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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gustav und sein schlechtes Benehmen


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Simone
25.09.2010, 12:24
Hallo,

jetzt möchte ich hier doch noch einmal um Rat fragen, denn Gustavs Verhalten verstehe ich leider manchmal nicht und macht mich doch zunehmend besorgt..

Ich hatte vor langer Zeit schon einmal berichtet, dass er mich anknurrt, wenn ich ihn während des Fressens längere Zeit streicheln würde. Klar kann man sagen, dass ein Hund in Ruhe fressen können muss, dennoch sollte meiner Ansicht nach kein Knurren folgen, wenn es ihm nicht paßt. Wir hatten bislang 6 Hunde, alle verschieden, manche einfacher, manche schwieriger, aber keiner zeigte solch ein Verhalten. Oso knurrte mich im Rahemn der Pubertät schon mal an, aber das hatte ich schnell geklärt. Ich habe viel mit ihm geübt, hatte auch schon mehrere Hundetrainer zu Hause, aber ehrlich gesagt, hat mir niemand helfen können. Die Empfehlungen haben mich nicht weitergebracht. Ich habe Gusti aus der Hand gefüttert, habe sein Futter immer wieder weggenommen, ihn gelobt etc. Alles schön und gut, behebt aber das grundsätzliche Problem nicht. Es ist auch kein tägliches Problem, mal geht es 2 Wochen total gut, dann ist er wieder 2 Tage total grantig.

Ich kann ihm jedes Leckerli und jeden Knochen, Futter etc. wegnehmen. Er hört ohne Probleme auf den Befehl aus - auch bei anderen Leuten. Aber: Es gibt Momente, in denen er nicht gestreichelt werden will und dann knurrt er. Insbesondere betrifft das mich, was aber auch daran liegt, dass Freunde ihn nur streicheln, wenn er von sich aus zu ihnen geht. Und dann will er ja geknuddelt werden. Man könnte nun sagen, dann laß ihn einfach in Ruhe, wenn er Ruhe will. Gut, aber ich habe die kleinen Kinder. Ich passe da natürlich auf, aber das ist ja keine richtige Basis. Wenn er knurrt, nehme ich ihm den Knochen o.ä. sofort weg und schicke ihn auf einen anderen Platz. Dann geht er auch und duckt sich, aber er kann auch weiter grantig mir gegenüber werden, was ich alles andere als gut finde. Einen richtigen Machtkampf mit ihm wünsche ich mir nicht.

Das Problem ist, dass ich nicht das Gefühl habe, dass es "nur" ein Problem der Unterordnung sei, denn er zeigt gerade mit gegenüber deutliche untergeordnete Gesten, auch die Hundetrainer sahen kein Unterordnungsproblem. Wie soll ich dieses Verhalten nur wegbekommen? Mir ist es in erster Linie wegen der Kinder wichtig, denn ich kann hier keinen Hund haben, der bei Problemen knurrt und ev. auch schnappt oder so. Darauf kann und will ich es bei seiner Masse gar nicht ankommen lassen. Oder kennt jemand einen wirklich guten und effektiven Hundetrainer in meiner Umgebung?

Gustav zeigt sich sonst von einem guten Verhalten, so war der Wesenstest und sogar die Prüfung zum Therapiehund kein Problem. Er zieht nicht, härt auf die normalen Kommandos und verträgt sich mit Hund und Katze. Ich verstehe das einfach nicht...:traurig:

Rocky
25.09.2010, 13:08
Er mag das nicht gestreichelt werden während des Essens und mit dem Knurren teilt er sich dir mit, lass es sein! Ich glaube diese Art von Herausforderung entspricht nicht dem Dominazgebaren welche gerade Rüde gerne mal an den Tag legen.

Die Kinder lassen ihn während der Futteraufnahme bestimmt eh in Ruhe, genau so wie er euch während eures Tische in Ruhe lässt, sollte also kein Problem sein. Ein kleines tägliches Unterwerfungsspiel vor dem Futter finde ich gut, ebenso gut wie das spielerische Leckerli aus dem Mund nehmen. Das alles scheint ja recht gut zu funktionieren.

Es gibt einfach Hundepersönlichkeiten die lassen sich nicht so biegen wie man es gerne hätte, Rocky war auch so. Besuch liebend gerne, Besuch=Futter, also zusätzliches zu futtern natürlich ;-) Aber eben, er ging zum Besuch und nicht umgekehrt. Ausser seine besten Freunde, die konnten ihm unter der Türe schon um den Hals springen.

Du musst die Situation vorallem mit den Kindern sehr gut beobachten. Zeigt er selbst nach grössten Bemühungen deinerseits Unsicherheiten gegenüber den Kindern dann schnell handeln. Dabei soll ein Plätzchen bei einer Person oder Familie mit keinen oder ausgewachsenen Kindern kein Tabuthema sein! Das wolltest du nicht hören, sorry Simone.

Simone
25.09.2010, 13:15
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Du musst die Situation vorallem mit den Kindern sehr gut beobachten. Zeigt er selbst nach grössten Bemühungen deinerseits Unsicherheiten gegenüber den Kindern dann schnell handeln. Dabei soll ein Plätzchen bei einer Person oder Familie mit keinen oder ausgewachsenen Kindern kein Tabuthema sein! Das wolltest du nicht hören, sorry Simone.


Natürlich wird er ohne Kinder gefüttert, bzw. passe ich gut auf, dass sie ihn in Ruhe lassen. Aber heute hat er - deshalb bin ich ja besorgt - erstmals meinen Kleinen (19 Monate) angeknurrt. Und das geht einfach nicht. Er hat ihm ja nichts getan, er kam ihm nur zu nahe und Gustav, der heute einen empfindlichen Tag zu haben scheint, knurrt. Der Kleine hat ihn nicht angefaßt, sondern sich nur neben ihn auf den Boden gelegt, um an seinen Ball zu kommen. Ich kann ja nicht immer neben ihm stehen, auch wenn ich die Kinder natürlich niemals unbeaufsichtigt mit Gustav lasse! Die Situatiuon war sofort geklärt, ich habe Gustav auf einen Platz geschickt und er ist sofort gegangen. Aber ich verstehe es einfach nicht. Wenn er bedrängt werden würde oder er etwas weggenommen bekäme - ok., aber so?

Was ich einfach nicht verstehe, ist das Gustav tageslang so lieb und völlig unproblematisch ist und er dann wieder so grantig wird und scheinbar keine Nähe ertragen kann. Wie soll ich denn das den Kindern erklären? Sie lassen ihn ja schon sehr in Ruhe und knuddeln hauptsächlich unsere Katze. Eigentlich streicheln ihn fast gar nicht, gebe ihm nur ab und zu Leckerlis. Die nimmt er hingegen sehr liebevoll und vorsichtig. Ich verstehe es einfach nicht und mit Kindern ist man plötzlich ängstlicher als man es sonst war.

Gustav hat auch keine schlechten Erfahrungen gemacht, er zog hier mit 9 Wochen ein und wuchs mit den Kindern auf. Ich war immer dabei und er wurde von ihnen nie geärgert oder sonstiges. Bei Besuchskindern trenne ich ihn eh von den Kindern, lasse sie ihn nur kurz füttern oder streicheln. Somit kann er auch da keine negativen Erfahrungen gemacht haben.

Simone
25.09.2010, 13:31
Noch was: Gusti hat einen Herzfehler. Kann sein Verhalten auch daher kommen?

Monty
25.09.2010, 14:01
Ich dachte bei deiner Beschreibung zuerst, vielleicht hat der Hund Schmerzen und mag deshalb nicht angefasst werden. Herzfehler verursachen eigentlich keine Schmerzen, wenn der Hund zusätzlich gestreichelt wird - vielleicht fühlt sich Gustav aber einfach schlapp oder nicht ganz so wohl.

Ich sehe ehrlich gesagt kein allzu großes Problem. Dein Hund hat vielleicht eine etwas größere Individualdistanz und kein solches Nähebedürfnis nach Streicheleinheiten, wie manch anderer Vierbeiner. Deine Kinder sind (altergemäß) vernünftig und Du hast immer ein Auge auf Hund und Kind.

Das wichtigste ist aber, Gustav reagiert "sauber", er schnappt oder beißt nicht, zeigt keine Aggressionen. Sein knurren bringt zum Ausdruck, das er seine Ruhe möchte, bzw. eben nicht gestreichelt werden möchte.

Ist es nicht möglich, dies einfach so zu akzeptieren?

Simone
25.09.2010, 14:08
Das wichtigste ist aber, Gustav reagiert "sauber", er schnappt oder beißt nicht, zeigt keine Aggressionen. Sein knurren bringt zum Ausdruck, das er seine Ruhe möchte, bzw. eben nicht gestreichelt werden möchte.

Ist es nicht möglich, dies einfach so zu akzeptieren?

Natürlich kann oder muss ich mich damit irgendwie arrangieren, aber ich finde es total schade und würde lieber an seinem Verhalten arbeiten - nur wie??? Zudem verstehe ich ihn auch nicht und das stört mich dabei sehr. Meine bisherigen Hunde konnte ich einfach besser einordnen. Da wurde von Oso z.B. geknurrt, um die Rangordnung in Frage zu stellen oder Tom knurrte am Ende, weil er leider starke Schmerzen hatte und sehr krank wurde. Gustav ist aber sehr wechselhaft.

Monty
25.09.2010, 14:13
Wenn Gustav eine Katze wäre, würdest du dann leichter akzeptieren, das er nur zum schmusen kommt wenn sie selbst mag?

Ich kenne dieses Verhalten sehr häufig von Huskys, ich musste einfach lernen es zu akzeptieren - dafür waren die Hunde aber dann besonders liebevoll und geduldig wenn die Kinder sich nicht "beherrschen" konnten und zur Knuddelattake kamen.

Antje
25.09.2010, 15:25
Hallo Simone,

meine erste Frage wäre auch gewesen, ist mit Gustav gesundheitliches alles ok.
Da er aber bei seinen Reaktionen solch eine "Launenhaftigkeit" zeigt, würde ich ev. noch einmal über einen med. Check nachdenken.
Gewiss sollte man Eigenarten eines Tieres ihm angemessenen Rahmen akzeptieren bzw. tolerieren.
Sind aber kleine Kinder im Haushalt und der Hund ist in gewissen Situstionen nicht einschätzbar, so würde ich mir auch Sorgen und einige Gedanken machen.
Es ist einfach ein Ding der Unmöglichkeit Kinder und Hund zu jeder Zeit und Situation im Auge zu haben. Man kann nicht immer ob Hund oder Kind mit ins Bad schleppen oder in den Keller, Briefkasten, ins andere Zimmer...etcetc.

Der Grund seiner Wechselhaftigkeit, den gilt es herauszufinden.
Ich schick dir mal `ne PN bezüglich Trainer...

Rocky
25.09.2010, 15:30
Manchmal kann man alles richtig machen und irgendwie funktioniert es einfach nicht, es bleiben Zweifel, Unsicherheiten und damit Gefahren. Gründe gibt es wohl, aber was für welche, es ist zum verrückt werden.

Der Hank war ein lammfrommes Schaf, Babys konnten an seinem Bauch kuscheln, er war nie grob, er teilte sogar Hörnchen mit fremden Kindern. Rocky hingegen machte nie schlechte Erfahrungen mit Kindern und Erwachenen, er war zu uns immer folgsam und lieb. Zu Fremden anfangs aber sehr zurückhaltend und teilweise sogar agressiv (Haar stellen, Knurren und Bellen). Nicht so wie die "sanften Riesen" in Büchern beschrieben sind! Zu unseren Patenbuben war er an der Leiner problemlos, beim Herumtollen aber dann wieder sehr grob!

Was habe ich falsch gemacht? Ich glaube nicht vieles, es kam dann einfach die Zeit ihn als Individium mit seiner Schwäche zu akzeptieren und besonders gut acht zu geben. Natürlich ist das in einem Haushalt mit Kindern ungleich schwieriger als in einem kinderlosen.

Es ist die Verantwortung die dich drückt, du willst auf jeden Fall einen Unfall mit deinen Kindern verhindern, selbst einen Schnapper würdest du dir nicht verzeihen. Ich habe dafür volles Verständnis, Kinder sollten heute nicht einfach so durch Hunde gefährdet werden.

Schau ich wurde als Kind dreimal ziemlich böse von einem Hund gefetzt, es war aber eine andere Zeit, mein Vater fluchte und wollte den "Sauhund" erschiessen, passiert ist dann nichts. Ich hatte ein paar Nähte und meiner Liebe zu den Hunden hat es auch keinen Abbruch getan.

Wie schon erwähnt, behalte ihn gut im Auge und wie schon erwähnt, der Gusti ist ein Individium, wenn auch ein ziemlich schwieriges.

Gast20102010
25.09.2010, 16:13
In diesem Alter hat Hermann auch manchmal so reagiert, was schlimmer wurde. Bei ihm stellte sich dann die Unterfunktion mit der Schilddrüse raus.. Aber wie ich dich kenne, hast du das sicher schon alles untersuchen lassen..

Ansonsten fallen mir zwei BM Rüden ein, die in diesem Alter die gleichen Wesenszüge zeigten und vom gleichen Züchter kamen.. Aber das kann Zufall sein..

Simone
25.09.2010, 16:19
Da er aber bei seinen Reaktionen solch eine "Launenhaftigkeit" zeigt, würde ich ev. noch einmal über einen med. Check nachdenken.

Der Grund seiner Wechselhaftigkeit, den gilt es herauszufinden.
Ich schick dir mal `ne PN bezüglich Trainer...

Ja, ich werde noch einmal zu Tierarzt gehen, wobei ich dort auch schon wegen seinem Verhalten war. Aber ich sollte es noch einmal ansprechen. An etwas gesundheitliches habe ich ja auch schon gedacht, weil es so schwankt. Bei der Therapehundeprüfung wurde er ja zunehmend in Stresssituationen gebracht und bedrängt etc. Nur 3 von 10 Hunden haben das toleriert - Gustav war einer davon. Er hatte da eine richtig gute Phase. Normalerweise können die Kinder auch über ihn steigen und ihm ganz nahe kommen, nur heute z.B. nicht. Ich denke, dass mich das auch am meisten stört und verunsichert: Ich weiß nicht, woran es liegt und kann ihn somit nicht 100 % einschätzen. Ich werde als erstes zum TA gehen und dann noch einen weiteren Hundetrainer um Rat fragen. Aber Letztere sind recht teuer, wenn ich am Ende nicht wirklich eine Antwort erhalte...

Ich habe mir überlegt, dass es wohl besser wäre, wenn ich seinen Lieblingsplatz im Wohnzimmer verändere, was denkt Ihr? Er hat sich ausgrechnet den Kinderspielteppich ausgewählt, der mitten im Zimmer liegt. Ich werde ihm einen anderen Platz geben, mal schauen, wie lange er braucht, um das zu akzeptieren.

Rocky
25.09.2010, 16:31
... ein Versuch ist es allemal wert, dass dieser Teppich der eigentlich den Kindern gehört sein bevorzugter Platz ist, hat wahrscheinlich schon etwas mit Anspruch zu tun.

Aus menschlicher Sicht natürlich völlig fies und hinterhältig, nur red mal wer vernünftig mit Heranwachsenden der Gattungen Canis und H.S.femalis. ;)

Peppi
25.09.2010, 16:33
Also meine bescheidene Fernanalyse wäre sofort gewesen, dass er Phasenweise mal testet wie weit er denn gehen kann und vor allem bei wem.

Auch wenn diese Tipps Klischee behaftet sind und als Pauschaltipps wenig Sinn machen, hätte ich sofort Resourcen entzogen, Rückzugsplatz in der letzten Ecke, wo er nix mitbekommt.

Selbst wenn das nicht helfen sollte, schadet es sicher auch nicht.

Ich würde seine Position noch mal deutlich machen.

Möchte allerdings angesichts der Kinder auch nicht mit Dir tauschen.

Viel Erfolg und alles Gute.

Simone
25.09.2010, 17:06
In diesem Alter hat Hermann auch manchmal so reagiert, was schlimmer wurde. Bei ihm stellte sich dann die Unterfunktion mit der Schilddrüse raus.. Aber wie ich dich kenne, hast du das sicher schon alles untersuchen lassen..

Ansonsten fallen mir zwei BM Rüden ein, die in diesem Alter die gleichen Wesenszüge zeigten und vom gleichen Züchter kamen.. Aber das kann Zufall sein..

Die Schilddrüse werde ich noch einmal untersuchen lassen, da die Werte bei der letzten Untersuchung nicht eindeutig waren. Ein Wert war zu niedrig, die anderen waren ok. Er hatte kurz zuvor die Kastration erhalten, so dass die Werte auch durch die OP verändert sein konnten.

Die beiden Hunde sind aber nicht mit Gusti verwandt, somit kann ich da schlecht einen Zusammenhang sehen. Einen der Hunde kenne ich auch und bei ihm liessen sich die Probleme schnell beheben, bzw. waren von der Symptomatik auch anders.

gregorius
25.09.2010, 17:37
Ich würde es unterbinden das Gustav auf dem Teppich der Kinder liegt!

Hast Du schon einmal die Züchterin kontaktiert wie sich die Wurfgeschwister entwickeln?

Schade das er einen Herzfehler hat denn gerade in diesem Zwinger wird doch so auf Gesundheit geachtet.

Ich wünsche Dir viel Glück das es alles wieder in normale Bahnen bei Dir kommt und hab immer 2 Augen bei den Kindern!

BÖR
25.09.2010, 17:44
Was ist das für eine Herzerkrankung?

Herzerkrankungen können sehr wohl Schmerzen verursachen und vor allen Dingen auch Ängste bzw. Panik auslösen.

Andrea

Simone
25.09.2010, 18:34
Ich würde es unterbinden das Gustav auf dem Teppich der Kinder liegt!

Hast Du schon einmal die Züchterin kontaktiert wie sich die Wurfgeschwister entwickeln?

Schade das er einen Herzfehler hat denn gerade in diesem Zwinger wird doch so auf Gesundheit geachtet.

Ich wünsche Dir viel Glück das es alles wieder in normale Bahnen bei Dir kommt und hab immer 2 Augen bei den Kindern!

Ja, ich habe regelmäßigen Kontakt zu den Züchtern. Die anderen Hunde haben zumindest bislang keine Auffälligkeiten gezeigt (ausser das schiefe Gebiss ;)), auch gesundheitlich gibt es bislang (toi, toi, toi) keine bekannten Auffälligenkeiten. Ich gerate immer an Hunde mit einer Erkrankung, vermutlich habe ich ein Händchen dafür. Gustav ist jetzt der 5. Hund, den ich mir ausgesucht habe und somit auch der 5. Hund, der krank ist (sie waren nicht alle vom gleichen Züchter, zudem verschiedene Rassen). Unsere beiden vorherigen Hunde waren bis zum Alter gesund und wurden dann erst krank.

Simone
25.09.2010, 18:36
Was ist das für eine Herzerkrankung?

Herzerkrankungen können sehr wohl Schmerzen verursachen und vor allen Dingen auch Ängste bzw. Panik auslösen.

Andrea


Gusti hat eine Aortenklappenstenose und bekommt Atenolol. Bislang ist es aber nicht stark ausgeprägt, die Medikation war auch (noch) nicht zwingend erforderlich.

BÖR
25.09.2010, 18:54
ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, daß die Aortenklappenstenose zu den Kardiomyopathien zählt; es kann zu starken Pseudoanginapectorisanfällen kommen . Das sind Brustschmerzen, bei denen jeder Nichterkrankte sofort den Notarzt rufen würde, wegen Verdacht auf Herzinfarkt. Außerdem gehören zu diesem Krankheitsbild auch Rhythmusstörungen, die sich sehr unangenehm anfühlen und wie gesagt bis zur Panik führen können.
Leider haben in der Humanmedizin selbst Kardiologen selten richtig Ahnung von dieser Erkrankung. Ich selber fahre über 300km zu einem Spezialisten zum vierteljährl. Checkup.

Andrea

Simone
25.09.2010, 19:47
ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, daß die Aortenklappenstenose zu den Kardiomyopathien zählt; es kann zu starken Pseudoanginapectorisanfällen kommen . Das sind Brustschmerzen, bei denen jeder Nichterkrankte sofort den Notarzt rufen würde, wegen Verdacht auf Herzinfarkt. Außerdem gehören zu diesem Krankheitsbild auch Rhythmusstörungen, die sich sehr unangenehm anfühlen und wie gesagt bis zur Panik führen können.
Leider haben in der Humanmedizin selbst Kardiologen selten richtig Ahnung von dieser Erkrankung. Ich selber fahre über 300km zu einem Spezialisten zum vierteljährl. Checkup.

Andrea

Oje, das klingt nicht gut. Na, ich werde ihn auf jeden Fall nochmal untersuchen lassen und wegen dem Herzen mich beraten lassen, auch die SD-Werte möchte ich erneut bestimmen lassen und all das mit meiner Tierärztin besprechen. Ich gehe wegen dem Herzen ja bereits zu einer anderen Tierärztin als zu meiner "Haustierärztin". Durch Luna kenne ich die auch schon lange, da Luna mit ihrer Lungenkrankheit auch immer eine internistische Tierärztin brauchte. Manchmal reagiert er ja auch etwas seltsam, (hatte ich mal berichtet) schaut plötzlich nach oben und bellt oder so. Kann ja sein, dass dann irgendetwas ist. Luna war auch verändert, wenn es ihr gesundheitlich nicht gut ging, aber das betraf dann die Dauer von einigen Tagen/Wochen und richtete sich "nur" gegen andere Hunde. Die durften ihr dann nämlich nicht zu nahe kommen.

Jetzt ist er übrigens wieder ein total lieber und schmusiger Hund, zu dem ich mich ins Körbchen setzen kann. :kicher: Aber das ist meistens so, erst schimpfe ich über ihn und im nächsten Moment denke ich wieder, was für ein lieber Kerl er doch ist...

BÖR
25.09.2010, 19:55
diese Schmerzen sind ja auch nur kurz und durch das Atenolol werden die Rhythmusstörungen in Schach gehalten. Mit den Schilddrüsenwerten müsste ich die Schulmediziner auch wieder eines Besseren belehren. Jedes Mal, wenn die Herzmedikation neu eingestellt wurde, mussten meine Schilddrüsenmedikamente auch neu eingestellt werden. Aber erst einmal hieß es, daß Betablocker keinen Einfluß auf die Schilddrüse haben....

Jedenfalls kann ich mir sehr gut vorstellen, daß ein Hund, der vom Kopf her nicht mit dieser Erkrankung umgehen kann, schon mal komisch reagiert.
Ein gefüllter Magen kann aufs Herz drücken und Symptome machen.

Andrea

Lee-Anne
25.09.2010, 20:16
Mein erster Gedanke war auch, dass es gesundheitlich etwas sein könnte, weil es eben so unregelmäßig auftritt. Und Knubbels Ausführungen könnten das ja schon sehr gut treffen.

Falls es jedoch keinen medizinischen Hintergrund haben sollte, und er sonst so ein Musterschüler ist, inkl. Therapiehund-Ausbildung wo er sich super verhält, könnte es vielleicht sein, dass du an seinen „Grantel-Tagen“ irgendwie anders warst? Evtl. einen stressigen Tag hattest oder irgendwie genervt oder unsicher gewesen bist?

Sind ja doch große Sensibelchen und reagieren oft auf die kleinsten Stimmungsschwankungen unsererseits, und nutzen diese manchmal auch schamlos aus.

Mila
25.09.2010, 20:39
Ich habe ja jetzt auch Ambers' Schilddrüse untersuchen lassen, sie hat wohl eine Unterfunktion und ist deswegen zum Teil so hibbelig und außer Rand und Band. Allerdings habe ich jetzt auch gelesen, dass die Hormone und somit auch die Werte schwanken können, es kann mal ein Hormonschub kommen und dann wieder keiner sein, kann auch ernährungsbedingt sein, wenn man -wie ich- unterschiedliches füttert, also trocken, nass und roh durcheinander... dann schwankt der Iodgehalt zum Teil...

Ich würde Gustav an deiner Stelle auch nochmal untersuchen lassen, es ist nur so schwer nen guten TA und ggfalls Hundetrainer zu finden!!!
Gut wäre ein kompetenter TA der zugleich Hundetrainer ist bzw. sich mit Hundeverhalten auskennt...
Ich würde auch das an die Decke gucken und "Geister sehen" ansprechen...
Aber falls es so ist wie Knubbel schreibt, dass er durch die Herzerkrankung phasenweise starke / beklemmende Brustschmerzen hat oder Herzrhythmusstörungen, die ihm Panik bereiten, wäre seine Reaktion nur verständlich...
Ich drück die Daumen, dass alles gut wird!

(Dass der Hund ganz lieb ist sobald man sich mal richtig aufgeregt hat, kenne ich... Amber ist zwei bis drei Tage super an der Leine gelaufen seit ich die für SD-Werte Blut abnehmen lassen habe ;))

Simone
26.09.2010, 09:30
Also meine bescheidene Fernanalyse wäre sofort gewesen, dass er Phasenweise mal testet wie weit er denn gehen kann und vor allem bei wem.



Hallo Peppi,

ehrlich gesagt, wäre ich ja froh, wenn es "nur" ein Dominazproblem wäre. Das kenne ich von meinem damaligen Rüden Oso und hatte ich recht schnell wieder im Griff. Aber Gustav verhält sich völlig anders und das macht es ja so schwer. Er hat hier nicht all die Freiheiten, die meine Mädels noch hatten. ;) Er darf nicht aufs Sofa, nicht aufs Bett, muss warten, hat seine Plätze etc. Den neuen Platz im Wohnzimmer hat er sofort akzeptiert.

Er knurrt ja auch in seltsamen Situationen und das zunehmend - so auch heute. Er knurrt auch nicht wirklich bedrohend, sondern recht vorsichtig. Er zeigt währenddessen Unterwürfigkeitesgesten, guckt zur Seite, fühlt sich scheinbar auch unwohl. Es kann z.B. sein, dass wir zusammen auf der Hundedecken kuscheln und Gustav legt sich auf die Seite, streckt die Beine in die Luft und will offensichtlich am Bauch gekrault werden. Plötzlich brummelt er. Ich höre auf und im selben Moment stupst er mich an, dass er weiter gestreichelt werden will. Dann knurrt er aber wieder und ich merke, dass ihm gerade etwas nicht paßt.

Heute knurrte er wieder den Kleinen an, weil er im zu Nahe kam. Der Kleine hat ihn aber nicht berührt oder geärgert. Er stand nur an der gleichen Stelle. Und das kenne ich - kannte ich zumindest bis gestern - noch gar nicht an Gustav. Da hatte er mich in der ein oder anderen Situation mal angeknurrt, die Kinder aber noch nicht. Die durften bis dahin alles und er war immer total lieb (wobei ich trotzdem darauf geachtet habe, dass er nicht bedrängt wird).

Ich mache mir leider nach den Beiträgen hier doch Sorgen wegen der Gesundheit, denn Gustav ist noch ruhiger geworden als er schon war, schaut auch die ganze Zeit sehr bedrückt, hat die Ohren viel angelegt, hat mehr Pickel am Schnuffel als sonst und Haarausfall.

Naja, ich brauche einfach einen Grund für sein Verhalten, da ich es sonst logischerweise nicht ändern kann. Ich muss es ja erst einmal verstehen und wissen, woran ich arbeiten muss.

Gast20102010
26.09.2010, 09:41
Das hört sich echt nach einema Problem an, aber nach einem gesundheitlichen Problem. Ich würde ganz schnell ein großes Blutbild mit Schilddrüsenwerten machen.
Laut Tierarzt hatte meine Hermann damals einen enormen Druck von innen auf die Organe und das erklärte auch, sein Verhalten..
Ansonsten denke ich, Gustav spürt es, dass du ihm nicht mehr vertraust.. Und ob Gustav auf dem Sofa liegt oder nicht, änder an seinem Verhalten nichts..
Ich würde Gustav mal richtig untersuchen lassen, vielleicht in einer Tierklinik, wenn der Tierarzt nichts findet.

Antje
26.09.2010, 10:17
Hallo Simone,

das "phasenweise Austesten" würde ich auch erst mal in den Hintergrund stellen. Ich würde Gustav aber auf jeden Fall von dem Kinderteppich "verbannen" und ihm einen Platz in z.B. einer Ecke zuweisen. Verkehrt machen kannst du damit jedenfalls nichts.
Für mich liegt das Problem vermutlich in Gustavs Gesundheitszustand.
Diese Launenhaftigkeit und irgendwo auch Unberechenbarkeit passt mM nicht mit "phasenhaftem Austesten" zusammen - soweit aus der Ferne zu beruteilen.

Viel Glück
Antje

Mila
26.09.2010, 10:43
Ich mache mir leider nach den Beiträgen hier doch Sorgen wegen der Gesundheit, denn Gustav ist noch ruhiger geworden als er schon war, schaut auch die ganze Zeit sehr bedrückt, hat die Ohren viel angelegt, hat mehr Pickel am Schnuffel als sonst und Haarausfall.

Das klingt aber nicht gut.... ich würde auch vermuten, dass irgend ein kompexer Kreislauf/System im Körper nicht ganz rund läuft... also dass alle Symtome einen Ursprung haben. Schreib dir am besten ALLES als Liste auf, damit du beim TA nicht vergisst was zu nennen.

Nur als Beispiel für die Schilddrüse (& Verhalten):

Bereits in älterer Literatur werden folgende typischen Verhaltensauffälligkeiten aufgezählt:
plötzliche, "unprovozierte" Aggression
Reizbarkeit
Interesselosigkeit, Apathie, Lethargie (Antriebsschwäche)
Trägheit, Abgestumpftheit, Emotionsarmut
vermehrtes Schlafbedürfnis

In neuerer Literatur werden insbesondere bei Beginn einer Schilddrüsenunterfunktion auch angeführt:
Persönlichkeitsveränderungen
Stimmungsschwankungen, Launenhaftigkeit, Unberechenbarkeit
Angst, Phobien, Ängstlichkeit
Tunnelblick, Unansprechbarkeit
Stressanfälligkeit, geringe Stresstoleranz

(Quelle: http://www.yorkie-rg.net/forum/include.php?path=forum/showthread.php&threadid=5812)

Monty
26.09.2010, 10:54
Hallo Peppi,

ehrlich gesagt, wäre ich ja froh, wenn es "nur" ein Dominazproblem wäre. Das kenne ich von meinem damaligen Rüden Oso und hatte ich recht schnell wieder im Griff. Aber Gustav verhält sich völlig anders und das macht es ja so schwer. Er hat hier nicht all die Freiheiten, die meine Mädels noch hatten. ;) Er darf nicht aufs Sofa, nicht aufs Bett, muss warten, hat seine Plätze etc. Den neuen Platz im Wohnzimmer hat er sofort akzeptiert.

Er knurrt ja auch in seltsamen Situationen und das zunehmend - so auch heute. Er knurrt auch nicht wirklich bedrohend, sondern recht vorsichtig. Er zeigt währenddessen Unterwürfigkeitesgesten, guckt zur Seite, fühlt sich scheinbar auch unwohl. Es kann z.B. sein, dass wir zusammen auf der Hundedecken kuscheln und Gustav legt sich auf die Seite, streckt die Beine in die Luft und will offensichtlich am Bauch gekrault werden. Plötzlich brummelt er. Ich höre auf und im selben Moment stupst er mich an, dass er weiter gestreichelt werden will. Dann knurrt er aber wieder und ich merke, dass ihm gerade etwas nicht paßt.

Ich mache mir leider nach den Beiträgen hier doch Sorgen wegen der Gesundheit, denn Gustav ist noch ruhiger geworden als er schon war, schaut auch die ganze Zeit sehr bedrückt, hat die Ohren viel angelegt, hat mehr Pickel am Schnuffel als sonst und Haarausfall.


Wie du sein Verhalten hier beschreibst und Kubbels Beschreibung der Krankheit (ich selber lebe seit über 50 Jahren mit Herzklappenfehler sehr gut) lässt mich noch sicherer werden in meiner Vermutung, das sich Gustav nicht wohl fühlt bzw. Schmerzen hat.

Ich denke es sind Unmuts bis Schmerzlaute, denn er wollte von dir ja weiter gestreichelt werden - hatte aber wahrscheinlich eben wieder gleichzeitig seine Herzprobleme.

Aus der Ferne wird das aber nur eine Spekulation bleiben und um Sicherheit zu bekommen wirst du wohl zu einen Herzspezialisten müssen.

Simone
26.09.2010, 11:53
Hallo,

danke für all Eure Beiträge. Ich werde morgen gleich mal bei Gustavs Tierärztin anrufen, die für sein Herz zuständig ist und ihm auch die SD-Werte abnehmen lassen. Ich habe Antjes Links bzgl. SD mal ausgedruckt, denn bei der SD sind die Tierärzte ja leider doch nicht so genau...

Ich werde Euch berichten, wenn es etwas neues gibt, bin ansonsten dankbar für jede Idee und gehe jetzt erst mal mit dem Dicken spazieren. Die Sonne ruft uns .... :lach4:

Peppi
26.09.2010, 13:36
Bist Du denn sicher das er knurrt? Wir haben am Anfang auch ein paar mal gedacht die Wolke knurrt, aber es waren andere Laute. Das macht er immernoch, meistens wenn er sich im Bett räkelt :D

Hat ein bißchen gedauert bis wir das verstanden haben...

Simone
26.09.2010, 14:02
Bist Du denn sicher das er knurrt? Wir haben am Anfang auch ein paar mal gedacht die Wolke knurrt, aber es waren andere Laute. Das macht er immernoch, meistens wenn er sich im Bett räkelt :D

Hat ein bißchen gedauert bis wir das verstanden haben...

Ja, es ist auf jeden Fall ein Zeichen, dass er etwas nicht mag. Das sieht man in diesem Moment auch an seiner Körpersprache. Darüber habe ich nämlich auch schon nachgedacht, aber in den meisten Situationen ist es deutlich und ich weiß oft schon kurz vorher, dass er gleich knurren wird. Seine Körpersprache ändert sich schon vorher ein wenig.

Peppi
26.09.2010, 15:37
Das hört sich ganz schön nach Schulle an.

Geht der Schwanz auch zum "Skorpion"?

Simone
26.09.2010, 19:27
Das hört sich ganz schön nach Schulle an.

Geht der Schwanz auch zum "Skorpion"?


Da stehe ich jetzt aber etwas auf den Schlauch... :sorry: Was willst Du mir damit sagen?

Mila
26.09.2010, 19:50
Ich hab auch erst etwas gestutzt, vermute er meint, ob die Rute bei Gustav in einer solchen Situation dem Körper/Schwanz eines Skorpions ähnelt...
Oder, Peppi?

Simone
26.09.2010, 20:15
Ich hab auch erst etwas gestutzt, vermute er meint, ob die Rute bei Gustav in einer solchen Situation dem Körper/Schwanz eines Skorpions ähnelt...
Oder, Peppi?


Und was ist mit Schulle gemeint?

Nein, Gustis Schwanz ist dann eher angelegt. Er blickt erst zur Seite, hat manchmal eine leichte Bürste, ist etwas geduckt und fühlt sich offensichtlich unwohl. Dann schaut er einen kurz an und brummelt ca. 1 Sekunde.

Mila
26.09.2010, 20:17
Und was ist mit Schulle gemeint?


Schulz (auch Wolke genannt, wenn ich mich nicht irre ;)), sein AB- Rüde :lach4:

Peppi
26.09.2010, 20:51
Ja sichi! Schulz = Schulle :D! Die Wolke! ;)

Und kurz nach dem Fressen (unsere fressen unter Aufsicht nebeneinander), ist die Stimmung auch immer angespannt. Wenn Kinski sich nähert, geht dann - zack! - der Schwanz hoch - also die Rute ;). Wie bei so einem Skorpion.

Das ist immer kurz vor dem Moment wo es knallt (früher). Aber ich will das auch nicht komplett verbieten, weil ich ja froh bin, dass er überhaupt vorher was anzeigt. Ich hab mir angewöhnt dann immer möglichst freundlich mit hoher Stimme "Schwänzchen runter" zu sagen, dass der kleine Prolo sich abregt. Das geht auch mittlerweile ganz gut.

Beim Schulz ist das Unsicherheit, da bin ich mir sicher.

Aber das nutzt Dir wahrscheinlich auch nichts. Ist ja doch noch was anderes bei Hunden als bei Kindern. :(

Isis78
27.09.2010, 07:17
Meine Isis hat ja nun die gleiche Herzerkrankung wie Dein Rüde.
In den vergangenen Wochen hat sie sich in manchen Situationen immer mehr zurückgezogen, wollte nicht überall dabei sein (bislang ein Unding) und nahm auch Abstand zu den anderen Hunden im Rudel.
Ich gebe Knubbel vollkommen recht, ein Hund mit dieser Diagnose hat zwar nicht kontinuierlich schmerzen, aber er hat sie.
Isis geht es nicht gut und sie zieht sich zurück, wenn sie von den anderen Hunden genervt wird, brummelt sie auch. In den letzten Wochen war diesbezüglich nichts, aber ich stelle mich darauf ein, dass es häufiger vorkommen wird.
Also lass den Bub so schnell wie möglich untersuchen, sowohl Herz als auch SD-Werte!!

Gabi
27.09.2010, 10:53
Hallo Simone,

Knut hatte eine Trikuspidalklappendysplasie und es wurde zeitweise versucht ihn auf Atenenol umzustellen. Er bekam gleich nachdem er die volle Dosis erhalten hatte, einen Krampfanfall. In der klinik ahben sie zwar gemeint, dass das nicht davon kommen könne( obwohl es im beipackzettel als nebenwirkung aufgeführt war) aber er hatte das nachdem wr ihn wieder auf Amiodoron umgestellt hatten nie mehr.

BÖR
27.09.2010, 16:02
und noch etwas gehört zu dieser Krankheit. Die Leistungsfähigkeit nimmt gewaltig ab. Durch die Stenose ist die Blut- und damit Sauerstoffversorgung in den Körperkreislauf nicht gewährleistet und diese Mangelversorgung führt zu Schlappheit und Leistungsminderung. Also keine sportliche Überbeanspruchung von ihm fordern.

Die Medikation sollte auf die Symptome und Beschwerden eingestellt werden. Betablocker zur Herzentlastung und das Teufelszeug Amiodaron wirklich nur wenn massive Rhythmusstörungen, die nicht anders behandelbar sind auftreten.

Alles Gute für Gustav, ich kann sehr mit ihm fühlen:knuddel:

Andrea

Monty
27.09.2010, 19:23
Wenn ich das alles so lese, dann wünscht sich doch jeder , das es nur ein "Erziehungs"problem sei... man ist das mies. Ich wünsche euch alles Gute

Simone
27.09.2010, 19:43
und noch etwas gehört zu dieser Krankheit. Die Leistungsfähigkeit nimmt gewaltig ab. Durch die Stenose ist die Blut- und damit Sauerstoffversorgung in den Körperkreislauf nicht gewährleistet und diese Mangelversorgung führt zu Schlappheit und Leistungsminderung. Also keine sportliche Überbeanspruchung von ihm fordern.

Andrea


Hallo Andrea,

danke. Morgen habe ich einen Termin bei der Tierärztin, die sich um sein Herz kümmert und auch das Herzecho gemacht hatte. Gustav hat gestern eine Hundefreundin getroffen, nach maximal 10 Minuten hat er sich hingelegt und wir sind dann nach Hause gegangen. Ich denke nicht, dass ich ihn überanstrenge. Hinter dem Ball rennt er auch nur 5-10 Mal her, dann mag er nicht mehr. Da scheint er ganz gut auf sich selber aufzupassen. Beim Spaziergang trottet er neben mir her, bleibt manchmal stehen und schnuffelt etwas, rennt dann hinter mir her. Das klappt aber ohne Probleme 1 Stunde.

BÖR
27.09.2010, 19:47
ich denke auch, daß er merken wird, wenn seine Energie nachläßt. Ich wollte damit auch nicht sagen, daß du ihn überforderst.
Ich bin wirklich gespannt was die TÄ dir morgen erzählt.

Alles gute für morgen

Andrea

Isis78
27.09.2010, 19:50
Ich drück Dir für morgen ganz doll die Daumen!!

Gast20102010
27.09.2010, 20:51
Hallo Andrea,

danke. Morgen habe ich einen Termin bei der Tierärztin, die sich um sein Herz kümmert und auch das Herzecho gemacht hatte. Gustav hat gestern eine Hundefreundin getroffen, nach maximal 10 Minuten hat er sich hingelegt und wir sind dann nach Hause gegangen. Ich denke nicht, dass ich ihn überanstrenge. Hinter dem Ball rennt er auch nur 5-10 Mal her, dann mag er nicht mehr. Da scheint er ganz gut auf sich selber aufzupassen. Beim Spaziergang trottet er neben mir her, bleibt manchmal stehen und schnuffelt etwas, rennt dann hinter mir her. Das klappt aber ohne Probleme 1 Stunde.

Ich würde aber unabhängig davon auch einen Schilddrüsentest machen lassen. Die Symptome sind ähnlich..

Viel Erfolg.

Simone
27.09.2010, 20:57
Ich würde aber unabhängig davon auch einen Schilddrüsentest machen lassen. Die Symptome sind ähnlich..

Viel Erfolg.

Ja, werde ich auch machen lassen.

Mila
28.09.2010, 06:55
Ich drück auch die Daumen und wünsche dir/euch alles Gute für heute, vor allem aber, dass eine vernünftige Diagnose gestellt werden kann und eine Behandlung eingeleitet...
Bin gespannt drauf, was du nach dem TA-Besuch berichtest!

Lucy
28.09.2010, 08:15
Ich bin jetzt wirklich auch gespannt was dabei rauskommt!
Drücken auch die Daumen

Simone
28.09.2010, 13:29
Hallo,

so, wir sind wieder zurück und Gustav ist noch müde. Für das Herzecho braucht er nämlich eine leichte Beruhigung... Er hat somit heute ein Herzecho erhalten, was zeigt, dass vom Herzen die Probleme nicht kommen können. Sein Herzbefund ist im Vergleich zu Mai sogar besser! Er bekommt schon jetzt die minimale Medikamentendosis und wir werden die Dosis vermutlich noch weiter reduzieren oder sogar absetzen.

Er hat viel Blut abgenommen bekommen, die Ergebnisse kommen erst Donnerstag. Sein Ammoniak war ok., der wurde auch untersucht. Seine körperliche Untersuchung war ebenfalls unauffällig. Nun heißt es abwarten...

Simone
30.09.2010, 11:32
Hallo!

Kurzes Update zu Gustav:

Alle Laborwerte liegen im Normbereich, die für die Schilddrüse relevanten Werte sind auch allesamt im mittleren Normbereich (fT3, T3, fT3, T4, TSH, Cholesterin).

Aber: Ich habe seine Medikamente (Betablocker) halbiert und Gustav ist jetzt wieder fitter. Wir waren gerade spazieren und er ist wie früher vorgelaufen, hat einen Stock geholt usw. Zudem schaut er wieder besser aus und hat deutlich weniger geknurrt. Ich habe ihn viel geschmust, bin zu ihm ins Körbchen und er hat nicht geknurrt. Mit den Kindern bin ich natürlich noch vorsichtig, da warte ich noch etwas ab.

Meine TÄ hat nun empfohlen, den Betablocker ganz abzusetzen und eine Woche lang Gusti zu beobachten. Die Wesensänderung kann - in seltenen Fällen - durchaus von dem Medikament kommen. So steht dort u.a. (beim menschlichen Präparat): Störungen des Gehirns unterschiedlicher Ursache wie z.B. Empfindungsstörungen, Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Verwirrtheit, Halluzinationen (Gelegentlich).
Falls es ihm besser geht, wird er entweder nur die Hälfte der Dosis bekommen oder ev. gar kein Medikament mehr und wir untersuchen sein Herz in 3 Monaten erneut. Glücklicherweise war sein Herzbefund ja sehr gut und sogar besser als letztes Mal.

Tja, nun drückt mir bitte die Daumen, dass die Ursache gefunden ist und Gusti wieder wie vorher wird. Er war zwar schon immer ein Brummbär, aber in einer anderen und durchaus vorausschauenden Art und Weise. Die letzte Zeit hingegen war es eher unberechenbar.

AlHambra
30.09.2010, 11:50
Hört sich doch schon besser an.
Ich drück die Daumen,dass es wirklich an dem BetaBlocker lag und ihr das Zeug bald vielleicht ganz weglassen könnt.

Mein Ex hat mal eine Zeit lang BetaBlocker genommen und war auch immer total gereizt und gaga gleichzeitig.

Sch**** Chemie

Alles Gute noch !

BÖR
30.09.2010, 11:52
das ist aber sehr schön, daß sein Herz besser ist:)
die Betablocker können einen ganz schön ausbremsen.
Vielleicht fühlte er sich damit einfach nur unwohl und musste deswegen ab und zu seinem Unmut Luft machen.
Wir können ja drüber reden und jammern, wenn es und nicht gut geht...

Alles Gute für Gustav

Andrea und Bör

bx-junkie
30.09.2010, 12:38
Tja, nun drückt mir bitte die Daumen, dass die Ursache gefunden ist und Gusti wieder wie vorher wird. Er war zwar schon immer ein Brummbär, aber in einer anderen und durchaus vorausschauenden Art und Weise. Die letzte Zeit hingegen war es eher unberechenbar.

Daumen werden gedrückt, aber schön das es seinem Herzen besser geht. :ok:

Aber mal ne andere doofe Frage, du hast geschrieben das er etwas zur Beruhigung bekommt wenn sein Herz untersucht wird, verfälscht das denn nicht die Ergebnisse des Echos? Weil wenn er ein Sedativum bekommt, dann wird doch auch sicher der Herzschlag beeinträchigt oder hat das keine Auswirkungen auf die Untersuchungsergebnisse?

Nessie
30.09.2010, 12:38
Wir drücken dir hier selbstverständlich auch alle Daumen. Und hoffen für euch das es nun besser wird. Natürlich für alle beteiligten und vor allem für Gustav!

Simone
30.09.2010, 13:24
Daumen werden gedrückt, aber schön das es seinem Herzen besser geht. :ok:

Aber mal ne andere doofe Frage, du hast geschrieben das er etwas zur Beruhigung bekommt wenn sein Herz untersucht wird, verfälscht das denn nicht die Ergebnisse des Echos? Weil wenn er ein Sedativum bekommt, dann wird doch auch sicher der Herzschlag beeinträchigt oder hat das keine Auswirkungen auf die Untersuchungsergebnisse?

Auswirkungen hat das Mittel vermutlich schon, aber nicht auf die bei Gustav wichtigen Punkte. Zudem berücksichtigt die TÄ das Mittel ja auch. Ohne Beruhigungsmittel hat man bei einem völlig gestressten Hund ja auch keine "normalen" Werte.

bx-junkie
30.09.2010, 13:34
Auswirkungen hat das Mittel vermutlich schon, aber nicht auf die bei Gustav wichtigen Punkte. Zudem berücksichtigt die TÄ das Mittel ja auch. Ohne Beruhigungsmittel hat man bei einem völlig gestressten Hund ja auch keine "normalen" Werte.

Stimmt da hast du natürlich auch recht. Daran hab ich nicht gedacht...trotzdem Danke für deine Antwort :ok: Ich hab GsD mit Herzerkrankungen keinerlei Erfahrungen, deswegen die Frage.

Ivan
30.09.2010, 13:43
Ich drück Euch die Daumen Simone, dass alles gut wird!

Mila
30.09.2010, 13:48
Klingt doch ganz gut!
Schön vorallem, dass die Schilddrüse in Ordnung ist :)
Gut finde ich auch, dass man nach Absetzen des Betablockers (ist das sein Herz-Medikament?) schon innerhalb einer Woche eine Veränderung bemerken müsste... das heißt es ist immerhin keine Chemie, die ewig im Körper "hängenbleibt"... ich drück auf jeden Fall auch die Daumen für Gustav und dich und die ganze Familie! Das wird schon wieder :)
Aber gut, dass du noch in einem frühen "Brummel/Knurr-Stadium" aufmerksam geworden bist und direkt auf Ursachenforschung gegangen! Schlimm wäre es gewesen, wenn wirklich was passiert wäre, z.B. mit den Kindern, und du dann auf die Schnelle hättest handeln müssen... so war das ja jetzt alles recht "entspannt"!

Gabi
30.09.2010, 13:50
Auch hier sind die Daumen gedrückt. Kann mir wirklich gut vorstellen,dass das von dem Betablocker kam.

Simone
30.09.2010, 20:15
Aber gut, dass du noch in einem frühen "Brummel/Knurr-Stadium" aufmerksam geworden bist und direkt auf Ursachenforschung gegangen!!

Naja, Gustav ist ein Hund, der schnell auch mal knurrt, wenn ihm etwas nicht paßt. Daran arbeite ich schon lange... Aber bislang waren das überschaubare Situationen, die ich zwar nicht gut, aber nachvollziehen konnte. In den letzten Tagen waren es wirklich völlig unvorhersehbare Situationen und das geht natürlich gar nicht - erst recht nicht mit Kindern im Haus.

gregorius
30.09.2010, 20:38
Kann es denn auch sein das Gustav Schmerzen anderer Art hat, Gelenke usw.?

Hast Du ihn auf HD / ED, evtl. die Zähne untersuchen lassen?

Man muß ja jede Möglichkeit ausschöpfen.

Simone
01.10.2010, 08:39
Kann es denn auch sein das Gustav Schmerzen anderer Art hat, Gelenke usw.?

Hast Du ihn auf HD / ED, evtl. die Zähne untersuchen lassen?

Man muß ja jede Möglichkeit ausschöpfen.


Hallo,

er wurde nicht geröngt, aber natürlich abgetastet und untersucht, so wurde auch in seine Schnauze geschaut etc. Aber wie gesagt: Seit der Medikamentenreduktion ist er wieder ganz anders und ich hoffe, dass es nun so bleibt.

Wie Waldi
01.10.2010, 11:47
Scheinst ja die Ursache gefunden zu haben.
Hoffen wir, dass es so bleibt und sogar noch besser wird.

Peppi
01.10.2010, 11:55
Daumen gedrückt.

Mist dass der Schulle keine Betablocker bekommt, die ich weglassen kann ;)

BÖR
01.10.2010, 12:05
Daumen gedrückt.

Mist dass der Schulle keine Betablocker bekommt, die ich weglassen kann ;)

vielleicht braucht er ja welche:kicher:

Betablocker sind ja der NICHTMEHRGETEIMTIP bei Pharmazeuten und Medizinern um den Adrenalinpegel bei Prüfungen runterzufahren:schreck:

Andrea

Monty
01.10.2010, 14:05
Hallo,
Aber wie gesagt: Seit der Medikamentenreduktion ist er wieder ganz anders und ich hoffe, dass es nun so bleibt.


:ok: das ist schön zu lesen

Peppi
01.10.2010, 16:03
vielleicht braucht er ja welche:kicher:

Betablocker sind ja der NICHTMEHRGETEIMTIP bei Pharmazeuten und Medizinern um den Adrenalinpegel bei Prüfungen runterzufahren:schreck:

Andrea

Alles klar... wie lange haben die Apotheken auf? Gleich geht's auf die Hundewiese :D

Simone
03.10.2010, 15:54
Hallo!

Ich glaube, dass Gustav das komplette Absetzen seines Betablockers nicht gut tut. Er bekommt den Betablocker nun seit 2 Tagen nicht mehr und ich heute total schlapp, ging auf dem Spaziergang immer 1 Meter hinter mir und guckt auch traurig. Blöde... Ich werde es morgen nochmal mit 1/4 Tbl. morgens und abends probieren (somit die halbe Dosis, die er die letzten Tage ja mit Erfolg erhielt). Es ist doch erstaunlich, wie sensibel unsere Molosser auf Medikamente reagieren. Luna bekam damals eine für ihr Gewicht sehr niedrige Cortisondosis, die ihr sofort Nebenwirkungen brachte. Ich habe es dann reduziert und meine TÄ konnte kaum glauben, dass sie bei der Dosis NW hatte und nach meiner Reduktion noch eine positive Wirkung. Auch bei der Sedierung von Gustav nahm die TÄ nur das Medikament für 40 statt 60 kg, nächstes Mal möchte sie sogar nur Medis für 30 kg ausprobieren.

Ach ja, was es sonst positives zu berichten gibt: Gusti hat heute total süß mit den Kindern Ball gespielt. Sie haben ihm den Ball geworfen (je 1-2 Meter weit ;)) und er hat ihn dann geholt. Danach habe ich "aus" gesagt, er liess den Ball fallen und ein Kind konnte sich dann den Ball nehmen und erneut werfen. Das fanden alle 3 ganz gut! :D

Conner
04.10.2010, 07:48
Könnte auch das plötzlich warme Wetter mit ein Grund sein? Paul belastet das immer sehr und er braucht ein paar Tage um sich daran zu gewöhnen.

Simone
04.10.2010, 08:47
Könnte auch das plötzlich warme Wetter mit ein Grund sein? Paul belastet das immer sehr und er braucht ein paar Tage um sich daran zu gewöhnen.

Ja, das stimmt. Ich werde jetzt auch erst einige Tage abwarten und dann mit der Tierärztin das weitere Prozedere besprechen. Im Grunde kann ich das Verhalten ja nicht anhand von 2 Tagen beurteilen. Ich schaue jetzt die besprochene Woche und dann werde ich überlegen, ob er weniger oder gar keine Medikamente mehr bekommt. Momentan ist Gusti sogar richtig schmusig. :)

Peppi
04.10.2010, 09:09
Also, beim Schulle ist das auch Wetter und die genaue Location, die Tagesform und, und, und. :lach4:

Gabi
04.10.2010, 12:56
Hallo!

Ich glaube, dass Gustav das komplette Absetzen seines Betablockers nicht gut tut. Er bekommt den Betablocker nun seit 2 Tagen nicht mehr und ich heute total schlapp, ging auf dem Spaziergang immer 1 Meter hinter mir und guckt auch traurig. Blöde... Ich werde es morgen nochmal mit 1/4 Tbl. morgens und abends probieren (somit die halbe Dosis, die er die letzten Tage ja mit Erfolg erhielt). Es ist doch erstaunlich, wie sensibel unsere Molosser auf Medikamente reagieren. Luna bekam damals eine für ihr Gewicht sehr niedrige Cortisondosis, die ihr sofort Nebenwirkungen brachte. Ich habe es dann reduziert und meine TÄ konnte kaum glauben, dass sie bei der Dosis NW hatte und nach meiner Reduktion noch eine positive Wirkung. Auch bei der Sedierung von Gustav nahm die TÄ nur das Medikament für 40 statt 60 kg, nächstes Mal möchte sie sogar nur Medis für 30 kg ausprobieren.



Als Knut damals das Ateneol bekam, sollte ich ihm morgens und abends ne halbe gebe. Da ich es in der Apo bestellen musste und es erst abends kam, hat er am 1. Tag nur abends seine 1/2 bekommen. Erst am 2. Tag hat er mit 2x ner 1/2 mit dem Anfall reagiert. Ich wollte dann auch nur ne halbe geben, weil ich auch gemeint habe, das sei zu viel, die haben sich aber nicht drauf eingelassen und gemeint, das sei zu wenig.
was du jetzt beschreibst bestätigt aber meine Beobachtungen.

Simone
28.10.2010, 08:58
Hallo!

Ich möchte noch einmal von Gustavs Verhalten berichten: In den letzten Wochen (somit seit über 3 Wochen) hat er nur noch 1 Mal geknurrt. Er ist seitdem total verschmust, läuft mit häufiger hinterher als früher, liegt aber andererseits auch oft ganz ruhig in seinem Körbchen (bei mir im Arbeitszimmer) und wirkt ausgeglichener. Draussen ist er wieder richtig aktiv. Wenn er mit seiner Freundin spielt, kann er mit ihr mithalten und muss sich nicht mehr nach 5 Minuten hinlegen. Ist er alleine in unserem Garten, bekommt er auch dort Spiellust und rennt wie ein Wilder umher, springt auf das Trampolin und wieder runter etc. Ich hoffe sehr, dass sein Verhalten in dieser Form anhält, denn ich bin sehr zufrieden und ehrlich gesagt auch überrascht. Also: Drückt die Daumen, dass es lange so anhält...

Gabi
28.10.2010, 09:55
Klingt gut! Daumen sind weiterhin ganz fest gedrückt!

Isis78
28.10.2010, 09:56
Das ist ja prima :ok:
Vielleicht bekommt ihm aber auch die frisch gebackene Mama besonders gut??

Mila
28.10.2010, 12:12
:ok:
Klingt ja toll, ich drücke auch weiterhin die Daumen!!!

Betika
29.10.2010, 01:40
Kennt ihr in Deutschland denn USA Hunde-trainer Ceasar Milan? (Das ist wirklich der Goeroe unter allen hunde-trainer der Welt!)

Google denn mal. Er hat ein Berner-Senner-mastiff behandelt der genau so ein benehmen gezeigt hat. Die losung wahr sehr einfach!

Ein Hund ist eigentlich ein ganz einfaches tier laut Ceasar. Ich habe viele Trainer in meine zeit erlebt und er steht mit fuss und kopf weit uber alle hinaus.

Ein Tip; Vergiss niemals das der der am dichtesten am futter steht ranghoch ist.

Mila
29.10.2010, 06:42
Kennt ihr in Deutschland denn USA Hunde-trainer Ceasar Milan? (Das ist wirklich der Goeroe unter allen hunde-trainer der Welt!)

Google denn mal. Er hat ein Berner-Senner-mastiff behandelt der genau so ein benehmen gezeigt hat. Die losung wahr sehr einfach!

Ein Hund ist eigentlich ein ganz einfaches tier laut Ceasar. Ich habe viele Trainer in meine zeit erlebt und er steht mit fuss und kopf weit uber alle hinaus.

Ein Tip; Vergiss niemals das der der am dichtesten am futter steht ranghoch ist.

Der Guru unter den Hundetrainern der Welt? Stand dieser Satz im Promotext zu "Der Hundeflüsterer" ;)?
Ganz ehrlich: er ist weder gut noch schlecht, er ist einfach ein weiterer, TV-
Hundetrainer, den der eine gut findet und der andere nicht. Außerdem... anhand dessen was man in der TV-Sendung sieht, kann man keine Schlüsse ziehen. Da ist ja nix step-by-step, sondern es wird was gemacht, und oh Wunder, der Hund hat sich totaaaaaaal verändert.

Naja, aber wenn er einen Hund, der "so war wie Gustav" behandelt hat, wie hat er das denn gemacht, was war denn seine Problemlösung?

Simone
29.10.2010, 08:57
Kennt ihr in Deutschland denn USA Hunde-trainer Ceasar Milan? (Das ist wirklich der Goeroe unter allen hunde-trainer der Welt!)

Google denn mal. Er hat ein Berner-Senner-mastiff behandelt der genau so ein benehmen gezeigt hat. Die losung wahr sehr einfach!

Ein Hund ist eigentlich ein ganz einfaches tier laut Ceasar. Ich habe viele Trainer in meine zeit erlebt und er steht mit fuss und kopf weit uber alle hinaus.

Ein Tip; Vergiss niemals das der der am dichtesten am futter steht ranghoch ist.


Hallo,

ehrlich gesagt, kenne ich den Mann nicht. Ich werde aber mal googeln und mich informieren. Bei Gustis hier geschildertem Problem hätte er mir aber nicht helfen können, da Gustavs Problem Medikamenteninduziert war und somit eine Erziehungsveränderung keine Verbesserung hätte bringen können. Derzeit bin ich mit Gustavs Verhalten ja total zufrieden, somit gibt es da nicht viel zu verändern ;). Und nun hoffe ich mal, dass er so bleibt, wie er ist.

Betika
29.10.2010, 14:19
Der Guru unter den Hundetrainern der Welt? Stand dieser Satz im Promotext zu "Der Hundeflüsterer" ;)?
Ganz ehrlich: er ist weder gut noch schlecht, er ist einfach ein weiterer, TV-
Hundetrainer, den der eine gut findet und der andere nicht. Außerdem... anhand dessen was man in der TV-Sendung sieht, kann man keine Schlüsse ziehen. Da ist ja nix step-by-step, sondern es wird was gemacht, und oh Wunder, der Hund hat sich totaaaaaaal verändert.

Naja, aber wenn er einen Hund, der "so war wie Gustav" behandelt hat, wie hat er das denn gemacht, was war denn seine Problemlösung?

Der Ceasar ist kein wirklicher TV-Hundetrainer. Wie er entdeckt wurde und mann merkte wie gut er ist hat es naturlich nicht lange gedauert das er seine show bekommen hat. Alles was gezeigt wird, auch beiss incidente, macht er mit geduld, verstand und faire behandlung. Ich kenne keinen Hundetrainer, und ich kenne viele!!, die so sind wie er es ist. Er bleibt immer ruhig und gelassen. Warum ich bewunderung fur ihm habe ist weil er der einzige ist der RED-ZONE hunde aller rassen eine chance gibt und bis jetzt hat er es mit alle geschaft. Suche denn film von Trinity, eine Pitbull-hundin die dog agressiv wahr/ist. Oder denn film mit Argy, einen English bulldogge x ?? der anfing seine eigentumer zu beissen und terrorisieren. Er hat diesen Hund wieder hinbekommen wo andere ihm keine chance gegebe hatten.

@ Simone; Ich hab gestern nur das erste teil gelesen. Zum gluck ist ja nun raus was dein kerl hat.

Guayota
30.10.2010, 15:17
Suche denn film von Trinity, eine Pitbull-hundin die dog agressiv wahr/ist. Oder denn film mit Argy, einen English bulldogge x ?? der anfing seine eigentumer zu beissen und terrorisieren.

...oder den Film hier:
http://www.youtube.com/watch?v=bi3ve9sWslI

:hmm:

Nach dem Video hab ich mich nicht mehr für den Mann interessiert - und vorher eigentlich auch kaum...:o

blue 1
30.10.2010, 15:46
ich hab mir den film angekuckt...das arme tier . das hat nix mit erziehung zu tun...:schreck:. für mich ist das tierquälerei :boese1:

Monty
31.10.2010, 00:00
Es gibt sehr viel bessere Trainer als C.M...traurig wer sich Trainer schimpft und zu welchen Methoden immer noch gegriffen wird.

Red-Zone...son Bullshit

Hola
31.10.2010, 05:36
bei uns gehts auch so zu wenn hund und katz aufeinander treffen....

Guayota
31.10.2010, 11:13
bei uns gehts auch so zu wenn hund und katz aufeinander treffen....

Und bei uns hinten an der Friedhofsmauer liegt eine Plastiktüte voller Äpfel.:hmm:

Ich verstehe deinen Vergleich nicht!?:twink:
Auf dem Video sieht man den berühmten Fernsehhundetrainer C.M., der - Achtung:

Alles was gezeigt wird, auch beiss incidente, macht er mit geduld, verstand und faire behandlung.

...hier einem Hund ordentlich Strom auf's Halsband gibt. Geht das bei euch auch so zu oder was sollte dein Kommentar?

Simone
25.11.2010, 17:02
Hallo,

ich möchte noch einmal auf das Thema "Gustav" zurückkommen. Leider ist es in den letzten Tagen und insbesondere heute wieder schlechter geworden. :( Ich verstehe das einfach nicht. 8 Wochen war nun alles sehr gut. Hier hat sich nichts verändert und ganz plötzlich ist er wieder grantig. In den letzten Tagen kam es mal vor, dass er leicht geknurrt hat. aber es war nur ganz leicht und nicht ernst zu nehmen. Ich habe mich aber schon darüber gewundert. Heute hingegen hat er meinen mittleren Sohn (21 Monate alt) sehr heftig angeknurrt. Der Kleine hat nichts schlimmes gemacht, ich stand ja im gleichen Raum. Beide standen am Esstisch, auf dem sich aber kein Essen befand. Scheinbar ist der Kleine ihm zu nahe gekommen. Ich habe dann nein gesagt und ihn in ein anderes Zimmer getan. Da knurrte er auch mich sehr deutlich an. Ich habe ihn dann kurz in das andere Zimmer gesperrt, danach war alles wieder ok. Mir macht das wegen der Kinder aber wirklich Sorgen, denn es ist kein berechenbares Problem. Es hängt scheinbar von seiner Laune, seinem Tag oder was auch immer ab. Es gab in den letzten 8 Wochen oft Situationen, in denen mein Kleiner ihm nahe kam, ihn auch mal zur Seite geschoben hat- das war gar kein Problem und ich wurde gerade wieder richtig entspannt im Umgang mit ihm und den Kindern. Was soll ich nur machen? Ich werde jetzt noch seine Knochen untersuchen lassen, um bzgl. der Gesundheit wirklich sicher zu sein. Tja, sonst weiß ich auch nicht weiter. Ich habe nun schon so viele Hunde gehabt, weiß bei Gusti aber leider nicht weiter. Auch die Hundeschulenlehrer konnten mir nicht helfen. Schliesslich gibt es ja Phasen, in denen er sich wirklich ganz entspannt, gelassen und super benimmt. Hätte ich die Kinder nicht, würde ich mir auch keine Sorgen machen, denn ich merke ja, wenn er einen schlechten Tag hat. Aber mit den Kindern ist es schwer.

Habt Ihr noch Ideen?

KsCaro
25.11.2010, 17:49
Hast Du schonmal an Kennel-Training gedacht?

Der Kennel wäre für Gusti der ultimative Rückzugsort und ABSOLUTE TABUZONE für die Kinder. Wann immer er knurrig ist, kann er da rein gehen und Du hälst ihm die Kinder zuverlässig vom Leib.

Ich bin nämlich nicht dafür Knurren zu unterbieten... irgendwann knurrt er nicht mehr (weil abtrainiert), sondern geht direkt zum Abwehrschnapper über. Knurren ist ja ein normales Kommunikationsmittel - > "lass mich in Ruhe" kann er ja schlecht sagen. ;)

Seine Alternative muss sein: "Das nervt, also geh ich aus der Situation und hab' wieder meine Ruhe".

Lee-Anne
25.11.2010, 18:30
Hallo Simone,

da Gustav ja gesundheitliche Probleme hat, und seine seltsamen Reaktionen immer wieder mal auftauchen, würde ich mir ganz ehrlich die Frage stellen, ob dieser Hund in mein Leben passt.

Gerade im Hinblick auf deine Kinder. Ich denke, dass du ihm nicht 100%ig vertraust (und vertrauen kannst) und das belastet ein Zusammenleben schon sehr. Für alle Beteiligten.

Vielleicht wäre es ja auch für Gustav besser in einem ruhigen Haushalt ohne Kinder, wo man sein „Granteln“ und seine „schlechten Tage“ ohne Ängste einfach ignorieren kann.

Selbst wenn er aufgrund irgendwelcher Schmerzen so reagiert, weißt du ja auch nie wirklich, wann der Tag ist, an dem er wieder Schmerzen hat und evtl. die Medikamente wieder anders eingestellt werden müssen.

Da du ja selbst ein erfahrener Hundehalter bist, denke ich, dass deine Zweifel mit Gustav schon ihren Sinn haben. Manche Hunde sind einfach anders und nicht immer mit der eigenen Lebenssituation „kompatibel“.

Ich drück euch allen mal die Daumen. Und wenn dein Gefühl überwiegt, dass es mit Gustav niemals richtig entspannt sein wird, kannst du dir wahrscheinlich alle Hundetrainer sparen.

Simone
25.11.2010, 18:49
Seine Alternative muss sein: "Das nervt, also geh ich aus der Situation und hab' wieder meine Ruhe".

Ich wäre total dankbar, wenn Gustav diese Alternative nutzen würde. Ich achte bei Gustav sehr auf die Kinder, viel mehr, als ich es bei Luna und Lisa je getan habe. Er hat sein Körbchen in meinem Arbeitszimmer und das ist für die Kinder tabu. Wir spielen in der Regel im Wohnzimmer, so dass Gustav sogar einen Raum für sich hätte, wenn er wollte. Ich würde ja noch nachvollziehen können, wenn er die Kinder anknurren würde, weil sie an sein Körbchen gehen oder ihm Futter wegnehmen würden. Aber das tun sie ja gar nicht. Der Kleine ist nicht immer perfekt im Umgang mit Gustav und versucht ihn auch mal zu "erziehen", schiebt ihn dann z.B. beiseite oder so. Das tut aber Gustav nicht weh, denn das gleiche Verhalten legt der Zwerg auch bei meiner Katze an den Tag und sie schnurrt dabei. An guten Tagen macht Gustav all das gar nichts aus. Er steht gelassen neben dem Kind und schaut mich an. An schlechten Tagen reicht es, wenn Jonas nur zufällig neben ihm steht.

Mit Hannah hat Gustav keine Probleme, weil sie ihm aus dem Weg geht. Sie geht gar nicht mehr zu nahe an ihn ran und hält immer Abstand. Das finde ich total schade, denn ich bin mit Hund aufgewachsen und habe unseren Hund immer geschmust. Luna wurde von Hannah auch immer gekuschelt, aber bei Gustav ist das leider nicht möglich.

Wie soll da ein Kennel-Training helfen?

Es sind leider keine abschätzbaren Situationen. Es ist nicht immer die gleiche Situation. Es ist heute mal so und morgen so... Entweder ist Gustav launisch oder hat er hat etwas anderes. Ich verstehe es leider nicht...

KsCaro
25.11.2010, 18:57
Bist Du sicher das er gelassen da steht und nicht einfach unsicher/hilflos?

Ich würde den Kontakt nicht unterbinden, aber ich vermute das Jonas ihm nicht ganz geheuer ist. Hannah ist ok, sie läuft sicher schon recht koordiniert und ist eben einfach ein "kleiner Mensch", Dein Baby ist eben Baby und somit ok und Jonas ist vielleicht einfach weder Fisch noch Fleisch...

Ich vermute die Zeit arbeitet für euch.

Hola
25.11.2010, 18:58
Das tut mir echt leid das ihr so ein spießrutenlauf habt und die Kinder nicht entspannt mit dem Hund umgehen können. Wenn ich sehe wie oft mein kleiner am Hund dran hängt und sein Gesicht in den Pelz drückt und ich denke das ich das jedesmal unterbinden müßte....es ist trautig wenn man zwar mit Hund im Haushalt aber doch irgendwie ohne Hund aufwächst....Wünsch euich das es wieder gut wird!

Simone
25.11.2010, 19:05
würde ich mir ganz ehrlich die Frage stellen, ob dieser Hund in mein Leben passt.

Gerade im Hinblick auf deine Kinder. Ich denke, dass du ihm nicht 100%ig vertraust (und vertrauen kannst) und das belastet ein Zusammenleben schon sehr. Für alle Beteiligten.

Vielleicht wäre es ja auch für Gustav besser in einem ruhigen Haushalt ohne Kinder, wo man sein „Granteln“ und seine „schlechten Tage“ ohne Ängste einfach ignorieren kann.



Hallo!

Mhm, das macht es ja alles so schwer. Meistens ist Gustav total lieb und ich hänge sehr an ihm. Hätte ich keine Kinder, würde ich mir wegen seinem Verhalten keine großen Gedanken machen. Ich merke, wenn er grantig wird und wenn ich ihn dann in Ruhe lasse, ist es gut. Wenn er mich anknurrt und ich sage ruhig "nein", hört er auch sofort auf. Er läßt sich von mir alles wegnehmen, hört ausreichend gut und ist beim Spaziergang wirklich super (zeiht nicht, ist verträglich etc.)

ABER ich vertraue ihm bzgl. der Kinder leider nicht (mehr) und das ist eine doofe Situation. Natürlich lasse ich ihn mit den Kinder nicht alleine, aber auch das reicht nicht immer aus. Wenn die Kinder zusammen toben und spielen, tue ich Gustav (je nach seiner Laune) zur Sicherheit in den Garten. Und das finde ich total blöd, ich würde mir wünschen, dass er bei uns sein könnte. Ich lasse ihn auch nicht (mehr) mit den Kindern toben, denn das ist mir momentan unsicher. Und das ist einfach eine unpassende Situation. Du hast recht, in einer Familie ohne Kinder wäre es vermutlich gar kein Problem. Vielleicht würde er auch nicht mehr knurren, denn er hätte sicher mehr Ruhe. Andererseits kann ich mich doch nicht von meinem Gustav trennen. Und wer würde ihn - trotz Herzproblem und Knurren - zu sich nehmen UND wäre so nett, dass ich ihm meinen Hund anvertrauen könnte? In meinem Freundekreis gibt es niemanden, der in Frage käme.

sina
25.11.2010, 19:58
Ach Simone, dass tut mir sehr leid und ich kann mir gut vorstellen wie die Situation für Dir ist.

Aber so kann es doch auch nicht sein, die ewige Angst um die Kinder, immer mit den Augen alles überwachen und kein entspanntes Leben zu haben.

An ersten Stelle steht das Wohl der Kinder!

Hat ein anderer Hund aus dem G-Wurf auch solche Knurrattacken, was sagt die Züchterin dazu?

Ich wünsche Dir das Du einen richtigen Weg findest und der Gusti doch in eurer Familie bleiben kann!

Simone
25.11.2010, 20:20
Ach Simone, dass tut mir sehr leid und ich kann mir gut vorstellen wie die Situation für Dir ist.

Aber so kann es doch auch nicht sein, die ewige Angst um die Kinder, immer mit den Augen alles überwachen und kein entspanntes Leben zu haben.

An ersten Stelle steht das Wohl der Kinder!

Hat ein anderer Hund aus dem G-Wurf auch solche Knurrattacken, was sagt die Züchterin dazu?

Ich wünsche Dir das Du einen richtigen Weg findest und der Gusti doch in eurer Familie bleiben kann!

Ich denke nicht, dass sein Verhalten an dem Wurf liegt. Mit den Züchtern habe ich schon seit vielen Jahren einen sehr guten Kontakt und ich würde mir einen BM immer wieder und gerne von dort holen. Ich wüßte nicht, dass Gustis Geschwister ähnliches Verhalten zeigen.

Ich hoffe, dass ich sein Geknurre noch verstehen lerne und in den Griff bekomme. Mit der Großen und dem Kleinen gibt es ja auch keine Probleme. Mit dem Baby ist er sogar total süß. Jetzt ist er übrigens wieder total lieb und schmusig.

sina
25.11.2010, 20:37
Simone ich dachte auch nicht das es an der Züchterin oder an dem Wurf liegt!

Es wäre eine Möglichkeit zum Vergleich gewesen sollte ein anderer Hund auch bei Kindern oder dem HH knurren.

Simone
25.11.2010, 20:46
Bist Du sicher das er gelassen da steht und nicht einfach unsicher/hilflos?

Ich würde den Kontakt nicht unterbinden, aber ich vermute das Jonas ihm nicht ganz geheuer ist. Hannah ist ok, sie läuft sicher schon recht koordiniert und ist eben einfach ein "kleiner Mensch", Dein Baby ist eben Baby und somit ok und Jonas ist vielleicht einfach weder Fisch noch Fleisch...

Ich vermute die Zeit arbeitet für euch.

Hallo,

ich hoffe und denke auch, dass die Zeit für uns arbeiten wird. Gustav ist auf jeden Fall ein unsicherer Hund und ich teile Deine Einschätzung. Jonas ist ein Rüpel und vermutlich ist er Gustav wirklich nicht gehäuer.

Monty
25.11.2010, 22:06
Hallo,

ich hoffe und denke auch, dass die Zeit für uns arbeiten wird. Gustav ist auf jeden Fall ein unsicherer Hund und ich teile Deine Einschätzung. Jonas ist ein Rüpel und vermutlich ist er Gustav wirklich nicht gehäuer.

Dann oute ich mich mal als "Nicht"kinderfreundlich. warum nutzt du nicht jede Chance auch Jonas dazu zu erziehen das er Gustav nicht zu nahe Kommt.

Auch Kinder in diesen Alter können das lernen wenn sie immer wieder konsequent darauf hingewiesen werden und danach gehandelt wird.
Wenn Jonas die Individualdistanz von Gustav nicht akzeptiert, dann würde bei mir das Kind konsequent ins Kinderzimmer gebracht werden oder bzw. vom Hund entfernt werden.

Kontakte zum Hund nur mit mir , z.B. gemeinsame Kuschelstunde oder vorsichtiges gemeinsames Bürsten des Hundes (wenn er dies mag) usw.

KsCaro
25.11.2010, 22:40
Ich versteh was Du meinst Monty, erlebe es aber gerade mit unseren Patenkindern (3 Jahre und knapp 7 Monate). Die Große liebt den Kleinen abgöttisch, hat klare Ansagen vorsichtig in seiner Nähe zu sein und trotzdem ist sie schon halb auf ihn drauf gepurzelt etc.

Kinder und Hunde sind immer ein nicht zu kalkulierendes Risiko, selbst wenn Du daneben stehst kann noch viel passieren. Du musst einfach immer mit 200% bei der Sache sein.

Ich denke aber auch, Jonas braucht ebenso klare Ansagen wie Gusti. Vielleicht wird Gustav auch etwas souveräner, wenn er merkt der kleine Wirbelwind wird früher ausgebremst.

@Simone: Vielleicht kannst Du mit Jonas gezielte Kuscheleinheiten einlegen, wenn Du merkst das Gustav gut drauf ist. Ist er es nicht, wird Jonas eben konsequent ausgebremst.

Mila
26.11.2010, 07:24
Und wer würde ihn - trotz Herzproblem und Knurren - zu sich nehmen UND wäre so nett, dass ich ihm meinen Hund anvertrauen könnte? In meinem Freundekreis gibt es niemanden, der in Frage käme.

Ich würde es machen und Gustav zu mir nehmen, aber ich habe nicht genügend Platz und weiß auch nicht wie es beruflich bei mir weitergeht...

Oh man, ich hoffe so sehr, dass alles gut wird bei euch! Die Situation wie du sie beschreibst klingt echt nicht gut, das ist ja keine Dauerlösung...

Simone
26.11.2010, 09:04
Ich würde es machen und Gustav zu mir nehmen, aber ich habe nicht genügend Platz und weiß auch nicht wie es beruflich bei mir weitergeht...

Oh man, ich hoffe so sehr, dass alles gut wird bei euch! Die Situation wie du sie beschreibst klingt echt nicht gut, das ist ja keine Dauerlösung...

Du wärest auch jemand, dem ich Gustav anvertrauen würde. Wir kennen uns ja auch - zumindest ein wenig. Ich habe jetzt um 11.15 Uhr einen Termin mit Gustav zum Röntgen. Wenn seine Knochen ok. sind, muss ich mir wirklich die Frage stellen, wie es mit ihm weitergeht. Denn aktuell fühle ich mich unsicher mit ihm und den Kindern. Ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas passieren würde. Gustav ist hier als Welpe eingezogen. Ich frage mich immer, was ich falsch gemacht habe und anders hätte machen sollen, aber mir fällt wenig ein.

Dann oute ich mich mal als "Nicht"kinderfreundlich. warum nutzt du nicht jede Chance auch Jonas dazu zu erziehen das er Gustav nicht zu nahe Kommt.

Auch Kinder in diesen Alter können das lernen wenn sie immer wieder konsequent darauf hingewiesen werden und danach gehandelt wird.
Wenn Jonas die Individualdistanz von Gustav nicht akzeptiert, dann würde bei mir das Kind konsequent ins Kinderzimmer gebracht werden oder bzw. vom Hund entfernt werden.

Kontakte zum Hund nur mit mir , z.B. gemeinsame Kuschelstunde oder vorsichtiges gemeinsames Bürsten des Hundes (wenn er dies mag) usw.

Ich glaube, dass Du meinen Jonas und auch mich falsch einschätzt. Ja, der Kleine ist ein Wirbelwind und versucht mich nachzumachen und somit Gustav auch zu "erziehen". Aber er ist natürlich kein Kind, was Gustav schlägt oder über ihn drüber klettert. Er möchte z.B. an Gustav vorbei gehen, wo der Raum eng ist. Häufig geht er dann bereits einen anderen Weg, aber immer ist das im Haus ja nicht möglich. Dann sagt er z.B.: "Gustav, geh ab" und schiebt ihn zur Seite. Das sollte ein Hund meiner Ansicht nach schon ertragen können ohne zu knurren. Ich finde, dass er im Vergleich zu anderen Kindern seines Alters bereits sehr gut mit Tieren umgehen kann. Er geht Gustav aber nicht total aus dem Weg, wie es meine Große mittlerweile macht. Und letzteres finde ich total schade. Sie macht immer einen riesen Bogen um Gustav. Der Kleine fängt damit bereits an. Aber das ist doch kein nettes Zusammenleben.

Und Jonas muss hier natürlich nicht in seinem Kinderzimmer spielen, er darf sich frei bewegen. Nur Gustavs Körbchen ist tabu, wobei die Kinder auch kaum in dem Zimmer sind, in dem das Körbchen steht. Somit hat Gusti seinen Rückzugsort, wenn er den aufsuchen möchte. Das ist ja sein Problem: Er will sich nicht zurückziehen. Er will ja dabei sein.

Heute hat Gustav Jonas auch angebrummelt. Die Situation war folgende:
Ich bin mit den Kindern ins Badeszimmer gegangen. Gustav wollte mitkommen. Die Kinder waren vor mir und Gustav stand seitlich hinter mir. Wir haben uns unterhalten. Jonas war mindestens einen Meter von Gusti entfernt, aber das hat ihm schon gereicht. Normal finde ich solch ein Verhalten nicht... Bitte versteh mich nicht falsch: Ich bin wirklich jemand, der darauf achtet, dass der Hund seine Ruhezone hat, dass die Kinder ihn nicht ärgern etc. Aber sie müssen doch an ihm vorbeigehen dürfen und im selben Raum sei dürfen...Wir leben doch hier zusammen. Etwas früher haben wir gemeinsam gegessen und Jonas hat seine Rest an Gustav verfüttert. Da war Gusti wieder total brav und hat alles sehr vorsichtig genommen.

Wenn Gustav immer so grantig wäre, dann wäre die Entscheidung leichter. Gustav ist aber total wechselhaft und ich verstehe sein Verhalten einfach nicht. Die letzten 8 Wochen liefen ja super und es gab keinerlei Probleme. Da war er wirklich ein total ausgeglichener und lieber Hund...

Simone
26.11.2010, 09:11
@Simone: Vielleicht kannst Du mit Jonas gezielte Kuscheleinheiten einlegen, wenn Du merkst das Gustav gut drauf ist. Ist er es nicht, wird Jonas eben konsequent ausgebremst.

Die Kinder kuscheln gar nicht mit Gustav und wollen es auch nicht. Auch Gustav will das nicht - leider. (Mit Luna und Lisa haben sie viel geschmust, auch mit Gustav als er noch jünger war...) Mir wäre es heute aber leider auch zu unsicher, denn gerade beim Kuscheln kann es plötzlich passieren, dass Gustav nicht mehr will. Jonas kuschelt sehr viel mit unserer Katze Sina, die das auch geniesst.

Gabi
26.11.2010, 09:30
Ich glaube nicht, dass du was falsch gemacht hast. Knut war ja auch herzkrank und nicht immer berechenbar, vor allem wenn es ihm gesundheitlich nicht so gut ging. Von außen hast du das nie so wirklich wahrnehmen können. aber wir waren ja ganz häufig beim Ultraschall und da hat man dann schon Veränderungen gesehen, die ihm nachhinein sein Verhalten erklärt haben . leider gibt es da wenig Untersuchungen drüber, aber bei Menschen machen sich Herzrythmusstörungen ja auch oft in Form von Panikstörungen bemerkbar. Vielleicht ist das bei Hunden ja ähnlich. ich weiß auch nicht welche Auswirkungen die Medikamente auf die Hundepsyche haben. Was du so schreibst, hast du Gustav gut erzogen und viel mit ihm gemacht. Insofern brauchst du dir da sicher keine Vorwürfe zu machen. Die Sitaution mit 2 Kindern und einem nicht immer berechenbaren Hund ist sehr schwierig und ich kann mir gut vorstellen, was in dir vorgeht. Ich wünsche Dir, dass ihr eine für Euch alle gute Lösungen findet. Alles alles Gute!

Fussel
26.11.2010, 09:33
Ich würde vermutlich auch Jonas das "Erziehen" komplett verbieten.

Mein Rotti damals war total verträglich und kinderlieb, aber er hätte niemals "Befehle" von Kindern ausgeführt, da er diese niemals als ranghöher hätte ansehen können. Er hat trotzdem absolut problemlos auch mit fremden Kindern gespielt und auch gekuschelt. Er hat meist freundschaftshalber "gehört", aber halt nicht aus Unterordnung heraus - ein Kind hätte ihn auch nicht von seinem Platz wegschicken können, wenn er das nicht gewollt hätte - er hat solche Anweisungen dann einfach ignoriert. Ich habe dann halt auch dafür gesorgt, dass er in Ruhe gelassen wird.
Evtl. fühlt sich Gustav ja von Jonas provoziert und möchte ihn halt jetzt öfters mal darauf hinweisen, dass Jonas im Rang unter ihm steht. Da Deine grosse Tochter ihn nicht befehligen möchte, sieht er bei ihr keine Notwendigkeit diese auch durch Knurren an ihre Position zu erinnern, ebenso beim Baby.

BÖR
26.11.2010, 09:42
ich bin ja auch immer noch der Meinung, daß es bei Gustav tagesform abhängig ist, wie es ihm herzmäßig geht. Die Diagnostik per Ultraschall ist nicht aussagekräftig genug. Bei einem Menschen würde man einen Herzkatheter schieben und ein Schluckecho machen um wirklich alles genau beurteilen zu können.
Das alles löst Deine Probleme natürlich nicht. Ich wünsche Dir, daß Du sie in den Griff bekommst, denn von Deinem Hund trennen ist glaub ich das Letzte was Du möchtest.


Andrea

Simone
26.11.2010, 13:33
Hallo,

ich komme vom TA. Er wurde nicht geröngt, denn er zeigte bei der Untersuchung überhaupt keine Schmerzen. Er wurde von einer anderen TÄ bereits vor 3 Monaten am Bewegungsapparat untersucht und auch ohne irgendwelche Beschwerden. Sie hält sein Geknurre für eine Wesenssache. Er scheint sehr unsicher zu sein, zu viel Nähe nicht ertragen zu können und zudem in der Pubertät zu stecken. Sonst habe er ein tolles Wesen und sie denkt, dass sich das derzeitige Problem vermutlich auswachsen würde. Trotzdem könne es sein, dass unser Haushalt ihm zu trubelig ist und er eher ein zwar aktives, aber ruhiges Umfeld bräuchte. Quasi draussen Action und drinnen Ruhe.

Tja, er wurde nun homöopathisch behandelt und ich weiß nicht weiter. Unsicher bin ich mittlerweile leider schon und das wiederum überträgt sich auf ihn. Doof!!!

Peppi
26.11.2010, 13:47
Sorry, aber wenn man Kinder hat, sollte man überlegen ob man das überhaupt noch verantworten kann, oder ob es nicht besser wäre eine für alle tragbare Lösung zu finden.

Auch wenn's schwerfällt.

Ist aber nur meine Meinung so aus der Ferne. :(

Lee-Anne
26.11.2010, 16:06
Hallo Simone,

ich verstehe dich sehr gut und bin mir sicher, dass dir alles andere lieber wäre als für Gusti einen neuen Platz zu suchen.

Für mich klingen allerdings Knubbels Ausführungen bezüglich seiner Herzproblematik, und den damit verbundenen Auswirkungen, am einleuchtendsten und wenn das so ist, wirst du dagegen leider wenig tun können. Dann bleibt immer ein Restrisiko.

Und wenn der ganze Tag nur aus ständigem Aufpassen und mulmigen Gefühlen besteht, und das für die nächsten 5 - 10 Jahre, ist das auch nicht prickelnd, vor allem wenn man weiß, wie es sein könnte oder sollte. Selbst wenn es nur alle paar Wochen vorkommt, so ist man doch immer unter Daueranspannung.

Manchmal heißt lieben auch loslassen können.

Ich würde dir wirklich wünschen, dass sich alles in Luft auflöst und Gutsi ein toller Familienhund wird, der auch deine Kinder liebt und umgekehrt. Aber ganz ehrlich, auch nach deinen Beschreibungen, habe ich da eher Zweifel.

Rocky
26.11.2010, 18:01
Jedes Lebewesen ist ein Individium. Weder die beste Erziehung noch die beste Auswahl des Züchters können daran etwas ändern.

Schau der Rocky war alles andere als pflegeleicht, er mochte vieles nicht. Im Gegensatz zu dir konnte ich Risiken wie Kinder minimieren, gar ausschliessen. Trotzdem er war der tollste Hund den wie jeh hatten, halt nur zu (s)einem kleinen Freundeskreis aber dafür 100%

Überlege es dir gut und wenn du es mit den Kindern nicht mehr verantworten kannst, dann versuche ihn gut zu platzieren. Natürlich ist es nach so vielen Jahren bester Hunderfahrung schwer eine solche Niederlage einzustecken. Aber eben, manchmal liegt es einfach an der Hundeseele welche irgendwo einen Knacks hat, einfach so ohne dass jemand Schuld daran hat. Irgendwie Menschlich oder nicht?

Lieber Gruss
Beat

DON HACKI
27.11.2010, 08:35
Grundsätzlich stimme ich den letzten Meinungen zu, jedoch passt für mich die positive Veränderung über acht Wochen nach Medikamentenveränderung mit der Argumentation zusammen, das dies nun ein Wesensproblem sein soll.

Ich meine das Wesen ändert sich ja nicht mal eben über einen Zeitraum, insbesondere dann wenn ich einen entscheidenen Faktor verändert habe.

Es scheint ein Mix aus beidem zu sein...

Wünsche euch alles Gute.

Simone
30.11.2010, 10:23
Grundsätzlich stimme ich den letzten Meinungen zu, jedoch passt für mich die positive Veränderung über acht Wochen nach Medikamentenveränderung mit der Argumentation zusammen, das dies nun ein Wesensproblem sein soll.

Ich meine das Wesen ändert sich ja nicht mal eben über einen Zeitraum, insbesondere dann wenn ich einen entscheidenen Faktor verändert habe.

Es scheint ein Mix aus beidem zu sein...

Wünsche euch alles Gute.


Ja, dem kann ich nur zustimmen. Ich sehe das genauso. Gustav hat sicher den Charakter, in für ihn bedrohlichen Situationen zu knurren. Aber die Ursache für seine zeitweise gereizte Stimmung sind sicher gesundheitliche Probleme. Ich habe ihm jetzt wieder sein Herzmedikament gegeben, allerdings in sehr niedriger Dosierung. Aktuell ist er wieder sehr lieb und anhänglich, zeigt kein Problemverhalten. Zudem bemühe ich mich, ihn auch körperlich noch mehr auszulasten. Trotz seines Herzfehlers ist er momentan sehr aktiv und ein "normaler" Spaziergang macht ihn nicht wirklich müde...

Gustav ist ein toller Hund, nur leider nicht Kleinkinderkompatibel. Ich kann mir schon vorstellen, ihn an jemand anderen zu vermitteln, aber das müßte wirklich passen. Ich müßte das Gefühl haben, dass er es dort besser haben wird als hier bei uns. Falls ihr also jemanden kennt, der der perfekte Halter für Gustav wäre, dann meldet Euch bitte. Und dann werde ich über den konkreten Fall intensiv nachdenken...

Es ist so schwer, eine Entscheidung zu treffen... Ich ändere meine Meinung momentan täglich. Ich befürchte allerdings, dass Gustav unser trubeliges Haus als zu hektisch empfindet. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, ist er sehr entspannt und ruhig.

Grazi
30.11.2010, 11:21
Wofür auch immer du dich entscheidest, Simone: ich wünsche dir wirklich alles Gute und hoffe, dass sich eine Lösung findet, mit der alle glücklich werden.

Daumendrückend, Grazi

anna1
30.11.2010, 13:08
Hallo Simone,

mein Dogo Argentino hatte ähnliche "Stimmungsschwankungen" und bei ihm wurde nach langem herumdoktern ein Hirntumor diagnostiziert.

Wenn es nicht an seiner Gesundheit liegt und Du ihn nicht abgeben willst, lass ihn täglich 1-2 Stunden allein in seinem Zimmer, bei geschlossener Tür. Er kann sich dann ausruhen und ist weg vom Trubel. Du wirst ja sehen ob ihm das bekommt.

alles Gute für Euch

Anna

JDSHS
01.12.2010, 16:51
Ich denke mal das ist reines Dominazverhalten von Ihm Dir und deinen Kindern gegenüber. Er will auf lange Sicht Chef im Haushalt werden. Dem mußt Du unbedingt gegenarbeiten, Deiner Kinder wegen schon. Grundsätzlich sollte man jedem Hund das Futter wegnehmen können und ihn auch beim Fressen streicheln können. Er knurrt dein 19 Monate altes Kind an, zeig mir, ich bin Chef und pass auf. Darf er bei dir auch auf der Coach sitzen? Hat er seinen platz im Flur oder darf er überall hin und drauf? Warum muß der Besuch ihn streicheln? Der Besuch kommt Dich und Deine Kinder besuchen. Unsere drei Hunde darf kein Besuch streicheln, sie dürfen nochnicht mal an die Tür mitkommen. Du lässt auch nicht ein dreijähriges Kind an die Haustür, um dem Vertreter die Tür auf zu machen, oder? Unsere müssen strickt auf Ihrem Kissen liegen bleiben, sonst gibt es Druck. Gestreichelt werden Sie nur von uns wenn wir es wollen und nicht der Hund. Denn wir sind Ihr Rudel. Kein Fremder kein andere Hund! werde noch mehr schreiben muß jetzt aber los zum Kunden.

bobbie
01.12.2010, 16:57
Ich denke mal das ist reines Dominazverhalten von Ihm Dir und deinen Kindern gegenüber. Er will auf lange Sicht Chef im Haushalt werden. Dem mußt Du unbedingt gegenarbeiten, Deiner Kinder wegen schon. Grundsätzlich sollte man jedem Hund das Futter wegnehmen können und ihn auch beim Fressen streicheln können. Er knurrt dein 19 Monate altes Kind an, zeig mir, ich bin Chef und pass auf. Darf er bei dir auch auf der Coach sitzen? Hat er seinen platz im Flur oder darf er überall hin und drauf? Warum muß der Besuch ihn streicheln? Der Besuch kommt Dich und Deine Kinder besuchen. Unsere drei Hunde darf kein Besuch streicheln, sie dürfen nochnicht mal an die Tür mitkommen. Du lässt auch nicht ein dreijähriges Kind an die Haustür, um dem Vertreter die Tür auf zu machen, oder? Unsere müssen strickt auf Ihrem Kissen liegen bleiben, sonst gibt es Druck. Gestreichelt werden Sie nur von uns wenn wir es wollen und nicht der Hund. Denn wir sind Ihr Rudel. Kein Fremder kein andere Hund! werde noch mehr schreiben muß jetzt aber los zum Kunden.

Weihnachtszeit = Trollezeit??:p:D

Monty
01.12.2010, 17:29
das war auch eben mein Gedanke...bei soviel Dominanz hilft sicher "rohe" Gewalt

Mila
01.12.2010, 17:29
Weihnachtszeit = Trollezeit??:p:D

;)

Ich sag nur:
http://verlag.animal-learn.de/index.php?page=shop.product_details&flypage=flypage.tpl&product_id=25&category_id=6&option=com_virtuemart&Itemid=59&vmcchk=1&Itemid=59

bobbie
01.12.2010, 17:36
das war auch eben mein Gedanke...bei soviel Dominanz hilft sicher "rohe" Gewalt

Du Silvia, vll. nomen est omen

JDSHS = Ja!! DeutscheSchäferHundSchule

Motto: Wir erziehen wie in den 30ern;)

BÖR
01.12.2010, 17:39
Weihnachtszeit = Trollezeit??:p:D

oder Zeitreise in die Vergangenheit?:D

uups Bobbie Du warst schneller:lach4:

bobbie
01.12.2010, 17:41
oder Zeitreise in die Vergangenheit?:D

uups Bobbie Du warst schneller:lach4:

Ich war schon immer ein schnelles Mädel:kicher:

BÖR
01.12.2010, 17:51
ich habe noch was ganz wichtiges vergessen!:sorry:
@jdshs wenn du das wirklich so durchziehst, tun mir deine Hunde, dein Hund, sehr leid.:sorry::04:

bobbie
01.12.2010, 18:04
Ich denke mal das ist reines Dominazverhalten von Ihm Dir und deinen Kindern gegenüber. tja wie machst Du das fest?Er will auf lange Sicht Chef im Haushalt werden.klar, alle Macht den Hunden. Die übernehmen bald die Weltherrschaft Dem mußt Du unbedingt gegenarbeiten, Deiner Kinder wegen schon. Grundsätzlich sollte man jedem Hund das Futter wegnehmen können und ihn auch beim Fressen streicheln könnenwarum muss ich bitteschön einen Hund beim Fressen stören. Es ist ganz normal, dass ihm das nicht passt (ok ich kann es meinen wegnehmen ohne Probs, aber durch vernünftige Übung . Er knurrt dein 19 Monate altes Kind an, zeig mir, ich bin Chef und pass auf. Darf er bei dir auch auf der Coach sitzen? ja, seit meine mich nicht mehr anknurrt darf sie sogar ins Bett. Und ja nach früheren Problemen schmust sie sogar mit mir und unsere Katzen dürfen sogar neben ihrem Bauch liegen. Hat er seinen platz im Flur oder darf er überall hin und drauf? Was spricht dagegen einen Hund in einer Familie überall zu integrieren? Dürfen Deine Kids nur in den Flur?Warum muß der Besuch ihn streicheln? Der Besuch kommt Dich und Deine Kinder besuchen. Unsere drei Hunde darf kein Besuch streicheln, sie dürfen nochnicht mal an die Tür mitkommen. Ich sehe hier schwarz für die Sozialisierung. Ich bin todfroh, dass unsere Betty zum Besuch hingeht und sich ihre Streicheleinheiten holt. Vll. aufgrund des ÄRgernisses des WT. Da müssen sich Hunde noch viel mehr gefallen lassen. Du lässt auch nicht ein dreijähriges Kind an die Haustür, um dem Vertreter die Tür auf zu machen, oder? Unsere müssen strickt auf Ihrem Kissen liegen bleiben, sonst gibt es Druck.Es ist ok, dass ich meine Hunde, wenn es läutet, abliegen lasse. Aber bitteschön welchen Druck machst Du bei Nichtbefolgen und muss das sein? Gestreichelt werden Sie nur von uns wenn wir es wollen und nicht der Hund.Na bravo, armer Hund Denn wir sind Ihr Rudel. Kein Fremder kein andere Hund! werde noch mehr schreiben muß jetzt aber los zum Kunden.

Ich habe Dir meine Meinung in rot reingeschrieben!

Apropos, es wäre schön, wenn Du Dich und Deine Hunde mal vorstellen würdest. Da hat ja Gustav besseres Benehmen.;)

staffie112
01.12.2010, 19:00
@Simone
ich weiß wie du dich fühlst-habe ein sehr ähnliches Problem.
Ich wünsche dir die Kraft die richtige Entscheidung zu treffen!

bobbie
01.12.2010, 19:23
@Simone
ich weiß wie du dich fühlst-habe ein sehr ähnliches Problem.
Ich wünsche dir die Kraft die richtige Entscheidung zu treffen!

Mit Deiner FB?

Stell doch mal ein Bild ein und erklär a bissel das Verhalten. Ist es ein Mädel oder ein Bub?

Wenn Du es nicht öffentlich machen willst, gerne per PN.

LG Angie

Doc_S
02.12.2010, 07:57
das war auch eben mein Gedanke...bei soviel Dominanz hilft sicher "rohe" Gewalt

Und Strom. ;)

Isis78
02.12.2010, 08:35
Ich denke mal das ist reines Dominazverhalten von Ihm Dir und deinen Kindern gegenüber. Er will auf lange Sicht Chef im Haushalt werden. Dem mußt Du unbedingt gegenarbeiten, Deiner Kinder wegen schon. Grundsätzlich sollte man jedem Hund das Futter wegnehmen können und ihn auch beim Fressen streicheln können. Er knurrt dein 19 Monate altes Kind an, zeig mir, ich bin Chef und pass auf. Darf er bei dir auch auf der Coach sitzen? Hat er seinen platz im Flur oder darf er überall hin und drauf? Warum muß der Besuch ihn streicheln? Der Besuch kommt Dich und Deine Kinder besuchen. Unsere drei Hunde darf kein Besuch streicheln, sie dürfen nochnicht mal an die Tür mitkommen. Du lässt auch nicht ein dreijähriges Kind an die Haustür, um dem Vertreter die Tür auf zu machen, oder? Unsere müssen strickt auf Ihrem Kissen liegen bleiben, sonst gibt es Druck. Gestreichelt werden Sie nur von uns wenn wir es wollen und nicht der Hund. Denn wir sind Ihr Rudel. Kein Fremder kein andere Hund! werde noch mehr schreiben muß jetzt aber los zum Kunden.


UNGLAUBLICH:schreck:

bobbie
02.12.2010, 10:14
UNGLAUBLICH:schreck:

Mich schockt hier nichts mehr...;):D

BÖR
02.12.2010, 11:36
jedenfalls glaube ich, daß der neue user gründlich vergrault wurde;)

blue 1
02.12.2010, 14:36
hallo erstmal,

ich hab nun alle seiten gelesen und muss eines sagen:

wäre es mein hund...würd ich ne gute familie für ihn suchen. kann ja sein dass er den kleinen irgendwann richtig "zurechtweisen " will und nach ihm schnappt....dann fehlt dem unter umständen das halbe gesicht. mir wäre dieses risiko viel zu hoch..ich würd das nicht eingehn. wenn kinder, besonders noch kleine, mit ihm spiel sind, sollte man die lage nicht unterschätzen. kann manchmal schnell gehn, wäre sicher nicht das erste mal..... :sorry:

lg blue :lach3:

sina
02.12.2010, 19:27
Heute war ich mit Biene in der Zoohandlung und hatte ein Erlebniss mit einem kleinen Kind und habe danach an Gustav denken müssen!

Biene ist an der Leine und sieht sich gelangweilt in der Zoohandlung um als eine junge Frau mit einem sehr kleinen Mädel auf uns zu kam.

Die Kleine war ca. 2 Jahre alt und die Mutter sagte zu ihr sie solle Biene die Hand hin halten.

Biene freute sich und beschnupperte die kleine Hand.

Plötzlich setzte sich das Mädchen hin und war nun ganz klein vor Biene.

Da hat Biene sich so erschrocken das sie ganz doll bellte und sich kaum beruhigen ließ.

Ich bin mit ihr dann schnell weggegangen und Biene war wieder ruhig und gelassen aber als sie das Mädchen nur vom weiten sah fing sie wieder an zu bellen.

Vielleicht hat Gustav sich ja auch einmal vor Jonas erschrocken.

Ich weiss es nicht, war nur so eine Idee von mir!

Simone
03.12.2010, 10:13
Vielleicht hat Gustav sich ja auch einmal vor Jonas erschrocken.

Ich weiss es nicht, war nur so eine Idee von mir!

Möglich ist sicher vieles... Ich denke aber eher, dass es bei Gustav eine Mischung aus Wesen und Gesundheitszustand ist. Wenn er sich nicht so gut fühlt, dann ist er schneller gereizt und will seine Ruhe. Das ist ja auch nachvollziehbar. Charakerlich ist er leider nicht der Hund, der sich dann zurückzieht und geht, sondern deutlich mitteilt, dass er seine Ruhe will. Er erträgt während mancher Tage nicht allzu viel Nähe, möchte aber trotzdem dabei sein. Er mag es wegen seiner Unsicherheit nicht, wenn man ihm in die Auge schaut. Auch das ist nachvollziehbar, aber für meinen Kleinen nicht erklärbar. Er hat sehr große Augen und ist mit Gustav direkt auf Augenhöhe. Somit schaut er Gustav auch in die Augen, wenn er ihn anguckt. Und dass er das nicht tun soll, kann er noch nicht verstehen.

Ansonsten habe ich mich schweren Herzens dazu entschieden, ein neues zu Hause zu suchen und schaue mich nun langsam nach netten Leuten um. Ich wünsche mir für Gustav jemanden, der mit ihm viele Ausflüge macht, ihm zu Hause aber genug Ruhe läßt. Gustav mag kein ständig trubeliges Haus. Die Person sollte auf jeden Fall Molosser-Erfahren sein und mit Gustavs Geknurre zurecht kommen. Gustav sollte entgegen dem Rat von JDSHS nicht mit Zwang und Gewalt erzogen werden. Das mag ich grundsätzlich nicht, aber bei Gustav ist es noch wichtiger. Er reagiert bereits auf laute Worte sehr zurückweichend, reagiert aber notfalls auf Konfrontation mit Konfrontation. Kinder sollten im neuen zu Hause natürlich nicht leben. Mit meiner Katze Sina versteht er sich gut, mit anderen Hunden bislang auch. Ich weiß aber natürlich nicht, ob sich noch Probleme mit Rüden entwickeln, denn er ist jetzt ja erst 18 Monate alt. Aktuell ist er pubertierend - trotz Kastration.

Gestern wurde er noch einmal geröngt (Wirbelsäule, Hüfte und Ellenbogen). Die Auswertung bekomme ich Dienstag, da meine TÄ noch einen Facharzt draufschauen lassen wollte. Sein Herzfehler ist gering und bedarf derzeit keiner Medikamente. Körperlich ist Gustav agil. Er geht sehr gut an der Leine, gehorcht soweit (nicht perfekt), kann gut alleine bleiben, ist sehr wachsam, insb. im Dunkeln. Alles in allem ist Gustav ein ganz toller Hund!!!

Toll wäre auch ein zu Hause mit einer älteren Hündin, die ihm die notwendige Sicherheit geben kann und ihm ein souveränes Verhalten vorleben kann.

Anbei ein Foto von Gustav und den Kindern. Wie gesagt, Gustav ist immer gerne dabei, somit kann ich hier die Kinder und den Hund auch nicht trennen. Ich müßte dann ja Gusti immer wegsperren oder auf seinen Platz schicken, was ich aber auf keinen Fall möchte. Für mich ist ein Hund ein Familienmitglied und darf somit auch dabei sein, wenn er es möchte. Ab und zu zieht er sich natürlich in sein Körbchen zurück (anderes Zimmer), aber meist möchte er mit uns zusammen sein. Das kenne ich aber von all unseren Hunden so.

Als er noch jünger war, verstand er sich übrigens mit meinem Sohn noch sehr gut. Die beiden haben bis ca. zum Frühjahr diesen Jahres sehr viel zusammen gekuschelt, Essen geteilt, gespielt etc.
Anbei ein Link zu Fotos aus einer besseren Zeit:

http://www.molosserforum.de/fotos/11597-gusti-und-die-kinder.html

http://www.bull-mastiff.de/Gustav.jpg

Mila
03.12.2010, 10:36
:(

Ich drücke die Daumen, dass du ein schönes neues Zuhause für Gustav findest!!! Bin immer noch sehr traurig, dass ich ihn nicht nehmen kann :traurig:

Danielle
03.12.2010, 10:45
Liebe Simone
Habe bis anhin nur still mitgelesen - und mit dir gefühlt!
Dass du dich zu diesem Entscheid durchgerungen hast verdient meinen ganzen Respekt!
Ich wünsche dir für die kommende Zeit von Herzen viel Kraft!

Danielle

Isis78
03.12.2010, 10:51
Och Mensch Simone,

es tut mir wirklich sehr leid, dass Du Dich zu dieser Entscheidung durchringen musstest.
Nachvollziehen kann ich es sehr gut, nicht auszudenken wenn die Situation eskalieren würde.
Für Dich, die Kiner und natürlich Gustav alles alles Gute.

Simone
03.12.2010, 11:21
:(

Ich drücke die Daumen, dass du ein schönes neues Zuhause für Gustav findest!!! Bin immer noch sehr traurig, dass ich ihn nicht nehmen kann :traurig:


Ja, das finde ich auch weiterhin sehr schade. :( Er hätte sicher gut zu Euch gepaßt. Aber die Zeit ist eben nicht die Richtige.

Falls sich bei Euch etwas ändert, melde Dich... ;)

Mila
03.12.2010, 11:33
Ja, das finde ich auch weiterhin sehr schade. :( Er hätte sicher gut zu Euch gepaßt. Aber die Zeit ist eben nicht die Richtige.

Falls sich bei Euch etwas ändert, melde Dich... ;)


Ja, also dass er prinzipiell echt gut zu uns passen würde, denke ich auch! Ruhiger Haushalt, keiner Kinder, draußen aber viel Action. Deswegen bin ich auch so traurig...
Aber es wird sich jemand anderes finden, bei dem wirklich alles passt, ich drück' die Daumen :lach4:

Grazi
03.12.2010, 15:34
@ Simone: Hast du Gustav auch schon bei den Hunden eingestellt, die ein Zuhause suchen? Hier stolpert man ja nur eher zufälligerweise drüber...

Grüßlies, Grazi... die deine Entscheidung sehr gut nachvollziehen kann

Hola
03.12.2010, 16:05
Ach Simone das tut mir so leid das du so eine Entscheidung treffen mußt. ICh wüßte nicht wie ich das übers herz bringen soll. Ich drück dir die daumen das du das perfekte zuhause findest!

Simone
03.12.2010, 16:09
@ Simone: Hast du Gustav auch schon bei den Hunden eingestellt, die ein Zuhause suchen? Hier stolpert man ja nur eher zufälligerweise drüber...

Grüßlies, Grazi... die deine Entscheidung sehr gut nachvollziehen kann


Nein, noch nicht. Der Schritt fällt mir dann doch sehr schwer... somit brauche ich noch etwas Zeit dafür.

Sultanine
03.12.2010, 22:17
Liebe Simone,
es tut mir so leid das zu lesen. Fühl dich mal gedrückt und ich hoffe, du findest schnell eine wirklich tolle Familie für Gusti. LG,

sina
04.12.2010, 20:30
@ Simone:
In Deinem Profil steht das leider nur noch Deine Katze bei Dir lebt!

Hast Du schon eine neue liebevolle Familie für Gustav gefunden?

Simone
04.12.2010, 21:35
@ Simone:
In Deinem Profil steht das leider nur noch Deine Katze bei Dir lebt!

Hast Du schon eine neue liebevolle Familie für Gustav gefunden?

Nein, mein Profil ist nur schon so alt... Da hatten wir Gustav noch nicht.

lena
06.12.2010, 19:55
Sorry, aber oje.....deine in rot versierte Korrektur lässt mich doch stutzig werden:

klar, alle Macht den Hunden. Die übernehmen bald die Weltherrschaft
-> Ich denke, die Ironie ist hier völlig fehl am Platz; aber eben genau aufgrund der Fehler, die wir begehen, in dem wir den Hunden nicht zeigen, WER hier der Chef ist, steht man nun vor Problemen, die man hätte vermeiden können!

warum muss ich bitteschön einen Hund beim Fressen stören. Es ist ganz normal, dass ihm das nicht passt (ok ich kann es meinen wegnehmen ohne Probs, aber durch vernünftige Übung
-> Aber Hallo...!?!?!
Den Hund beim Fressen stören....? Ehrlich, selbst ich, die zuweilen wahrlich sehr naiv ist, weiß, dass man einen Hund nicht beim Fressen "stört"; im Gegenteil! Aber mit Pauken und Trompeten würde ich über ihn kommen, wenn der "Herr" meint, ICH als Rudelführer "störe"..... sicherlich, es gehört viel Übung dazu; aber letztendlich bestimmen wir doch, ob und wann und wie der Hund Fressen bekommt...?

ja, seit meine mich nicht mehr anknurrt darf sie sogar ins Bett.
-> Klar, der Hund liegt auf gleicher Höhe wie Herrchen; legen wir uns auch bitteschön auch ja um den Hund herum..? Bloß nicht wegschubsen oder gar den "die Königin" wecken... den Fehler habe ich begangen und nun eine größenwahnsinnige FB...
Sicher, jeder Hund nimmt das "im Bett schlafen" anders auf;nur, auch mit deinen weiteren Einwänden merke ich, dass die Hierarchie bei euch recht "kommunistisch" erscheint...

Was spricht dagegen einen Hund in einer Familie überall zu integrieren?
-> Alles!
Ein Hund steht nicht gleichauf mit den Kindern und/oder einem Selbst im Rudel!!

Dürfen Deine Kids nur in den Flur?
-> AAAAAHHH!! Vermenschlichen wir nun schon Tiere....?
Mach deinem Tier seinen Rang klar und du wirst es als deinen besten und treuesten Weggefährten erleben!

Ich sehe hier schwarz für die Sozialisierung. Ich bin todfroh, dass unsere Betty zum Besuch hingeht und sich ihre Streicheleinheiten holt.
-> Klar, der Hund bestimmt, wer SEIN Haus betreten darf, wer IHN/SIE streicheln darf, WANN gestreichelt wird, etc.... Ich hoffe für dich, dass du niemals einen kleine Tyrannen haben wirst...?

In der Hoffnung, dass man doch auch aus den Fehlern der Anderen lernen kann.....

LG

Simone
06.12.2010, 21:00
Hallo Lena,

bislang habe ich zu den von Dir zitierten Beirägen, bzw. zum Ursprungsbeitrag, nichts schreiben wollen. Bei Dir ließt es sich aber an manchen Stellen so, als würde es sich auf das Verhalten von meinem Gustav beziehen, somit möchte ich etwas dazu schreiben:


klar, alle Macht den Hunden. Die übernehmen bald die Weltherrschaft
-> Ich denke, die Ironie ist hier völlig fehl am Platz; aber eben genau aufgrund der Fehler, die wir begehen, in dem wir den Hunden nicht zeigen, WER hier der Chef ist, steht man nun vor Problemen, die man hätte vermeiden können!
Das sehe ich anders, denn die Ursache für mein Problem ist meiner Ansicht nach keine ungeklärte Rangfolge. Natürlich testet Gusti aktuell auch mal seine Position aus, aber das ist für sein Alter normal und hat nichts mit dem hier genannten Verhalten zu tun.


warum muss ich bitteschön einen Hund beim Fressen stören. Es ist ganz normal, dass ihm das nicht passt (ok ich kann es meinen wegnehmen ohne Probs, aber durch vernünftige Übung
Aber Hallo...!?!?!
Den Hund beim Fressen stören....? Ehrlich, selbst ich, die zuweilen wahrlich sehr naiv ist, weiß, dass man einen Hund nicht beim Fressen "stört"; im Gegenteil! Aber mit Pauken und Trompeten würde ich über ihn kommen, wenn der "Herr" meint, ICH als Rudelführer "störe"..... sicherlich, es gehört viel Übung dazu; aber letztendlich bestimmen wir doch, ob und wann und wie der Hund Fressen bekommt...?!

Da es hier ja um meinen Gustav geht: Gustav gibt auf den Befehl "aus" alles her. Egal ob mir oder den Kindern. Somit haben wir mit dem Fressen/Leckerlis keine Probleme. Gerade hier klappt der Umgang mit den Kindern sehr gut. Sie geben ihm öfters Leckerlis und er nimmt sie sehr vorsichtig. Wegnehmen war auch nie das Problem. Er knurrt, wenn er nicht angefaßt werden möchte und das kann auch beim fressen vorkommen. Aber da er in Ruhe fressen darf, kommt es nicht dazu. Wichtig ist meiner Ansicht nach nur, dass ich meinem Hund immer alles wegnehmen kann - und das klappt problemlos.



ja, seit meine mich nicht mehr anknurrt darf sie sogar ins Bett.
-> Klar, der Hund liegt auf gleicher Höhe wie Herrchen; legen wir uns auch bitteschön auch ja um den Hund herum..? Bloß nicht wegschubsen oder gar den "die Königin" wecken... den Fehler habe ich begangen und nun eine größenwahnsinnige FB...
Sicher, jeder Hund nimmt das "im Bett schlafen" anders auf;nur, auch mit deinen weiteren Einwänden merke ich, dass die Hierarchie bei euch recht "kommunistisch" erscheint......?!
Gustav darf nicht ins Bett, aber das hat mit seinem Verhalten nichts zu tun. Die Probleme wären auch nicht anders, wenn er im Bett schlafen würde.



Was spricht dagegen einen Hund in einer Familie überall zu integrieren-> Alles!
Ein Hund steht nicht gleichauf mit den Kindern und/oder einem Selbst im Rudel!!...?!
Man kann aber nicht erwarten, dass sich ein Hund einem 2jährigen Kind unterordnet. Das ist doch quatsch und auch nicht notwenig. Meine anderen Hunde haben die Kinder sich auch nie als Rudelchef gesehen, aber Probleme gab es dennoch nie. Im Gegenteil, sie wurden beschützt und durften alles machen.


Dürfen Deine Kids nur in den Flur?
AAAAAHHH!! Vermenschlichen wir nun schon Tiere....?
Mach deinem Tier seinen Rang klar und du wirst es als deinen besten und treuesten Weggefährten erleben!...?!
Wenn mein Hund sich nur im Flur aufhalten dürfte, bräuchte ich keinen Hund! Er ist Teil der Familie und darf natürlich bei uns dabei sein. Wo hält sich denn bitte Dein Hund auf? Im Zwinger? Im Flur?



Ich sehe hier schwarz für die Sozialisierung. Ich bin todfroh, dass unsere Betty zum Besuch hingeht und sich ihre Streicheleinheiten holt
Klar, der Hund bestimmt, wer SEIN Haus betreten darf, wer IHN/SIE streicheln darf, WANN gestreichelt wird, etc.... Ich hoffe für dich, dass du niemals einen kleine Tyrannen haben wirst...?...?!

Ganz ehrlich? Ich bin auch froh, dass all meine bisherigen Hunde, inklusive Gustav, meinen Besuch freundlich begrüßt haben. Es wäre doch schrecklich, wenn nur ich meinen Hund anfassen dürfte...


In der Hoffnung, dass man doch auch aus den Fehlern der Anderen lernen kann.....

LG

Falls Du mich meinst: Welche Fehler habe ich denn bitte gemacht? Wenn ich "nur" einen Fehler gemacht hätte und diesen somit ändern könnte, würde ich es nämlich sehr gerne tun. Leider finde ich aber keine Fehler, die das Verhalten mir erklären können.

bx-junkie
07.12.2010, 04:37
@Simone
Sehr gute Antwort auf einen Beitrag den ich nur als lächerlich abtun kann...aus wieviel Büchern sie diese tollen Weisheiten zusammengesucht hat ist mir noch nicht ganz klar, aber was mir klar ist...ICH möchte bei ihr kein Hund sein :hmm:
Und Simone...ich kann nicht finden das du irgendwo einen gravierenden Fehler gemacht hast und deswegen Gusti nun so reagiert...hast du schon mal an einen (lach nicht) Hundepsychologen gedacht? Also einen wirklich seriösen? Normalerweise halte ich nicht allzu viel von solchen Leuten aber so als allerletzten Strohhalm? Ich wünsche mir sehr das du Gusti nicht hergeben mußt, denn ich spüre wie unendlich schwer dir das fällt..

lena
07.12.2010, 06:03
Hallo Simone,

nein, nicht du hast die Fehler gemacht, sondern ich.
Genau deswegen habe ich auch aufgezeigt, welchen Ratschlägen (die im Übrigen auch aus diesem Forum gekommen sind) ich gefolgt bin.
Ich weiß auch nicht, weshalb hier sogleich eine Überbewertung erfolgt ist, wenn ich z.B. Lächerliches moniere, wie z.B. meine Antwort auf "Dürfen deine Kids nur in den Flur....?" (beim Begrüßen)....
Man muss ja nicht gleich ausrasten....
Selbstverständlich dürfen meine Hunde Besuch begrüßen, aber erst, nachdem ICH den Besuch begrüßt habe, solange warten sie eben im Körbchen bzw. auf der Decke in der Küche.
Du schreibst interessanterweise, dass Gustav deine Kinder beschützt....hm....
Dieses Verhalten hat mein nun mittlerweile 15 Monate alter BM nun recht stark entwickelt, weshalb es zu Machtkämpfen der etwas anderen Art mit meiner FB kam, die (bislang) ganz klar der Boss war.... sein Schutzinstinkt ist es nun, den ich abzubauen versuche; ich versuche durch verschiedene Übungen (bspw. beim Gassigehen, dass er stets hinter mir bleibt und sich nicht tyischerweise sogleich vor mich schiebt, sobald er etwas entdeckt bzw. etwas anders ist); letztendlich möchte ich ihm die diese Bürde abnehmen, damit nicht nur er dann in bestimmten Situationen entspannter ist, sondern auch meiner FB gegenüber...

Merkst du denn Ähnliches bei Gustav..? Dass er sich zuweilen zwischen drängelt, bzw. auch sich vorschiebt...?

Und Hilfe von Außen, ich denke, dass kann nie schaden....
Achte nur auf Folgendes: Die Berufsbezeichnung „Hundepsychologe“ oder „Hundetrainer“ ist nicht gesetzlich geschützt. Leider gibt es bis heute keine verbindlichen Kriterien und Voraussetzungen für die Zulassung. Es darf sich also jede/r so nennen, selbst Personen, die über keinerlei praktische Erfahrung und keinerlei Ausbildung verfügen...

Peppi
07.12.2010, 06:14
... und immer vor den Hunden durch die Tür gehen, nicht drüber steigen, nicht zwischen den Augen streicheln, kein blutiges Fleisch füttern...


... vor allem nicht nach Mitternacht! :kicher:


Simone, tut mir echt leid mit Deinem Gusti, aber ich denke es ist die beste Entscheidung für Euch alle.

Emmamama
07.12.2010, 07:35
... und immer vor den Hunden durch die Tür gehen, nicht drüber steigen, nicht zwischen den Augen streicheln, kein blutiges Fleisch füttern...


... vor allem nicht nach Mitternacht! :kicher:



:D:D:D
Da verwandel ich mich dann selbst in einen Hund...

@Simone

Ich kann gut verstehen, wie schwer dir dieser Entschluss fällt, bin aber gleichzeitig sicher, dass du für Gustav ein neues Zuhause finden wirst, was ihm gerecht wird.

Simone
07.12.2010, 08:45
hast du schon mal an einen (lach nicht) Hundepsychologen gedacht? Also einen wirklich seriösen?

Ja, diesen Weg habe ich als erstes gewählt gehabt. Ich habe mittlerweile 3 entsprechende Stellen aufgesucht, leider haben mir alle Tips und Arbeitsprogramme nicht geholfen. Ich würde es auch noch einmal versuchen, wüßte aber nicht, wer hier in der Gegend noch besser sein sollte.

Zudem ist ja Gustis Problem - und das macht es mir bei meiner Entscheidung so extrem schwer - ja nicht immer da, sondern nur sehr selten. Die letzten Tage z.B. laufen wieder super. Die Kinder begrüßen ihn sogar morgens und streicheln ihn, geben Leckerlis. Er ist einfach nur brav. Geändert habe ich hier nichts... Heute bekomme ich seine Ergebnisse vom Röntgen.

Er schiebt sich übrigens nicht zwischen die Kinder und mich. Er legt sich einfach nur in unsere Nähe.

Peppi
07.12.2010, 08:50
Vielleicht liest er hier mit ;)

Simone
07.12.2010, 19:52
Nur ganz kurz zur Info (muss noch kochen): Gusti Knochen sind alle soweit ok.

AlHambra
08.12.2010, 09:56
Simone, hab grad Dein Gesuch für Gusti gesehn - wollte aber das Thema nicht mit OT schreddern, daher an dieser Stelle:

Es tut mir so Leid, dass Du diesen Schritt gehen musst und ich kann mir vorstellen wie schwer Dein Herz beim Schreiben geworden ist.

Ich wünsch euch alles Gute - und bin sicher, dass Gustav ein gutes neues Heim findet - sein "Problem" ist ja klar abgegrenzt und somit kalkulierbar.

Simone
08.12.2010, 10:08
Simone, hab grad Dein Gesuch für Gusti gesehn - wollte aber das Thema nicht mit OT schreddern, daher an dieser Stelle:

Es tut mir so Leid, dass Du diesen Schritt gehen musst und ich kann mir vorstellen wie schwer Dein Herz beim Schreiben geworden ist.

Ich wünsch euch alles Gute - und bin sicher, dass Gustav ein gutes neues Heim findet - sein "Problem" ist ja klar abgegrenzt und somit kalkulierbar.


Ja, danke. Da er derzeit wieder so lieb ist, kann ich zumindest ganz entspannt suchen. Falls der richtige dabei ist, ist gut, sonst bleibt er erst mal hier. Ich muss ja auch mal eine Entscheidung treffen, denn noch ist Gusti sehr jung und somit wäre eine Vermittlung noch einfacher. Mal abwarten, wer sich überhaupt meldet.

Simone
16.12.2010, 19:19
Hallo,

ich muss Euch ja mal vom aktuellen Stand berichten: Gusti macht sich momentan ganz gut, brummelt aber noch. Allerdings: Er brummelt, vorher hat er ja auch mal geknurrt. Er läßt sich von den Kindern anfassen und freut sich sehr, wenn er sie sieht. Er mag sie offensichtlich schon. Aber ebenso wie er auch mal mich anbrummelt, kann das bei Jonas auch vorkommen. Ich habe für März einen Termin in eienr Hundeschule - vorher ist dort keine Einzelstunde frei. Heute bekam ich einen Anruf von einer durchaus am Telefon netten Dame mit Hündin, Haus, Garten und BM-Erfahrung. Und wo eine mögliche Vermittlung näher rückt, denke ich auch wieder, dass ich meinen Gustav doch nicht weggeben kann.... Es fällt mir sehr schwer und eigentlich hoffe ich ja, dass wir das Problem lösen können. üben können, irgendwie... Wetterbedingt kann ich mich mit der Interessentin eh nicht treffen, aber nun muss ich mich immer ernsthafter mit dieser Frage rumplagen... Ich weiß einfach nicht, was der bessere Weg ist. Könnt Ihr das verstehen? Gustav ist ja kein agressiver Hund...

Hola
16.12.2010, 19:26
Ach Simone...deine situation ist sooo übel! Weißt wenn es so wäre das er absolut bösartig wäre dann wüßte man was zu tun ist. Aber immer diese guten und schlechten Phasen, dieses unbestädige...das macht die Sache echt schwierig und ich beneide dich nicth darum!
Du kennst Gusti und eure Situation als Familie am besten und mußt dir leider den Schuh anziehen. Was sagt den dein Mann dazu?

Mila
16.12.2010, 19:50
Kannst du vllt. aus der Therapiehundeausbildung irgendeinen Ansatz verwenden, damit Gusti weiß, dass Nicht-Knurren das Richtige ist, auch in Situationen wo er scheinbar gerade keine große Lust auf knuddeln oder Kinderkontakt hat?

Das schwierige ist wirklich die Unbeständigkeit, und dieses phasenweise Auftreten.

Aber die Kinder werden ja größer, sind durch Kindergarten, Schule, Freunde dann auch zunehmend länger weg / weniger zuhause... vllt. ist es auch eine Frage der Zeit.

Marion
16.12.2010, 20:39
Hallo Simone,

ich kann dich sehr gut verstehen.:)

Wenn es von der Witterung besser passt, guck dir die Frau doch einfach mal ganz unverbindlich an und die Bedingungen.
Du musst dich ja da nicht unter Druck setzen, sieh es als Treffen zu einem gemeinsamen Spaziergang , ganz locker.

Und dann fährst du mit Gustav wieder nach Hause und lässt alles sacken.

Die Idee mit der Therapieausbildung , die finde ich sehr gut.
Da kann man bestimmt gute Tipps bekommen und vielleicht bessere , die zu Gustav passen als in einer Hundeschule....denke ich so.

Ich drück die Daumen daß es einen guten Weg für euch gibt, ob gemeinsam oder anders....

Grüßel Marion

Mila
16.12.2010, 21:08
Die Idee mit der Therapieausbildung , die finde ich sehr gut.
Da kann man bestimmt gute Tipps bekommen und vielleicht bessere , die zu Gustav passen als in einer Hundeschule....denke ich so.


Ich meinte das etwas anders.... Gustav hat ja die Junghundeprüfung zum Therapiehund vor einigen Monaten bestanden. Ich wollte damit eigentlich sagen, dass es vllt. in der Therapiehundeausbildung Möglichkeiten gibt, Hunden noch mehr Geduld und "über sich ergehen lassen" zu vermitteln. Gustav ist ja Therapiehund, WEIL er sehr gutmütig und relaxed und geduldig ist, sonst hättest du ja die Ausbildung mit ihm gar nicht machen können bzw. die Prüfung nicht bestehen. Eventuell kann man da auch mit dem Clicker arbeiten, sodass z.B. die Kinder den ganzen Tag über Gustav eher weniger beachten, und dass du vllt. gegen Nachmittag/Abend eine "Schmusestunde" machst, wo die Kinder -bzw. Jonas- und Gustav schmusen od. spielen, und du z.B. clickerst für jedes anfassen auf das er gut reagiert, und Jonas verfüttert dann die mit dem Clicker versprochenen Leckerchen an Gustav.
Und dann ist mir noch was eingefallen... ne Bekannte hat mir kürzlich "Das Wohlfühlbuch für Hunde" geschenkt, und da gehts halt um Massagen und generell Entspannung für den Hund, und es wird gegen Ende auch auf "Aromatherapie" hingewiesen. Klingt jetzt bisschen weit hergeholt, aber vllt. kannst du Gustavs Entspanntheit auch irgendwie mit einem (ätherischen) Duftöl unterstützen! (Ich selbst hab' mir zu Weihachten z.B. Lavendel-Aromaöl von Primavera gewünscht, und will so eine Verknüpfung von Entspannung und nem dabei behilflichen Duft auch bei Amber mal ausprobieren.)

bx-junkie
17.12.2010, 04:27
Simone ich kann dich so sehr gut verstehen, deine Nöte die Balance zwischen deinen Kindern und dem geliebten Hund zu finden...ich denke aber auch wie du...Gusti ist doch kein aggressiver Hund, und er knurrt um seine Ruhe zu haben, das an sich finde ich gut, denn es wäre schlimmer wenn er nicht mehr warnen würde...du und deine Kiddis kennen die Zeichen, akzeptieren sie und von daher wird nichts schlimmeres passieren denke ich, da er dazu ja nicht gezwungen wird.
Allerdings stimme ich dir natürlich zu, das sich etwas an dem Zustand ändern muß, ganz klar und ich denke das dass auch machbar sein wird.

Monty
17.12.2010, 05:50
Zur konditionierten Entspannung kopiere ich dir mal einen alten Beitrag von mir , es wäre schön wenn es helfen würde.

Entspannung ist das A und O im Alltag. Nicht nur für uns Menschen ist es wichtig, auch unsere Hunde sollten entspannt und ohne Stress durch den Alltag gehen. Um dies zu erreichen, gibt es einige Grundlagen, die wir im Alltag mit unserem Hund beachten sollten:

1. Ist der Hund schon aufgeregt, wenn es zum Gassigehen rausgeht, sollte der Hund erst einmal entspannt werden. Um euren Hund in dieser Situation zu entspannen, hilft Routine. Eine gute Übung ist das Sitzen bevor die Tür aufgeht. Der Hund soll sich bei dieser Übung hinsetzen, erst dann geht die Tür auf. Steht der Hund wieder auf, geht die Tür wieder zu. So lernt euer Hund, dass er selbst kontrolliert, wann die Tür aufgeht. Diese Übungen nennt man „Integriertes Gehorsamstraining“. Viele, kleine Übungen im Alltag zeigen dem Hund Regeln auf und bringen Routine in das Leben des Hundes.
2. Spiele sind toll für Hunde, diese sollten dosiert ins Training eingebunden werden. Wichtig beim Spielen ist, dass der Hund danach und auch während des Spiels entspannt wird, am Besten durch aktive Massage. Ball- und Zerrspiele erhöhen das Erregungsniveau des Hundes, hier bieten sich leichte Impulskontrollübungen an, das Spiel sollte nicht monoton sein. Spiel und Training sollte fließend ineinander übergehen. Suchspiele (Leckerlies, Spielzeug, Geruchsgegenstände) sind sehr gut geeignet um den Hund geistig auszulasten. Die Hunde müssen hier ihren Kopf einsetzen. Die meisten Hunde entspannen bei Suchspielen. Steigt das Erregungsniveau des Hundes während eines Suchspiels, dann legt ihr einfach eine Entspannungspause ein.
3. Kauen und Schlecken entspannt euren Hund. Eine Kaustange in der Pause oder ein gefüllter Kong® bringen Ruhe in den Alltag und sind eine gute Beschäftigung für den Hund. Im Handel gibt es verschiedene Ausführungen der Firma Kong®. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Kinder können ihre Fantasie beim Füllen ausleben. Ob mit Leberwurst und Hüttenkäse gefüllt, mit einer Pansenstange in der Mitte, Leckerlies im Inneren … der Hund kann sich so auch hin und wieder sein Abendessen verdienen.
4. Ruhige Übungen wie Sitz und Platz bringen Ruhe ins Training. Übungen, die den Hund eher aufdrehen, sollten sich mit ruhigen Trainingssequenzen abwechseln. Kleine Erfolge stärken das Selbstbewusstsein des Hundes und machen ihn ruhiger. Trickclickersequenzen sind sehr gut geeignet, die Belohnungsrate sollte sehr hoch gehalten werden, außerdem sollte jede Trainingseinheit mit 2 – 3 Minuten sehr kurz gehalten werden.
5. Jede Übung und jedes Verhalten, was den Hund entspannt, kann in den Alltag eingeflochten werden. Dehnungs- und Streckübungen wie „Kompliment“ (Verbeugen) können aufgeregte Hunde in stressigen Situationen entspannen. Für jeden Hund muss individuell probiert werden, was den Hund in der jeweiligen Situation entspannt. Meist reichen schon kleine Veränderungen der Situation.

Konditionierte Entspannung – Entspannung auf „Abruf“

Durch Massage wird das Bindungshormon Oxytocin, das entspannend wirkt , ausgeschüttet. Es wird mit einem Wort (z.B. „easy“ ) und/oder einem Duft (ätherisches Öl) verknüpft. Den Duft müssen Mensch und Hund als angenehm empfinden. Ideal ist es, wenn es ein ätherisches Öl ist, das eine entspannende Wirkung hat, dann hat es einen verstärkenden Effekt. Öle, die entspannend wirken, sind z.B. Lavendel, Kamille, Basilikum, Anis oder Majoran. Das ätherische Öl wird mit neutralem Speiseöl in einem Mischungsverhältnis von 1:10 verdünnt (bei Jagdhunden 1:30) Massiere deinen Hund in einer ruhige Umgebung bis er entspannt ist. Dann gib ein paar Tropfen von der Ölmischung auf ein Halstuch und Lenni umlegen bzw. sage das Wort. So verknüpft er die Entspannung mit dem Geruch bzw. mit dem Wort (Es ist auch möglich ein Wort und einen Duft zu konditionieren.) Alternativ kannst du ihm das Tuch mit dem Duft auch immer dann um machen, wenn er gerade entspannt schläft und /oder das Wort sagen (Bei Hunden, die auf Massage hibbelig reagieren dies zu empfehlen.) Das mit dem Duft präparierte Tuch, kannst du dann in einem verschlossenen Beutel (Zipperbeutel o.ä.) beim Spaziergang mitnehmen und es deinem Hund in aufregenden Situationen umlegen bzw. das Wort sagen. So verknüpft er die aufregenden Situationen nach einer Weile mit Entspannung.

Selbständige Entspannung auf einer Decke

Verwende immer die gleiche Decke in einer bestimmten Farbe (z.B. Blau, Lila…). Leine deinen Hund an und bring ihn auf diese Decke. Er soll sich nun selbständig darauf entspannen. Setze dich auf einen Stuhl in seiner Nähe, sodass er die Decke nicht verlassen kann. Beachte ihn dabei nicht weiter dabei, am besten lies ein Buch o.ä. Wenn er sich hinlegt und entspannt ist, darf er wieder laufen. Beginne zum Üben in einer ruhigen Umgebung, wiederhole es regelmäßig und wechsele dabei die Plätze in eurer Wohnung. Wenn er sich sofort entspannt auf die Decke legt, wenn er diese sieht, hat er es verstanden. Dann können wir diese Übung gezielt zum Training einsetzen.

Konfliktsignale

Konfliktsignale sind Signale, die ein Hund unbewusst aussendet, wenn er mit einem Gegenstand oder Lebewesen bzw. einer Situation im Konflikt ist. Es sind die ersten Anzeichen dafür, dass der Hund sich in der Situation unwohl fühlt oder mit der Situation überfordert ist.
Beispiele dafür sind: Wenn am Halsband geruckt wird, kommt es vor, dass der Hund züngelt. Wenn er einen fremden Hund erblickt und die Pfote hebt und/oder erstarrt. Beim Erblicken von Wild das Pfote heben oder erstarren.
Mögliche Konfliktsignale sind Züngeln, Einfrieren (entweder einzelner Körperteile oder auch am ganzen Körper, Fixieren gehört auch dazu), Pfote heben oder Knurren (das erste Knurren ist unbewusst).
Das Haare sträuben bedeutet Erregung/Aufregung und ist ebenfalls nicht bewusst steuerbar. Auch das Ausschachten des Penis bei Rüden ist ein Zeichen für Aufregung.

Mila
17.12.2010, 07:45
@ Monty: Guter Text, sowas meinte ich mit Stichwort "Aromatherapie". Vllt. kann Simone davon für Gustav irgendwas verwenden...
Es liegt ja eigentlich gar nicht so fern, beim Hund mit Gerüchen zu arbeiten, aber für mich war das bis vor kurzem neu... von alleine ist mir das irgendwie nicht eingefallen ;)

Simone
17.12.2010, 08:46
Hallo!

Erst einmal danke Monty für die vielen Tips, ich werde einiges davon ausprobieren und bin gespannt, ob es hilft.

Wie kann ich denn einem Hund beibringen, dass er sich in für ihm unangenehmen Situationen zurückziehen kann? Er hat sein Körbchen, was er sehr mag und wo die Kinder ihn auch in Ruhe lassen. Er knurrt mich in bestimmten Situationen an, so z.B. wenn wir in der Küche stehen und ich ihn so knuddele, dass er sich bedrängt oder bedroht fühlt. Ich mich z.B: über seinen Kopf beuge und ihm im Gesicht streichele. Er beschwichtigt dann zunächst, knurrt falls das nicht reicht. Mein Ziel wäre, an solchen Situationen ihm beizubringen, dass er jederzeit gehen kann und dann in Ruhe gelassen wird. So hoffe ich, dass er auch bei den Kindern gehen würde, wenn ihm da etwas nicht paßt. Derzeit ist ja sein großes Problem, dass er auch unangenehmen Situationen nicht weggeht, sondern bleibt und knurrt. Bei den Kindern ist für mich leider nicht erkennbar, wann und warum er knurrt. Bei mir selber kenne ich die Situationen recht gut und kann zumindest abschätzen, wann es auftreten könnte und wann nicht.

Ich glaube, dass er durch die Pubertät derzeit auch austestet, wie weit er bei mir gehen kann, dass er aber insgesamt sehr unsicher ist und manche Situationen als unangenehm, bedrohlich empfindet. Sind die Kinder im Haus will er immer dabei sein und liegt am liebsten wirklich mittendrinnen. Das mag ich auch nicht so gerne. Sind wir alleine liegt er total entspannt in seinem Körbchen...

Simone
17.12.2010, 08:49
@Monty:
Noch eine Frage zu den Suchspielen. Wie übe ich denn am besten ein Suchspiel? Wie versteht Gustav, was er machen soll? Verstecktst Du Leckerlis?

Mit dem Kong arbeite ich gerne, den mag er auch.

@all:
Wie kann ich Gustav beibringen zu ziehen? Ich habe mir für den Kinderwagen ein Board gekauft und eigentlich wäre es eine schöne Beschäftigung, wenn Gustav uns ziehen würde. Aber da er an der Leine nicht zieht, weiß ich nicht, wie er das lernen kann und trotzdem ein guter Leinengeher bleibt.

Mila
17.12.2010, 09:40
Wenn du merkst, dass Gustav angespannt wird, dass ihm gerade alles zu viel wird, kannst du ihn vllt. in der Wohnung anleinen oder durch locken mitnehmen, zu seinem Körbchen bringen, und ihm dort Ruhe verschaffen. Vllt. kann er die Entscheidung nicht so recht selbst treffen, sondern braucht da ein bisschen deine Hilfe. Das Körbchen soll dann aber nicht Strafe sein, sondern genau das, was er braucht. Da kannst du ja z.B. vorher was zum kauen hinlegen oder so nen Ball wo Leckerchen rausfallen, oder halt -wenn er das dann kennt- nen Tropfen ätherisches Öl auf sein Körbchen machen, sodass er sich dort wohlfühlt und vllt. schläft. Und wenn er fertig gedöst hat, kann er ja wieder zu euch kommen.
Zum Öl: ich hab' das gerade erstmalig ausprobiert und Amber einen Tropfen Lavendelöl auf ein kleines Kissen in ihrem Körbchen gemacht, denn sie pennt dort eh gerade.

Zu dem Board: das ist ja so ne Art Trittbrett mit Rollen, was man an dem Kinderwagen einhaken kann, richtig? Hat Google mir zumindest "gesagt" ;)
Wie soll er euch denn damit ziehen? Ich steh' gerade bisschen aufm Schlauch...

AlHambra
17.12.2010, 09:44
Zum Thema Suchspiele:

Ganz einfach anfangen, indem Du zB draussen einen Handschuh unauffällig ablegst und darauf ein Leckerli platzierst. Geh einige Schritte weiter und mach dann Gustav aufmerksam (zB mit einem "Such" oder "Such verloren") und geh die ersten Male mit ihm gemeinsam den kleinen Weg zurück, bis er den Handschuh und das Leckerli gefunden hat. Natürlich ausgiebig loben ;)

Nach einigen Wiederholungen kannst Du ihn ja mal alleine losschicken, mach die wege anfangs eher kurz, damit er viele Erfolgserlebnisse hat und damit er positiv verknüpfen kann, immer ein Schmankerl mit deponieren.

Nach und nach kannst Du die Gegenstände veränern (Schlüssel, Mütze etc etc)

Peppi
17.12.2010, 10:13
Hallo Simone,

wegen der Suchspiele, guck mal nach Zielobjektsuche, oder ZOB. Mit dem Clicker ganz easy.

Allerdings behaupte ich, dad das nicht Euer Problem ist. Di schreibst selber, er wirkt unsicher und er testet aus.

Dann setz im doch einfach mal klate Regeln.

Natürlich ist Knurren besser als nach vorne gehen. Trotzdem den Kindern gegenüber indiskutabel.

Wenn er das macht, schick in in seinen Korb und mach ihm klar, das das nicht geht.

AlHambra
17.12.2010, 10:16
Äh ja, den obligatorischen Klicker hatte ich ganz vergessen *schäm*

Ich klicker auch, wenn Samson das "Objekt" gefunden hat.
Da bei mir den Klicker praktisch schon an der Hand festgewachsen ist, vergess ich immer, ihn zu erwähnen....

Monty
17.12.2010, 11:15
Ich habe unsere Hundebox als Entspannungsort für Momo verknüpft. Als er in seiner Sturm und Drangzeit öfter motzte und den sehr alten Ritchie anknurrte (wenn dieser senil ihn unbewusst ärgerte).
Damals hatte ich diesen Text und meine Infos über konditionierte Entspannung noch nicht.

Weil ich eine olle ******** bin und nie die Klicker finde verwende ich auch nur ein Markerwort und keine Klicker.

Jedesmal, wenn Momo brummelte führte ich ihn vor seine (offene) Box und warf (oft auch ziemlich genervt) ein Stückchen getrocknete Leber oder einen gefüllten Kong zum schlecken mit hinein. Die er dort drinnen dann genüßlich schnullte.

Er hat es sich bzw. mir beigebracht und mein Wissen über Hunde war dabei nicht wirklich hilfreich. Ich hatte zufällig das richtige getan.

Immer wenn es zu ähnlichen Situationen kam (bei uns mit den Althund) zog sich Momo dann von selbst in die (stark nach Leber müffelnde) Box zurück. Dies freute mich wieder und ich habe es einfach mit den nächsten Leckerchen belohnt, das er freudig in seiner Box liegend dann schon erwartete.


Zu deiner Entscheidung Gustav weg zugeben kann ich nur sagen, vertraue auf dein Herz. Ich denke du wirst wissen wann ein Interessent wirklich geeignet ist bzw. die Chance besteht das sich Gustav dort wohler fühlt.

Die Zeit bis der "Richtige" auftaucht ist Gustl nicht im TH und du bist dir der Gefahr bewusst bzw. händelst die Situationen aufmerksam und verantwortungsbewusst.
Das ist meiner Meinung eine sehr gute Lösung.

Sollte sich zwischenzeitlich Gustls Verhalten ganz legen, weil es vielleicht doch nur pubertär bedingt war - um so besser...

Suchspiele machte ich persönlich nur in Notfällen wenn ich wieder mal nicht laufen kann und die Gassirunden sehr knapp ausfallen. Meist ganz unprofessionell nach den Hütchenspielerprinzip. Ich nehme 3 Tassen. Momo sieht wie ich unter eine ein Stückchen Trockenfutter lege. Tassen wirr verrutschen und Hund muss erschnüffeln wo das Lecker unter liegt. Hängt er mit der Schnauze an der falschen Tasse hebe ich die mit schaaade hoch und weiter gehts, hat er die richtige darf er das Stückchen Futter fressen

Peppi
17.12.2010, 11:59
http://www.zielobjektsuche.net/

http://www.amazon.de/Schn%C3%BCffelstunde-Nasenspiele-Hunde-Viviane-Theby/dp/3933228786/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1292587171&sr=1-1

:lach4:

Doc_S
17.12.2010, 12:50
Hab mir jetzt mal das ganze durchgelesen, und es scheint, daß es kein eindeutiges Muster für Gustav's Verhalten gibt. Da ich mich nicht mit Clicker und diesen Sachen beschäftige, kann ich dazu auch nichts sagen.
Das mit den Suchspielen finde ich klasse, auch meine Maus steht da drauf.
Xana steht auch voll auf "Hütchenspiel". Hab dazu 3 Plastikschnapsbecher (finde ich immer wieder mal einen nach Clubhausparties am nächsten Morgen in der Küche :sorry:), unter diese oder nur einen kleine Stückchen Bergkäse oder andere Leckereien und ab gehts. Das spielt sie sogar manchmal mit Gästen. Zum totlachen, wenn das Kalb den kleinen Becher durchs Wohnzimmer in Richtung Esszimmer oder Küche schiebt und ganz sanft an die Leckereien will.
Ich hoffe, du findest noch die Ursache für seine Brummeleien/ Knurren.
Mir scheint die Ursache rührt von Mischmotivation her.
Hoffe, daß du die richtigen Hundetrainer findest und das alles gut geht und dir geholfen werden kann.
Ich weiß ja nicht, wie dies im einzelnen abläuft.
Aber ein guter Trainer fängt mit dem Vorgespräch an, das dauert auch schon mal nen halben Tag. Er wird dich zu Hause besuchen und erstmal nur beobachten (à la Katja Saalfrank ;)) und dich machen lassen. Erst am Ende des Gespräches bekommst du ein Feedback und Hausaufgaben/ Lösungsansätze.
Daumen sind gedrückt.

Lee-Anne
17.12.2010, 15:48
Hallo Simone,

zum Ziehen bekommt er ja eh ein Geschirr an, deswegen denke ich, dass er dann schon unterscheiden kann, wann ziehen erwünscht ist und wann nicht.

Lernen würde ich es ihm ganz einfach, du stehst vor ihm und lockst ihn schrittweise mit Wurst vor der Nase. Am besten natürlich erst mit Kinderwagen ohne Kinder drin, damit er sich langsam an das Gewicht gewöhnen kann.

Zum Thema Suchspiele: Leckerlis im Haus verstecken würde ich bei Gusti wohl eher nicht, das würde ich eher auf draußen verlegen oder nur in „kinderfreier Zone“.

Vielleicht auch mal eine kurze Fährte legen, das ist auch gut fürs Selbstvertrauen. Evtl. können ja auch deine Kinder schon so eine kleine Fährte legen.

Wegen deiner Entscheidung ihn wegzugeben oder zu behalten möchte ich wirklich nicht mit dir tauschen und ich kann dich sehr gut verstehen. Was wirklich der bessere Weg ist, kannst nur du entscheiden und ich wünsche dir auch, dass die Probleme in Griff zu bekommen sind.

Die Tipps von Monty sind super, da werde ich wohl bei meinem „Taliban“ auch mal versuchen was umzusetzen ;-)

Ich drück euch die Daumen.

Monty
17.12.2010, 18:00
@ Monty: Guter Text, sowas meinte ich mit Stichwort "Aromatherapie". Vllt. kann Simone davon für Gustav irgendwas verwenden...
Es liegt ja eigentlich gar nicht so fern, beim Hund mit Gerüchen zu arbeiten, aber für mich war das bis vor kurzem neu... von alleine ist mir das irgendwie nicht eingefallen ;)

Ich hatte doch auch nicht daran gedacht, das dies helfen könnte...zumindest ist es eine Möglichkeit, bei der viel gewonnen werden kann aber nichts verloren geht...

Simone
18.12.2010, 12:04
Hallo!

Zu Eurer Info: Ich bin so unentschlossen, dass ich Gustav nun erst einmal wieder aus dem Vermittlungsbereich entfernt habe. Im Februar möchte ich zu einem Seminar zum Thema Hund und Kind gehen, im März habe ich noch einen Termin in einer Hundeschule (vorher war kein Einzeltermin mehr frei). Eigentlich möchte ich doch noch mehr versuchen, damit Gusti bleiben kann. Zumal er ja in den meisten Situationen total gelassen reagiert und viele andere Hunde nicht so entspannt wären. Ich tue mich sehr schwer, ihn zu fremden Leuten zu geben. Wenn ich jemanden kenne, ist das auch noch mal etwas anderes, aber bei ganz fremden Leuten.... und dann noch weit weg von hier... ich weiß nicht.... (Ihr seht: So viel zum Thema Konsequenz....)

Eventuell werde ich die eine Interessentin ja auch noch treffen. Wir haben ein Treffen eh erst auf die Zeit nach den Feiertagen verlegt, da das Wetter derzeit nicht so Reisetauglich ist. Bis dahin schaue ich erst einmal.

Monty
18.12.2010, 12:28
Mach dir nicht so viele Gedanken...du schaukelst das schon.

Mila
19.12.2010, 02:37
Ich denke auch, dass du das in den Griff bekommst!
Ich wäre mindestens genauso unentschlossen und hin und her gerissen wie du in dieser Situation. Aber ich sag' mal so: Gustav ist ja kein Hund, bei dem man vorn und hinten nicht weiß welche Probleme man zuerst in Griff bekommen muss. Im Gegenteil: er wirkt doch sehr ausgeglichen und entspannt, und ich denke, dass du das alles gut in den Griff bekommst! Wichtig wäre einfach, das Problem tatsächlich zu verstehen, um dann eine passende Lösung zu finden.
Ein Seminar zum Thema Hund und Kind ist doch klasse! Da würde ich ganz viel fragen und alle Infos aufsaugen, die man dir/euch dort gibt!
Du schaffst das schon, ich wünsche es euch allen wirklich sehr :lach4:

Isis78
19.12.2010, 10:14
@ Simone: darf ich fragen wann genau und wo dieses Seminar ist??

Cira
19.12.2010, 20:35
Ich finds eine tolle Idee, daran zu arbeiten, dem Hund ein Signal, einen Anker für Entspannung beizubringen.
Ich hoffe ihr bekommt es hin.
Unsere Daumen sind alle gedrückt. :)

Lass uns bitte wissen ob es klappt, das Thema ist sehr interessant.
Nicht falsch verstehen, ich wünsche Euch sehr, daß ihr Gustav behalten könnt.

...

Simone
10.01.2011, 16:55
Hallo!

Ich wollte mal wieder ein wenig von Gustav berichten. Schliesslich will ich nicht immer nur dann schreiben, wenn es Probleme gibt. ;) Aktuell klappt es bei uns nämlich sehr gut. Gustav brummelt derzeit sehr, sehr selten, richtig geknurrt hat er schon lange nicht mehr. Er freut sich, wenn er die Kinder sieht und sie streicheln ihn auch wieder. Ich passe allerdings weiterhin sehr auf und achte darauf, dass er seine Ruhe hat, wenn er im Körbchen ist oder die Kinder ihn nicht bedrängen, insbesondere dann nicht, wenn er an engen Stellen liegt. Meine Tierärztin meinte, dass ich ein "Protokoll" führen soll, wann er schlechter drauf ist. Läge es an seinem Herzen, könnte es z.B. auch mit dem Wetterwechsel etc. zusammenhängen. Das werde ich tun und hoffe, dass es sich alles in eine positive Richtung entwickelt.

Drückt uns bitte die Daumen. :lach3:

AlHambra
10.01.2011, 17:12
Schön, das freut mich !

Ihr seid sicher auf dem richtigen Weg !!

Weiterhin alles Gute für euch und euren Kuchenzahn Gustav :ok:

bx-junkie
10.01.2011, 17:35
Daumen sind sowas von feste gedrückt Simone! :ok: Ich freue mich zu lesen das es Grund zum verhaltenen Optimismus gibt und ich denke auch das du es schaffen wirst!

Mila
10.01.2011, 18:07
Das freut mich zu hören :)
So ein Protokoll zu schreiben ist sicher ne gute Idee, wenn auch aufwendig. Aber wenn du das über 1 oder 2 Monate durchhälst, inklusive Angaben zu Wetter, Dauer der Spaziergänge / Beschäftigung, und "Stresslevel", findest du vielleicht am ehesten Gründe für das Knurren!
Ich drücke ebenfalls weiterhin die Daumen für den Süßen :)

Monty
10.01.2011, 19:02
Das freut mich sehr für euch alle, denn ich denke in deinen Herzen warst du nicht wirklich bereit den letzten Schritt zu gehen.

Freut euch gemeinsam über die Erfolge. Die Kinder werden größer und einiges wird einfacher. "Schauen" muss sowieso immer bei der Kombi Hund + Kind sein.

Wie Waldi
11.01.2011, 09:16
Ich würde mich für Euch alle freuen, wenn Ihr das langfristig in den Griff kriegt. Daumen sind selbstverständlich gedrückt.

BÖR
11.01.2011, 18:18
schön zu hören, daß es sich positiv entwickelt. Ich freue mich für Euch.:)

Grazi
13.01.2011, 06:45
Das klingt doch wirklich hervorragend! :ok:

Sich freuend, Grazi

Sultanine
25.01.2011, 20:58
Das freut mich zu lesen! Ich hoffe es läuft weiterhin so gut! LG,

Simone
27.01.2011, 09:27
Das freut mich zu lesen! Ich hoffe es läuft weiterhin so gut! LG,

Hallo,

ja, meistens schon. Wobei es natürlich wechselhaft ist und jetzt nicht plötzlich alles perfekt geworden ist. Vor einigen Tagen hatte Gusti wieder eine etwas grantigere Phase, wo er Jonas auch einige Male anbrummelte. Es kam aber auch vor, dass er erst weggegangen ist, dann ist der Kleine hinterher, Gusti hat gebrummelt und ist dann aber gleichzeitig wieder weggegangen. Und das sehe ich auch als Erfolg. In dieser Zeit brummelte er auch mich an, als ich ihm die Pfoten säuberte. Wenn ich dann aber "nein" sage, hört er sofort auf und läßt sich die Pfoten weiter putzen. Ich habe in dieser Zeit auf das Wetter geachtet und tatsächlich war das um die Zeit des Wetterwechsels von 10 auf wieder 1°. Zudem lernen die Kinder auch immer besser, was sie dürfen und was nicht. Die Große (3) ist da auch recht zuverlässig, Jonas (bald 2) übt noch. ;)

Aktuell ist es wieder sehr gut. Anbei einige Fotos dazu:

Gustav ist sehr wachsam und beschützt seine Kinder:

http://www.bull-mastiff.de/Gustav03/05.jpg


Gustav und Jonas:
http://www.bull-mastiff.de/Gustav03/04.jpg


Und nun bekommt Gusti die Reste vom Inhalt der Frühstücksdosen:

http://www.bull-mastiff.de/Gustav03/03.jpg


Gusti ist beim Füttern wirklich sehr lieb, vorsichtig und geduldig. Schwierig ist er nur bei seinem Futternapf (komisch, oder?). Das richtige Futter erhält er somit nur alleine und ganz sicher ohne die Kinder.

http://www.bull-mastiff.de/Gustav03/02.jpg


http://www.bull-mastiff.de/Gustav03/01.jpg

Peppi
27.01.2011, 09:35
Beim Futternapf sind unsere auch ganz anders als beim Rest... ist also glaub ich nichts außergewöhnliches ;)

Wie Waldi
27.01.2011, 09:43
Ich denke das allerwichtigste ist, dass Jonas lernt Gusti nicht zu folgen nachdem er brummelnd weggegangen ist. Der Hund brauch seine Rüchzugsmöglichkeit.
Finde Gusti macht bis dahin fast alles richtig. Einfaches Verdrücken auf seinen Platz - also ohne Grummeln - wäre perfekt.

Mila
27.01.2011, 11:13
:ok:

Wetten die Kinder lassen immer extra was übrig in der Brotdose für Gusti?!
Ich finde das ja echt süß :)
Und schön, dass es scheinbar besser wird, und Gustav langsam aber sicher lernt, dass er weggehen kann wenn es ihm zu viel wird, und er dann seine Ruhe hat. Ich denke wenn Hund und Kinder das wissen und verstehen und sich immer dran halten, klappt es irgendwann auch bei Justus wenn er in dem Alter ist! Bis dahin sind ja die anderen beiden Kinder noch größer und verständiger und Gustav weiß dann auch auf jeden Fall Bescheid, wie's läuft!

Ute
27.01.2011, 11:24
Das hört sich alles richtig gut an :ok: Ich drücke die Daumen das es so bleibt bzw. noch besser wird :lach3:

Simone
17.02.2011, 21:32
Hallo!

Ich habe gestern einen wirklich sehr interessanten Vortrag zu dem Thema Hund und Kind gehört, einiges Neues lernen können und habe mich nach dem Vortrag dafür entschieden, eine Hundebox für unser Wohnzimmer zu kaufen. Mal schauen... Ich werde die Tage mal mehr von dem Vortrag berichten, heute bin ich zu müde... :lach3:

AlHambra
18.02.2011, 08:16
Klingt interessant !

Bin immer froh, zu lesen, dass Du das so anpackst und auch meisterst mit Deinem Buben ! Chapeau :lach3:

Cira
18.02.2011, 13:53
Vergiss es bitte nicht. :)
Ich würde gern "hören" was ihr da so erfahren habt.

...

Simone
18.02.2011, 20:29
Hallo,

also, ich wollte Euch ja mal berichten, was der Vortrag zum Thema Hund und Kind ergeben hat. Der Vortrag war lang... fast 4 Stunden ... und mein Gedächtnis ist derzeit dank meiner Kinder und meines damit verbundenen chronischen Schlafdefizits ein kleines Sieb. ;) Manche Dinge sind trotzdem hängen geblieben und die werde ich Euch nun berichten:

Zunächst: Für den Hund sind alle Kinder bis zur Pubertät Welpen, somit nicht ernst zu nehmen. Kinder sollten deshalb auch dem Hund keine Befehle geben oder ihn zu erziehen versuchen. Sie können aber, wenn der Hund Lust dazu hat, mit ihm Spiele machen und ihn auch Sitz oder Platz machen lassen etc, aber nicht richtig erzieherisch einwirken. (Viele Hunde machen für Leckerlis ja diese ganzen Dinge gerne.) Sie sollten den Hund aber z.B. nicht auf seinen Platz oder vom Sofa schicken, ihn schimpfen etc.

Eltern sollten vor Kleinkindern den Hund nicht körperlich sanktionieren oder zu laut werden, denn diese Dinge werden die Kinder irgendwann nachmachen und das wird der Hund nicht zwangsläufig tolerieren.

Am schwierigsten scheint das Alter um die 2 Jahre zu sein. Die Kleinen sind noch nicht klar in der Bewegung, lassen sich noch schlecht einschätzen und manchen oft Unsinn. Hunde und Kinder dürfen auch ca. bis zum Schulalter nicht alleine gelassen werden. Danach hängt es von Hund und Kind ab.

Dann die Kassiker: Hund muss sich nicht alles gefallen lassen, somit reine Hundezone und Kinderzone einrichten, auf Körpersprache des Hundes achten, Kinder sollen mit Hund nichts machen, was er unangehm findet, keine Zwerrspiele, keine Quietschspiele etc.

Hund darf Kind nicht pflegen, d.h. z.B. nicht pflegerisch ablecken oder Kind erziehen. Das sind alles nur Aufgaben für den "Chef" des Hauses, somit die Eltern. Rolle des Hundes muss klar sein. Hund soll durchaus immer dabei sein, kann aber auch im Zimmer am Rand/in seiner Box liegen. Das der Hund immer direkt dabei liegen muss, weil er Nähe möchte, ist menschliches Denken. Hundisch will der Hund oft eher sein Rudel beschützen, was aber als Rangniedriger nicht seine Aufgabe ist!

Ansspringen ist auch fast immer der Versuch, den Menschen zu dominieren. Der im Rang niedrige Hund braucht auch nicht groß aufzupassen oder zu bellen, denn der Chef hat ja alles im Griff. Gut ist, wenn der Hund im Schlafzimmer bei seinem Rudel schläft. Der Hund, der z.B. im anderen Zimmer vor der Haustür schläft, hat den hohen Rang, sein Rudel zu bewachen.

Mhm, ob ich das alles richtig wiedergebe.... Ich brauche jetzt erst mal eine Schreibpause...

Mein Gusti ist ein unsicherer Hund (meiner Ansicht nach), aber er scheint dennoch im Rang nicht klar niedriger zu sein. Das ist auch möglich, denn nicht nur dominante Hunde sehen sich im Rang oben. Falls ich Gustav bislang nicht klar machen konnte, dass er sich total auf mich als Chef verlassen kann, muss er - obwohl er unsicher ist und es ja eigentlich nicht will - manche Führungsaufgaben übernehmen. Und daran muss ich nun arbeiten. Aber dafür habe ich eine Einzelstunde, denn ich muss ja erst einmal genau wissen, was ich falsch mache und wie ich es ändern kann.

Simone
18.02.2011, 20:45
Hallo,

viele meiner geschriebenen Sachen hier sind ja eigentlich recht klar. Der Vortrag an sich war aber wirklich interessant und hat mir doch einige neue Infos gebracht - auch wenn ich die hier nicht so klar auf den Punkt bringen kann.

Ich denke nicht, dass Gustav meint, er stünde im Rang über mir. Er hat schon Respekt vor mir, was ich auch in vielen Situationen merke. Trotzdem ist sein Platz im Rudel nicht klar, denn wenn die Kinder dabei sind, liegt er auch immer bei uns und am liebsten mitten zwischen uns. Sind die Kinder nicht da, geht er in Ruhe in sein Körbchen. Also meint er, dass er die Kinder beschützen muss, was ja eigentlich meine Aufgabe wäre. Er schläft auch von sich aus nicht im Schlafzimmer, sondern zieht den Platz in der Nähe der Haustür vor. Meine Eltern springt er gerne an, bei mir macht er mittlerweile nicht mehr. Er ist hier zu Hause sehr wachsam. Wäre ich der richtige Boss, wäre das aber nicht nötig. Und solche Kleinigkeiten gibt es vielfach...

Iris
19.02.2011, 13:22
Eltern sollten vor Kleinkindern den Hund nicht körperlich sanktionieren oder zu laut werden, denn diese Dinge werden die Kinder irgendwann nachmachen und das wird der Hund nicht zwangsläufig tolerieren.


Finde ich sehr wichtig! Zumal das auch umgekehrt gilt ;)
Ansonsten unglaublich viel Dominanz, nicht so ganz mein Ding.
Wer hat den Vortrag denn gehalten?

LG Iris

Simone
19.02.2011, 13:31
Ansonsten unglaublich viel Dominanz, nicht so ganz mein Ding.

LG Iris

Der Vortrag ging 4 Stunden, somit war natürlich viel mehr enthalten. Eigentlich war Dominanz überhaupt kein Schwerpunktthema... vermutlich ist meine Wiedergabe nicht so gut. Es waren so viele Sachen, dass ich sie auch gar nicht wirklich zusammenfassen kann.

Die Vortragende selber ist nicht bekannt, der Name wird Dir nichts sagen.

jawoll
19.02.2011, 18:58
Ich möchte gern meinen Senf dazu geben, auch ohne eine Professur zu haben.
In meinen knapp 40 Lebensjahren waren nur wenige ohne Hund. Vielleicht vom 5. bis 9. Lebensjahr.

Ich kann auch nur meine Erfahrungen wiedergeben.
Bei uns war und ist es immer so gewesen, dass der Hund im Rudel (mitten unter uns) lag. Meine Eltern handhabten das bereits mit den beiden Diensthunden so.
Wenn wir essen, liegt der Hund zumeist dort, wo er sich erhofft, es könne etwas herunter fallen. Ich lasse das zu, denn daheim ist größtenteils Ruhezone. Jeder hat seinen Freiraum. Kinder, Partner und eben der Hund.
Abgesehen von den Regeln, die nunmal jeder einhalten muss, der mit anderen zusammen lebt. Auch der Hund.

Als das erste Kind vor über 10 Jahren kam, hieß es, der Hund müsse weg. Er würde das Kind beißen, etc..
Nun habe ich drei Kinder und noch immer den gleichen Hund. :) Er hat nie gebissen.

Was das Schützen angeht: Es mag vielen nicht gefallen, aber ich _möchte_ dass mein Hund mit aufpasst. Ich kann absolut nicht nachvollziehen, warum es ein Problem darstellen soll, wenn der Hund das Rudel in dem er lebt beschützt.

Auch das liegen vor der Tür sehe ich nicht als Problem an. Beides verrät mir nichts darüber, ob der Hund mit seiner Position im Rudel unzufrieden ist, oder wohlmöglich sogar seinen Rang nicht kennt. Es gibt Alphas, die sind auch Alpha in der hinterletzten Ecke der Wohnung.
Es gibt auch Hunde, die wissen wir ihr Rang ist und die Familie dennoch beschützen, oder zuerst durch die Tür in Innere gehen.

Kleinkinder und Hund(e) sind ein Horror. - Für mich. Ich hatte die Hände voll zu tun, den armen Köter vor den Gören zu beschützen. Sie haben ihn als Leiter, Treppe, Knuddelviech, Kuscheltier, Puppe und weiß Gott noch sonst so alles misbraucht. Nur mit Mühe konnte ich die Kinder davon abhalten, ihm die Krallen zu lackieren. Kleine Teufel… ;)
Und das nicht nur bei diesem hier. Auch die älteren Hunde, die wir aus dem Tierheim hatten, mussten diese Prozedur hinter sich bringen. - Eben immer dann, wenn sie sich freiwillig in die Höhle des Löwen - das Kinderzimmer - begaben.
Lustigerweise sind die Tierchen dennoch oft und freiwillig ins Kinderziemmer gegangen.
Es sei gesagt, dass ich immer darauf geachtet habe, den Schlafplatz oder Korb Kinderfrei zu halten.

Nun könnte man meinen, das sei schlicht Glück, dass unsere Hunde nie gebissen haben. Ich kann aber sagen, dass ich diese Verhaltensweisen auch bei unseren Freunden beobachte. Zumeist sind in unserem Umfeld Bullys, Franzosen, AmStaffs und zwei BMs. Aber auch den Goldi findet man da.

Ich möchte damit ausdrücken, dass ich mit den Aussagen: "Hund darf Kind nicht lecken" und "Kind darf nicht erzieherisch einwirken" nicht ganz konform gehe. Aus langjähriger Beobachtung heraus. Und bezogen auf die oben genannten Rassen.
Mein "Klassiker" ist das Eis essende Kind, was sich heimlich mit dem Hund des Nachbartisches sein Eis teilt. Die Erwachsenen bemerken es nicht. Die Hundehalter auch nicht. Und ich habe solche Szenen mit allerlei Rassen gesehen. Der Klassiker, wo das Kind erzieherisch eingreift ist, wenn der Hund mal wieder gnadenlos und wie ein Trampeltier durchs Zimmer läuft und die Barbies und Lego und so Zeug umwirft. - Dann muss er damit leben, dass das Kind darüber unglücklich ist und ihn aus dem Zimmer wirft.
Jeder mit Hund und Kind wird solche und ähnliche Szenen kennen.

Natürlich gibt es Grenzen. Der Hund darf auf keinen Fall verletzt werden oder mutwillig und bösartig angegriffen. Auch von meinen eigenen Kindern nicht. Die schlimmste Zeit war tatsächlich zwischen 1 ½ und 2. Kinder können ihre Kraft nicht einschätzen und ich war immer bemüht darauf zu achten, das Hund und Kind auch Freunde bleiben.
Glücklicherweise sind die Hunde nicht ganz so nachtragend wie wir Menschen.
Die Rasse scheint mir kein stichhaltiges (Gegen)Argument zu sein.

Anspringen…Von Dominanz kann ich nicht immer reden. Gern würde ich das "fast immer" in Simones Posting gegen "manchmal" tauschen. Hunde springen nach meiner Beobachtung auch dann an, wenn sie Aufmerksamkeit wollen. Oder im Spiel im Übermut. Oder sie bellen.
Wie Kinder eben. Die ziehen und zerren und brüllen, wenn sie sich wenig beachtet fühlen. Nicht alle. Manche. - Wie bei den Hunden auch. Manche. Nicht alle.

Weder kenne ich den Vortrag, noch den Vortragenden. Keinesfalls möchte ich jemandem seine Kompetenz absprechen. Es sind meine Beobachtungen, die ich in etwa 30 aktiven Jahren Hundebesitz hatte. Mit unterschiedlichsten Rassen und Hundetypen.
Als reine Beobachtungen möchte ich den Text hier auch verstanden wissen.

sina
19.02.2011, 20:03
@ jawoll

:08: :ok:

Simone
19.02.2011, 21:26
Bei uns war und ist es immer so gewesen, dass der Hund im Rudel (mitten unter uns) lag. Meine Eltern handhabten das bereits mit den beiden Diensthunden so.

...

Was das Schützen angeht: Es mag vielen nicht gefallen, aber ich _möchte_ dass mein Hund mit aufpasst. Ich kann absolut nicht nachvollziehen, warum es ein Problem darstellen soll, wenn der Hund das Rudel in dem er lebt beschützt.

...


Auch das liegen vor der Tür sehe ich nicht als Problem an.

...


Ich möchte damit ausdrücken, dass ich mit den Aussagen: "Hund darf Kind nicht lecken" und "Kind darf nicht erzieherisch einwirken" nicht ganz konform gehe. Aus langjähriger Beobachtung heraus. Und bezogen auf die oben genannten Rassen.

...


Anspringen…Von Dominanz kann ich nicht immer reden. Gern würde ich das "fast immer" in Simones Posting gegen "manchmal" tauschen. Hunde springen nach meiner Beobachtung auch dann an, wenn sie Aufmerksamkeit wollen. Oder im Spiel im Übermut. Oder sie bellen.


Hallo!

Ich muss dazu noch einmal etwas schreiben. Deinen Aussagen kann ich mich wirklich insgesamt nur anschliessen, allerdings widersprechen sie auch in keinster Weise dem Vortrag. Meine kurzen Angaben sind zu sehr aus dem Zusammenhang gerissen, als dass sie hier wirklich den Vortrag oder Inhalte wiedergeben könnten. Es sind einzelne Punkte, die ich mir aufgrund meiner persönlichen Situation gemerkt habe.

1) Zu den oben genannten Punkten möchte ich noch erklärend schreiben, wie es von der Vortragenden erklärt wurde:
Natürlich kann ein Hund mitten im Rudel liegen und darf es auch. Man muss ja den Einzelfall betrachten und es kommt immer auf den Hund an. Bei meinem Gustav ist es aber auffällig, dass er ohne die Kinder total entspannt in seinem Körbchen liegt und bei Anwesenheit der Kinder immer mitten dabei liegen möchte. Er ist dann nicht total entspannt. Es geht somit nicht darum, dass der Hund nicht auch mal bei seinen Leuten liegen sollte...

2) Ich mag es auch, wenn mein Hund sein Rudel beschützt und wünsche es mir im Grunde sogar. Wenn der Hund aber im Zusammenleben mit den Kindern Probleme zeigt, sollte man durchaus auf solche Punkte achten. Gusti knurrt ja das ein oder andere Mal uns an und somit kann ich ihm leider nicht vieles durchgehen lassen, was mir bei meinen anderen Hunden völlig egal gewesen wäre. Mein Text ist diesbzgl. zu sehr aus dem Zusammenhang gerissen und ich kann das nicht so gut erklären.

3) Das Liegen vor der Tür ist genauso so wie bei Punkt 2: Bei einem problemlosen Hund: Klar, soll er liegen, wo er möchte. Gibt es aber Schwierigkeiten, sollten ggf. auch solche Dinge beachtet werden. (Und da es bei Gusti Probleme gibt, habe ich mir gerade solche Dinge gemerkt...)

4) Ein Eis ablecken ist kein erzieherisches Lecken, sondern ein Genusslecken. Es gibt verschiedene Formen des Leckens und hier ging es nur um das "pflegende oder erzieherische" Lecken. Hunde lecken ja auch aus Unterwürfigkeit etc. Dies wurde alles erläutert und hier ist nur eine Form gemeint gewesen.

5) Auch beim Anspringen wurde erwähnt, dass Hunde oft zum "Anspringen" erzogen werden, weil man insb, bei kleinen Hunden sie hoch lockt. Auch das ist hier nicht gemeint. Natürlich gibt es verschiedene Ursachen, aber auch hier habe ich es auf meinen Gustav bezogen.

Wie gesagt, ich konnte und kann leider den Inhalt nicht so richtig und sinnvoll wiedergeben. Ich lebe jetzt auch seit 34 Jahren mit Hunden zusammen, habe viele Hundeschulen kennengelernt und Bücher gelesen. Ich habe somit nicht mit vielen Neuigkeiten gerechnet, wurde dann aber sehr positiv überrascht und habe bzgl. meiner Probleme mit Gustav einige Antworten bekommen. Ich bin gespannt, ob mir eine bald folgende Einzelstunde helfen wird und ich dann noch mehr Antworten und Lösungsansätze haben werde.

Iris
20.02.2011, 06:51
Es sind einzelne Punkte, die ich mir aufgrund meiner persönlichen Situation gemerkt habe.

Vier Stunden sind aber auch eine lange Zeit, da muss noch eine Menge mehr gewesen sein.
Es hätte mir klar sein sollen das du nur das schreibst was du für dich da raus gezogen hast. Ich nehme das mit der Dominanz zurück.:sorry:
Ich finde klasse das du bald eine Einzelstunde (bei dem Vortragendem?)hast.
Wenn ja, dann also jemand der sich traut von dem, was er erzählt auch was in die Tat umzusetzen, hört sich doch gut an.


LG Iris

Simone
20.02.2011, 09:02
Bei uns war und ist es immer so gewesen, dass der Hund im Rudel (mitten unter uns) lag. Meine Eltern handhabten das bereits mit den beiden Diensthunden so.


Hallo,

was mir dazu gerade noch einfällt:

Nicht, dass Du meinst, Gustav soll im Wohnzimmer total von uns entfernt liegen. Er möchte aber wirklich mitten bei uns liegen: Das bedeutet, dass er mit uns auf dem Kinderteppich (1,20 x 2,40 m) liegen will und meist auch auf meinem Schoß liegen möchte. Da auf dem Teppich aber mein Sohn mit 4 Monaten liegt und meine beiden anderen Kinder neben mir hier sitzen (2 und 3 Jahre) ist der Platz wirklich zu eng und Gustavs Pfoten sind mir zu gefährlich. Klar, kann er ab und zu zu uns kuscheln kommen, aber dann beschäftigen wir - oder zumindest ich - uns auch mit ihm und ich habe seine Pfoten im Blick. Wenn wir aber spielen wollen, achte ich nicht ständig auf Gustav. Sein Platz "abseits" ist von uns ca. 2 Meter entfernt auf seiner Hundedecke. ;) Wirklich weit weg ist das ja auch nicht. Und auf diese Situation bezog sich dann auch die Angabe, dass der Hund nicht mitten dabei liegen muss. Ich neige dann nämlich schon zum Vermenschlichen und denke, der arme Gusti soll jetzt da vorne liegen und wir sitzen alle hier beisammen. Und das ist laut der Vortragenden nicht so. Im Hunderudel liegen die rangniedrigeren Tiere auch ohne Probleme und negativen Gefühle etwas abseits.

jawoll
20.02.2011, 10:29
Hi Simone.

*schmunzel*
Ich glaube, wir alle vermenschlichen unseren Hund irgendwann. Mal mehr, mal weniger. Das bleibt gar nicht aus. Egal, wie viel Erfahrung jeder so mitbringt.

Ich versuche mich zu erinnern, wie wir das gehandhabt haben damals… Mein Rüde war anfangs auch so. Hat sich mitten rein gelegt. Und wenn wir nicht aufgepasst haben, hätte er sich vermutlich auch aufs Kind gelegt. "Trottel" dachte ich immer. Hab ihn dann aber rigoros immer von der Kinderdecke geholt. - Auch wenn das Kind nicht da war. Es war einfach nicht sein Platz und er hatte keinen Anspruch darauf.
Bis er sich daran gewöhnt hat, war das Kind schon so groß, dass es die Decke nicht mehr brauchte. Ja, manche brauchen etwas länger… :)
Danach kam die besagte Zeit zwischen 1 ½ und etwas über 2 Jahren, die ich als kritisch empfand. Aber das kennst Du ja bestimmt selber mit den beiden anderen.
Im Anschluss hatte ich das Gefühl, alles sei überstanden.

Vielleicht war auch etwas Glück dabei, da unser Rüde schon komplett fertig war. Charakter war ausgebildet. - Ich kenne BMs zu wenig, aber gehe davon aus, dass es wie mit vielen anderen großen Rassen ist. Komplett fertig sind sie eben erst nach 4-5 Jahren. Und für Dich als (Hunde)Mama ist das ne anstrengende Zeit. Vor allem mit nem - im wahrsten Sinne des Wortes - Dickschädel wie dem da. :)

In jedem Fall finde ich es gut, dass ihr/Du nicht einfach aufgebt. Nut Mut! Wird schon.

Cira
20.02.2011, 14:35
In jedem Fall finde ich es gut, dass ihr/Du nicht einfach aufgebt. Nut Mut! Wird schon.

Das denke ich auch.
Du informierst Dich und arbeitest soviel mit ihm, da bleiben die Erfolge sicher nicht aus. :ok:

...

Simone
05.03.2011, 10:43
Hallo,

so, mittlerweile hatte ich eine erste Hundeschulenstunde und kann Euch von den Ergebnissen berichten. Positiv ist zu erwähnen, dass die Hundeschulenlehrerin die Rasse von Gustav kannte (oder sich vorher informiert hat). Sie kannte sein ursprüngliches Zuchtziel und ist diesbzgl. die erste Hundelehrerin, die ich hatte. ;) Zudem hat sie noch einen weiteren Bullmastiff in der Schule! :D Ansonsten hat sie im Gegensatz zu den bisherigen Empfehlungen einen ganzheitlichen Ansatz, so dass ich hier vieles umstellen muss. Grundsätzlich kann ich mir vorstellen, dass dieser Weg richtig wäre, kann ihn aber nur mit Kompromissen eingehen.

Gustav ist ein unsicherer Hund. Trotzdem ist unsere Rangordnung nicht ganz klar und er meint in manchen Situationen die Kinder erziehen zu müssen oder im Haus für Sicherheit sorgen zu müssen. Und dies, obwohl er sich dieser Aufgabe nicht wirklich gewachsen fühlt. Das klingt vielleicht etwas seltsam, aber ich habe das erste Mal das Gefühl, dass es auf ihn zutreffen könnte. Ein positives Ergebnis gab es auch noch am gleichen Tag: Die Lehrerin schaute sich die Schlafplätze von Gusti an. Der Platz im Arbeitszimmer (den er mag) ist gut gewählt und kann so bleiben. Der Platz im Wohnzimmer (den er nie mochte) war ganz falsch von uns gewählt. Somit wurde ein gut gelegener Platz (von der Tür weit entfernt) ausgewählt. Gustav soll nun in erster Linie auf seinen Plätzen liegen und dort seine Ruhe vor den Kindern sicher haben. Auf den Spielteppich darf er gar nicht mehr. Um ihn an die Schlafplätze zu gewöhnen, nannte sie mir 4 Möglichkeiten. Ich entschied mich für die Variante, dass ich immer an der Stelle, wo er sich alternativ hinlegte, "arbeiten" zu müssen. Ich habe dort gestaubsaugt, mußte dort vorbei laufen, einen Stuhl hinstellen etc. Innerhalb von vielleicht 1 Stunde hatte Gustav seine Schlafplätze völlig akzeptiert. Er mag seitdem die Box, die nun in meinem Arbeitszimmer steht und sein Körbchen im Wohnzimmer! Er mag sie wirklich, denn er liegt dort auch, wenn wir nicht da sind und er somit überall liegen könnte. Auch nachts liegt er in der Box oder in seinem Körbchen.

Wenn Gustav anschlägt, soll ich kurz schauen, was los ist - allerdings ohne Kommentar. Ich komme mir dabei etwas doof vor, aber auch hier ist das Ergebnis bereits zu erkennen: Gustav bellt kaum noch - und das ohne Schimpfen oder ähnliches.

Da er mit seinem Futternapf Probleme hat, mußte ich diesen komplett wegräumen. Eventuell liegt dieses Verhalten daran, dass er sich als Welpe unter seinen Geschwistern das Futter mit Knurren gesichert hat. Vielleicht wurden sie auch einem Napf gefüttert. (Das muss ich mal nachfragen.) Jetzt soll er sich eigentlich sein ganzes Futter erarbeiten: Mit Suchspielen, Gehorsamübungen o.ä.

Das schaffe ich noch nicht so ganz, so dass ich sein Futter - was ich nicht über Arbeit ihm gebe - draussen über die Terasse verteile und er muss es sich dann suchen.

Was noch nicht klappt: Er soll nicht mehr unten , sondern bestenfalls in unserem Schlafzimmer schlafen. Das Rudel gehöre zusammen und wenn er unten an der Haustür schlafe, habe er die Aufgabe zu wachen. Mhm, das tut er ja auch.... er kläfft dann öfter. Nun gut. Im Schlafzimmer wird er eher nicht schlafen, denn da wuseln auch die Kinder nachts umher. Am Ende laufen sie dann versehentlich in sein Körbchen... Er wird seinen Schlafplatz zumindest versuchsweise im Raum neben uns bekommen. Diesen werde ich dann mit einer Kindersicherungstür verschliessen. So sieht er uns, kann aber nachts nicht zu den Kindern gehen (und sie nicht zu ihm). Das muss ich aber erst noch versuchen und bin etwas skeptisch. Ich fand es praktisch, dass er freiwillig unten schläft... Unsere bisherigen Hunde schliefen aber alle im Schlafzimmer. Gustav anfangs auch, bis er dann nicht mehr wollte.

Ein weiteres Problem ist, dass er oft alleine im Garten ist. Das soll er bestensfalls aber nicht mehr sein. Auch hier wird seine territoriales und wachsames Verhalten verstärkt, zudem paßt er dann selbstständig auf. Das kann ich auch nachvollziehen, aber manchmal ist es einfach praktisch, Gustav in den Garten zu lassen. Ich bemerke aber bereits, dass sein Problemverhalten besser geworden ist, seitdem er weniger alleine im Garten ist (das hatte ich schon vor der aktuellen Lehrerin geändert gehabt). Jetzt achte ich noch mehr darauf. Somit soll ich natürlich mehr mit ihm gemeinsam machen, was auch Suchspiele oder so im Garten sein könnten. Auch daran arbeite ich nun.

Mhm, was gibt es sonst noch? Ja, ich gehe vor ihm durch die Tür raus, er aber vor mit wieder rein. Wenn er die Kinder anknurrt, soll ich nicht schimpfen, sondern ihn aus der Situation holen. Besser wäre es, ihn aber so gut beurteilen zu können, dass ich bereits bevor er knurrt, ihn aus der Situation holen kann. Das Knurren an sich sei eine positive Eigenschaft, da er sein Unbehagen mitteilt und nicht gleich schnappt oder so. Zudem zeigt er sein Unbehagen ja schon vorher durch Körpersprache an.

Wenn er nicht gestreichelt werden will, dann muss er in Ruhe gelassen werden. Auch sonst soll er die Distanz erhalten, die er je nach gesundheitlicher Situation benötigt.

Was war sonst noch....? Mhm, weiß ich grade nicht mehr. Das waren 2 Stunden mit viel Information.

Gustav tun die von mir bislang umgesetzten Dinge gut, denn er wirkt entspannter. Er liegt nun nicht mehr angespannt mitten zwischen uns, sondern liegt in seinem Hundebett und schläft entspannt. Er kommt natürlich ab und zu zu uns, wird dann ggf. auch geknuddelt, geht dann aber wieder ins Körbchen zurück.

AlHambra
05.03.2011, 12:09
Das hört sich richtig gut an - ich finde, die Ansätze (bzw DER Ansatz, da es ja wirklich ganzheitlich angegangen wird :ok:) klingen plausibel.

Toll, dass einige Dinge gleich "fruchten", da merkst Du ja, dass Du auf dem richtigen Weg bist.

Weiter so !!!! :lach2:

bx-junkie
05.03.2011, 14:19
Kann mich Dominique nur anschliessen! Ich finde es richtig klasse das du dir soviel Mühe gibst mit dem Jungen und das trotz Arbeit und Kindern! Davor ziehe ich meinen Hut :ok:
Ich denke auch das diese ganzen "Massnahmen" fruchten werden und das nicht mal so lange dauern wird, sprich du wirst schnell Erfolge erzielen und das wird dich weiterhin motivieren.

Gustav ist ein unsicherer Hund. Trotzdem ist unsere Rangordnung nicht ganz klar und er meint in manchen Situationen die Kinder erziehen zu müssen oder im Haus für Sicherheit sorgen zu müssen. Und dies, obwohl er sich dieser Aufgabe nicht wirklich gewachsen fühlt. Das klingt vielleicht etwas seltsam, aber ich habe das erste Mal das Gefühl, dass es auf ihn zutreffen könnte.

Finde ich gar nicht seltsam, denn nach deinen Schilderungen hatte ich dieselbe Vermutung, da ich aber weder Gustav kenne noch bei solchen Anlässen dabei war, hab ich geschwiegen, denn aus der Ferne ist sowas ja schlecht zu beurteilen.

Ich drücke euch weiter feste die Daumen bin da aber sehr zuversichtlich! :ok:

Cira
06.03.2011, 06:54
Ich bin beeindruckt, welche Fortschritte ihr erzielt habt.
Eure Trainerin scheint wirklich sehr kompetent zu sein.
Klasse. :ok:

...

*Aldo*
06.03.2011, 06:54
Ja, ich gehe vor ihm durch die Tür raus, er aber vor mit wieder rein.

Hat das mit dem "er vor Dir wieder rein" einen bestimmten Grund?

Simone
06.03.2011, 07:19
Hat das mit dem "er vor Dir wieder rein" einen bestimmten Grund?

Ja, ebenso wie nach mir raus. Im Rudel gehen die ranghohen Tiere zu erst raus und zuletzt wieder rein.

Peppi
06.03.2011, 07:27
Gustav tun die von mir bislang umgesetzten Dinge gut, denn er wirkt entspannter. Er liegt nun nicht mehr angespannt mitten zwischen uns, sondern liegt in seinem Hundebett und schläft entspannt. Er kommt natürlich ab und zu zu uns, wird dann ggf. auch geknuddelt, geht dann aber wieder ins Körbchen zurück.

Hallo Simone,

hört sich doch alles klasse an.

Hab aber mal ne Frage aus Eigeninteresse, wie er es vorher gemacht hat. Durfte er auf die Couch/Bett?

Hat er sich vorher zu Euren Füssen niedergelassen? Und muss er jetzt konsequent immer in seinen Korb/Box, oder darf er auch einfach im Raum rumliegen (oder wird auch das konsqequent unterbunden indem Du immer genau dort arbeiten musst?)

Ist auf jeden Fall interessant mal so ausführlich und detailliert drüber zu lesen! :ok:

Viel Erfolg weiterhin! :lach4:

Simone
06.03.2011, 07:33
Hallo Simone,

hört sich doch alles klasse an.

Hab aber mal ne Frage aus Eigeninteresse, wie er es vorher gemacht hat. Durfte er auf die Couch/Bett?

Hat er sich vorher zu Euren Füssen niedergelassen? Und muss er jetzt konsequent immer in seinen Korb/Box, oder darf er auch einfach im Raum rumliegen (oder wird auch das konsqequent unterbunden indem Du immer genau dort arbeiten musst?)

Ist auf jeden Fall interessant mal so ausführlich und detailliert drüber zu lesen! :ok:

Viel Erfolg weiterhin! :lach4:


Gustav durfte nie - im Gegensatz zu unseren anderen Hunden - auf die Couch oder das Bett.

Jetzt hat er in fast jedem Zimmer einen eigenen Platz zugeteilt bekommen und dort soll er auch die meiste Zeit liegen. Natürlich darf er mal zu uns kommen und wir beschäftigen uns dann ggf. mit ihm, aber wenn er ruht, soll er nur auf seinem Platz liegen. Ich kann ihn auch auf seinen Platz schicken, bringen oder so, aber bei ihm ist es am effektivsten, wenn ich "gerade dort arbeiten muss", wo er eigentlich liegen möchte. Vorher lag er meist dort, wo er wollte. Ich habe ihn ab und zu mal auf seinen Platz geschickt, aber er durfte dann wieder aufstehen und sich zu uns legen. Dann lag er meist auf dem Spielteppich direkt neben oder auch auf mir. ;) Das war dann oft ein hin und her, denn so konnten wir ja nicht spielen, also habe ich ihn weggeschickt. Irgendwann legte er sich dann irgendwohin.

Jetzt sind wir z.B. im Arbeitszimmer und Gustav liegt - freiwillig, ohne dass ich dazu etwas getan hätte - in seinem Körbchen im Wohnzimmer! Das war vorher kaum möglich, weil er immer zwischen/bei uns sein wollte, dabei aber nicht wirklich entspannt war. Jetzt ist er völlig entspannt, seine Zunge hängt weit raus. ;-)

Peppi
06.03.2011, 07:37
Cool, das ist ein guter Hinweis. Hab das so konsequent aus diesem Blickwinkel noch nie gesehen und werde das in naher Zukunft auch angehen. jetzt wo wir bald wieder Platz für Dein Ex-Körbchen haben! ;)

:lach4:

Simone
06.03.2011, 19:47
Cool, das ist ein guter Hinweis. Hab das so konsequent aus diesem Blickwinkel noch nie gesehen und werde das in naher Zukunft auch angehen. jetzt wo wir bald wieder Platz für Dein Ex-Körbchen haben! ;)

:lach4:


Dann berichte doch mal, ob es etwas bringt.

Was auch Erfolg zeigt, wobei ich mir aber etwas blöde vorkomme: Wenn Gustav anschläft, bzw. wenn er wachsam wird und dabei meist ein leises erstes Wuff macht, soll ich zum Fenster gehen und kurz in die Richtung schauen, wo er hinschaut. Mehr nicht. Im Rudel ist es wohl so, dass alle Hunde bei "Gefahr" einen ersten Laut von sich geben. Die Rudelersten schauen dann nach und entscheiden, ob wirklich etwas los ist oder nicht. Gustav ist seitdem ruhiger, bellt weniger. Er beschränkt sich jetzt meist nur auf ein ganz kurzes und leises Wuff.

Allerdings bellt er natürlich viel, sobald er alleine im Garten ist. Er soll ja nicht mehr alleine raus, aber das schaffe ich leider nicht so 100 ig...

Peppi
07.03.2011, 07:06
Mein "Wachhund" bellt nur wenn er wieder rein will. :hmm:


Ein Hoch auf den eigenen Garten :kicher:

Gabi
07.03.2011, 12:58
Klingt super. Trainerin weiß wohl auch,was sie tut. Weiterhin toi toi toi

Hola
07.03.2011, 19:08
Hört sich doch echt toll an!
Ich hab sehr großen Respekt vor deinem engagment und das mit 3 Kindern, Haushalt etc.
Viele würden den Weg des geringsten wiederstands gehen und ihn gleich weg geben aber es wird bei euch bestimmt bald alles klappen, die anfänge sind echt super!
Viel glück weiterhin!

sina
28.04.2011, 21:41
:lach4:Hallo Simone,

nun hast Du schon einige Zeit nichts mehr geschrieben wie es mit Gustav geht.
Hoffentlich ist es ein positives Zeichen, würde mich freuen mal wieder etwas von Dir zu lesen!:ok:

Simone
29.04.2011, 20:05
:lach4:Hallo Simone,

nun hast Du schon einige Zeit nichts mehr geschrieben wie es mit Gustav geht.
Hoffentlich ist es ein positives Zeichen, würde mich freuen mal wieder etwas von Dir zu lesen!:ok:


Danke der Nachfrage. Momentan komme ich leider zeitbedingt kaum dazu, im Forum zu schreiben. Aber das wird sicher wieder besser... ;)

Mit Gusti war ich jetzt 3 Mal beim Einzeltraining. Er soll nun apportieren lernen, was nicht so einfach ist. Nächstes Mal haben wir dann versuchsweise eine gemeinsame Stunde mit noch einem anderem BM-Rüden. Wenn die beiden sich verstehen, können wir zusammen trainieren, was mir schon aus Kostengründen lieber wäre. Zudem ist es mit noch einem BM natürlich nett!

Gusti macht sich insgesamt sehr gut. Es gab jetzt eine lange Zeit gar keine Probleme mehr. Im Haus ist er ruhiger, liegt öfter auf seinem Ruheplatz. Wenn Besuch kommt, ist er deutlich weniger aufdringlich und bleibt bei meinem Wunsch auch in seinem Körbchen (zumindest nachdem ich ihn die ersten 3 Mal zurück geschickt habe...). Beim Spaziergang klappt alles weiterhin sehr gut. Die letzten Tage war ja wieder ein Wetterwechsel (von der Hitze mit 26° ging es ja wieder auf kühlere Temperaturen mit Regen zurück), was ich gleich bemerkte. Er war wieder etwas patziger. Aber auch hier ist eine Besserung erkennbar. Die Kinder, auch mein Mittlerer, streicheln Gusti wieder hin und wieder. Ich bin somit mit dem Verlauf sehr zufrieden und hoffe, dass es noch besser wird.

Laut der Hundetrainerin ist das Knurren auch sinnvoll und gut und ich soll es nicht unterbinden. Sie sagt, dass ein Hund, der knurrt besser sei, als einer, der nichts sagt und wo es sich dann plötzlich entlädt. Und das stimmt ja auch.

sina
29.04.2011, 21:59
:lach4:Es freut mich sehr zu hören das Gustav sich so gut macht!:ok:
Ist er eigentlich kastriert?
Leider hab ich i.M. wieder probleme mit Biene.
Sie ist eigentlich ein Traumhund, macht alle Komandos, ist sicher und ist mit Mensch und Tier verträglich...bis auf Heinrich!
Eben ist sie ohne ersichtlichen Grund wieder auf ihn los und wollte ihn am Kopf packen.
Das macht mir grosse Sorgen, ich dachte das es evtl. mit der Läufigkeit zusammen hängt aber die ist nun seit einer Woche vorbei.
Ausserdem hatte sie sich gut gemacht und wollte am nachmittag auch mit Heini spielen.

Ich drücke Dir ganz feste die Daumen das bei euch alles wieder zu einem ruhigen und friedlichen Zusammenleben kommt!

Simone
07.05.2011, 20:06
Hallo!

Heute habe ich mit Gustav ein sehr interessantes Seminar besucht: Thema: Körpersprache und Kommunikation. Mir hat es richtig gut gefallen. Zur Hundeschule von M. Rütter gibt es hier ja sehr unterschiedliche Meinungen und ich möchte auch keine Grundsatzdiskussion darüber entfachen.... Zwar laufen die Hundeschulen D.O.G.s unter seinem Namen und die Trainer haben alle die gleiche Ausbildung absolviert, aber letztendlich kommt es auf die oder den einzelnen Trainer an. Unsere Trainerin hat es wirklich interessant und gut gemacht. Wir waren 4 Teilnehmer (Hund und Mensch). Jeder Hund wurde in verschiedenen Situationen gefilmt und danach haben wir dann die Videos analysiert. Ich fand es spannend und es waren auch einige neue Infos für mich dabei.

Ansonsten gibt es keine großen Neuigkeiten von Gustav. Er ist ein sehr wachsamer und territorialer Hund. Er erinnert mich ein wenig an die Molosser-Rüden, die ich vor mehreren Jahren bei einem Hundelehrgang getroffen habe... Meine Mädels waren diesbzgl. völlig anders und bei weitem nicht so wachsam.

Simone
08.05.2011, 08:55
Anbei ein aktuelles Foto von Gustav und Jonas

AlHambra
08.05.2011, 13:40
Das Foto ist richtig schön, da hast Du einen guten Moment mit Kind und Hund eingefangen.

sina
08.05.2011, 21:55
Das Foto ist wirklich toll!:)

Oft denke ich jetzt an Dich Simone, wenn ich schon soviel Angst um Heinrich habe wie muss es Dir mit drei kleinen Kindern ergehen.

tpgbo
09.05.2011, 06:16
Mich freut es nur absolut, daß Ihr Euch doch nicht trennen mußtet!
Jedes Tier hat einen anderen Charakter und man muß das Wesen kennen lernen.
Einfach toll, das sich bei Euch alles zum Guten gewendet hat.:ok:

Simone
13.05.2011, 17:52
Hallo!

Leider gab es heute eine Situation, nach der ich mich entschieden habe, für Gustav ein neues zu Hause suchen zu müssen:

Gustav ist seit einigen Tagen gestresst: Das Wetter wechselt mal wieder, es ist heiss und auf unserem Grundstück sind seit einer Woche tgl. Bauarbeiter. Er hat somit schon mehrfach gebrummelt, wenn ihm eines der Kinder zu nahe kam. Bislang dachte ich aber, dass damit gut sei. Heute waren wir in der Hundeschule. Mit dabei war noch ein Bullmastiffrüde. Beide arbeiteten mit Abstand. Gustav sollte ein Leckerli anzeigen. Ziel war, dass er das in einem Rohr nicht zugängliche Leckerli durch Bellen, Pfotenkratzen o.ä. anzeigt. Die Hundelehrerin zeigte uns dies und versuchte Gustav durch Worte zu ermutigen. Aber Gustav war sie wohl zu nahe, er war gestresst, wollte seine Ruhe und giftete sie an, ohne vorher zu knurren! Laut ihrer Einschätzung war er nicht aggressiv und wollte sie nicht beissen oder ähnliches. Er blaffte sie sehr deutlich an, ging nach vorne und schnappte in die Luft. (Er hätte sie beissen können, sie saß ja direkt neben ihn). Sie meinte, dass er auf einer Hundetypische Art deutlich gemacht habe, dass er seine Ruhe haben wolle. Er sei nicht gefährlich oder aggressiv, aber unter Stress könne es zu solchen Reaktionen kommen. Bei einem Erwachsenen sei das nicht schlimm, bei einem Kind aber doch gefährlich, insb. weíl Kinder ja auch unpassend reagieren können. Sein Verhalten und seine zeitweise fehlende Belastbarkeit könne ich leider nicht abtrainieren. Sie hält unser trubeliges zu Hause für Gustav zudem für zu viel. Tja, nun kommt leider doch genau das, was ich seit 6 Monaten verhindern möchte: Gustav muss vermittelt werden. Am liebsten wäre mir ja jemand hier aus dem Forum, der Molosser kennt, liebt und weder Kinder im Haushalt leben hat noch Kinder haben möchte...

Schei.... :traurig:


http://www.molosserforum.de/molosser-suchen-ein-zuhause/16541-bullmastiffruede-fast-2-jahre-gustav.html#post271872

Mila
13.05.2011, 18:12
oh nein... :(

Simone
13.05.2011, 18:15
oh nein... :(


Ja, das denke ich auch...

Hola
13.05.2011, 18:19
Ach du ********, jetzt habt ihr so viel gearbeitet und getan das sich alles zum Guten wendet und nun das!
Ich hoffe das ihr jemanden findet der euch und Gusti gleich Sympatisch ist und wo er und ihr zur Ruhe kommen könnt!
Vielleicht findet sich wirklich jemand von hier, das wäre echt klasse!
ICh drücke euch die Daumen das es eine für alle befriedigende Lösung gibt!

bx-junkie
13.05.2011, 19:41
http://www.molosserforum.de/images/smilies/frown.gif Ich hab es gerade gesehen in " Zuhause gesucht", bin gleich hier rein, weil ich dachte das kann doch nicht sein...ach Mensch Simone...weiß nicht was ich sagen soll.
Ich drücke feste die Daumen das sich hier jemand findet, der Gusti ein neues Zuhause geben kann...ich drück dich mal...

Simone
13.05.2011, 19:51
:( Ich hab es gerade gesehen in " Zuhause gesucht", bin gleich hier rein, weil ich dachte das kann doch nicht sein...ach Mensch Simone...weiß nicht was ich sagen soll.
Ich drücke feste die Daumen das sich hier jemand findet, der Gusti ein neues Zuhause geben kann...ich drück dich mal...


Ja, danke. Und jetzt ist er wieder sooo süß, liegt hier mit der Zunge raushängend und möchte bei mir sein... Er ist immer noch ein toller Hund, aber ich muss realistisch bleiben: Er wird leider nie ein Kinder-Hund werden... :(

Pöllchen
13.05.2011, 20:28
Das tut mir wahnsinnig doll leid, für euch alle :(
Es stimmt ja, du tust Gustav keinen Gefallen, wenn er bei euch nicht zur "Ruhe" kommt. Und bevor doch noch was passiert...:(

Ich wünsche euch alles erdenklich Gute und das Gustav seine Traumfamilie findet!

sina
13.05.2011, 22:32
Auch wenn es weh tut, es ist das Beste was Du für Gustav und Deine Kinder machen kannst!
Ich hoffe der Gusti bekommt noch eine neue Chance und findet eine nette Familie!

susanneth
14.05.2011, 08:24
Ach menno, das hast Du nicht verdient aber Du hast wirklich alles getan was getan werden konnte und ich denke Deine Entscheidung ist richtig.

Liebe Grüsse Susanne

AlHambra
14.05.2011, 09:36
Ich weiss gar nicht was ich sagen soll, das muss so schwer sein für Dich.

Irgendwie ging mir eben der Spruch von Schnurre durch den Kopf "Lieben heisst loslassen können".... und eine grosse Verantwortung hast Du ja da zu tragen, sowohl den Kids als auch Gustav gegenüber.


Ich drück euch die Daumen, dass ihr eine tollen Platz findet, vielleicht klappt es sogar hier im Forum.

bx-junkie
14.05.2011, 09:45
Ja, danke. Und jetzt ist er wieder sooo süß, liegt hier mit der Zunge raushängend und möchte bei mir sein... Er ist immer noch ein toller Hund, aber ich muss realistisch bleiben: Er wird leider nie ein Kinder-Hund werden... :(

Eigentlich hat er ja nichts gegen Kinder...er kann nur schlecht mit Stress umgehen...er ist noch jung, noch gar nicht erwachsen für einen Molosser, das wird sich vll. auch noch geben.
Ich kann aber verstehen das du natürlich Angst um deine Kiddis hast, obwohl die wirklich gut mit Gusti umgehen nach deinen Schilderungen...man kann dir so gar nicht helfen bei der Entscheidung und egal wie du dich entscheidest, du wirst immer an dir zweifeln, und das macht es nicht gerade leichter :traurig:
Ich hoffe sehr das es eine Lösung gibt, mit der du leben kannst!
Viel Kraft wünsche ich dir...

kallinski
14.05.2011, 14:09
was mich etwas irritiert- ist nicht böse gemeint- wie Gustav seine Junghundprüfung zum Therapiebegleithund geschafft hat?

Ist da niemandem aufgefallen, dass er Stress/ Belastbarkeit nicht gewachsen ist?
Gab es damals gar keine Anzeichen?
Ist das jetzt duch das Herzproblem verursacht?

Ich hoffe ihr findet ein tolles zu Hause für ihn, auch wenn es sehr sehr schwer fällt.

leavinblues
14.05.2011, 18:21
Die Entscheidung darüber zu treffen ist wahrlich hart. Meine Frau und ich haben damals auch wegen Kinder und Bruno (unseren Mastiff) viele Diskussionen gehabt. Frauen und vor allem Mütter haben da ganz andere Gedankengänge und sind auf Bezug der Kinder viel furchtsamer. Wir entschieden uns damals für Kinder und Hunde und es ist auch nie was passiert. Die beiden Mädels damlas 7 Monate und 2 Jahre hatten Respekt vor Ihm und wenn sie zu zudringlich wurden hat er geknurrt und sich zu Herrchen verzogen. Wir ließen Hunde und Kinder nie allein. Im nachhinein bin ich immer noch heilfroh daß nichts passiert ist nicht aus zudenken. Ich schreibe dies aus gegebenen Anlaß weil unsere Kleine heute von Gustl an der Backe verletzt wurde. Gustl ist und war immer lieber Hund seit ca 2 Monaten bei uns, die Große wollte Gustl fotografieren und die Kleine sollte ihn halten. Ich war im Büro und meine Frau holte vom Gartentor die Post. Plötzlich Riesengeschrei ich laufe vom Büro ins Haus und die Kleine blutet aus der Backe ein größerer Schmiß und ein kleinerer Schmiß. Mein erster Gedanke der Hund muß weg. Hirn eingeschaltet was schon schwierig war da zittern die Knie und ich befragte meine große Tochter wie das passiert ist. Leni hat den Gustl an den Ohren gezogen und wollte daß er aufsteht dann hat er ein paarmal geknurrt und weil sie nicht aufhörte hat er geschnappt. Soll ich jetzt den Hund dafür bestrafen. Ich denke nicht und ich meine auch daß wir Ihm noch eine Chance geben sollen und nie mehr die Kinder allein auch für kurze Zeit allein lassen. Auch Kinder sind unberechenbar.

Simone
14.05.2011, 19:04
was mich etwas irritiert- ist nicht böse gemeint- wie Gustav seine Junghundprüfung zum Therapiebegleithund geschafft hat?

Ist da niemandem aufgefallen, dass er Stress/ Belastbarkeit nicht gewachsen ist?
Gab es damals gar keine Anzeichen?
Ist das jetzt duch das Herzproblem verursacht?

Ich hoffe ihr findet ein tolles zu Hause für ihn, auch wenn es sehr sehr schwer fällt.


Hallo,

das ist leicht zu erklären und zeigt auch mein Problem: Gustav ist nicht immer gleich und seine Belastbarkeit ist von seiner Tagesform abhängig. Er hat gute Phasen, die auch mehrere Wochen lang andauern und er hat schlechte Phasen, die meist nur einige Tage anhalten. In diesen schlechten Phasen ist er nicht belastbar, so dass ich die schwierigere Therapiehundeprüfung für erwachsene Hunde auch abgesagt habe. Die Junghundeprüfung hat er wirklich toll gemeistert und er wurde deutlich unter Stress gesetzt. Ich war ganz positiv von ihm überrascht. Die Ausbildern hatte aber auch empfohlen, mit der richtigen Prüfung noch eine längere Zeit zu warten. Gustav war schon etwas wechselhaft, aber zum Ausbildungszeitpunkt auch mitten in der Pubertät.

Gustav braucht somit jemanden, der ihm in den schlechten Zeiten Ruhe und Rückzug gewehrt. Das ist hier kaum umsetzbar, denn ruhig ist es bei uns nie.

sina
14.05.2011, 19:06
@ leavinblues

Puh, mir blieb bei der Vorstellung fast das Herz stehen!:schreck:

Die Kleine einmal drücken da zum Glück nichts schlimmeres passiert ist und einmal schimpfen, weil an den Ohren ziehen geht garnicht!:hmm:

Wer ist Gusti?

Simone
14.05.2011, 19:09
Die Entscheidung darüber zu treffen ist wahrlich hart. Meine Frau und ich haben damals auch wegen Kinder und Bruno (unseren Mastiff) viele Diskussionen gehabt. Frauen und vor allem Mütter haben da ganz andere Gedankengänge und sind auf Bezug der Kinder viel furchtsamer. Wir entschieden uns damals für Kinder und Hunde und es ist auch nie was passiert. Die beiden Mädels damlas 7 Monate und 2 Jahre hatten Respekt vor Ihm und wenn sie zu zudringlich wurden hat er geknurrt und sich zu Herrchen verzogen. Wir ließen Hunde und Kinder nie allein. Im nachhinein bin ich immer noch heilfroh daß nichts passiert ist nicht aus zudenken. Ich schreibe dies aus gegebenen Anlaß weil unsere Kleine heute von Gustl an der Backe verletzt wurde. Gustl ist und war immer lieber Hund seit ca 2 Monaten bei uns, die Große wollte Gustl fotografieren und die Kleine sollte ihn halten. Ich war im Büro und meine Frau holte vom Gartentor die Post. Plötzlich Riesengeschrei ich laufe vom Büro ins Haus und die Kleine blutet aus der Backe ein größerer Schmiß und ein kleinerer Schmiß. Mein erster Gedanke der Hund muß weg. Hirn eingeschaltet was schon schwierig war da zittern die Knie und ich befragte meine große Tochter wie das passiert ist. Leni hat den Gustl an den Ohren gezogen und wollte daß er aufsteht dann hat er ein paarmal geknurrt und weil sie nicht aufhörte hat er geschnappt. Soll ich jetzt den Hund dafür bestrafen. Ich denke nicht und ich meine auch daß wir Ihm noch eine Chance geben sollen und nie mehr die Kinder allein auch für kurze Zeit allein lassen. Auch Kinder sind unberechenbar.


Ach Du je.... Du hast recht, dass man Hund und Kind nie alleine lassen sollte, aber im Alltag läßt sich das einfach nicht 100% umsetzen.

Ich wünsche Euch wirklich von ganzem Herzen, dass ihr es mit Gustl hinbekommt! Ich habe meinen Gustav einigen Chancen gegeben, denn er ist mir extrem wichtig, aber leider denke ich, dass eine andere und ruhigere Familie auch für ihn besser wäre.

*Aldo*
14.05.2011, 19:21
Hallo,

das ist leicht zu erklären und zeigt auch mein Problem: Gustav ist nicht immer gleich und seine Belastbarkeit ist von seiner Tagesform abhängig. Er hat gute Phasen, die auch mehrere Wochen lang andauern und er hat schlechte Phasen, die meist nur einige Tage anhalten. In diesen schlechten Phasen ist er nicht belastbar, so dass ich die schwierigere Therapiehundeprüfung für erwachsene Hunde auch abgesagt habe. Die Junghundeprüfung hat er wirklich toll gemeistert und er wurde deutlich unter Stress gesetzt. Ich war ganz positiv von ihm überrascht. Die Ausbildern hatte aber auch empfohlen, mit der richtigen Prüfung noch eine längere Zeit zu warten. Gustav war schon etwas wechselhaft, aber zum Ausbildungszeitpunkt auch mitten in der Pubertät.

Gustav braucht somit jemanden, der ihm in den schlechten Zeiten Ruhe und Rückzug gewehrt. Das ist hier kaum umsetzbar, denn ruhig ist es bei uns nie.

Vielleicht würde ja dann sogar eine Familie mit etwas älteren Kindern gehen (so ab 13 Jahre - damit er sie auch als "erwachsen" annimmt). Die machen ja dann nicht mehr so viel Lärm und sind auch nicht den ganzen Tag daheim u.U.

Aber ich muss wirklich sagen, ich kann Deine Entscheidung (die ja nun wirklich absolut nicht über den Zaun gebrochen wurde) total verstehen.

Wir bekommen auch gerade ein Baby und ich hoffe sooo sehr, dass das niemals ein Problem geben wird. Aldo wird natürlich auch schon etwas älter sein, wenn der Kleine ins Krabbelalter kommt, aber trotzdem. Eine Horrorvorstellung; aber ich denke ihr habt die beste Entscheidung getroffen. Denn Deine latente Angst und Unsicherheit/Mißtrauen bemerken ja auch Deine Kinder und Gustav. Und das macht die Situationen und das Zusammenleben nur noch schwieriger....

bx-junkie
14.05.2011, 19:41
Ach Du je.... Du hast recht, dass man Hund und Kind nie alleine lassen sollte, aber im Alltag läßt sich das einfach nicht 100% umsetzen.

Wie man an oben geschilderten Situation gut erkennen kann. Man kann sich noch so sehr bemühen, es ist eben nicht machbar rund um die Uhr mit allen Sinnen bei Hund und Kind zu sein...und Kinder sind so unberechenbar wie Hunde...ich denke das die beiden sehr wohl wußten das man einen Hund nicht an den Ohren zieht, das ein knurren als Warnung zu verstehen ist...und trotzdem haben sie es gemacht...eben weil es Kinder sind.
Ich finde es sehr gut von leavinblues das nicht der Hund sofort abgeschafft wurde und nach der Wahrheit geforscht wurde. Und ebenso lobenswert das die Kinder, wohlwissend das es nicht richtig war was sie getan haben, sofort gestanden haben, nicht unschuldig an der Situation gewesen zu sein. :ok:

Simone ich kenne Gusti nicht und ich kenne deinen Haushalt nicht...ich denke ich würde es weiter versuchen, denn Gusti ist doch nicht übersteigert aggressiv...er warnt doch nur und deine Kinder werden auch älter...ach ich weiß auch nicht...es tut mir so weh das du ihn hergeben willst und es doch eigentlich gar nicht willst...gibt es nicht doch noch eine Chance?
Bitte versteh mich nicht falsch! Ich will dir damit nicht sagen das du zu schnell aufgibst, denn dem ist nicht so, aber ich merke doch wie schwer es dir fällt...und ich glaube immer noch das es klappen würde :(
Oder glaubst du nicht? Denkst du es ist echt Hopfen und Malz verloren?


Ich habe meinen Gustav einigen Chancen gegeben, denn er ist mir extrem wichtig, aber leider denke ich, dass eine andere und ruhigere Familie auch für ihn besser wäre.

Der ist für dich... http://www.bordeauxdoggen-meerbusch.de/forumsmilies/smilies/standard/knuddel.gif unbekannterweise ;)

Simone
14.05.2011, 20:30
Simone ich kenne Gusti nicht und ich kenne deinen Haushalt nicht...ich denke ich würde es weiter versuchen, denn Gusti ist doch nicht übersteigert aggressiv...er warnt doch nur und deine Kinder werden auch älter...ach ich weiß auch nicht...es tut mir so weh das du ihn hergeben willst und es doch eigentlich gar nicht willst...gibt es nicht doch noch eine Chance?
Der ist für


Mein Herz sagt sofort "ja", aber mein Verstand "nein". Das Problem ist ja leider, dass Gustav nicht eine typische Verhaltensweise hat, die ich in der Hundeschule bearbeiten kann. Er ist meistens ein problemloser und auch belastbarer Hund, aber es gibt Zeiten, in denen er nicht so gut einschätzbar ist. Auch dann reagiert er nicht aggressiv, aber - wie ich die letzten Tage gesehen habe - kann er auch mal nach vorne gehen und zuschnappen. Das macht einer erwachsenen Person höchsten einen großen Schrecken, aber mehr nicht. Bei einem Kleinkind kann das aber anders aussehen. Alleine sein Gewicht reicht da ja auch und das finde ich zu gefährlich. Zudem bräuchte Gusti in dieser schlechteren Zeit auch ein ruhiges zu Hause. Bei uns ist es aber immer laut und hektisch. Hier rennen ja 3 Kinder mit Geschrei rum. :schreck:

Durch die guten Phasen kommt es aber auch immer wieder vor, dass ich fast vergesse, wie Gusti reagieren kann. Und dann stehe ich nicht immer in Hab-Acht-Stellung und passe total auf. Und ganz ehrlich: Das schaffe ich bei 3 Kindern auch nicht. Die Kinder sind ja nicht immer in einem Raum, auch Gustav läuft hin und her, dann brüllt ein Kind z.B. aus dem Badezimmer... Was soll ich dann machen? Immer als erstes an den Hund denken und ihn schnell in den Garten tun und erst dann zum schreienden Kind laufen? Das geht nicht - zumindest nicht immer. Ich hoffe, Du weißt, wie ich das meine. Natürlich muss man auf Hund und Kind aufpassen, aber ich kann nicht immer direkt daneben stehen.

bx-junkie
14.05.2011, 20:42
Mein Herz sagt sofort "ja", aber mein Verstand "nein". Das Problem ist ja leider, dass Gustav nicht eine typische Verhaltensweise hat, die ich in der Hundeschule bearbeiten kann. Er ist meistens ein problemloser und auch belastbarer Hund, aber es gibt Zeiten, in denen er nicht so gut einschätzbar ist. Auch dann reagiert er nicht aggressiv, aber - wie ich die letzten Tage gesehen habe - kann er auch mal nach vorne gehen und zuschnappen. Das macht einer erwachsenen Person höchsten einen großen Schrecken, aber mehr nicht. Bei einem Kleinkind kann das aber anders aussehen. Alleine sein Gewicht reicht da ja auch und das finde ich zu gefährlich. Zudem bräuchte Gusti in dieser schlechteren Zeit auch ein ruhiges zu Hause. Bei uns ist es aber immer laut und hektisch. Hier rennen ja 3 Kinder mit Geschrei rum. :schreck:

Durch die guten Phasen kommt es aber auch immer wieder vor, dass ich fast vergesse, wie Gusti reagieren kann. Und dann stehe ich nicht immer in Hab-Acht-Stellung und passe total auf. Und ganz ehrlich: Das schaffe ich bei 3 Kindern auch nicht. Die Kinder sind ja nicht immer in einem Raum, auch Gustav läuft hin und her, dann brüllt ein Kind z.B. aus dem Badezimmer... Was soll ich dann machen? Immer als erstes an den Hund denken und ihn schnell in den Garten tun und erst dann zum schreienden Kind laufen? Das geht nicht - zumindest nicht immer. Ich hoffe, Du weißt, wie ich das meine. Natürlich muss man auf Hund und Kind aufpassen, aber ich kann nicht immer direkt daneben stehen.

Simone ich bin da ganz bei dir und verstehe was du sagst...ich weiß das du es dir nicht leicht machst und jemanden gutes für deinen kleinen Kuchenzahn finden wirst, da bin ich mir sicher! Meine Daumen sind jedenfalls gedrückt...schade das ich schon 2 habe...ich würde es mit dem Stinker versuchen(hab ja auch keine Kinder)...

Simone
14.05.2011, 22:13
schade das ich schon 2 habe...ich würde es mit dem Stinker versuchen(hab ja auch keine Kinder)...


Ja, schade...

tpgbo
15.05.2011, 05:51
Ich bin geschockt...
Kann Dich aber supergut verstehen!

Monty
15.05.2011, 06:08
Ich bin traurig das es nun doch zur Trennung von Hund und Kindern kommen muss. Ihr habt euch so viel Mühe gegeben und lange versucht, die Situation zu verbessern.

Ich akzeptiere eure Entscheidung, denke aber das es schwer wird, einen sehr ruhigen Platz zu finden, - wirklich verstehen kann ich diese Entscheidung aber nicht.
Ich habe immer noch den Eindruck das dies dir sehr sehr schwer fällt...

leavinblues
15.05.2011, 12:29
Wenn man sich des Hundes nicht mehr hundertprozent sicher ist, dann würde ich mich auf für die Kinder und gegen Hund entscheiden. Wenn Gustl zugebissen hätte wäre die Kleine ein Leben lang enstellt. Ich kann diesbezüglich Simone gut verstehen daß Sie sich für die Kinder entscheidet.
Mit Klammerpflaster und suabermachen ist das ganze beendet worden. Aber da ziehts einem die Füße weg an so was denkt man nicht. Aber heute morgen ist Lena schon wieder zu Gustl hin und hat "Entschuldigung " zu ihm gesagt.
Gustl ist der Nachfolger von Bruno unseren Mastiff. Ursprünglich hieß er "Ybbs del paése" und morgen hat er Geburstag. :ok:

Peppi
15.05.2011, 12:34
:35: ich versteh nur noch Bahnhof.

Ist Gusti jetzt bei Dir? Oder ist das Zufall mit dem gleichen Namen?


schon gut, einen Beitrag überlesen! ;)

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