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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hunderassenliste sind ein Flop


DON HACKI
03.09.2010, 09:00
Österr. Hundehalterverband fordert: Weg mit den Rasselisten in Wien und NÖ

Wie aktuelle deutsche Statistiken zeigen, ist die Einführung von Rasselisten, die Haltern bestimmter Hunderassen spezielle Auflagen erteilen, ein Flop. So zeigen die Zahlen des hessischen Innenministeriums, dass seit der Einführung von Rasselisten vor 10 Jahren zwar die Population der Hunde dieser Rassen um 50% gesunken ist, die Zahl der Beißverletzungen an Menschen jedoch von 72 im Jahr 2000 auf 225 im Jahr 2009 gestiegen ist.

Spitzenreiter der Beißverletzungen ist weiterhin der Deutsche Schäferhund und seine Kreuzungen (284 Mal wurden Menschen in den Jahren zwischen 2004 und 2007 von dieser Rasse verletzt - zehnmal sogar schwer. Zum Vergleich: Mit dem als "Kampfhund" titulierten Pitbull - samt Mischungen- kam es in dieser Zeit zu elf Vorfällen mit Menschen, die sich dabei nur leichte bis mittlere Blessuren zuzogen, so der Bericht in der Frankfurter Rundschau), sodass Experten, Tierschützer und Hundehalter in Deutschland nun fordern: „Die Rasseliste muss weg!“ Die Liste soll vielmehr durch einen Halterkunde-Nachweis ersetzt werden, der noch vor der Anschaffung eines Hundes erbracht werden soll und für jede Rasse gilt.

Der Österreichische Hundehalterverband fordert neuerlich die Aussetzung des verpflichtenden Wiener Hundeführscheins für Halter bestimmter Rassen sowie die Abschaffung der Rasseliste auch im niederösterreichischen Hundehaltergesetz. Nicht nur Wissenschaftler und Experten unterstützen diese Forderung, nun zeigt auch die Praxis von 10 Jahren Rasselisten in Deutschland die Wirkungslosigkeit dieser populistischen Maßnahme, die von vielen Hundehaltern als Anfang einer zunehmenden Einschränkung der Hundehaltung gesehen wird. Der ÖHV tritt auch in Österreich für eine bundesweite Regelung zur Schulung von Hundehaltern (vor dem Erwerb des ersten Hundes!) ein.

Rückfragehinweis:
Dr. Hans Mosser, Präsident ÖHV
www.hundehalterverband.at/presse

Gast20102010
03.09.2010, 09:06
Hier der Artikel in der Ffm-Rundschau mit Statistik http://www.fr-online.de/rhein-main/die-schlimmsten-beisser/-/1472796/3344840/-/index.html

Mila
03.09.2010, 09:31
Österr. Hundehalterverband fordert: Weg mit den Rasselisten in Wien und NÖ

Wie aktuelle deutsche Statistiken zeigen, ist die Einführung von Rasselisten, die Haltern bestimmter Hunderassen spezielle Auflagen erteilen, ein Flop. So zeigen die Zahlen des hessischen Innenministeriums, dass seit der Einführung von Rasselisten vor 10 Jahren zwar die Population der Hunde dieser Rassen um 50% gesunken ist, die Zahl der Beißverletzungen an Menschen jedoch von 72 im Jahr 2000 auf 225 im Jahr 2009 gestiegen ist.

Spitzenreiter der Beißverletzungen ist weiterhin der Deutsche Schäferhund und seine Kreuzungen (284 Mal wurden Menschen in den Jahren zwischen 2004 und 2007 von dieser Rasse verletzt - zehnmal sogar schwer. Zum Vergleich: Mit dem als "Kampfhund" titulierten Pitbull - samt Mischungen- kam es in dieser Zeit zu elf Vorfällen mit Menschen, die sich dabei nur leichte bis mittlere Blessuren zuzogen, so der Bericht in der Frankfurter Rundschau), sodass Experten, Tierschützer und Hundehalter in Deutschland nun fordern: „Die Rasseliste muss weg!“ Die Liste soll vielmehr durch einen Halterkunde-Nachweis ersetzt werden, der noch vor der Anschaffung eines Hundes erbracht werden soll und für jede Rasse gilt.

Der Österreichische Hundehalterverband fordert neuerlich die Aussetzung des verpflichtenden Wiener Hundeführscheins für Halter bestimmter Rassen sowie die Abschaffung der Rasseliste auch im niederösterreichischen Hundehaltergesetz. Nicht nur Wissenschaftler und Experten unterstützen diese Forderung, nun zeigt auch die Praxis von 10 Jahren Rasselisten in Deutschland die Wirkungslosigkeit dieser populistischen Maßnahme, die von vielen Hundehaltern als Anfang einer zunehmenden Einschränkung der Hundehaltung gesehen wird. Der ÖHV tritt auch in Österreich für eine bundesweite Regelung zur Schulung von Hundehaltern (vor dem Erwerb des ersten Hundes!) ein.

Rückfragehinweis:
Dr. Hans Mosser, Präsident ÖHV
www.hundehalterverband.at/presse


bitte lass es wahr werden....
ich hoffe sehr, dass sich nochmal was ändert!!!!!!!!!

"Die Liste soll vielmehr durch einen Halterkunde-Nachweis ersetzt werden, der noch vor der Anschaffung eines Hundes erbracht werden soll und für jede Rasse gilt." -> finde ich gut!!! trägt eventuell auch dazu bei, dass sich mehr menschen VORHER überlegen was mit einem hund auf sie zukommt, und dass sie sich in einigen fällen vllt. lieber ein hunde-plüschtier von IKEA kaufen sollten ;)

Bulli-Fan
03.09.2010, 09:41
Ich befürchte mit dem Halterkunde-Nachweis wird es verlaufen wie mit der Steuer, es wird einfach nicht gemeldet.
Aber das diese bescheuerten Listen wieder weg kämen wär ja ein Traum :D

Kira1208
03.09.2010, 09:59
Man müsste dafür sorgen, dass solche Berichte weiter Gesprächsthema bleiben denn somit würde der Druck bzw. die Erklärungsnot der Politiker stark ansteigen. So einen Hundeführerschein gibt es doch schon jetzt bei Hunden über 40 cm -oder ?
Außerdem fände ich einen verpflichtenden Besuch bei der Hundeschule für Halter-Neulinge ebenfalls für sehr sinnvoll.

Peppi
03.09.2010, 10:10
Es müsste solche Bemühungen einfach mal auch für Deutschland geben! ;)

Lucy
03.09.2010, 10:15
Ich hoffe halt das einfach die Kampfhundelisten in Deutschland wieder abgeschafft werden!

Was muss man bei einem Hundehalternachweiss eigentlich machen oder können?

Kira1208
03.09.2010, 11:41
Bei mir war es recht sinnfrei. Ich mußte zum Tierarzt und mehere multiplechoice Fragen bezüglich Verhaltenszeichen eines Hundes beantworten. Ich fand manche angeblich richtigen Antworten nicht ganz klar. Anschließend gibt es noch ein Abschlußgespräch von ca 5 min. mit dem Tierarzt

Lucy
03.09.2010, 11:48
okay, das ist aber dann auch fürn Ar.... oder?

Peppi
03.09.2010, 11:49
Bei mir war es recht sinnfrei. Ich mußte zum Tierarzt und mehere multiplechoice Fragen bezüglich Verhaltenszeichen eines Hundes beantworten. Ich fand manche angeblich richtigen Antworten nicht ganz klar. Anschließend gibt es noch ein Abschlußgespräch von ca 5 min. mit dem Tierarzt
This is what they call: Sachkundenachweis.;)

Kira1208
03.09.2010, 12:00
Der Ansatz ist ja eig. nicht schlecht, wie ich finde. Nur leider hapert es wie so oft bei der Umsetzung. Was bringt es einem vemeintliche Zeichen der Hunde richtig zu deuten und seinen Hund mit Härte und Schlägen zu erziehen. Von daher fände ich einen verpflichtenden Besuch einer geprüften Hundeschule für sinnvoller, da halt dort eher mögliche Defizite der Halter erkannt werden

blue
03.09.2010, 12:05
okay, das ist aber dann auch fürn Ar.... oder?

Jo,natürlich !
Aber es bringt Geld in die Kasse.....
Wir haben in Frankreich nach Änderung der Haltergesetze auch so ein Teil durchmachen müssen.
Pfff....
Einmal ein 5 Stunden-Seminar über Ernährung und Haltung von Hunden...ohne Hund !!
Und einmal ein Vorstellen des Hundes beim Amtstierarzt,der ein paar Fragen stellte und den Hund in verschiedenen Situationen testet.
Plus extra Versicherung,in Frankreich eine ganz neue Idee...
Kosten: 250 €
Ein paar Jahre davor waren die Bewilligungen für das Halten von Chien de Attack noch anders,hat aber auch so 150 € gekostet !
Mit den Wesenstest's in RLP und BW ne Menge Geld....

Ein Hoch auf die Hunde,die Geld in die Kasse bringen !!

Mila
03.09.2010, 15:22
Bei mir war es recht sinnfrei. Ich mußte zum Tierarzt und mehere multiplechoice Fragen bezüglich Verhaltenszeichen eines Hundes beantworten. Ich fand manche angeblich richtigen Antworten nicht ganz klar. Anschließend gibt es noch ein Abschlußgespräch von ca 5 min. mit dem Tierarzt

Ja, also so war bei mir der theoretische Sachkundenachweis (bzw. theoretischer Tel des Hundeführerscheins), den ich machen musste weil Amber unter die 20/40-Regelung fällt. Naja, sie fällt knapp drunter, ist quasi größen- und gewichtstechnisch an der Grenze, aber da ich nicht wusste wie groß und schwer sie wird, hab ichs direkt in den ersten Tagen gemacht.
War sehr einfach für jemanden, der sich gerade mal 1 Buch über Haltung und Erziehung durchgelesen hat. Paar Antwortmöglichkeiten waren tatsächlich nicht ganz klar, aber das hat mir die TA bestätigt ;)

Mila
03.09.2010, 15:25
Der Ansatz ist ja eig. nicht schlecht, wie ich finde. Nur leider hapert es wie so oft bei der Umsetzung. Was bringt es einem vemeintliche Zeichen der Hunde richtig zu deuten und seinen Hund mit Härte und Schlägen zu erziehen. Von daher fände ich einen verpflichtenden Besuch einer geprüften Hundeschule für sinnvoller, da halt dort eher mögliche Defizite der Halter erkannt werden

Das fände ich auch gut.
Es ist natürlich alles schwer umsetzbar.
Wo/wie wird denn schon kontrolliert ob man Steuern für den Hund zahlt bzw. wo? Etliche Leute melden ihren Hund dort, wo es am wenigsten kostet, oder halt einfach gar nicht. Und die Leute werden auch nicht zur Hundeschule oder nen Nachweis erbringen, dass sie ansatzweise fähig zur Hundehaltung sind. Gibt ja nen großen Schwarzmarkt :-( ... mit Hunden, die wesentlich mehr Aggessionspotenzial haben als welche von nem halbwegs guten Züchter, weil die Schwarzmarkt / Puppy Mill- Welpen ja nix und niemanden kennen etc..

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