nicht wirklich.

So eine Welpengruppe wie Antje sie beschreibt, habe ich bisher noch nicht kennen lernen dürfen, da würde ich meinen Welpen (sofern vorhanden) aber sicherlich auch mit reinpacken.

Conner
09.02.2011, 08:07
Ich würde immer wieder eine gute Welpengruppe besuchen, allerdings hatten wir ab 4 Monaten immer das Problem mit der Größe - da gab es dann kaum noch Spielpartner ;-(

Sanny
09.02.2011, 08:14
Ich würde das ganz von deinem Hund und der Hundeschule abhängig machen. Wenn dein Hund eher ruhiger ist und das Gewusel für ihn zu viel wird, solltet ihr es lassen und den Kontakt auf die Hunde während eurer Runde reduzieren.Habt ihr aber einen sehr kontaktfreudigen Hund, sehe ich da auch keine Probleme für ihn dirn.

Wichtig finde ich nur bei der Gruppe, dass dort nach Alter und nicht nach Größe sortiert wird! Ich kenne hier bei uns so viele größere Hunde, dessen Besitzer sie nicht mit kleinen Hunden spielen lassen, aus Angst das ihre die Kleinen "kaputt" machen. Sanny kann auch problemlos mit einem 5kg Yorkie spielen! allerdings bevorzugt er schon Hunde in seiner Größe und Gewichtsklasse.

Peppi
09.02.2011, 08:56
Nein.

Wie Waldi
09.02.2011, 10:31
Ich würde den Welpen zunächst an sein neues Zuhause gewöhnen. An die sich zu gewöhnende Umgebung und deren Menschen samt Vierbeinern. Das alleine wird schon anstrengend genug sein für einen Welpen.

Ich würde vor der mind. zwanzigsten Lebenswoche generell keine Welpenschule besuchen und dann sowieso erstmal an einer Probestunde teilnehmen. Den Kleinen nicht ein zweites Mal zwingen, wenn ich merke, dass er keine Freude daran hat.

Hola
09.02.2011, 10:37
Wir haben nur gute Erfahrung mit der Welpenschule gemacht. Da wir eh die größte waren hat ich auch keine Angst das wir untergejubelt werden. Da unsere Maus zu jedem Hund lieb ist hat auch kein Kleinhund leiden müssen. ICh find es wichtig das der Hund lernt mit jeder größe der anderen umzugehen. Wie oft hört man das große und kleine konflikte haben....wir haben da des spielen von anfang an mit kkleinen und großen glernt und dann natürlich noch grundkommandos!

Nessie
09.02.2011, 11:02
Ich war mit meinen Hunden in keiner Hundeschule/Welpenschule.

Sorella
09.02.2011, 12:40
Ich denke auch man kann das nicht so pauschal sagen.Wichtig ist das die Hundeschule auch von kompetenten Personen betrieben wird.

Mit meiner 30cm Mischlingshündin war ich damals kurzeitig in einer Hundeschule die auch Welpenschule angeboten haben.Alle Welpen sollten auf einer abgezäunten Wiese ( ca. 10mx15m)frei gelassen werden, während die Herrchen und Frauchen hinter dem Zaun bleiben sollten.Es wurden 8 Wochen alte yorkiwelpen mit 6-8 Monate alten Labbis und Rottis zusammengelassen.Die Großen rannten die Kleinen beim Jagen mächtig über den Haufen und mobbten mit 6-8 Hunden einen ausgesuchten schwächeren und viel jüngeren Welpen.Die kleinen fiebsten und klatschten gegen die Zäune.Na ca 10 min ging ich rein und holte meine Hündin dort raus!!!Dann wurde mir noch im scharfen Ton gesagt, ich solle das meinen Hund ( 8 Wochen) alleine klären lassen!Sie wurde gemobt, sie selbst suchte keinen Kontakt und suchte die Hinterste Zaunecke.Ich fuhr also nach Hause!!
Bis sie mir und anderen Hunde wieder vertraute dauerte aber ne Woche.

Mit Raiden bin ich dann in zur Welpenschule (Tierverhaltenstherapiezentrum) bei uns in der Nähe.Die Trainerin ist mehr als qualifiziert.
Es gibt Welpengruppen, dann ab 6 Monaten die Junghundgruppen und dann später die Erwachsenen.Sie trennt die Hunde, und unterbricht Mobbing und Hetzen sofort (ohne Druck oder Gewalt) so das jeder Hund Spaß hat.Ängsliche Hunde blühen dort schnell auf und werden zu tollen Spielkameraden.Auch ihre alte Hündin war oft dabei oder erwachsene Hunde , die sie in pflege hatte.Raiden hat immer tierisch viel Spaß.Bin immer noch jede Woche da und Raiden hat sich toll entwickelt.Es wurde auch Kinderwagen zwischen die Welpengestellt, oder Schirme aufgeklappt etc.

Ich treffe bei uns nämlich nicht viele Hunde und wenn doch, hauen die meisten bei seinem Anblick ab.Nicht die Hunde sondern die Herrchen (kennt ihr ja sicher) und so sicher ich wenigsten jede Woche den Sozialkontakt.

Also man muss einfach schaun und beobachten ob das das Richtige ist.

patrick
09.02.2011, 13:34
welpenschule,natürlich ein grosses NEIN.
welpen lernen in den ersten tages und wochen das wichtigste von ihrem 1. rudelführer und zwar von ihrer mutter.
danach ist es die aufgabe wie in der natur auch,dass der besitzer (im normal fall der neue rudelführer) die aufgabe des rudelführers übernimmt und dem hund alles was er erlernen usw muss bei.
welpendchulen welpenfutter und der ganze andere mist,sind nur geld macherein der industrie,um noch mehr geld an uns hundebesitzer zu machen.
daher rate ich von welpenschulen (wenn ich den namen schon höre) komplett ab.
in der freien natur sind welpen in der 9 woche schon so weit,dass sie dem natürlichem hunderudel anschliessen und von den älteren rudelmitgliedern lernt was es zum leben und überleben brauch.

also welpenschulen sind blödsinn,daher viel spass und lieben gruss aus dortmund.

Doc_S
09.02.2011, 14:11
Auf jeden Fall.
Voraussetzung: Gute Hundeschule, welche eine durchgängige Betreuung von Welpe über Junghund bis hin zum erwachsenen Hund bietet.
Welpenschule sollte die Sozialisierung fördern, man kann sehen, wie sich der Hund gegenüber anderen verhält und es fördert allgemein das Verhältnis Mensch-Hund.
Wenn man sieht, daß immer wieder Hunde Probleme z.B. mit dem TA haben, kann ich sagen: Hättest das in der Welpengruppe von Anfang an geübt!? ;)

Peppi
09.02.2011, 14:13
Vielleicht sollte man erstmal den Begriff "Welpe" näher definieren...

Doc_S
09.02.2011, 14:17
Welpe bis max 20 Wochen, anschließend Junghundegruppe. Und hier darf ruhig für die Schisser-HH nach Größe getrennt werden.

Peppi
09.02.2011, 14:27
Ok, die Definition für das Ende der Welpenzeit haben wir...;)

Renate A.
09.02.2011, 14:36
welpenschule,natürlich ein grosses NEIN.
welpen lernen in den ersten tages und wochen das wichtigste von ihrem 1. rudelführer und zwar von ihrer mutter.
danach ist es die aufgabe wie in der natur auch,dass der besitzer (im normal fall der neue rudelführer) die aufgabe des rudelführers übernimmt und dem hund alles was er erlernen usw muss bei.
welpendchulen welpenfutter und der ganze andere mist,sind nur geld macherein der industrie,um noch mehr geld an uns hundebesitzer zu machen.
daher rate ich von welpenschulen (wenn ich den namen schon höre) komplett ab.
in der freien natur sind welpen in der 9 woche schon so weit,dass sie dem natürlichem hunderudel anschliessen und von den älteren rudelmitgliedern lernt was es zum leben und überleben brauch.

also welpenschulen sind blödsinn,daher viel spass und lieben gruss aus dortmund.

Wenn die Welpenschule Blödsinn ist, wieso gibt es dann soooo viele Hundebesitzer die massive Probleme mit ihren Hunden haben?

Bei jedem "Problemhund" (Problemmensch) denke ich, wäre er mal früher mit seinem Hund in die Hundeschule gekommen....

Es gibt sehr viele Hundehalter, denen die Erfahrung und das Wissen über Hunde fehlt.
An wen sollen sie sich wenden, wenn nicht an die Hundetrainer?

Es kann doch nicht schlecht sein, wenn sich unerfahrene Hundebesitzer mit ihrem Welpen eine Welpenschule suchen, wo der Trainer mit Rat und Tat zur Seite steht.

Oder wo ist für Euch die Alternative ?
Internetforen tragen nicht gerade dazu bei, dass Hundehalter im Umgang mit ihren Hunden besser werden, eher werden sie verwirrter.

Eine praktische Hundeerziehung erlernt man in der Praxis - und wo denn dann, wenn nicht in der Hundeschule????

Ach noch etwas, ein Rudelführer bei Hunden (wenn es den überhaupt gibt) kann nur sein, wer ebenfalls 4 Beine hat :lach4:

Peppi
09.02.2011, 14:59
Es kann doch nicht schlecht sein, wenn sich unerfahrene Hundebesitzer mit ihrem Welpen eine Welpenschule suchen, wo der Trainer mit Rat und Tat zur Seite steht.

These

Internetforen tragen nicht gerade dazu bei, dass Hundehalter im Umgang mit ihren Hunden besser werden, eher werden sie verwirrter.

These

Eine praktische Hundeerziehung erlernt man in der Praxis

These

Ach noch etwas, ein Rudelführer bei Hunden (wenn es den überhaupt gibt) kann nur sein, wer ebenfalls 4 Beine hat :lach4:

These


Entschuldige, aber der sinnvolle Ansatz muss doch sein AB WANN.

Und spätestens da, wird einem klar, dass sich selbst die Fachwelt nicht "grün" ist. Angefangen von sicherm Impfschutz ab wann, über verschiedene Ansichten zum Abgabezeitpunkt der Welpen (was übrigens immer einem Trend unterliegt!) bis zum Vorbild durch den Ahnherr (Wolf).

Ich bin mir auch nicht zu 100% sicher, außer an der Stelle, dass ich nicht glaube, dass ein Welpe von 8 Wochen in die große weite Welt gehört. Der erforscht das "Umfeld der Höhle" (Garten, Wiese vor dem Haus) und die anderen "Rudelmitglieder" (ausgewählter Besuch, sozial sicherer ausgesuchter Hunde).

Sich gegen gleichaltrige Durchzusetzen, sollte im eigenen Wurf passieren und deshalb bin ich absolut dafür, dass Welpen bis zur 12. Woche bei der Mama bleiben! :ok:

Scotti
09.02.2011, 15:21
Von mir gibt es ein eindeutiges "Ja" wenn die Schule gut geführt ist.
Es ist schon erschreckend mit wie wenig Wissen, oder mit wie viel falschem Wissen viele Hundebesitzer gesegnet sind.
Da ist es sehr hilfreich jemanden an der Hand zu haben der einen anleitet.
Auch haben wir viele Hunde (und Menschen) Freundschaften die sich über die Zeit gefunden haben.
Angefangen als Welpe, jetzt als pubertäre Junghunde die alle irgendwie die gleichen Macken haben, für die Besitzer schön zu sehen dass auch andere Leute diese Probleme haben.^^

Wie Waldi
09.02.2011, 16:20
Ok, die Definition für das Ende der Welpenzeit haben wir...;)

...wenn ihr so wollt...
Aber dann muss ich zur Themenfrage ein klares Nein erwidern

Renate A.
09.02.2011, 18:37
These



These



These



These


Entschuldige, aber der sinnvolle Ansatz muss doch sein AB WANN.

Und spätestens da, wird einem klar, dass sich selbst die Fachwelt nicht "grün" ist. Angefangen von sicherm Impfschutz ab wann, über verschiedene Ansichten zum Abgabezeitpunkt der Welpen (was übrigens immer einem Trend unterliegt!) bis zum Vorbild durch den Ahnherr (Wolf).

Ich bin mir auch nicht zu 100% sicher, außer an der Stelle, dass ich nicht glaube, dass ein Welpe von 8 Wochen in die große weite Welt gehört. Der erforscht das "Umfeld der Höhle" (Garten, Wiese vor dem Haus) und die anderen "Rudelmitglieder" (ausgewählter Besuch, sozial sicherer ausgesuchter Hunde).

Sich gegen gleichaltrige Durchzusetzen, sollte im eigenen Wurf passieren und deshalb bin ich absolut dafür, dass Welpen bis zur 12. Woche bei der Mama bleiben! :ok:

Das "AB WANN " kann man auch nicht pauschal beantworten !!!

Jeder Hund/Welpe/Rasse ist anders, was für den einen viel zu früh ist, ist für den anderen genau richtig und genauso sollte man das betrachten.

Ich habe hier nicht nur Hunde aus "kontrollierten" Zuchten, jeder zweite Welpe kommt hier irgendwo vom Bauernhof, oft mit massiven Defiziten versehen.
Was hat der Welpe davon, wenn ich die Besitzer bis zur Woche X im Regen stehen lasse?
Teilweise werde ich hier mit 5-6 Wochen alten Welpen konfrontiert. Und nu??? Soll ich sagen, kommt mal wieder, wenn der Hund 12, 16 oder 20 Wochen alt ist?

Da gilt es doch wirklich, die eventuellen Deprivationsschäden, Erziehungs- und Sozialisierungsdefiziete auf ein Minimum zu reduzieren.

Ich muss es einmal deutlich sagen:

das Wissen der Durchschnitts-Hundehalter über Hunde ist extrem gering und die Unsicherheit im Umgang mit Hunden teilweise wirklich erschreckend.
Ich bin froh, wenn die Hundehalter möglichst ganz früh in der Hundeschule landen und ich als Hundetrainer dann Einfluss nehmen kann.

Renate A.
09.02.2011, 18:45
Sich gegen gleichaltrige Durchzusetzen, sollte im eigenen Wurf passieren und deshalb bin ich absolut dafür, dass Welpen bis zur 12. Woche bei der Mama bleiben! :ok:

Das ist ja schön, dass Du so denkst.

Aber die Realität sieht ja nun mal anders aus. Und nun?;)

stellabella
09.02.2011, 22:05
Wir waren damals mit meine 3 monate alte CC in dem Welpenkurse.Zweitemal war mein hund nicht mehr erwünscht,weil er war so gross und wild, aber er war nie "agressiv".Jedoch er war schwerer als die anderen und so wollte keine sein hund mit meinem spielen lassen.Ich bekomme auch bald eine CC puppie ich werde aber mit Ihr in einem anderen hundeschule gehen aber kein welpengruppe.Mir reicht wenn wir zwischen den "großen" mal paar kleine übungen machen.Ich finde schon hundeschule sehr wichtig!

Peppi
10.02.2011, 06:03
Das ist ja schön, dass Du so denkst.

Aber die Realität sieht ja nun mal anders aus. Und nun?;)

Ich sähe die Saat meiner Gedanken im Internet und in Leserbriefen in der Hoffnung, dass immermehr Welpenkäufer bei der Züchterauswahl wert darauf legen, dass die Hunde nicht schon mit 8 Wochen fort müssen :D


Nein, Du hast wahrscheinlich recht. Man sollte die Risiken minimieren. Ich bin ja auch für sozial Kontakte. Insbesondere in Regionen, wo man schwerlich an "Kontakte" kommt. Aber wenn nochmal ein Welpe bei mir einzieht, dann geh ich frühestens nach der 16. Woche in eine Welpengruppe. Muss allerdings ergänzen, dass ich da den Fokus im Artkontakt sehe.
Restaurant, Tierarzt, Auto, Fußgängerzone, etc., etc. kann man auch mit Papa alleine lernen. Und davor stehen bei mir eher Neugier, Vertrauen und Bindung im Fokus ;)

Aber trotzdem hast Du im Großen und Ganzen wahrscheinlich recht. :lach4:

Cira
10.02.2011, 06:53
Meine Erfahrungen waren bisher rundweg positiv und meinen Hunden haben sie sehr gut getan.

Wenn man darauf achtet, dass es eine gute Gruppe, mit kompetentem Trainer ist (Gesichtspunkte wurden bereits viele genannt), können Hund und Halter meines Erachtens damit nur dazugewinnen.
Für mich wären das unter anderem auch, dass Mobbereien unterbunden werden und dass die Welpen auf spielerische Art viel kennenlernen ohne überfordert zu werden.
Mir persönlich ist auch wichtig, dass der Kleine von Anfang an viel positiven Kontakt zu unterschiedlichen Hunden hat.
Und ich denke, dass auch schüchterne und zurückhaltende Hunde davon profitieren, wenn man behutsam vorgeht.

Ich würde mir immer wieder eine suchen.

...

Sorella
10.02.2011, 09:05
Richtig, so sehe ich das auch.Wenn ich mir manche Hunde/Welpenbesitzer so anschaue.Hund nach den Gesichtspunkten der Optik und Berühmtheit durch Filme ausgesucht.Da stehen sie dann mit ihrem hyperaktiven Dalmatiner und dem Jack Russel der am Hosenbein der Kinder hängt oder jeden in Fuß beißt.
Die kommen dann mit 6-8 Monaten zum ersten Mal in unsere Gruppe und wenn Sie zu erzählen beginnen, denke ich mir,warum bitte informiert man sich nicht wenigsten ein Wenig über die Welpen/Hundeerziehung
Aussagen wie:"Der hat ins Haus gemacht, da hab ich ihn mit der Nase reingehalten, aber er macht es immer noch."oder "Jedes Mal wenn er zwickt, klatsch ich ihm welche auf die Schnautze ".

Das ist bei den Neuankömmlingen meist Gang und Gebe.
Die Hündchen sind bei dem Anblick der kleinen Hundegruppen meist erst verängstigt, weil sie keine Führung haben und sich an niemanden orientieren können oder sie sind total rüpelhaft weil sie damit ja immer durchkamen, die Hundegruppe ist aber freundlich und aufgeschlossen, und das erste Verhalten legt sich dann schnell und man kann mit Ihnen arbeiten, danach sind sie ausgeglichen und froh.Endlich mal jemand der sie versteht und auch gerecht in die Schranken weißt.
Aber was wäre wenn genau diese Leute nicht in die Hundeschule kommen, die sind ja nicht böse, sondern einfach nur unwissend oder ihre Ansichten total veraltet und dumm.
Aber wenn man ihnen sagt wie es richtig geht, dann nehmen sie das auch an und lernen dazu.So können alle miteinander glücklich und alt werden.

Gute Hundeschule/Welpenschule : Ja

Marti
10.02.2011, 09:18
Hmm interessantes Thema..
Ich würde theoretisch schon eine Welpenschule besuchen, allerdings nur so eine, in der die Hunde gestört werden bei Raufereien. Dies habe ich vergeblich gesucht und habe deshalb auch auf eine Welpenschule verzichtet.
Mein Hund hatte viel Kontakt zu Artgenossen, allerdings nur mit ausgewachsenen und sich artgerecht verhaltenden. Das erschien mir wichtiger, da er von Natur aus schon mit einem starken Selbstbewusstsein gesegnet war und ich vermeiden wollte, dass er bemerkt, dass er den anderen Welpen körperlich überlegen ist. Habe dies auch nicht bereut.
Wie ich es bei meinem nächsten Welpen machen werde, weiß ich ehrlich gesagt auch noch nicht genau. Kommt wahrscheinlich auch auf den Hund an..

Renate A.
10.02.2011, 12:15
Hmm interessantes Thema..
Ich würde theoretisch schon eine Welpenschule besuchen, allerdings nur so eine, in der die Hunde gestört werden bei Raufereien. Dies habe ich vergeblich gesucht und habe deshalb auch auf eine Welpenschule verzichtet.


Da hast Du absolut recht !

Genau das sollten müssen die Welpenbesitzer u.a. lernen, wie weit dürfen Hunde gehen, WANN und WIE muss der Mensch Grenzen setzen... und das fällt vielen Hundebesitzern wahnsinnig schwer, ihrem Hund mal ein "NEIN" zu geben.

Eigentlich ist die Welpenschule eine "Menschenschule" ;)

Rocky
23.02.2011, 21:15
Ja klar doch, der Welpen-Kindergarten (Spielgruppe) ist lustig, die Hunde dürfen mit ihresgleichen herumtollen und kriegen ganz nebenbei einfache Kommandos mit. Das Argument zuerst an zu Hause gewöhnen lasse ich nicht gelten, die Spielstunde findet in der Woche ja bloss einmal für eine Sunde statt!

Der Junghundekurs ist auch zu empfehlen, da wird zwar auch noch ein bisschen gespielt, aber halt wie im richtigen Leben erst nach erbrachter Leistung.

Also der Rocky hatte immer ein riesen Spass auf dem Hundeplatz. Ob als Babyratzer oder Junghundeazubi, er immer voll dabei, der war richtig wild drauf. Wir hatten sehr kompetente Betreuerinnen, u.a. auch eine TÄ und Hundefutterwerbung gab es nie!

Einziger Wehmutstropfen, mein Bube war ein Musterschüler auf dem Hundeplatz, etwas was man Zuahuse dann nicht immer von ihm behaupten konnte!

Guayota
24.02.2011, 10:44
Das Argument zuerst an zu Hause gewöhnen lasse ich nicht gelten, die Spielstunde findet in der Woche ja bloss einmal für eine Sunde statt!

Wenn überhaupt...;)

Wenn ich mich richtig erinnere ging unsere 45 Minuten einmal pro Woche, wir sind nach ca. 2 Wochen dort hin.
Bei uns durfte kein Welpe "Amok laufen" und die Gruppe war sehr übersichtlich. Ich glaube nach der kostenlosen "Schnupperstunde" waren wir im Schnitt nurnoch zu fünft (oder so). Die Trainerin war/ist im Tierschutz tätig und hatte immer mal "coole" Althunde dabei. "Freies Spielen" war nur am Anfang und zum Schluss für ca. 10-15 Minuten. Es gab abends begleitend viele Seminare zu Themen wie Clickertraining usw.
Mein Hund war weder überfordert oder überdreht (ich gebe zu: Ein paar mal war er kurz davor! Nicht nur er.), noch hat er sich irgendwelche schlechten Manieren eingefangen.
Wir haben beide sehr viel gelernt.
Ich würde das immer wieder so machen.

christlgo
24.02.2011, 17:48
Ich war auch mit beiden in der Welpengruppe. 2 verschiedene HUSchus, 2 verschiedene Erfahrungen. Bei der jetzigen Trainerin sind wir geblieben. Die hat fast immer ihre Althündin(nen) dabei.Die hat den jungsters, besonders in der Rüpelzeit , jedem einzelnen mal den Kopf gewaschen, das war spitze!
Wir haben dort sehr viel gelernt, die Welpen zu beobachten, sie zu lesen und einzuschätzen ... wir haben gesehen wann man einschreitet... u.s.w. Wir hatten auch mit der Größe kein Problem. Pumbas liebster Klassenkamerad - nach wie vor-: Brixx, ein Zwergpinscher... Wir sind seit zwei Jahren, mind. 1 mal wöchentlich in dieser Huschu, ich denke, dass das Pumba in keinster Weise geschadet hat.
Aber ich weiß auch, dass es leider viel zu wenige solcher guten Huschus gibt.

Kurze
24.02.2011, 17:58
Wir haben bei uns in Hannover eine Hundeschule über das Internet gefunden, die uns sehr anspricht. Ich habe auch schon ein Telefonat mit der Trainerin geführt, die völlig begeistert war als sie hörte, dass ein CC bei uns einzieht.

In der Vorstellung auf der Homepage beschreibt sie, wie eine Welpengruppe bei ihr gestaltet ist- und es klingt sehr gut.

Und wir können uns alles vorab ganz unverbindlich anschauen.

Am Sonntag kommt unsere Kleine endlich nach hause. Schon verrückt, wie man die Tage zählt.

Wir lassen jetzt einfach alles auf uns zukommen, das Thema Welpengruppe auch. Man wird merken was das richtige für die Kleine ist.

Es ist auf jeden Fall schön, dass viele von euch ihre Erfahrungen mitgeteilt haben und das Thema so ausführlich behandelt wurde.

Vielen Dank :)

Nadine u. Daniel
24.02.2011, 19:12
Ich kanns nur empfehlen.
Wir waren von der 11. Woche an in der Welpenstunde, einmal die Woche alle Rassen.
Pyke hats meiner Meinung nach was gebracht, er geht sehr gelassen mit seinesgleichen um.
Und wir hatten noch jede Menge Spaß dabei.

Rocky
25.02.2011, 09:46
.... mit der Trainerin geführt, die völlig begeistert war als sie hörte, dass ein CC bei uns einzieht

Kann ich nur bestätigen, Molosser sind die Ausnahme und viele Trainer sind total begeistert einen in der Gruppe zu haben.

Etwas was man manchmal von anderen Teilnehmern nicht behaupten kann! In der Spielgruppe sind die Ratzer ja alle noch etwa gleich gross, im Junghundekurs machen sich die Unterschiede dann recht schnell bemerkbar und man muss damit rechnen angepöbelt zu werden! War auch bei mir so, die Kursleiterin stand aber voll hinter mir und ich steck so was eh weg, knurre höchsten ganz bösartig zurück ;-)

Kurze
25.02.2011, 14:51
@ Rocky: Das ist gut so, man muss sich nicht alles gefallen lassen, nur weil man ein Riesenbaby hat :D

Leider hört man immer wieder, dass auch die Trainer dicht machen, wenn sie hören, dass man einen Molosser hat. Aber da haben wir Glück.

Gast2013-1002
07.03.2011, 20:08
Hey,
ich möchte mich zu dem Thema auchmal äussern.
Wir haben mit Diego die Welpenschule ab der 10. Woche (also unmittelbar nach seinem Einzug) besucht und ich würde es immer wieder ganz genauso machen.
Wie man von einer Spielstunde abraten kann, ist mir nicht ganz schlüssig, denn das die Trainer kompetent und erfahren sind, setze ich eigentlich vorraus.

Wir haben z.B schon vor Diegos Einzug eine Probestunde in der Hundeschule mitgemacht. So konnten wir uns erstmal davon überzeugen, wie das dort so läuft. Es kam dann eine Probestunde mit Welpe dazu und erst danach haben wir den Vertrag unterzeichnet. Zeitgleich habe ich mir noch 2 andere Hundeschulen angesehen und mir daraufhin mein eigenes Urteil gebildet.

Das man mit Vorurteilen auf die Großen zuging, kann ich überhaupt nicht bestätigen.
Ganz im Gegenteil, Diego ist bis heute meinem Gefühl nach ein sehr beliebter und gern gesehener HuSchu-Teilnehmer.

Im Welpenkurs waren etwa 6 Welpen, alle etwa im selben Alter und einigermaßen gleichgroß. Die Zwerge wurden auf Kommando losgelassen und die Trainer waren immer unmittelbar dabei. Sie haben uns erklärt, wie die Hunde kommunizieren und sind sofort dazwischen gegangen, wenn es zu doll wurde. Auch wenn Diego mit Abstand der Langsamste war, er hat es sichtlich genossen und schon beim 3-4x fing er an mit dem Schwänzchen zu wedeln, als wir aus dem Auto gestiegen sind.

Grundgehorsam als Übung hat m.E in der Welpengruppe nichts zu suchen.
Wir wurden selbstverständlich auch theoretisch angeleitet und haben Bindungsspielchen usw. gemacht, aber bspw. ein SITZ von einem 12 Wochen alten Welpen unter Ablenkung einzufordern, halte ich für absolut schwachsinnig.
Geübt wird zuerst Zuhause in neutraler und reizarmer Umgebung. Die Ablenkung muss dann stückchenweise gesteigert werden.

Die Welpengruppe hatte für mich den Zweck Diego ein Spiel mit gleichaltrigen Artgenossen zu ermöglichen. Mit erwachsenen Hunden spielt es sich einfach anders und mir war es wichtig, das er von klein auf die unterschiedlichsten Hunde kennen lernt.
Und ich sehe das auch als sehr wichtig an, denn allein schon durch anatomische Unterschiede (wie z.B Schlapp oder Stehohren, kurzes oder langes Fell) kann die Körpersprache eines Hundes extrem verändert werden.

Zeitweilig war ich sogar in einer Parallelgruppe, wo Diego die Erfahrung machen konnte, mit kleinrassigen Hunden wie z.B einem Minipudel oder Chihuahua zu kommunizieren.
Selbstverständlich duften die Beiden nicht einfach wild aufeinander loswatzen, aber ich finde in der Kinderstube kann man in Sachen Loyalität gegenüber anderen Hunden viel erreichen. Und nichts wäre für mich schlimmer, als wenn mein Großer anderen (Klein)Hunden mit Abneigung oder fehlendem Respekt entgegentritt. Immerhin birgt das nicht nur Verletzungsgefahr sondern auch Unmut bei den Haltern.

So, ich entschuldige mich für den Roman, aber kürzer ging es leider nicht zusammenzufassen. :)

Liebe Grüße

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