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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hund beißt TA-Helferin


duke
30.11.2010, 17:29
Hallo Zusammen,

nachdem wir vor 7 Tagen unseren Dicken aus dem TH geholt haben und bis heute eine sehr schöne Zeit verbracht haben, leider eine unerfreuliche Nachricht.

Hatten heute einen TA-Termin, da King geimpft werden sollte. Letzte Impfung ist laut Impfausweis in 2006 gewesen, also schon etwas her.
War auch letzte Woche schon beim TA, damit King sich die Praxis schonmal anschauen konnte.
Haben dann für heute einen Termin bekommen.

Wir also hin, lief auch bis ins Behandlungszimmer ganz gut.
Um im Vorfeld alles Mögliche auszuschließen, haben wir dem Dicken einen Maulkorb angelgt.
Das hat auch alles super geklappt. Die TA hat dann begonnen ihn abzuhören und eine TA-Helferin hat ihn festgehalten.

Er hat dann angefangen zu knurren und sich kurz darauf so heftig bewegt, dass er den Maulkorb zerissen und der TA-Helferin in den Arm gebissen hat.
Er hat allerdings sofort losgelassen und sich dann wieder ruhig verhalten.

Die TA-Helferin hat auf jeden Fall eine Wunde am Arm, die der TA Erstversorgt hat. Sie ist dann ins Krankenhaus gefahren.

Soviel zum Sachverhalt - blöd, aber leider nicht zu ändern. Ich bin auf jeden Fall erstmal geschockt, da ich sowas vorher noch nie erlebt habe, ist halt mein oder unser erster Hund.

Habe jetzt dazu ein paar Fragen:

Wie sieht das Ganze Haftungstechnisch aus? Wird soetwas von meiner Hundehalterhaftpflicht übernommen?
Zahlt soetwas die Berufsgenossenschaft des TA?

Viel wichtiger - ohne jetzt die Verletzung der TA-Helferin schmälern zu wollen - wie gehen wir damit um?

Ich hoffe, ich kann hier ein paar gute Ratschläge bekommen.

Danke schonmal im Vorraus, wir müssen jetzt erstmal draussen zusammen durchatmen gehen...

EastEvenue
30.11.2010, 17:57
Hallo,
wir haben auch vor 3 Jahren unseren Samy (Rotti) aus dem Tierheim adoptiert, damals war er 1,5 Jahre alt und hatte leider auch schon viele schlechte Erfahrungen gesammelt (Rute wurde nicht gleich nach der Geburt kopiert, Zwingerhaltung etc.).
Er war auch vor allem bei seinem 1. Besuch beim Tierarzt sehr panisch und hat in die Luft geschnappt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass unser Sam niemals super souverän beim Tierarzt sein wird, aber er mittlerweile die Untersuchung einigermaßen gelassen über sich ergehen lässt ohne nur auf seinen Krallen zu stehen oder sich wie eine Schlange zu winden und dabei in die Luft zu schnappen...:(
Gebt Euch einfach ein bisschen Zeit um Vertrauen aufzubauen, Ihr kennt Euch ja erst sieben Tage - dann wird er bestimmt auch etwas ruhiger.
Wir haben Ihn auch immer beim Tierarztbesuch unserer Hündin mitgenommen, dass er merkt, das nichts schlimmes passiert - ausser vom TA mit einem Leckerli abzustauben... :)
LG Tina, Kira & Sam

LukeAmy
30.11.2010, 18:10
(Rute wurde nicht gleich nach der Geburt kopiert, Zwingerhaltung etc.).
)
LG Tina, Kira & Sam

es heisst kUpiert ..kopiert werden akten usw.

ansonsten ..was hat denn der TA gesagt ..?
nächstes Mal einfach einen Maulkorb drauf der nicht kaputt geht (Drahtmaulkorb)
viele hunde mögen keinen TA..liegt auch am geruch der Praxis....

bobbie
30.11.2010, 18:37
Hallo duke,

zum Rechtlichen:
es gibt ein Urteil von einem Oberlandesgericht (muss mal suchen gehen), da wurde der HH für den Biss und die Folgen haftbar gemacht, sprich seine Hundehaftpflichtversicherung.

Geh davon aus, dass die KK der TA-helferin in Vorkasse geht und Ihr dann von ihrer KK hört. Am besten den Vorfall gleich Eurer Versicherung mitteilen!!!

LG
Angie

Mila
30.11.2010, 19:02
Ich würde den Hund erstmal nicht mehr zum TA schleifen (außer er hat irgendwas, natürlich!), damit die Erinnerung daran nicht mehr so frisch ist.
Eventuell mit Maulkorbtraining beginnen, aber langsam und mit viel positiver Verstärkung (ich habe leider keine Erfahrung damit, wie man das genau machen sollte, kannste aber im Internet sicherlich gut recherchieren... ich würde den MK schrittweise und nur kurz anlegen, die Dauer von paar Sekunden auf etwas länger mit der Zeit steigern, und jeweils belohnen... aber das dauert vermutlich alles eine Weile... je nachdem ob dein Hund schon positive od. negative Erfahrungen mit dem MK gemacht hat... beim TA die war jetzt negativ aufgrund von Angst/Panik und Stress!

Und nach ner Weile würde ich dann mal so zwischendurch beim TA vorbeischauen. Am besten vorher anrufen, damit die Bescheid wissen. Und fragen, ob sie dich und den Hund nach paar Minuten "Wartezeit" aufrufen und dann im Behandlungszimmer den Hund füttern und sonst NIX machen. Klappt das gut, kann der TA ja mal das Gewicht kontrollieren oder auf dem Fußboden das Herz abhorchen od. sowas. Ich würde den Hund aber erstmal nicht mehr auf den Tisch stellen/setzen/legen. Der ist einigen Hunden (inkl. meiner Hündin) nicht ganz geheuer, und dein Hund verbindet seine Erfahrung jezt mit Sicherheit auch mit dem kalten, metallischen Untergrund usw..

EastEvenue
30.11.2010, 19:44
Hoppala, ich meinte natürlich kupiert und nicht kopiert....:sorry:

bobbie
30.11.2010, 20:05
Hoppala, ich meinte natürlich kupiert und nicht kopiert....:sorry:

Na wenn ich das Forum so durchlese, ist Dein "Freud'scher Verschreiber" sozusagen ein Mini-Fauxpas :D

Äh Steffi nix für ungut; da kenn ich andere Hämmer von Dir.;):kicher:

Isis78
30.11.2010, 20:12
Na wenn ich das Forum so durchlese, ist Dein "Freud'scher Verschreiber" sozusagen ein Mini-Fauxpas :D

Äh Steffi nix für ungut; da kenn ich andere Hämmer von Dir.;):kicher:

Danke, dass Du es Dir nicht verkneifen konntest:kicher:

Vicky
30.11.2010, 21:02
Also ich kann hier leider nichts zu den rechtlichen Dingen sagen, da ich mich da nicht auskenne.
Was mich aber interessieren würde, aus welchem TH Du den Hund hast, es ist für mich nicht vorstellbar, dass ein Hund dort nicht durchgeimpft ist?
Für den Hund Hund war es sicher sehr großer Stress, wenn er erst vor 7 Tagen aus dem TH zu Euch umgezogen ist. Der ist ja noch gar nicht wirklich zu Hause angekommen und dann gleich so eine Situation beim TA. Man kennt ja oft keine und kaum eine Vorgeschichte, wenn man sich für so eine Notnase entscheidet. Wer weiß, was er da schon erlebt hat, dass er so heftig reagiert hat. Trotzdem bleibt bei mir die Frage, warum war er nicht geimpft?
Ich wünsche Euch aber für die Zukunft alles Liebe und dass Ihr ganz viel gegenseitiges Vertrauen aufbauen könnt und nur noch schöne Dinge erlebt.

Cira
30.11.2010, 21:45
Es ist nicht notwendig, daß man seinen Hund jedes Jahr durchimpfen lässt.
Mittlerweile gibt es schon unzählige neue Untersuchungen und Ergebnisse dazu, daß jährliche Impfungen mehr schaden, als nützen.
Der Impfschutz hält viel länger, als gemeinhin immer angenommen wird.
Manche Firmen gehen inzwischen auch dazu über ihren Impfstoffen eine länger Wirkung zu bescheinigen, leider aber nur sehr spärlich.

Hier mal ein Link dazu, für diejenigen, die sich informieren möchten.

http://www.haustierimpfungen.de/

...

Samtschnauze
01.12.2010, 06:03
Ich würde es auch vorsorglich der Versicherung melden.
Der TA-Helferin würd ich eine Kleinigkeit (Süßigkeiten, Blumen etc.) bringen, obwohl sie dieses Risiko (Hundebisse, Katzen können auch ganz schön auszucken usw.) bei ihrem Beruf schon einkalkulieren muß ;)

Djego
01.12.2010, 06:21
Ich würde wie schon beschrieben langsam mit Maulkorbtraining anfangen und einfach als mal zum TA den Hund wiegen, Leckerlie ins Maul und wieder nach Hause. Wenn der Hund den Maulkorb drauf hat und schon etwas an die Praxis gewohnt ist kann ja eine Helferin oder der TA selbst einfach mal an ihm rumstreicheln, Leckerlie rein und wieder gehen.

Es mögen viel mehr Hunde den TA nicht als man denkt..

Djego wird allerdings geliebt, weil er mich immer rein zieht sich zur Begrüßung doll knuddeln läßt und dann meistens schläft bis der TA kommt.

Aber der Versicherung würde ich trotzdem den Fall einfach mal melden.

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