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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Weihnachtszeit- Massenmordzeit!?


Doc_S
14.12.2010, 09:41
Am Mittwoch 21.45 ARD, "hart aber fair" zum Thema Fleischkonsum.
Es kann sich ja jeder ein Bild selbst davon machen. ;)
Achja, der Durchschnittsdeutsche verdrückt 60 Kilo Fleisch pro Jahr.

AlHambra
14.12.2010, 10:34
Zum Glück bin ich NICHT der Durchschnittsdeutsche, da Veggie...

Werde die Sendung aber trotzdem gucken :ok:

Lucy
14.12.2010, 10:56
Ich hoffe ich vergesse es nicht, dann schau ich mir das auch an!

Ich glaub kaum das ich 60 Kilo Fleisch zam kriege :)

Urmel
16.12.2010, 21:58
Hier liegt der Schnitt bei 160 Kilo und in Argentinien, bei 240 Kg!
War wieder eine endlos Laberdebatte, bei der nichts rumkam, ausser Einschaltquoten. Zumindest die Vegetarier konnten ihre Wut ausleben.

Wenn ich nur überlege, das es seit ca.150000 Jahren Menschen gibt, die davon 146000 Jahre, nach den simpelsten Naturgesetzen gelebt ind überlebt haben. Erst seit der monotheistischen Theorie, gibt die Kirche zu allem ihr Amen.:schreck: Dazu dann noch deutsche Extremweltverbesserer, die alle bevormunden wollen und immer Recht haben. Grausam.

*Aldo*
18.12.2010, 13:00
Zum Glück bin ich NICHT der Durchschnittsdeutsche, da Veggie...

Werde die Sendung aber trotzdem gucken :ok:

Sehr gut - same here :)
60kg ist auch mal ganz schön ekelhaft viel!

Doc_S
19.12.2010, 11:08
So, mal eine kleine Zusammenfassung der Sendung mit dem Untertitel "Tiere sind mir Wurst- Haben Fleischfresser keine Moral"
Es waren 6 Gäste anwesend mit je einem zusammengefassten Zitat aus dem Gedächtnis heraus.
Sarah Wiener- Starköchin: "Tier aus artgerechter Haltung, Billig- Fleisch verseucht Umwelt und Menschen, nicht jeden Tag Fleisch essen, in den 50ern gab es 1 mal pro Woche Fleisch"
Manfred Breuckmann- Sport- Journalist und Autor: "Ich bin ein Genußmensch und kann mir Fleisch aus artgerechter Haltung leisten, lieber einmal für 60,- € beim Metzger gutes Fleisch als Billigfleisch" er verwies auch noch auf die arrogante Situation hin, da es anscheinend ein Luxusproblem is.
Karl- Heinz Funke- ehemaliger Bundeslandwirtschaftminister & Landwirt: "Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz!- Dies hat früher jedes Kind von den Eltern mit bekommen, warum Heute nicht mehr?"
Marc Benecke- Kriminalbiologe und Vegetarier: "Auf meinen Indienreisen habe ich erwachsene Leute kennen gelernt, die im Leben noch nie Fleisch gegessen haben, und dies ohne Mangelerscheinungen"
Jürgen Abraham- Schinken- Hersteller: "Fleisch gehört zu unserer Zivilisation dazu, auch der gesundheitliche Aspekt (Eisen, Nährstoffe,...)"
Barbara Rütting- Buchautorin und Veganerin: "Es geht ohne Fleisch"

Es war eine angeregte Diskussion, teilweise etwas kontrovers mit vielen Vergleichen Früher- Heute und der Frage, ob Hühner/ Schweine in den 60ern, welche im eigenen Mist standen, besser oder schechter lebten.
Ein paar Zahlen und Fakten:
Der Durchschnittsdeutsche ist in seinem Leben:
3 Rinder, 3 Schafe, 5 Gänse, 32 Enten, 40 Schweine, 576 Hühner plus Wild und Fisch.
10 Kilo pflanzliches Eiweiß sind zum Herstellen eines Kilos tierischen Eiweißes von Nöten.
Im mediterranen Bereich (Spanien/ Italien) verzehrt der Durchschnittsbewohner 120 Kilo Fleisch im Jahr.
Die größte Hühnerschlachterei in Deutschland schlachtet im Jahr 120 Millionen Hühner, das sind 384000 am Tag, 24000 in der Stunde, also im 3- Sekunden- Takt werden dort Hüher geschlachtet.
Jährlich werden in Deutschland 56 Millionen Schweine geschlachtet. Es wurde darauf hingewiesen, daß nach EU- Vorgaben und Verordnungen geschlachtet wird und diese auch überprüft werden. Die gängige Methode CO2- stechen- brühen wurde gezeigt und bemerkt, daß der Schlachter am Band zum stechen pro Schwein 4 Sekunden hat.
0,5% der Deutschen sind Vegetarier.
Die Geschäftsführung der Fa. Wiesenhof kam in einem Beitrag zu Wort und meinte, daß nur 0,2% ihrer Gesamtproduktion Bio sind: "Der Verbraucher will es nicht".
Auch interessant fand ich den Vergleich Masthuhn - Ökohuhn.
Masthuhn: Kalorienreiches Futter, bestimmte prädestinierte Rassen, Platz pro Tier eine halbe DIN A4- Seite, Mastzeit 6 Wochen, Endpreis pro Kilo 10,- €
Ökohuhn: Ökologisches Futter, mehr Platz heißt mehr Bewegung, weniger Zunahme, Mastzeit 10 Wochen, Endpreis pro Kilo 29,- €.

Ich fand die Diskussion sehr gut, wobei natürlich das Fleisch- Gemüse- Verhältniss mit 4:2 Gästen nicht ausgeglichen war und die obligatorischen Vorwürfe beider Fraktionen auch zur Ansprache kamen.
Vielleicht sollte es sich jeder selbst überlegen und nur durch ein Umdenken von Grund auf kann sich an dieser Situation etwas ändern.

*Aldo*
19.12.2010, 15:59
Es gibt zu diesem Thema eine sehr gute Reportage namens "Earthlings" dokumentiert von Joaquin Phoenix (selbst seit seiner Kindheit vegan, da Eltern bereits vegan).
Über den Holocaust-Vergleich kann man sich wie immer streiten, ich find ihn daneben, aber wenn man bedenkt für wen diese Doku gemacht ist - nämlich den 08/15 Fleischesser, der denkt die Wurst wächst auf dem Baum - trifft es denke ich den Nerv des ganzen.
Ich bin seit 12 Jahren Vegetarierin (esse keine Tiere und trage sie auch nicht), habe mir die Doku ganz angesehen und Rotz und Wasser vor Wut über diese gesamte Tiermordindustrie geheult! Unfassbar!

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