PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diskussion zu BM Beppo


Gast20102010
29.07.2010, 21:59
Anmerkung Mod:
Aus folgendem Vermittlungsbeitrag entstanden: BM-Mix Beppo (http://www.molosserforum.de/molosser-suchen-ein-zuhause/12239-bullmastiff-mix-beppo-2-5-jahre-im-tierheim-recklinghausen.html)

Von einer Bekannten weiß ich, die sich Bebo im Tierheim angeschaut hat, dass Bebo ganz sicher ein reinrassiger Bullmastiff ist..

Sie wollte Bebe gerne haben weil er mit ihrem kleinen Rüden, den sie dabei hatte, sehr freundlich und umgänglich war. Also auch verträglich mit kleinen Rüden.
Leider hat sie Bebo von der Tierheimleitung nicht bekommen, weil sie nicht in Deutschland lebt.

Feldmaus
16.08.2010, 13:58
Wir haben uns intensiv für Beppo interessiert. Er ist ein Mischling, der einen Bulli-Kopf hat. Der Körper jedoch ist sehr schlank. Dies ist untypisch für einen Bullmastiff.

Wir mussten im Nobember 2008 unseren Bullmastiff beerdigen und hatten jetzt auch durch einen Bekannten von Beppo gehört. Daraufhin haben wir uns beim Tierheim gemeldet und mit Beppo Kontakt aufgenommen. Ich habe den Sachkundenachweis, unser Hund hatte seine Maulkorbbefreiung und wir Zwei waren Mitglieder im Hundeverein, bis ich aus Krankheitsgründen dort austreten musste.

Für Beppo habe ich ein polizeiliches Führungszeugnis, das gewünscht wurde, beantragt und wir sind oft zum Tierheim gefahren, um Beppo an uns zu gewöhnen. Wir wohnen in einem Haus mit Garten, so dass Beppo aufgrund seiner Krankheit nur 2 mal 2 Treppenstufen hätte steigen müssen. Wir waren auch bereit, die monatlichen Zusatzkosten von 50 Euro (im Jahr 600 Euro) für besonderen Futterzusatz für Gelenkbeschwerden zu tragen. Da ich einen Nissan Almera fahre, hatte mein Mann diesen Wagen schon zum Verkauf annonciert, damit ich auch einen Kombi bekommen, weil Beppo dort besser einsteigen könnte. Wir waren auch damit einverstanden, dass Beppo erst an den Augen operiert wird, wenn wir ihn zu uns nach Hause holen würden. Die gesamte Familie ist an verschiedenen Tagen mitgekommen, um auch sehen zu können, wie Beppo mit unseren Leuten klar kommt. Mein Mann und ich waren öfters mit Beppo innerhalb des Tierheimes im Auslauf und haben dort mit Beppo gespielt und Kontakt aufgenommen. Mein Mann ist nicht derjenige, der sich vor anderen Leuten zum Kasper machen kann, aber wenn er sich für etwas entschieden hat (hier für Beppo), dann steht er auch dazu.

Mitte Juli ist mein Mann zur Reha gefahren, deshalb hat er sich auch bei Beppo noch nicht so eingebracht und ist nicht mit mir und Beppo unter Tierheim-Aufsicht auf den Hundeplatz gegangen. Er hatte an diesem besonderen Sonntag auch Kopfschmerzen und wollte deshalb nur "seine Ruhe" haben. Beppo ist richtig schön mit mir auf dem Platz gelaufen und in den Pausen ist er schon von alleine an den Rand zu meinem Mann gelaufen. Dies ist für mich das Zeichen, dass er doch mit uns schon eine kleine Beziehung aufgebaut hat.

Als mein Mann in der Reha war, hatte ich in der Woche einen Hexenschuss und haben meinen Sohn mit seiner Freundin zum Besuch bei Beppo im Tierheim angemeldet. Als die Beiden dort ankamen, wurde ihnen der Zugang zu Beppo verwehrt mit der Aussage, dass da noch einiges zu klären ist und ich mich dort telefonisch melden soll. Dies habe ich dann 2 Tage lang versucht und habe dann am 2. Tag kurz vor Schließung des Tierheims endlich jemanden telefonisch erreicht. In diesem Gespräch wurde mir mitgeteilt, dass es eindeutig ist, dass ich Beppo ganz doll lieb habe, aber alle im Tierheim sind der Meinung, dass mein Mann nicht zu dem Hund steht und wir deshalb keine Chance haben, Beppo in unserer Familie aufnehmen zu können.

Der Freund meiner Schwester hatte uns schon bei seinem ersten Besuch im Tierhiem gesagt, dass die Leute uns den Hund nicht geben wollen, aber ich hatte ihm nicht geglaubt. Mir tut es um Beppo leid, denn er könnte es schon richtig gut bei uns haben. Natürlich habe ich auch einige Tränen :43: nach der Absage verdrückt. Nachdem Beppo am 10. August 2010 auch in der Bildzeitung war, ist er jetzt nicht mehr auf der Internetseite des Tierheims vorhanden. Hoffentlich hat er ein gutes Zuhause gefunden. Wir wünschen es ihm, denn er hat es verdient.

Grüße von der Feldmaus

bold-dog
17.08.2010, 09:30
das ist schade !
Ich hoffe das der arme Hund nun endlich ein zuhause gefunden hat.

Ich halte ihn aber für reinrassig, ganz sicher !
Er hat einen ziemlich dicken, aber schönen Rüden-Kopf, und die Figur ist auch sehr schön. Ich find ihn schon rassetypisch.
Ich find an dem Hund stimmt alles.
Er hat halt kaum Muskulatur. Kann sein das er jetzt abgenommen hat.
Das ist aber besser für ihn, denn er hat ja Probleme mit den Gelenken.
Es ist ein sehr schöner Hund !

Er ist halt krank, er ist lahm auf allen 4 Beinen, da müsste mal ordentlich nachgeschaut werden, was genau das Problem ist.
Länger als 30 Minuten kann/konnte er nicht laufen.
Die Augen müssten dringend gemacht werden, der Hund hat extreme Probleme mit den eingerollten Augelidern.
Das macht es ja nicht einfach für ihn, ein neues zuhause zu finden.

Ich hätt ihn gerne zu uns geholt.
Der Hund hat mir furchtbar leid getan, das ist ein Familienhund, der einfach nur todtraurig ist im Tierheim.

Kirsten BM
17.08.2010, 21:29
Irgendwie leben wir in einem komischen Land...

Da interessiert sich jemand ernsthaft für einen in Not geratenen Hund und wird obwohl alle Bedingungen stimmen abgelehnt, weil die TH Leitung "den Eindruck hat" das der Mann nicht so wirklich zu dem BM steht, weil er selber erkrankt ist und in die Reha muss.....*kopfschüttel*
Der andere ernsthafte Interessent kann den Hund nicht bekommen, weil er in Frankreich wohnt - obwohl er alle Voraussetzungen erfüllt *doppel-kopfschüttel*

Sicher MUSS im Vorfeld alles genauestens geprüft werden, damit der arme Kerl nicht x-mal herum gereicht wird - aber manchmal denke ich es ist leichter ein Kind zu adoptieren, als einem Not-Hund ein neues gutes zu Hause zu geben...:hmm:

linda
18.08.2010, 06:38
Irgendwie leben wir in einem komischen Land...

Da interessiert sich jemand ernsthaft für einen in Not geratenen Hund und wird obwohl alle Bedingungen stimmen abgelehnt, weil die TH Leitung "den Eindruck hat" das der Mann nicht so wirklich zu dem BM steht, weil er selber erkrankt ist und in die Reha muss.....*kopfschüttel*
Der andere ernsthafte Interessent kann den Hund nicht bekommen, weil er in Frankreich wohnt - obwohl er alle Voraussetzungen erfüllt *doppel-kopfschüttel*

Sicher MUSS im Vorfeld alles genauestens geprüft werden, damit der arme Kerl nicht x-mal herum gereicht wird - aber manchmal denke ich es ist leichter ein Kind zu adoptieren, als einem Not-Hund ein neues gutes zu Hause zu geben...:hmm:

du sagst es. meine schwiegermutter hat sich vor 5 jahren für einen 16 jährigen kleinen mischling aus dem th interessiert. sie hatte ein riesen haus mit riesen garten und alles ohne stufen. also sie hatte eigentlich alle kriterien erfüllt. die leitung aus dem th haben ihr aber abgesagt weil man ja nicht weiß wie lange meine schwiegermutter noch lebt. also damals war sie 55 jahre. ich fand das recht frech von der thleitung.
6 mon später sind wir wieder in das gleiche th gefahren um nach einem anderen hund zu schauen. da der kleine mischling nicht mehr da war, haben wir nach ihm gefragt. die vom th haben uns gesagt das er vor 3 wochen gestorben ist weil er schon zu alt war.
hätten die vom th den mischling meiner schwiegermutter gegeben, hätte der hund noch 5 richtig tolle monate gehabt wo er von hinten bis vorne verwöhnt worden wäre. aber die leute vom th hat das echt nicht interessiert.

zenon
18.08.2010, 06:41
Ich kann diese Art "Vermittlungspraxis" der Tierheime nur bestätigen. Ich hatte mich auch vor wenigen Wochen um die junge Hündin Lolle aus dem Süddeutschen telefonisch beworben und das mehrere Male. Immer hieß es "die Tierheimleitung ruft zurück, keiner da...", "wir rufen heute bestimmt noch zurück"....Nachdem ich dann nochmals nachgehakt habe, hieße es dann endlich "Wir vermitteln nur hier in der Nähe...." Ich wohne in NRW. Die Hündin saß dann noch längere Zeit. Ich frage mich nur, was soll das? Ich habe seit 20 Jahren Molosser, sämtliche Tests, Auflagen, Prüfungen abgelegt und dann wird man noch nicht einmal in Erwägung gezogen, obwohl man den Bewerber nicht kennt? Wenn das doch von Vornherein fessteht, warum veröffentlichen die Tierheime dann ihre Gesuche noch über ihren "Suppentopf" hinaus, wenn eine Vermittlung nicht gewünscht wird????:traurig::boese1:

linda
18.08.2010, 06:43
dann brauch man sich nicht wundern warum die th bald aus allen nähten platzen.

zenon
18.08.2010, 06:46
@ linda

Lach! Auch ich wurde gefragt, wie alt ich denn sei (50), was ich machen würde, wenn ich krank werde, was derjenige machen würde, der den Hund dann betreut, wenn der krank werden würde.....schließlich gipfelte das Ganze in dem Satz: "und wenn Sie sterben, ist das mit dem Hund geregelt?"....Was für Schwachmaten manchmal sich zu Vermittlungsexperten aufspielen. Leider bin ich jetzt erst einmal bedient, was Tierheime anbelangt....

Moeppelchen
18.08.2010, 08:05
da möchte man was gutes tun und wird teilweise sehr unhöflich abserviert,
ich habe mich schon oft gefragt nach welchen kriterien manche TH vermitteln

mittlerweile denke ich manchmal wirklich sie sollen ihre hunde behalten,
ich bin den ganzen tag zu hause,hunde sind so gut,wie nie alleine..irgendwer ist immer da..2 stufen ins haus,hundegesellschaft wäre auch vorhanden
bei mir kommt dann immer die meldung..sie haben keinen zaun (denken die ich setz den hund einfach für die haustür und nach mir die sintflut? )
wiesen soweit das auge reicht,der nächste nachbar ist ca. 600m weg,
der krönende abschluss von so einem gespräch ist dann immer...sie haben eine BX...gefällt uns garned,der mops wäre ja ok
i bin einfach nur noch sauer,wegen so einem schei...

Isis78
18.08.2010, 08:17
Ich habe für manche Aussagen seitens der Tierheime auch wenig verständniss.
Und ich habe selber zwei Jahre die Leitung eines solchen übernommen.
Aber meine Erfahrungen sind euren sehr ähnlich, wenn ich mich für einen Hund interessiert habe. Bin berufstätig, habe "gefährliche" Hunde etc pp.
Bei manchen Vermittlungen werden Ansprüche gestellt die kein Mensch erfüllen kann, aber andererseits werden die Hunde oft so sang und klanglos vermittelt, dass sie ständig wieder zurück gebracht werden.
Ich fände es toll, wenn die TH endlich mal einen gesunden Mittelweg finden würden und im Sinne der Hunde entscheiden würden.

Peppi
18.08.2010, 08:27
Gib den Menschen Macht...:hmm:

zenon
18.08.2010, 08:32
Ja, bitte nur Leute mit Direktorengehalt, nicht über 25, direkt neben dem Tierheim wohnend und Dutzende Empfehlungsschreiben (von anderen Tierheimen) aufweisen! Bin auch beruftstätig, habe wahnsinnig "gefährliche" Hunde, also eine ziemlich suspekte Erscheinung. Ich habe mich schon vor Jahren einmal um einen Mastino-Mix-Welpen bemüht. Da wurde mir von einer ca. 75-jährigen (privater Tierschutz) mitgeteilt, dass ich nicht geeignet sei, weil ich meine Hunde damals mit ins Büro genommen habe. Tagsüber hätten sie die Möglichkeit, in einem großen Garten herumzutollen. Das wurde mir aber auch zum Nachteil gereicht, da ich "meine Hunde ja abschieben würde"! Der Welpe brauche Ruhe, nicht jemand, der ihn sooo vernachlässigen würde. Wenn das nicht so furchtbar für die Hunde wäre, könnte ich darüber nur lachen, aber so...Die Sache nimmt einem die ganze Freude, wenn man so abgebürstet wird, und das noch von Leuten, die mit Sicherheit weniger Sachkunde besitzen als man selbst.

Emmamama
18.08.2010, 08:40
Sind aber nicht nur die TH, sondern auch die privaten Orgas mit seltsamen Vorstellungen.
Eine Bekannte hat sich kürzlich um eine ältere, sehr schwierige Chow-Hündin bemüht, über Wochen besucht, um sie mit dem neuen Rudel (2 Hunde und Family) vertraut zu machen und hat sie letztlich nicht bekommen, weil sie ehrlich sagte, ihre Hunde dürfen nicht ins Bett!!!:schreck:

Das sie von zuHause arbeitet, in jedem Raum Hundeplätze sind hat niemand mehr interessiert :boese1:

Evi
18.08.2010, 08:50
mich haben sie damals nicht mal reingelassen, obwohl ich 200 km gefahren bin und mich natürlich telefonisch vorher angemeldet hab und den Termin bzw. Uhrzeit mit der Leitung des TH ausgemacht hab.

hatte meine Söhne dabei, da mein jüngster Sohn erst 2 Jahre alt war ...

mit Kinder darf ich ja schon gar nicht rein!!!

hab weder den in Frage kommenden Hund noch andere Hunde zu sehen bekommen!!!

aber um der Sache gerecht zu werden.....bei unserer Tara ging die Vermittlung/Übernahme perfekt über die Bühne, so wie man es sich vorstellt!!

Lucy
18.08.2010, 09:34
Ach ich hab da auch schon einiges durch!
Wollte meinen ersten Hund, hab dann bei der Tierhilfe angerufen und gefragt ob sie was da hätten, da hat dann die nette Dame gesagt ja sie hätte da welche! (Meine Freundin wollte einen Schwarzweissen und ich einen mit Rottifärbung) dann kommt die nette dame und trifft sich mit uns, der Kopferraum vollgestopft mit Hunden, der war wirklich Rand voll!
So dann lässt die alle raus und nix gescheites war dabei also nix das uns angesprochen hätte und dann sagt sie das sie die, die unseren Wünschen entsprochen hätten nicht erreicht habe (also die Pflegestellen oder so) okay dann haben wir einen zweiten Termin ausgemacht, da hatte sie wieder den ganzen Kombi voller Hunde dabei! (kommt man sich ja vor wie beim Hundehändler) so alles raus und es war tatsächlich einer dabei den ich genommen hätte! Der kleine stinker war knapp 4 Monate alt und hatte Probleme mit den gelenken wo er täglich eine Spritze brauchte (was auch immer das war) ich war einverstanden und wollte ihn haben! Dann sagt die nein zu mir! Weil ich nur eine 70 qm Wohnung habe mit kleinem Garten (war ja ehrlich) und wir beide berufstätig sind (naja unsere Hunde sind jetzt auch nicht lange alleine, weil schichtarbeit und gleitzzeit)! Und ich ja keine Hundeerfahrung habe!

Das war ein mischling der evtl mal mittelgross werden sollte! Und wir sind mit unseren Hunden immer draussen und jetzt z.B. habe ich Cielo in der Arbeit mit dabei das er nicht allein sein muss solange er klein ist aber geben wollten die mir nicht ums verrecken einen!

Okay dann halt nicht!

So dann hatte ich meine erste Hündin und wollte mich im Tierheim umsehen!
Es war 13:55 als ich im Tierheim ankam, die Türen waren auf und ich ging rein, da stand auf einmal einer der mich und meinen Freund voll kanne anmotze was wir hier zu suchen haben wir sollen schaun das wir das gelände verlassen sie machen erst um 14:00 Uhr auf! Da waren es vielleicht noch 2 min bis 14 Uhr! Haben gesagt wir wollen die Hunde anschauen da wir einen zweiten suchen, er hat dann gesagt das interessiert ihn nicht!
Sind dann gegangen!

Das einzige Tierheim das ich empfehlen kann ist das Tierheim Feucht bei Nürnberg die waren immer ultra nett zu uns und sind mit uns rumgegangen!

Iman
18.08.2010, 09:55
meine empfehlung wäre frau schürmann von bullterrier in not,sie ist sehr kompetent ,wir haben sie immer als sehr hilfsbereit erlebt.

lg susanne

Bibs
18.08.2010, 10:41
Wir haben mit Tierheimen schon auch solche Erfahrungen gemacht...
Manche Tierheime haben Auflagen die kein Mensch erfüllen kann..

Wir haben jetzt zwei Tiere vom Tierheim Beckstetten weil wir dort einfach zu hundertprozent zufrieden waren...
Sie bemühen sich wirklich Ihre Tiere gut zu vermitteln und es fällt einem auf daß die meisten Hunde nicht wirklich lange im Tierheim sind (klar für sehr schwierige Töpfe ist es schwer den richtigen Deckel zu finden)

Wir hätten bei uns in der Nähe auch noch mehr Tierheime aber die sind immer nur am Jammern wie schlecht es Ihnen geht und Spendengelder fehlen usw.
Aber die suchen einfach das "perfekte" Zuhause (Immer jemand da 3000 qm fest eingezäunter Garten, Erfahrung genug Geld keine Kinder nicht zu alt.....)
Ich weiß nicht wie die sich das vorstellen...:(

Ladyhawke
18.08.2010, 11:30
Obwohl mich diese Geschichte nicht wirklich überrascht bin ich dennoch mal wieder fassungslos :schreck::(

Wehe man ist gehandicapt, arbeitet mehr als 4 Stunden oder hat keinen Garten- unglaublich:mad:
Was manche TSV so aufführen ist schon mehr als widerlich. Irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, daß immer öfter sozialinkompetente Menschen in solchen Positionen landen und dann mit aller Gewalt ihre "Machtgefühle" ausleben müssen :schreck::schreck::schreck:

AlHambra
18.08.2010, 12:24
Unglaublich !
Kein Wunder, dass die Tierheime so voll sind :schreck:

Habe persönlich noch keine solchen Erfahrungen gesammelt aber da sich die Berichte hier so mehren, sollte man mal überlegen, der Peta (zB) die Infos zukommen zu lassen. Immerhin greifen sie ja grad die Hundezucht im Ganzen an und plädieren für die Hunde, die in Tierheimen sitzen ...

Gast20102010
18.08.2010, 12:30
Das ist ein schwieriges Thema, weil man manche Vermittlungen bzw welche die nicht statt gefunden haben oft nicht nachvollziehen kann..
Aber genau so katastrophale Geschichten gibt es von Vermittlern und Tierheimen, die gar keinen Wert darauf legen, wo ihre Tiere landen..

Aber es ist auch nicht einfach Hunde gut zu vermitteln, weil man für seinen Schützling, die oft schon aus schlechten Verhältnissen kommen, natürlich gerne ein passendes und gutes Zuhause finden möchte..

Es werden lange Telefonate geführt, passt es dann auch vom Gefühl, wird ein Besuchstermin vereinbart. Es ist schon oft so, dass es passt und die Leute dann auch die neuen Besitzer werden.

Aber ich hatte es auch schon, dass die Leute super nett waren und alles gepasst hat, der Hund aber trotzdem bei mir geblieben ist..
Beim Besuchstermin sieht man oft Verhalten, die man am Telefon nicht erkennen bzw sehen kann..
Als sich mal Leute einen Vermittlungshund bei mir anschauten, kam dieser schon freudig auf die Frau zu, um sie zu begrüßen.. Diese drehte sich dann angewidert weg, weil der Bullmastiff etwas Sabber am Maul hatte.. Ich habe das dann auch angesprochen worauf der Mann sagte, dass es sein Hund werden soll und es ihm nichts ausmacht, wenn er sabbert.
Seine Frau wäre damit einverstanden, obwohl sie lieber einen kleinen Hund haben wollte, aber einem BM ihrem Mann zuliebe zustimmte..

Da kann man doch keinen BM hin vermitteln, wenn ein Partner diesen gar nicht will und sich vor ihm bzw seinem Sabber ekelt. Der Mann den ganzen Tag auf Arbeit und die Frau mit ihm alleine ist..
Ich habe das dann auch gesagt, dass ich meine Nothunde nur an Leute vermittle, wenn beide Partner damit einverstanden sind bzw den Hund haben möchten. Der Mann war etwas sauer, die Frau sichtlich erleichtert.. wir haben uns dann noch lange unterhalten und letztendlich, hatte der Mann es auch eingesehen, dass es nichts bringt einen Hund zu halten, den seine Frau nicht mag und mit dem sie auch nicht umgehen kann..

Dann hatte ich mal Leute, da stellte sich im Gespräch heraus, dass der Hund eigentlich nur das Haus bewachen sollte, wenn der Mann auf Montage ist.. Seine Frau war gehbehindert, wollte den Hund nicht und hätte mit ihm auch nicht laufen können.. Da gibt man doch keinen Hund hin..

Man kennt dieses Tier, hat ihn aufgenommen, aufgepäppelt und sehr lieb gewonnen. Kennt seine Geschichte und weiß, wie sehr er die Nähe zum Menschen braucht und sucht, weil er das nie hatte und eine Schmusebacke ist. So einen Hund kann man nicht an Menschen geben, wo man weiß, dass er das dort niemals haben wird..

Dieser Hund sitzt dann neben dir, schaut dich fragend an und du musst entscheiden, ob du ihm das antust oder nicht.. Ich kann das nicht und wenn ich schon zweifle, dann bleibt er..

Dann kommt eine Familie, setzt sich zum Hund, haben weder berührungsängste noch stört sie der Sabber und man sieht, dass das einfach passt.. als würden sie schon immer zusammen gehören.. Das sind dann auch die Leute die mir schreiben, dass sie den Sessel ans Fenster schieben, weil der Bub so gerne aus dem Fenster schaut. oder ihm sein Leibgericht kochen, weil er es bei mir so gerne gefressen hat und mit ihm an den See laufen, weil er so gerne ins Wasser geht...

Das ist halt sehr schwer für einen Außenstehenden zu verstehen. Aber es gibt Hunde, da kann man wirklich sagen, ob die neue Familie passt oder nicht.. Ich bin halt der Meinung, weil es sich eh schon um Tiere handelt, die ihr Zuhause schon einmal verloren haben oder aus sehr schlechten Verhältnissen kommen, dass das nächste Zuhause nicht nur passen, sondern auch die nötige Liebe vorhanden sein muss…

Ganz sicher kann man sich natürlich nie sein, weil man keinem Menschen hinter die Stirn schauen, aber durch gute Gespräche schon sehr viel über das neue Zuhause erfahren kann..

Mit vielen Leuten habe ich noch heute einen sehr guten und engen Kontakt.. und es macht mich glücklich, wenn ich von meinen ehemaligen Schützlingen Bilder und oft liebe Geschichten dazu bekomme, weil ich so nicht nur weiterhin an ihrem Leben teilhaben darf, sondern auch Gewissheit habe, dass es ihnen gut geht und sie in guten Händen sind..

Moeppelchen
18.08.2010, 12:46
@Caro

es ist sicher nicht einfach einen hund zu vermitteln,dass es auch wirklich gut passt

nur gleich am anfang zu sagen...sie haben keinen zaun und eine BX finde ich wirklich nicht ok
solange es in oberösterreich nicht pflicht ist,werde ich sicher nichts einzäunen
meine beiden damen kennen ihre grenze ganz genau..bis dort hin und nicht weiter,dass geht natürlich nicht von heute auf morgen,da ist üben und ständige kontrolle am anfang angesagt
nur weil wir eine landwirtschaft haben bedeutet es noch lange nicht,dass ich die hunde sich selber überlasse und die hunde im zwinger sind und nicht ins haus dürfen..bei solchen vorurteilen werde ich echt sauer
bin letztens einfach gegangen und habe gesagt,sie soll sich den hund wo hinstecken.....mir reicht es jetzt erstmal

Aimee
18.08.2010, 13:00
meine empfehlung wäre frau schürmann von bullterrier in not,sie ist sehr kompetent ,wir haben sie immer als sehr hilfsbereit erlebt.

lg susanne

:ok: eine ganz tolle, kompetente Frau:ok:

Gast20102010
18.08.2010, 15:16
@Caro

es ist sicher nicht einfach einen hund zu vermitteln,dass es auch wirklich gut passt

nur gleich am anfang zu sagen...sie haben keinen zaun und eine BX finde ich wirklich nicht ok
solange es in oberösterreich nicht pflicht ist,werde ich sicher nichts einzäunen
meine beiden damen kennen ihre grenze ganz genau..bis dort hin und nicht weiter,dass geht natürlich nicht von heute auf morgen,da ist üben und ständige kontrolle am anfang angesagt
nur weil wir eine landwirtschaft haben bedeutet es noch lange nicht,dass ich die hunde sich selber überlasse und die hunde im zwinger sind und nicht ins haus dürfen..bei solchen vorurteilen werde ich echt sauer
bin letztens einfach gegangen und habe gesagt,sie soll sich den hund wo hinstecken.....mir reicht es jetzt erstmal

Ich hatte meinen Beitrag nicht auf dich, sondern zur Vermittlung allg. bezogen.
In deinem Fall, wenn es sich so zugetragen hat, war das von den Tierschützern völlig daneben und wirklich nicht zu verstehen..

AlHambra
18.08.2010, 16:16
@Caro
Gut, dass Du das beschreibst. Diese Kehrseite der Medaille gibt es auch.
Möglich, dass man - wenn man jahrelang in der Vermittlung arbeitet und allui oft Leute vor sich hat, die sich auf den zweiten Blick nicht als Hundehalter eignen - irgendwann zu negativ wird, nicht mehr objektiv oder einfach nicht mehr optimistisch genug ist.

Scotti
18.08.2010, 20:05
Ich bin mit Frau Körner-Walkenhorst von www.notboxer.de völlig zufrieden.
Trotz täglichen 5 Stunden Arbeit, keinem Zaun und null Hundeerfahrung haben wir unseren Seelenhund bekommen.
Sie hält auch nichts davon die Hunde auf Biegen und Brechen zu behalten nur weil vielleicht 1 Sache nicht ideal ist.
Als Dankeschön bekommt sie immer noch 2 x im Jahr einen Lagebericht von uns.
Ich würde von dort immer wieder einen Hund nehmen, weiß aber auch dass andere Boxer-Orgas keinen Hund an Leute ohne Zaun vermitteln.
Wie engstirnig...
Ich weiß noch dass das Tierheim in Bremen lange Zeit in der Zeitung stand weil da übel Knatsch wegen der Vermittlungspraxis und der Freundlichkeit der MItarbeiter herrschte.
Das soll sich aber nun geändert haben.
Wir haben damals als ich noch Kind war auch trotz freistehendem Haus mit Garten und meiner Mutter als Hausfrau keinen Hund bekommen.

Bibs
18.08.2010, 21:44
Ich kann schon die Seite der Tierschützer durchaus verstehen...
Ich hab schon einige Katzenbabys mit der Flasche groß gezogen und weiß wie schwer es fällt seine Babys loszulassen. Immerhin ist das Päppeln mit viel Liebe Zeit und auch ner Menge Kosten geschehen...

Ich hab für alle ein schönes Zuhause gefunden wobei das bei uns auf dem Land ziemlich schwierig ist weil es an jeder Ecke Katzen gibt...

Trotzdem kann es nicht sein daß es bald leichter ist ein Kind zu adoptieren als einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen...:(

Natürlich muß alles wohl überlegt sein und auch Vor- und Nachkontrollen sind absolut sinnvoll - denn erzählen kann man viel...
Und zumindest bei uns gibt es kein Tierheim die dir einen Hund sofort mitgeben...
Das ist vollkommen in Ordnung denn beim dritten oder vierten Besuch ist man sich dann wirklich sicher ob der Hund zu einem passt...

zenon
19.08.2010, 07:01
Ich glaube, dass hier keiner im Forum, der sich wirklich ernsthaft um einen Tierheimhund bemüht hat, die erforderlichen Kontrollen, Gespräche, Besuche, etc. zu Gunsten des Tieres abgelehnt hätte. Im Gegenteil, ich habe immer sofort angeboten, dass man mich auch überraschend überfallartig zu Hause aufsuchen könnte, um meine Hundehaltung zu kontrollieren. Darum geht es hier aber leider nicht. Die Tierheimvermittlungen haben schon im Vorfeld am Telefon beschlossen, dass man nur im Umkreis von wenigen Kilometern vermittelt, beruftstätige Hundehalter ausschließt (obwohl nur ca. 4 Std. außer Haus, sonst per PC) und sich noch nicht einmal die Mühe macht, dies am Telefon kund zu tun, sondern mich als Bewerber wie eine Idiotin behandelt und lieber den Hund im Käfig vergammeln ließe! Ich habe sogar mich schon vorher mit der Amtstierärztin und dem OA meiner Stadt (die mich und meine Listies seit fast 20 Jahren kennen) Kontakt aufgenommen, Bilder von Lolle vorgelegt, mit der Bitte, dem vermittelnden Tierschutz praktisch meine Hundehaltung zu bestätigen. Dies wurde mir gern zugesagt. Aber weit gefehlt, das TH hat sich darum nicht gekümmert. Es war einfach schon vorher beschlossen, der Hund geht nicht raus. Was soll das? Eine Mentalität, die ich nur mit "ich bin ein kleiner König, die Macht ist mit mir" bezeichnen kann. Armer deutscher (amtlicher) Tierschutz. Ich werde mich vor den selbsternannten Herrschern nicht mehr zum Affen machen lassen.....

Scotti
19.08.2010, 07:11
Es gibt ja zum Glück (leider) genug herrenlose Hunde und genug Orgas.

Emmamama
19.08.2010, 07:28
Natürlich muß alles wohl überlegt sein und auch Vor- und Nachkontrollen sind absolut sinnvoll - denn erzählen kann man viel...
Und zumindest bei uns gibt es kein Tierheim die dir einen Hund sofort mitgeben...
Das ist vollkommen in Ordnung denn beim dritten oder vierten Besuch ist man sich dann wirklich sicher ob der Hund zu einem passt...

Naja, schön gedacht, aber manchmal ist es einfach nicht möglich.

Und wie Caro schreibt: ich denke auch, dass man mit ein bissel Erfahrung auch schon beim ersten Treffen sehen kann, ob Hund und Mensch passt, wenn man in Vorgesprächen und -kontrollen das Wesentliche geklärt hat...

Meine Emma war in Berlin und ich weiss nicht, ob ich da drei-, viermal hingefahren wäre (wahrscheinlich schon... :hmm:), aber ich hab mir mind. genauso ´nen Kopf gemacht wie die Vermittler, ob das gutgehen wird...
Nach zehn Minuten war ich sicher und zwei Stunden später sass sie bei mit im Auto - hab ich keine Minute bereut :lach3:

Gast20102010
19.08.2010, 08:47
Es war einfach schon vorher beschlossen, der Hund geht nicht raus. Was soll das? Eine Mentalität, die ich nur mit "ich bin ein kleiner König, die Macht ist mit mir" bezeichnen kann. Armer deutscher (amtlicher) Tierschutz. Ich werde mich vor den selbsternannten Herrschern nicht mehr zum Affen machen lassen.....


Von solchen Tierheimen hört man leider öfters.. Warum das so ist, kann man nicht verstehen und auch nicht nachvollziehen. Vielleicht sind es die staatlichen Tierheime, die für ihre Schützlinge Geld bekommen.. Keine Ahnung..

Aber wenn es passt, was halt wichtig ist, dann darf eine Vermittlung nicht daran scheitern, dass ein Halter am anderen Ende von Deutschland wohnt, der Garten nicht eingezäunt ist oder halbtags arbeiten geht.. Das ist natürlich Unfug..

Ich bin auch halbe Tage ausser Haus und nehme nebenbei noch Nothunde auf.. Aber mit einem Tierschutzorga arbeite ich auch nicht zusammen, obwohl mir von einigen Tierheimen mittlerweile Bullmastiffs vermittelt werden, wenn sie im schlechten Zustand sind und aufgepäppelt werden müssen..

Ich nehme privat Bullmastiffs auf, oft ausgediente Zuchthunde auch manchmal aus dem Ausland.. Diese Hunde sind dann in der Regel ein paar Monate bei mir, bevor sie wieder vermittelt werden können, weil sie meistens in einem schlechten Zustand sind.. Dann hat man natürlich auch einen anderen Bezug zu so einem Tier, was eine Vermittlung schon schwieriger macht wenn man ehrlich ist, weil man zu dem Hund eine Beziehung aufgebaut hat, ihn und seine Geschichte kennt und deshalb sicher etwas genauer schaut, wo er einziehen soll..

Aber ich würde auch nicht alle Tierheime über einen Kamm scheren, weil es auch sehr gute und engagierte Vermittler gibt, die um jeden Hund froh sind, der gut vermittelt ist..
Es sitzen wirklich tolle Hunde in Tierheimen und deshalb sollte eine Vermittlung nicht daran scheitern, nur weil man schlechte Erfahrungen mit Vermittlern gemacht hat.. Es gibt halt auch unter den Tierschutzorganisationen gute und weniger gute, so wie es Vermittler gibt, die überall hin vermitteln, weil sie weniger an ihren Schützlingen wie an der Vermittlungsgebühr interessiert sind.

Bullmastiff
19.08.2010, 16:22
meine empfehlung wäre frau schürmann von bullterrier in not,sie ist sehr kompetent ,wir haben sie immer als sehr hilfsbereit erlebt.

lg susanne

Deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen. Vor einigen Jahren war bei denen Mal ein Rüde in der Vermittlung, mit jedem und allem verträglich. Der sollte dann zu mir und meiner Ex kommen und unserem vorhandenen Rüden. Wurde sofort abgelehnt, da keine Rüden zu anderen Rüden vermittelt werden.
Da frage ich mich nur, warum dann so expliziet darauf hingewiesen wird, das der betreffende Hund auch mit dem gleichen Geschlecht zurecht kommt.

Im übrigen hatte ich immer nur Rüden und derzeit auch zu meinem Bullmastiff Rüden noch einen BX Rüden in Pflege.

lunatic
19.08.2010, 21:44
:ok: eine ganz tolle, kompetente Frau:ok:

Das kann ich bestätigen!

Isis78
19.08.2010, 23:33
Wurde sofort abgelehnt, da keine Rüden zu anderen Rüden vermittelt werden.
Da frage ich mich nur, warum dann so expliziet darauf hingewiesen wird, das der betreffende Hund auch mit dem gleichen Geschlecht zurecht kommt.



Diese Erfahrung habe ich leider auch schon allzu häufig machen müssen.
Finde ich total schade, und ich bin gespannt wie es sich bei meinem nächsten Hund gestalten wird. Hätte gerne wieder einen zweiten Rüden, rechne aber damit, dass die Chancen eher schlecht sind.

Kirsten BM
20.08.2010, 19:57
Versteh ich gar nicht...
Rüde zu Rüde geht immer einfacher als Hündin zu Hündin.
Wir haben imo 3 Rüden (2 BM und einen Mix) und 1 Hündin (BM)- geht wunderbar...

Die TH sollten viell. mal zu den Leuten hinfahren und gucken und sich nicht im Vorfeld an festgelegte Meinungen klammern.

Faltendackelfrauchen
22.08.2010, 14:16
Wir hatten 8 Hunde von 7 Tierheimen. Es gab nie ein Problem. Bevor man sich ein Urteil erlaubt, warum ein Hund nicht zu bestimmten Interessenten kommt, sollte man auch das Tierheim hören. Wenn ein Hund z. B. zwei Interessenten hat, muss man sich für einen entscheiden. So war es jetzt ja wohl auch bei Beppo. Wenn ein Tierheim einen Hund nicht ins Ausland vermittelt, finde ich das prinzipiell zwar nicht richtig, kann es aber nachvollziehen. Hat man schon kaum eine rechtliche Chance bei einer Fehlvermittlung einen Hund innerhalb von Deutschland zurück zu bekommen, ist es ihm Ausland um ein Vielfaches schwerer, ebenso ist es mit Nachkontrollen.

Ihr wisst alle aus diveren Berichten und persönlichen Erfahrungen der Vermittler hier im Forum, dass man den Leuten nur vor den Kopf schauen kann. Ist der Hund erstmal "weg", also in anderen Händen, hat eine Tierschutzorga nur bedingt Einflußmöglichkeiten.

Ein guter Züchter wird ebenso viele Interessenten ablehnen, die nicht perfekt erscheinen und dabei ebenso manchem Interessenten Unrecht tun. Ein Züchter, der jedem Interesseten einen Hund gibt, kann wohl kaum ein guter sein!

Zu Claudia Schürmann. Ich habe mit ihr durch mein Karlchen, den ich über sie bekam, in den letzten 8 Monaten sehr viel Kontakt (noch mehr als die 20 Jahre die ich sie schon kenne). Ich finde diese Frau unglaublich und bewundere Ihre Arbeit, Ihr Wissen (vor allem im Bereich Tiermedizin) und Ihre stetige Freundlichkeit und Gelassenheit. Auch sie hat vielen Interessenten keinen Hund gegeben und ich habe auch schon genügend Leute deshalb schimpfen hören. Aber da ich Claudia kenne, weiß ich, dass sie immer gute Gründe hatte.

Bullmastiff
22.08.2010, 17:51
Aber da ich Claudia kenne, weiß ich, dass sie immer gute Gründe hatte.

Wenn als einzige Ablehnug ein bereits vorhandener Rüde genannt wird, zu dem ein weiterer verträglicher Rüde nicht vermittelt werden soll, dann ist das für mich kein vernünftiger Grund. Schon gar nicht dann, wenn ich weder die betreffende Person noch den betreffenden Hund kenne.
Das soll aber nicht heißen, das ich generell die Vermittlungskriterien und die Auswahl von Claudia Schürmann in Frage stelle.

Feldmaus
07.09.2010, 23:19
Bevor man sich ein Urteil erlaubt, warum ein Hund nicht zu bestimmten Interessenten kommt, sollte man auch das Tierheim hören. Wenn ein Hund z. B. zwei Interessenten hat, muss man sich für einen entscheiden. So war es jetzt ja wohl auch bei Beppo.

Als wir uns um Beppo beworben haben, gab es zu der Zeit keine anderen Interessenten.

Ich habe dem Tierheim beim 1. Gespräch mitgeteilt, dass ich mit unserem verstorbenem Bullmastiff Rocky Mitglied im HSV Marl-Frentrop war und mit Rocky dort die Begleithunde-Prüfung abgelegt habe und wir am Hundesport teilgenommen haben. Die Aussage des Tierheims war nur, dass dieser Verein ja wohl einen sehr schlechten Ruf hat. Ich habe mich mit Rocky dort immer sehr gut aufgehoben gefühlt; es gab dort auch mehrere Mitglieder mit Bullmastiffs, die auch im Club für Molosser sehr aktiv sind. Ich glaube nicht, dass solche Leute in einem schlechten Verein verbleiben würden.

Ich hatte mich in Recklinghausen mal zum Gassigehen mit Beppo angemeldet und durfte dies auch mit einer anderen Betreuerin des Tierhiems, weil Beppo`s Bezugsfrauchen zu der Zeit Urlaub hatte. Die Betreuerin hatte Beppo an der Leine und ich bin nebenher gegangen, weil ich noch keinen Wesenstest mit Beppo gemacht hatte. An diesem Tag wurde mir nur bestätigt, dass am folgenden Sonntag Beppo trotz fehlendem Bezugsfrauchen zum Hundeplatz kommt. Dies ist der betreffende Sonntag, an dem mein Mann die Kopfschmerzen hatte. Als wir auf den Platz kamen, wurden wir von einer Tierheimmitarbeiterin sofort hart angefahren: "Was machen Sie denn hier? Sie sollten doch am Tierheim Beppo abholen und mit ihm zusammen zum Hundplatz kommen!". Ich erklärte ihr in noch freundlichem Ton, dass ich darüber nicht informiert wurde, denn sonst wären wir direkt zum Tierheim gefahren um Beppo abzuholen. Daraufhin sah uns der nächste Mitarbeiter und stellte uns die gleiche Frage, aber in einem freundlicherem Tonfall. Er erhielt von mir die gleiche Antwort und bemerkte daraufhin: "Wenn man Sie darüber nicht informiert, können Sie ja auch nicht zum Tierheim fahren. Wir holen Beppo aber sofort ab." 30 Sekunden später wurden wir erneut mit der gleichen Frage burschikos angespochen, so dass sich mein Tonfall bei der Anwort nicht mehr freundlich anhörte. Hätte ich hier kuschen müssen?:confused:
Als Beppo dann ankam, wurde ich sofort darauf aufmerksam gemacht, dass er nicht auf dem Platz toben dürfe, weil er schon gefressen hat. Na gut. Wir haben dann zum 1. Mal alleine unsere Übungen auf dem Platz machen dürfen, sonst war immer sein Bezugsfrauchen dabei, und ich muss sagen, dass Beppo in unserer Gruppe am Besten gelaufen ist. (Ich hatte Käse dabei :p) Da ich aber alleine mit Beppo auf dem Platz gegangen bin, musste Beppo ein Halti tragen, weil ich noch nicht mit ihm den Wesenstest gemacht hatte. Aber ich habe doch meinen Sachkundenachweis seit 2000, jedoch bestand man darauf. Das Halti passte nicht richtig, es war zu weit, so dass sich Beppo 2 mal mit den Vorderpfoten darin verheddert hat. Danach habe ich das Halti entfernt und in meine Jackentasche gesteckt. Ich hatte nämlich meine Jacke vom HSV Marl-Frentrop an, vielleicht war dies auch ein Fehler von mir. Zum Entfernen des Haltis gab es aber keinen Kommentar.

Während Beppo und ich auf dem Platz waren, wurde mein Mann unfreundlich gefragt, ob er denn nicht auf den Platz gehen will. Er antwortete nur: "Heute nicht:"

Da es meinem Mann nicht so gut ging wegen der Kopfschmerzen, sind Beppo und ich in der Pause vom Platz gegangen. Mein Mann und ich sind dann auch nach Hause gefahren. Danach gab es keinen Kontakt mehr mit Beppo.:(

Wir haben schon still gehalten und auch einiges geschluckt, aber man muss sich nicht alles gefallen lassen und sich als blöd hinstellen lassen. Denn so kam ich mir mittlerweile an diesem Sonntag vor. Und dann kam noch die nette telefonische Absage am Feitag danach, der ich noch hinterher telefonieren musste!

Peppi
08.09.2010, 07:03
es gab dort auch mehrere Mitglieder mit Bullmastiffs, die auch im Club für Molosser sehr aktiv sind. Ich glaube nicht, dass solche Leute in einem schlechten Verein verbleiben würden.


Hmmh...:hmm:

;)

Faltendackelfrauchen
08.09.2010, 20:15
Hallo Feldmaus,

noch habe ich dazu nicht die Meinung des Tierheims gehört. Somit kann ich mir keinerlei Urteil bilden. Die Wahrnehmung eines Interessenten ist halt nun mal nicht die des Tierheims.....

nini2612
04.10.2010, 19:01
Also zu Feldmaus:
Es ist natürlich schade, dass ihr Beppo nicht bekommen habt. Aber ich muss das Tierheim wirklich sehr loben. Wir haben uns im Dezember letzten Jahres entschieden einen 2. Hund zu uns zu nehmen. Wir haben eine Pitbullmix Hündin und wollten gern einen älteren Hund nehmen, weil unsere Hündin noch recht jung ist. Wir sind durch eine Internetanzeige auf Gino aufmerksam geworden, der im Tierheim Recklinghausen kam. Er war 11 Jahre alt, nun 12 und saß seit 7 Jahren im Tierheim obwohl er mit allem und jedem veträglich ist. Was evtl an seiner Rasse liegen mag wei er ein American Staff. ist. Ich rief dort an, und wir wurden eingeladen um mit unserer Hündin vorbei zu kommen. Wir kommen aus der Nähe von Bremen und haben somit einen Weg von über 200km. Dort wurden wir freundlich empfangen, sind mit Begleitung mit den beiden Hunden gassigegangen und haben sie noch im Auslauf zusammen laufen lassen. Alles hat gut funktioniert und Ginos Pfleger, auch Pfleger von Beppo, kam zwi Wochen später mit Gino zu uns um zu sehen wie wir leben und ob sich die Hunde auch bei uns verstehen. Alles lief super. Wir haben ein freistehendes Haus auf dem Land mit 1000m2 Garten, obwohl mein Lebensgefährte und ich noch recht jung sind. 23 und 24. Ein paar Tage später rief ich an und wir bekamen grünes Licht und holten den alten Kerl zu uns. Noch heute haben wir tollen Kontakt und schicken regelmäßig Fotos und videos link:http://www.youtube.com/watch?v=Na6Oh--1gao Auch haben wir von Beppo gehört und hätten uns wenn er vor einem Jahr da gewesen wär auch gern zu uns genommen. Man muss wirklich beachten, dass die Leute im Tierheim sehr sensibel sind und viel schlechte Erfahrung gemcht haben. Auch bei uns waren sie anfangs sicher misstrauishc weil sie erzählt haben, dass Gino 3mal kurz vor der Vermittlung war und die Leute jedesmal am Abholtag nicht gekommen sind. Das ist natürlich auch für das Tier schwer. Und ich kann verstehen, dass sie auf nr. sicher gehen wollen wenn sie sich bei den Leuten nicht sicher sind. Also ich kann das Tierheim nur weiterempfehlen.

prosperbulls
04.10.2010, 20:22
Ich habe mit dem Bottroper Tierheim ähnliche Erfahrungen gemacht. Bevor unsere Magic zu uns kam haben wir uns für einen kleinen Mopsrüden interessiert. Der Hund war von einem ortsbekannten Hundehändler freigekauft worden. War ein knappes 3/4Jahr, schon kastriert und sehr klein und zart. Wir haben Erfahrung mit "Kurznasen", es ist immer einer zuhause (mein Mann ist Rentner), haben Haus und Garten, die Kinder sind vernünftig, liebe Hundegesellschaft ist vorhanden. Wir haben uns vorgestellt, sind spazieren gegangen, haben den seelischen "Striptease" gemacht. Die Pflegestelle wünschte sich eine sportlichen Betätigung für den Mops, können wir bieten da wir aktive THS-Hundesportler sind. Wir waren bereit die geforderten 400,00 € zu zahlen. Nach mehreren Telefonaten hieß es dann: "Mein Mann wär nicht gut für den Hund und ich wäre ja berufstätig und hätte nicht so viel Zeit". Der Hund bekäme nicht genug Auslauf und Bewegung bei uns. Hallo!? Ich wollte einen Mops und keinen Mali oder Schäferhund. Ich war wütend und enttäuscht. Magic, unseren Bulldog, haben wir dann über eine private Zeitungsannonce gekauft, die sich später als Hundehändler rausstellte. Ich hatte schon mehrere Hunde aus dem TH und hätte gerne wieder einen genommen, aber das ist mir erstmal vergraut.

bx-junkie
05.10.2010, 02:54
Wenn ich so lese wie lax einige mit einer Vorkontrolle bzw. Vermittlung ihrer Schützlinge umgehen, kann ich nur sagen, das mir so eine Variante fast lieber ist, auch wenn es für den Interessenten unbefriedigend und frustrierend sein mag.

Faltendackelfrauchen
05.10.2010, 15:31
Nun ja, bei einem "Sahneschnittchen" wie einen nicht mal einjährigen reinrassigen Mops gibt es wohl mehr als einen Interessenten, so dass sich das TH auch die Familie raussuchen kann, die ihrer Meinung am besten paßt. Dass da einige auch gute Interessenten auf der Strecke bleiben, liegt in der Natur der Sache....

Grundsätzlich ist es besser, einmal zuviel "nein" zu sagen, zumindest wenn der Hund "sicher" in einem TH oder einer Pflegestelle sitzt. Denn wenn der Hund erstmal vermittelt ist, ist - egal wie restriktiv die Vermittlungverträge sind - ein Zurückholen oder auch nur das Einschätzung der "Güte" der Übernehmer oftmals schwierig.

Peppi
05.10.2010, 15:36
Grundsätzlich ist es besser, einmal zuviel "nein" zu sagen, zumindest wenn der Hund "sicher" in einem TH oder einer Pflegestelle sitzt. Denn wenn der Hund erstmal vermittelt ist, ist - egal wie restriktiv die Vermittlungverträge sind - ein Zurückholen oder auch nur das Einschätzung der "Güte" der Übernehmer oftmals schwierig.

Naja, bei dem Informationsfluss heuer handeln manche Tierschutzorgas nicht gerade clever in Ihrer teilweise arroganten Art. Man merkt, dass es nicht wenige Personen im Tierschutz gibt, die mit der Verantwortung und der daraus resultierenden Macht nicht umgehen können. :sorry:

bx-junkie
05.10.2010, 15:51
Naja, bei dem Informationsfluss heuer handeln manche Tierschutzorgas nicht gerade clever in Ihrer teilweise arroganten Art. Man merkt, dass es nicht wenige Personen im Tierschutz gibt, die mit der Verantwortung und der daraus resultierenden Macht nicht umgehen können. :sorry:

Dem kann ich mich nur zu 100% anschliessen! :ok: traurig aber wahr...

prosperbulls
06.10.2010, 16:13
Naja, bei dem Informationsfluss heuer handeln manche Tierschutzorgas nicht gerade clever in Ihrer teilweise arroganten Art. Man merkt, dass es nicht wenige Personen im Tierschutz gibt, die mit der Verantwortung und der daraus resultierenden Macht nicht umgehen können.

Stimmt, ich habe es auch als arrogant empfunden. Hätte man uns die Absage besser "verkauft" wären wir warscheinlich noch ein paar mal hingegangen um einen Hund zu suchen.

Feldmaus
17.10.2010, 18:45
@nini2612
In unserem Fall hat die Pflegerin (kein Pfleger) von Beppo nie angezeigt, dass sie Interesse daran hat zu sehen, wo und wie wir wohnen. Wir wurden wohl gefragt, ob wir eine Wohnung oder ein Haus haben und wieviel Stufen Beppo zu bewältigen hat. Es war nie die Rede davon, uns mal mit Beppo zu Hause zu besuchen. Da Ihr Euren Hund ja schon nach 2 mal sehen bekommen habt, kann ich nur davon ausgehen, dass der Pflegerin von Beppo unsere Nase von Anfang an nicht gepasst hat. Ansonsten wüsste ich nicht, warum wir so anders behandelt wurden.

Soviel zur Macht der Personen im Tierschutz.

Impressum - Datenschutzerklärung