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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie kann man Beissvorfälle vermeiden?


Amakuru
13.09.2010, 09:09
[Anmerkung Mod: Entstanden aus dem Thread Rottweiler tötet 3-Jährigen (http://www.molosserforum.de/meckerecke/14211-rottweiler-toetet-3jaehrigen.html)]

Ein paar Fragen dazu als Laie. Ich habe den Dogo-Stafford Mix meines Sohnes sehr ins Herz geschlossen. Der Dicke ist aber noch ein richtiger Rüpel. Habe jetzt mal während des Urlaubs einiges gestartet, damit sie ihm Regeln setzen lernen usw. An und für sich sehe ich auch kein Problem - das schaffen sie schon, sich entsprechend zu erziehen. ;) Aber: Im Dezember soll mein Enkel auf die Welt kommen. Und mal abgesehen davon, dass ich das Kind niemals allein mit dem Hund lassen würde - was können die beiden Eltern noch tun, um soclhe Dinge wie mit dem Rottweiler zu verhindern? Wie ist der Hund dazu gekommen, so aggressiv zu reagieren? Was hat das Kind in diesem Moment getan? Ist das ein normales Verhalten oder hat der Hund einen Knall (sry für die Wortwahl). Haben Eure Hunde schon mal ansatzweise aggressiv auf Eure Kinder regaiert? Was waren die Gründe dafür? Wie gesagt - ich bin ein Laie. Danke schon mal für die Antworten

Hola
13.09.2010, 09:20
Ich denke mal das die Rottis da ja nur zur Pflege waren und eventuell nie Kontakt mit Kindern hatten, das Herrchen war nicht da der die Situation vielleicht besser eingeschätzt hätte und den Hunden sicherheit vermittelt hätte...Hund und Kind bei einer alten Frau abgeben also schon mal ganz schlecht.....

Bin selber erst Mutter geworden und ich kann nur sagen das ich die beiden immer in Kontakt gelassen habe...beim Stillen oder Flasche geben saß der Hund mit auf dem Sofa und hat mitgekuschelt. Er durfte den kleinen immer ablecken und beschnüffeln, macht einfach keine super dramatische Situation aus der Sache - alles ganz normal wie immer....
Wenn der Hund nicht gut an der Leine geht würd ich Spaziergänge mit dem leeren Kinderwagen schon mal üben...ist für manchen Hund vielleicht doch etwas bedrohlich wenn neben ihm so ein ding fährt.
Schafft euch einen sicheren Babyverwahrungsplaztz an, ich hab den Laufstall im wohnzimmer so eingestellt das die Platte so hoch war das ich mich nicht ganz runter bücken muß aber doch so tief das der Hunderüssel nicht ran reichte....
Beobachtet den Hund wie er sich gibt wenn das Kind laut schreit...unsere war davon immer etwas genervt weil sie laute Geräusche einfach nicht mag. Bis das kleine dann mal so weit ist das es selbstständig kontakt zum Hund aufnehmen kann ( krabbeln ) wisst ihr schon wie euer Hund reagiert, allerdings wirklich nie alleine lassen!
Das wird schon, man hat immer mehr Angst als eigentlich nötig wäre...aber vorsicht ist die Mutter blabla...
Falls ich jetzt was ganz Kontraproduktives geschrieben habe, verbessert mich aber so hab ich es halt gemacht!

Peppi
13.09.2010, 10:02
Ein paar Fragen dazu als Laie. Ich habe den Dogo-Stafford Mix meines Sohnes sehr ins Herz geschlossen. Der Dicke ist aber noch ein richtiger Rüpel. Habe jetzt mal während des Urlaubs einiges gestartet, damit sie ihm Regeln setzen lernen usw. An und für sich sehe ich auch kein Problem - das schaffen sie schon, sich entsprechend zu erziehen. ;) Aber: Im Dezember soll mein Enkel auf die Welt kommen. Und mal abgesehen davon, dass ich das Kind niemals allein mit dem Hund lassen würde - was können die beiden Eltern noch tun, um soclhe Dinge wie mit dem Rottweiler zu verhindern? Wie ist der Hund dazu gekommen, so aggressiv zu reagieren? Was hat das Kind in diesem Moment getan? Ist das ein normales Verhalten oder hat der Hund einen Knall (sry für die Wortwahl). Haben Eure Hunde schon mal ansatzweise aggressiv auf Eure Kinder regaiert? Was waren die Gründe dafür? Wie gesagt - ich bin ein Laie. Danke schon mal für die Antworten

Das ist mal eben so in einem Forum wohl nicht abschließend zu klären.

Ein Hund braucht klare Linien. Das heisst nicht Härte, oder Prügel oder irgendwelche Tipps von 33 sondern schlicht und einfach Konsequenz und ein souveränes Familienoberhaupt, auf dessen Entscheidungen sich der Hund verlassen kann. Herrchen/Frauchen sollte aus Hundesicht einfach "berechenbar" sein.

Außerdem "sozialisiert" man Hunde auf die Umwelt und das funktioniert i.d.R. ganz gut. Sicherlich kommt irgendwann auch eine "genetische"Komponente dazu. Diese liegt m.E. allerdings weniger an Rasse oder sonstwas, sondern viel eher an genetischer Verarmung in Folge von Engzucht Praktiken aus dem Mittelalter.

So einem Hund sieht man das aber in der Regel an, wenn er nicht ganz sauber tickt.

Das kann man anhand der Infos aber hier nicht ableiten.

Ein sicherer - im Volksmund "dominanter" Hund - ist in der Regel aber weniger gefählrlich als ein unsicherer Hund, der dann auch mal unangemessen reagiert.

So tragisch diese Fälle aber auch sind, verzerren sie das Bild. Du solltest also rational daran gehen und Dich mal fragen, wieviele solcher Fälle gibt es, wo nichts passiert. Erst ein seriöser Vergleich würde Aufschluss geben.

Wahrscheinlich gab es sowas immer, nur das jetzt die Informationen viel leicher zugänglich sind und die Medien sich - insbesondere im Sommerloch, oder in der Absicht abzulenken - auf solcherlei Fälle stürzen, wie der Teufel auf die arme Seele. Die Politiker gehen mit soetwas auf Stimmenfang.

Wie interessant wäre die Bildschlagzeile: 3 jähriger wächst unbeschadet zwischen 4 Pitbulls auf...

Aber kleine Kinder und Hunde gehören unter Aufsicht. Es gibt keine "kinderfreundliche Rasse". Jeder der soetwas propagiert, gehört gedissed.

Mach Dich nicht verrückt :lach4:

Urmel
13.09.2010, 10:18
Gehe immer noch von der Theorie aus, das das Wesen der Hunde hauptsächlich durch den Besitzer geprägt ist, egal welche Rasse.
Als mein Sohn auf die Welt kam, hatte ich 4 Rottweiler und deren Verhalten blieb ganz normal, ausser, das sie keinen Fremden an meinen Sohn ranliessen, ohne das wir, die Eltern dabei waren.:ok:
Meine Hunde sind auch nie durch Agressivität, oder Beissereien aufgefallen.
Würde und werde immer einen Rotti, jeder anderen Rasse vorziehen.
Tolle, aber leider verkannte Rasse, die durch die Medien schon immer schlecht geredet wurde, bevor die neueren Moderassen in den Vorschein traten.

bmk
13.09.2010, 13:38
Gehe immer noch von der Theorie aus, das das Wesen der Hunde hauptsächlich durch den Besitzer geprägt ist, egal welche Rasse.

that´s it!

so ist´s auch mit kindern und allem was zu erziehen ist.

Peppi
13.09.2010, 15:34
that´s it!

so ist´s auch mit kindern und allem was zu erziehen ist.

Die Ergebnisse der Epigenetik gehen da allerdings etwas "differenzierter" mit um.

Die genetische Komponente muss zumindest gegeben sein, damit ein bestimmter Reiz diese Komponente überhaupt aktivieren KANN.

Stark vereinfacht hieraus:

http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/1031484&_z=798884

shaun_the_leprechaun
13.09.2010, 17:27
@peppi: nanana wer wird denn hier zum ossifeindlichen chauvi werden, von mir als ollem westdeutschen hooligan und mann kommt hierzu ein klares no. ich denke nicht dass dummheit, verantwortungslosigkeit und ein beissproblem ein ostdeutsches problem bzw. ein rein weibliches problem ist. im gegenteil, diese probleme sind non-gender und international.

abschließend klären lassen würde sich der gesammte sachverhalt bzw. der genaue hergang eh nur, wenn wir einblick in die gesamten ermittlungsakten zu diesem fall durch polizei, ect. bekommen würden.

für mich hört sich das an, als ob es sich entweder um eine pflege von urlaubshunden oder um vermittlungshunde gehandelt hat. das macht das ganze noch kurioser. bei urlaubshunden, die man nicht einschätzen kann und kennt wie der besitzer, und schon garnicht bei vermittlungshunden, deren vergangenheit man nicht kennt, und die noch schwerer einzuschätzen sind, keiner weiss ob die hunde mal schlechte erfahrungen gemacht haben ect..

wie man wildfremde hunde mit einem dreijährigen alleine lassen kann ist mir nicht verständlich, ich würde ja meine tochter nicht mal mit pooch alleine lassen, obwohl sie hailie liebt, sehr protektiv für die kleine da ist und nicht selten gebremst werden muss, jeder der sich unerlaubt dem kind im wagen nähert sofort fixiert wird, und pooch sofort meldung macht wenn die kleine schreit und nicht eher ruhe gibt bis das problem (hunger, windel voll, ect.) behoben ist und das ganze pendantisch überwacht und mich böse anschaut wenn das problem nicht sofort behoben wird. anfangs hatte ich auch angst dass pooch da faxen machen könnte, da sie auch verstört wegen der veränderten situation war.

der berner senne meiner eltern ist ein lieber hund, zumindest wenn man halbstark oder erwachsen ist. würde ich ihn mit dem baby alleine lassen, bin ich mir fast sicher dass was passieren würde, so wie er sie fixiert, wie eifersüchtig er wird wenn meine eltern ihre enkelin auf dem arm haben. ganz ehrlich ich will den dicken nicht mal in der stube haben wenn ich mit hailie komme und die ganze zeit dabei bin.

Peppi
13.09.2010, 17:36
Na endlich mal jemand :)


Das war eine Anspielung auf die Beiträge zweier Boardmitglieder, die noch nicht einmal merken wenn Sie öffentlich braune Sprüche klopfen.


:lach4:

shaun_the_leprechaun
13.09.2010, 19:23
falls du die anti-ost und anti-frau propaganda meinst, ich fand die jetzt nicht wirklich braun, dafür war ich zu lange in stadien und in der 3.halbzeit unterwegs. gegen das was du teilweise von anderen fußballfans hörst, ist das noch politisch korrekt. sondern einfach nur chauvinistisch und beschränkt, aber wir steigen ja alle mal ins fettnäpfchen.

Peppi
14.09.2010, 06:31
Do you know Ironie, Zynismus? ;)

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