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dora
02.01.2011, 18:02
hallo, bin ganz neu hier .
muss mich auch hier noch irgendwo vorstellen.

habe aber ein thema, was mich doch brennend interessiert:

mein ca. 5 jähriger "labrador-husky"-mischling aus einem polnischen tierheim ist wohl ein mastiff-mischling. er hat im freilauf ein ganz liebes sozial sicheres verhalten und will andere hunde zum spielen auffordern.ist er nicht erwünscht,weicht er ohne beisserei aus.
so, aber:
wenn er einen hund sieht, schleicht er mit gesenktem kopf bedrohlich auf ihn bis auf wenige meter zu ,um dann kontakt aufzunehmen.
begreiflicherweise sind fremde hundehalter mindestens verunsichert ob des herannahenden "ungeheuers".einige hunde reagieren mit angstgeschrei, was meinen hundeschatz sehr verwundert.

deswegen hört er ja jetzt schon in den letzten metern mit dieser duckhaltung auf.

kennt ihr dieses -mir etwas unangenehme- verhalten, kann es auch an der rasse liegen?

bin auf euere antworten gespannt !

Peppi
02.01.2011, 19:01
Ja, das ist m.E. eine Sequenz aus dem Jagdverhalten. Machen viele Hunde, insbesondere die Border Collies zeigen das häufig.

Unser Mops macht das auch manchmal.

thofroe
02.01.2011, 19:10
Hallo und erstmal herzlich willkommen:lach4:
Ich hatte mal einen Fila, der hat sich auch in geduckter Haltung angeschlichen, um sich dann 2-3 Meter vor der eigentlichen Kontaktaufnahme hinzulegen und den entgegenkommenden Hund die Initiative zu überlassen.
LG Thomas

Schnarchnasen
02.01.2011, 19:14
Also ich kenne das auch von Border Collies,die aber trotzdem ganz freundliche Hunde sind und auch so zu Spielauffordern oder sich vor Cookie ergeben wenn sie sich denen nähert...
Das Verhalten habe ich Cookie gegenüber erst gestern wieder gesehen und es ist zum Spiel und herum tollen gekommen :)

Iris
02.01.2011, 19:37
meine junge Border Terrier Hündin macht das sehr intensiv, aber nur bei den Hunden mit den sie zusammen lebt.
Bei allen anderen traut sie sich so ein freches Verhalten nicht.

Keiner meiner alten Mädels hätte oder hat je so ein freches Verhalten, bei ihnen unbekannten Hunden geduldet.
Jeder der so kommt bekommt die Hammelbeine lang gezogen.
Entweder von den Mädels, oder von mir, :boese1::D

Niko
02.01.2011, 21:29
Mini zeigt dieses Verhalten auch. Entweder legt sie sich 30Meter entfernt zum anderen Hund hin und springt los, sobald dieser sich nähert, oder sie schleicht sich geduckt bis auf wenige Meter an und springt dann los.

Cira
02.01.2011, 22:18
Eine Möglichkeit dem auzuweichen wäre ihn ins Platz zu schicken und abzuwarten, bis der fremde Hund bei Euch ist, sobald er sich zum Anschleichen duckt.
Sobald die Entgegenkommenden auf Hörweite herangekommen sind, kann man sich absprechen, ob beide Hunde verträglich sind und sie dann zusammenlassen oder eben an die Leine nehmen und warten bis die anderen vorbei sind oder einen Bogen laufen.
So mache ich es mit meiner Hündin auch.

...

Mila
02.01.2011, 22:29
Hab' mal irgendwie gelesen, dass das ein Beschwichtigungssignal ist, glaube ich. Das ist also nicht richtig!?
Meine Hündin macht das auch bei vielen Hunden, wie beschwichtigen sieht das für mich aber nicht aus, wenn ich ehrlich bin ;)

Ich habe mir -wenn sie ohne Leine läuft- angewöhnt, sie absitzen zu lassen, und dann frei zu geben. Was sie nach dem freigeben macht, ob sie losprescht oder schleicht um kurz vor dem anderen Hund loszuhüpfen, ist mir ehrlich gesagt egal. Manche anderen Hunde reagieren mit nem Schreck, manche auch ein wenig aggressiv (die Kleinhunde vor allem), manche legen dann genauso los, und manchen ist es egal, die latschen so weiter wie vorher. Aber bis auf das sitzen lassen greife ich da nicht ein, sondern gehe meist weiter, sodass der Hundekontakt kurz stattfinden kann, aber nicht ewig dauert, sondern Amber dann direkt mit mir mitkommt.

Cira
02.01.2011, 22:42
Es gehört tatsächlich zum Jagdverhalten.

Wenn es auf andere Hunde oder Halter beängstigend wirkt, vllt. auch wegen der Größe des Hundes, würde ich ihn schon in Ruhe abliegen lassen und erst freigeben, wenn der herankommende Hund bei uns angekommen wäre.
Dann bleibt die Situation von Anfang an entspannt.

...

cane de presa
03.01.2011, 08:56
Mila und Cira mal wieder mit ratschlägen,naja...
Ihr macht fehler und gebt sie als Tips weiter???
abliegen/sitzen lassen oder vorstehen lassen ist eine angestrenge abwartende situation.
Macht die sache nur schlimmer.und unkontrollierbar. Für beide Seiten.

Peppi
03.01.2011, 09:09
Da hat er Recht. Ist so wie: "Achtung, Achtung, jetzt passiert was ganz besonders Aufregendes, alle auf Position!"

:sorry:

Isis78
03.01.2011, 09:11
Sehe ich ganz genauso, ist absolut kontraproduktiv...
Und es gibt genügend Hunde, die auf dieses "anpirschen" hoch allergisch reagieren,
meine Isis findet es sehr unhöflich und gibt das solchen Hunden auch deutlich zu verstehen..

Mila
03.01.2011, 12:57
Also sollte man besser nix machen!?

Ich lasse sie halt manchmal sitzen, je nach Situation. Finde das für mich besser, wenn ich erstmal mit dem anderen HH klären kann was Sache ist. Und wenn ich Amber im Fall der Fälle anleinen kann während sie sitzt.

Edit: ich wollte auch nicht klugscheißern ;) ... sorry falls das so rübergekommen ist! Bin für Vorschläge was man am Besten machen od. auch nicht machen kann/sollte, durchaus dankbar :)

Sari
03.01.2011, 13:10
Hallo, mein RR-Mischling pirscht sich auch gern an, aber ich bin nicht so ein Freund von, juchu es kommt ein fremder Hund nun darfste hin.

Hunde die er gut kennt, haben damit kein Problem.

Tyson2009
03.01.2011, 13:22
hat der rütter nich mal gesagt,das wäre Drohgehabe?
Will jetzt nichts falsches erzählen,aber meine,das er das mal erwähnt hat..
Tyson macht es übrigens auch...
was ich am besten machen soll,weiß ich allerdings auch nich(-;

LukeAmy
03.01.2011, 13:32
unsere 3 Molosser machen das alle , und zwar dann wenn sie mit einander spielen...ddie verstehen das untereinander prima und gehört bei uns dazu...sie schleichen sich an und dann attake, der "gegener " rennt dann davn und sie spielen fang mich

Iris
03.01.2011, 14:01
unsere 3 Molosser machen das alle , und zwar dann wenn sie mit einander spielen...ddie verstehen das untereinander prima und gehört bei uns dazu...sie schleichen sich an und dann attake, der "gegener " rennt dann davn und sie spielen fang mich

wenn sich Hunde gut kennen ist das auch ein Spiel, bei fremden Hunden ist es einfach nur frech und ungehörig;)
Ich hatte noch nie einen Hund der sowas macht, ich würde aber denke ich Blickkontakt zum Gegenüber unterbrechen und so die Spannung raus nehmen, dann gesittet weiter laufen.
Das alles natürlich bevor der Hund sich legt, erst gar nicht so weit kommen lassen;)

LukeAmy
03.01.2011, 14:03
wenn sich Hunde gut kennen ist das auch ein Spiel, bei fremden Hunden ist es einfach nur frech und ungehörig;)
Ich hatte noch nie einen Hund der sowas macht, ich würde aber denke ich Blickkontakt zum Gegenüber unterbrechen und so die Spannung raus nehmen, dann gesittet weiter laufen.
Das alles natürlich bevor der Hund sich legt, erst gar nicht so weit kommen lassen;)

stimmt, allerdings nehm ich iMMER erst alle hunde an die leine , bevor ein Kontakt entsteht ..somit laufen sie eh gesittet und nicht geduckt

kallinski
03.01.2011, 14:18
Also ich habe das mal bei dem Rütter im Fernsehen gesehen, und es ist ein Unterschied ob es ein Hund beim Spielen oder an der Leine macht, wenn andere Hunde entgegenkommen. Da ist es verboten. Der Rütter meinte es wäre so ein Proll-gehabe, ein bisschen drohen. Er hat geraten den Hund immer aus solchen Situationen immer rausnehmen und SOFORT umdrehen und in eine andere Richtung gehen, das signalisiert dem Hund, das man auf sein dummes rumgemache nicht eingehen und Ärger a.d Weg gehen will.Wenn der Hund nicht an der Leine ist, auch kommentarlos abdrehen und zügig ganz woanders hingehen. Auch wenn für uns anschleichen harmlos aussieht ist es für entgegen kommende Hunde schon sehr provokativ. Auch wenn der eigene Hund nach dem Schleichen nichts mehr macht und "freundlich" ist, signalisiert er erstmal "komm ran- kannst was auf die Nase haben". wie gesagt, manches sieht für uns gar nicht so provokativ aus und ist es doch irgendwo. Also unterbinden indem man solche Situationen auflöst. Ablegen und absitzen lassen mit gegebenfalls dann aber fixieren des anderen Hundes bringt da ziemlich wenig und hat null Lerneffekt.

carlo&thyssen
03.01.2011, 17:33
Hallo meine kleine Shi-Tzu Hündin mit 3,5 Kilo gramm macht das auch,der rest des Rudels nicht genauso wie meine beiden Molosser auch nicht!!!

Cira
03.01.2011, 20:57
Bei meiner klappt es sehr gut.

Sie schleicht sich allerdings nicht an, sondern schmeißt sich in die Leine und möchte unbedingt hin.
Deswegen lasse ich sie abliegen, bis ich mit dem Halter absprechen konnte, ob es okay ist.
Wenn nicht, bleibt sie liegen, bis er mit seinem Hund vorbei ist oder ich gehe einen anderen Weg.

Möglicherweise macht die Motivation des Hundes da einen Unterschied.
Es war nur ein Tipp, den ich in so einer Situation versucht hätte und den man selbstverständlich diskutieren kann.
Ich denke, es ist trotzdem hilfreicher darüber zu reden, als destruktive Posts zu verfassen, keinen weiter bringen.

...

Cira
03.01.2011, 21:36
Wenn der Hund starrt, würde ich mit ihm Schau-Übungen machen und wenn das gut klappt im "Schau" weitergehen.

Weg gehen will.Wenn der Hund nicht an der Leine ist, auch kommentarlos abdrehen und zügig ganz woanders hingehen.

Dann käme es überhaupt nicht mehr zu Hundebegegnungen, das wäre mir nicht recht.
...

Mila
03.01.2011, 23:00
Ich denke das ist auch sehr vom Charakter des eigenen Hundes abhängig. Manche starten damit ein Spiel, bei anderen isses vllt. eine Art Pöbelei/Angriff. WENN Hunde das machen, scheint es ja meist so zu sein, dass sie schleichen, immer tiefer gehen mit dem Körper, irgendwann auf dem Boden liegen, warten, und dann irgendwann kurz bevor der andere Hund da ist, losfetzen. Bei meiner Hündin gibts aber z.B. auch die Version, dass sie schleicht und sich dem Boden nähert, dann stehen bleibt, wartet und dann entweder losdüst od. normal weitergeht.

Peppi
04.01.2011, 08:21
Wenn der Hund starrt, würde ich mit ihm Schau-Übungen machen und wenn das gut klappt im "Schau" weitergehen.



Dann käme es überhaupt nicht mehr zu Hundebegegnungen, das wäre mir nicht recht.
...

Das steht da aber nicht.

Bei dem Anschleichen spielt das "Fixieren" des Hundes eine ganz grosse Rolle.

Mein Hund hat da ziemliche Probleme mit, wenn irgendwo ein Hund lauert, sitzt, platzt und ihn dabei fixiert, als gäbe es nichts anderes mehr auf der Welt. Er flippt dann nicht gleich aus, aber stellt sofort einen Kamm, die Ohren und das Schwänzchen gehen auf "Hab' Acht"- Stellung und wenn ich das "Gegenfixieren" nicht sofort korrigiere, steigert er sich je nach Emtfernung da immer mehr rein. Deshalb korrigiert man ja auch schon den Blickkontakt (das kommt in jeder Hundenanny sendung wo eine Leinenpöbler die Hauptperson ist vor ;) ). Leider verstehen das die meisten Hundehalter nicht.

@Mila: Das sollte auch nicht pauschal verurteilen seinen Hund in gewissen Situationen absitzen zu lassen. Es gibt auch genug Kandidaten, die liegen oder sitzen dann wirklich relaxed, starren aber auch keine anderen Hunde an. Wenn Du aber so ein Nervenbündel hast, dass dann immer an Dir vorbeiguckt "Wo ist der andere Hund, wo ist der andere Hund", dann ist das nicht so clever, weil ich diese Situation damit ganz gezielt zu einer ganz besonderen machen.

Und aus so einer Situation die Kontaktaufnahme stattfinden zu lassen, kann bei meinem Hund schon nach hinten losgehen. Ich denke, dass ich "hundisch unhöflich", oder sowas in der Art. Bei den Hunden auf der Hundewiese, die einen guten sozialen Habitus zeigen, die meist deeskalierend kommunizieren und sich erstmal beschnüffeln, sieht man sehr gut wie der Erstkontakt "normalerweise" aussieht. Und das ist keinesfalls "anstarren" und frontal aufeinanderzugehen und sich möglichst großmachen.

Aber wie gesagt, muss man da auch immer das Individuum und die Situation im Einzelnen betrachten. :lach4:

Das hat auch wieder was mit Konditionierung zu tun. Als Beispiel, hab ich nach den ersten Keilereien mir natürlich angewöhnt, den Hund anzuleinen, wenn mir Hunde entgegenkamen. Habe dabei aber leider vergessen, ihn auch zwischendurch einfach mal so anzuleinen. Damit habe ich mir ein sehr sicheres Zeichen herangezogen, dass dem Hund signalisiert "Achtung, Feind in Sicht!". Das "Problem" hab ich auch heute noch, obwohl ich auch in ganz vielen anderen Situationen mittlerweile anleine. Die Grundtendenz ist allerdings noch nach Jahren, heranrufen, absitzen = alles in Ordnung. Wenn dann aber die Leine kommt, gehen sofort die Ohren hoch und der Hund guckt erstmal in die Runde ob irgendwas kommt.

Selfmade Problem und schwer wieder rauszukriegen.

Das gleiche kann einem bei diesen "Sitz am Wegesrand" Übungen passieren. ;)

Cira
06.01.2011, 00:23
Das steht da aber nicht.

Bei dem Anschleichen spielt das "Fixieren" des Hundes eine ganz grosse Rolle.

Mein Hund hat da ziemliche Probleme mit, wenn irgendwo ein Hund lauert, sitzt, platzt und ihn dabei fixiert, als gäbe es nichts anderes mehr auf der Welt. Er flippt dann nicht gleich aus, aber stellt sofort einen Kamm, die Ohren und das Schwänzchen gehen auf "Hab' Acht"- Stellung und wenn ich das "Gegenfixieren" nicht sofort korrigiere, steigert er sich je nach Emtfernung da immer mehr rein. Deshalb korrigiert man ja auch schon den Blickkontakt (das kommt in jeder Hundenanny sendung wo eine Leinenpöbler die Hauptperson ist vor ;) ). Leider verstehen das die meisten Hundehalter nicht.

Stimmt, ist mir auch erst hinterher aufgegangen, wohl weil wir das mit dem Schau erst seit Kurzem involviert haben.
Ich hatte jetzt nicht so den Eindruck, daß der Hund des TE aggressiv reagiert, wenn er anschleicht, eher daß er es als Jagdspiel betrachtet.
Wo wir gerade von Differenzierung reden, sollte man vllt. ebenso differenzieren, daß nicht jede Anschleichaktion aggressiv gemeint ist, wohl aber daß sie aggressiv beim Gegenüber ankommen könnte.
Schau ist also wichtig dabei.


Und aus so einer Situation die Kontaktaufnahme stattfinden zu lassen, kann bei meinem Hund schon nach hinten losgehen.


Wenn dem so ist, sollte man die Sitz oder Platzübung so häufig einbinden, daß sie normal werden.
Was ich sowieso tun würde, schließlich benötigt man im Alltag auch oft, daß der Hund sich zuverlässig absitzen oder -legen lässt.
Cira muss sich sehr oft setzen oder hinlegen, für sie ist es nichts Besonderes.
Den Augenkontakt könnte man auch unterbinden, indem man den Hund mit dem Rücken zum Entgegenkommenden sitzen lässt, falls er schwer abzulenken ist.



Das "Problem" hab ich auch heute noch, obwohl ich auch in ganz vielen anderen Situationen mittlerweile anleine. Die Grundtendenz ist allerdings noch nach Jahren, heranrufen, absitzen = alles in Ordnung. Wenn dann aber die Leine kommt, gehen sofort die Ohren hoch und der Hund guckt erstmal in die Runde ob irgendwas kommt.

Selfmade Problem und schwer wieder rauszukriegen.



Sollte sich aber wieder regulieren lassen, indem Du ihn sehr häufig solange sitzend angeleint hältst, bis er sich wieder beruhigt hat und ihn dann erst wieder laufen lässt.
Oder wie machst Du das?


Das gleiche kann einem bei diesen "Sitz am Wegesrand" Übungen passieren. ;)

Man kann es aber auch vermeiden. :)

...

dora
06.01.2011, 18:50
hallo, da habe ich ja eine menge meinungen zum aussuchen .
wenn unser theo mit seinem grossen kopf und seiner masse so ranschleicht, sieht das nicht gerade sympathisch aus ,obwohl -wie gesagt- er letztlich nie grimmig reagiert.kleinwüchsige hunde dürfen sich ohnehin alles herausnehmen.

mir selber würde bei so einem gegenüber schlecht vor angst um mein hundi. von der körpersprache her würde ich nichts gutes erwarten.
irgendwas werden wir jetzt üben.

lieben dank
marie

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