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Fila
23.11.2005, 11:53
Bin Fila-Liebhaber, habe zwei von diesen Kuschelmonstern.

Tanja H.
23.11.2005, 12:09
Hallo Petra,

wow, jemand mit Fila :herz:
Ich hab auch eine Fila Hündin namens Akascha, sie ist jetzt 3,5 J.
Wir leben im eher z. Zt. arschkalten NRW.
Wo hast du deine Fila's her? Vorneugierplatz

LG Tanja

Caro-BX
23.11.2005, 12:43
Hola Petra,

bien venido a Molosserforum! :)

Wünsche dir hier viel Spaß und hoffe, auf schöne Fotos von deinen beiden Schmusebacken! :lach3:

morpheus
23.11.2005, 17:15
Hi Petra,

bin ein verkappter Fila-Fan, hat leider bisher nie sein sollen.

Hab aber die Jahre einige kennengelernt, alle viel freundlicher als der Standard es so ausdrückt :) . In Erinnerung geblieben ist mir ein junger Rüde, der auch aus Spanien stammte. Kann es sein, dass die Farbe cinca hieß? Ich glaube der Zwinger war Los Tres Naranjos, kann mich aber täuschen, da dies die einzig spanische Zucht ist, die ich namentlich kenne.

Viel Spaß noch mit deinen Hübschen.

Anne
23.11.2005, 17:18
WOW,

bin hin und weg von deinem Elfo.Die Farbe ist traumhaft,hab ich noch nie gesehen.

Claudia Aust-W.
23.11.2005, 17:29
Willkommen Petra!! :lach4:

Herrlich deine Filas! Und welch ein Traum im sonnigen Süden zu leben!

Ich war bewegt von dem Schicksal deines Jaguus! :traurig3:
Nichtsdestotrotz ein wunderbarer Hund!

LG!
Claudi
PS: Ich habe im Jahr 2000 einen Bullmastiffrüden aus Spanien importiert, aus dem Zwinger "de Castro-Castalia", von Christina de Lima-Netto. Vielleicht sagt dir der Name etwas?

Simone
23.11.2005, 18:44
Hallo und Herzlich Willkommen! :lach1:

Grazi
24.11.2005, 06:02
Hola und herzlich willkommen! :lach3:

Hast da wirklich zwei prächtige Viecherl... obwohl ich ja eigentlich die relativ langen Fila-Schnuten nicht so mag. ;)

Bei deiner Wesensbeschreibung auf der HP sind mir folgende Sätze aufgefallen: "Der Fila vereinigt in sich extreme Liebe zur Familie und extremen Groll gegen alles Fremde. Er braucht seinen Herrn bei seinen ersten Attaken als Welpe, die er noch zögernd ausführt oder zurückweicht." und "Als Wachhund ist der Fila Brasileiro unübertroffen, er attakiert alles was Fremd ist. Ohne Abrichtung und ohne es ihm je zu lernen, verteidigt er sein Areal kompromisslos gegen alles das nicht zur Familie gehört. Bei Personen und Tieren die zu Besuch kommen ist desshalb grösste Vorsicht geboten. Die Bedrohung ist für ihn nie Spaß sondern immer Ernst."

Irre ich mich oder schwingt da ein gewisser Stolz auf diese "Grundschärfe" mit? :confused: Und vor allem: wie habe ich mir die Unterstützung des Besitzers bei den ersten Welpenattacken vorzustellen?

IMHO muss auch kein Fila unbedingt ein derart extremes Verhalten an den Tag legen, wenn er von klein auf gründlich sozialisiert wird und vor allem viel Kontakt zu Besuchern erhält, die Haus und Hof betreten.

Ich treffe hier in Bonn hin und wieder eine deutsche Fila-Züchterin, die manchmal mit bis zu 5 Hündinnen unterwegs ist. Auch wenn eine von den Mädels mittlerweile leicht problematisches Verhalten an den Tag legt, so lassen sich die anderen nicht davon beirren / anstacheln und die Frau kann sich auf die kleine "Mistkröte" (ich finde sie herrlich! :herz2: ) konzentrieren. Und selbst ein beeindruckender Rüde aus ihrer Zucht, der uns mitsamt Frauchen einmal begegnet ist, hat mich eher durch sein extrem freundlich-neugieriges Auftreten überrascht.

Liegt das wirklich daran, dass in den hiesigen Zuchten auf ganz andere ("sanftere") Wesensmerkmale geachtet und selektiert wird? Wollen die Spanier solche Hunde evtl. gar nicht?

Neugierige Grüße, Grazi

Grazi
24.11.2005, 09:12
Andere Laender andere Sitten. Bei mir und bei Besuch von spanischen Zuechtern ist es nicht moeglich so einfach Haus und Hof zu betreten. Die Fila's werden weggesperrt.Das hatte ich befürchtet. :) Mir persönlich wäre das Risiko zu hoch, dass meine Hunde jemanden ernsthaft verletzen könnten, als dass ich so ein Verhalten tolerieren oder gar fördern würde. Und hier in Deutschland hätte man schon vom Gesetzgeber her ein Riesenproblem.

Kannst du denn deine Hunde überhaupt mit Fremden "vergesellschaften"? Sprich: können sie, wenn der Besuch erst einmal im Haus ist, dazugeholt werden ohne die "Eindringlinge" selbstständig zu attackieren?

Und magst du mir noch erklären, wie ich mir das mit den Welpenattacken und deren "Förderung" (?) vorzustellen habe?

Immer noch neugierig, Grazi

Scotty
24.11.2005, 09:52
Hola Petra. Bien venido en Fora ( hoffe das war richtig, mein Spanisch ist schwer eingerostet, habe es auch nur ein Bischen in Miami gelernt). Sollte heissen: Hallo Petra. Willkommen im Forum.
Dachte im ersten Moment ich würde dich kennen. Die Frau von nem Freund von mir ist nach Spanien ausgewandert, ihr Mann will ihr bald folgen. Sie heisst auch Petra und ist auch total verrückt nach Hunden. Sie hat jedoch zur Zeit nen Schäferhundmix, eine Dogge und einen Mischling, den sie als Welpen im Mülleimer am Strand gefunden hat und nun wieder aufpeppelt.
Wünsche dir viel Spass hier :) .

saludos

Scotty

Ingrid
24.11.2005, 10:02
Hi und willkommen Petra! :lach3:

Deine Empfehlungdann wird's aber Zeit das du dir so ein Monster zulegst :) ... find' ich angesichts hiervon
... Standardgemaess, zu Fremden giftig in Kombinatoin mit den üblichen Platzverhältnissen in unseren Breiten eher heikel.
Wie Grazi sehe ich die Lebensbedingungen, in denen ein Fila "standardgemäss" Fila sein kann, in dicht besiedelten Gebieten nicht gegeben, und die Gesetzgebung tut ein Übriges.

Sonst bin ich ein Verteidiger der Original-Standards, doch gilt mir hier dieses eine, bestimmte Standardmerkmal als Ausschlusskriterium für die Anschaffung eines Fila z.B. in mein Lebensumfeld hinein.

Donni
24.11.2005, 11:18
Hallo Fila, herzlich willkommen und viel Spass hier :lach1:

Grazi
24.11.2005, 12:29
ich als Fila-Halter habe Verantwortungsgefuehl und beschuetze meine Fila's auch noch vor Besserwissern und Hirnbloeden, die versuchen meine Fila's zu reizen und Steine nach ihnen werfen.Solche Trottel gibt es leider überall. :(

Aus Verantwortungsgefuehl bleiben bei Besuch die Fila's draussen.

Die Welpen-Attak´chen hat der Welpe von natur aus in sich und werden nicht gefoerdert (Abrichten absoluter Bloedsinn) sondern ich unterstuetze sie bei der Charakterformung und dessen Stabilisierung. Schade, dass du meine Fragen immer noch nicht beantwortet hast...

Grüßlies, Grazi

Ingrid
24.11.2005, 12:56
Die Original-Standards der Molosser sind für mich in erster Linie als Referenz wichtig, um evtl. krankmachenden Modeerscheinungen wie der Favorisierung von Übertypisierung bzw. Übergrösse entgegenzutreten.

Was das Wesen betrifft, sehe ich durchaus das Dilemma: Entweder bleiben die Filas, wie sie laut Standard immer waren, dann kommen sie aber für den Grossteil von uns deutschen und schweizer Hundehaltern nicht in Frage, oder sie werden "sozialverträglicher", dann finden sie zwar mehr Verbreitung, aber es entfernt sie andererseits von der Grundidee ihrer Entstehung.

Als Beispiel einer im Ergebnis gelungenen "Entfernung vom Grundgedanken" möcht' ich hier mal die Pitbulls anführen. Die sind schon längst viel, viel besser als ihr dennoch aus Sensationsgier immer wieder herbeigeschriebener Ruf.

Auch bei meinem Bullmastiff bin ich sehr dankbar, dass er noch keinen Fremden gestellt hat, nur weil der gerade mit einem Stück Wildpret in der Tüte vom Wochenmarkt heimgeht... In den englischen Wäldern bei einem Test für seinen ursprünglichen "Beruf" wäre mein kleiner Knödel sicherlich als Totalversager beurteilt worden. :D
Mein Glück ist, dass im Falle der Bullmastiffs die "Berufseignung" zur geschichtlichen Anmerkung mit Anekdotencharakter geworden ist, statt bis heute im Standard verlangt zu werden.

Fazit: Ein Standard, der die "Berufseignung" aller Zeitentwicklung trotzend weiterhin festschreibt, wäre m.E. schon den einen oder anderen "ketzerischen" Gedanken wert...

Grazi
24.11.2005, 15:09
Vielen Dank, Petra, für die ehrliche Beantwortung meiner Fragen... die mich allerdings ziemlich schockiert hat. :schreck:

Du beanspruchst für dich Verantwortungsbewusstsein in Bezug auf deine Hunde...doch für mich sieht Verantwortungsbewusstsein anders aus: ich sorge im Vorfeld dafür, dass meine Hunde niemanden attackieren, indem ich sie gut sozialisiere...und nicht dafür, dass sie immer und jederzeit in Sicherheitsverwahrung kommen, sobald sich eine Person ihnen nähert! Noch erschreckender finde ich jedoch, dass bereits von Welpenbeinen an ein menschenaggressives Verhalten bestärkt und gefördert wird... noch dazu auf unkontrollierte Art und Weise. Denn die Hunde lernen z.B. nicht zu verwarnen und erst auf Kommando zu stellen (oder gar zuzubeissen). Und ein Abbruchkommando kennen sie dann wohl auch nicht. :(

Ich halte eine solche Förderung der Grundschärfe nicht nur für brandgefährlich, sondern noch dazu für völlig unnötig. Denn der Fila würde -wie die meisten anderen Molosser / Molossoiden auch- im Notfall sowieso seinen Herrn verteidigen und beschützen bzw. sein Revier vor (echten) Eindringlingen beschützen!

Bleibt nur zu hoffen, dass ihr niemals in die Verlegenheit kommt, wieder -mitsamt Hunden- nach Deutschland zurückkehren zu müssen: denn hier hättet ihr sicher keine Freude mehr an der Hundehaltung, mit all den Auflagen, die zu beachten wären. Allerdings wage ich mittlerweile zu bezweifeln, dass du - ebenso wie die "typischen" spanischen Fila-Halter- auch nur annähernd dasselbe unter Hundehaltung verstehst wie die meisten hier im Forum... nämlich ein Leben mit und für den Hund incl. seiner Integration als Familienmitglied. Und ganz besonders hoffe ich, dass hier sonst niemand darauf stolz ist, dass sein Hund so stark und wehrhaft ist, dass er ohne weiteres einen Menschen töten könnte und würde.

Grüße, Grazi

morpheus
24.11.2005, 15:35
@Petra:

ich habe mittlerweile drei Züchter in Deutschland besucht und dabei diverse Hunde verschiedenen Alters kennengelernt. Zumindest Einer war schon sehr stolz auf die standardgemäße Schärfe und Fremdenfeindlichkeit seiner Hunde.
Allerdings hab ich als Besucher nichts davon gemerkt. Zwar hat es immer gedauert, bis ich die Hunde anfassen konnte und zu Beginn haben sie mich auch angebellt, sie sind aber immer zurückgewichen, wenn ich mich auf sie zu bewegte. Und das betraf nicht nur Junghunde, sondern auch 70KG Rüden. Wie gesagt, ich kann nur die beurteilen die, ich selbst kennengelernt hab, aber die empfand ich keineswegs aggressiv den Menschen gegenüber. Eher hatte ich den Eindruck, dass gern mit oben genannten Charaktereigenschaften kokettiert wird. Entscheidend sind sicher die Linien und die entsprechende Beeinflussung durch den Halter, aber das trifft wohl auf alle Hunde zu.

Bullmastiff
24.11.2005, 16:33
Welpenbeispiel real: Postbote kommt an's Tor. Welpe schiesst auf halbe Laenge vor, bellend, Haare gestraeubt und wartet, -sich kopfwendend, auf meine Reaktion. Ich komm ihm auf seine Hoehe entgegen um sein Selbstvertrauen zu staerken. Darauf schiesst er nach vorne und der Postbote wird verbellt. Er kommt wieder zurueck zu mir und wird gelobt.
Abermals schiesst er nach vorne aber diesmal ohne abzulassen. So, dass ist alles, ein typisches Welpenattack`chen. Das gleiche Verhalten legt der Welpe auch allen fremden Gegenstaenden gegenueber zu Tage.
Saludos
Petra
Hallo Petra,
danke für Deine Information. Was es alles gibt. :confused:
Wenn ich Deine Beiträge so richtig verstanden habe, werden Filas absichtlich mit niedriger Reizschwelle (nervenschwach?) gezüchtet und sollen alles und jeden als Bedrohung empfinden? Können Filas denn auch "locker" sein oder stehen sie immer unter "Strom"? Ich hoffe nur, es verirrt sich nicht einmal ein Kind oder ein unwissender Urlauber auf Dein Grundstück...
Gruß
Yves

Claudia Aust-W.
24.11.2005, 17:03
Ich halte eine solche Förderung der Grundschärfe nicht nur für brandgefährlich, sondern noch dazu für völlig unnötig. Denn der Fila würde -wie die meisten anderen Molosser / Molossoiden auch- im Notfall sowieso seinen Herrn verteidigen und beschützen bzw. sein Revier vor (echten) Eindringlingen beschützen!



Grazi, das ist Wunschdenken. Die meisten Hunde (besonders die extremst sozialisierten!) würden sich weder trauen, noch Gefahr wittern - für sie ist das Leben ein tolles Spiel und alles und jeder ist nett. Ebenso wie sie zu allem und jedem nett sein sollen!

LG!
Claudi

Grazi
24.11.2005, 18:37
sicherlich bist du ein herzensguter Mensch aber von Fila's wie aus deinen Schreiben hervorgeht bist du nicht gut informiert. Ich schrieb ja schon einmal andere Laender andere Sitten.Mag sein, dass diese "anderen Sitten" in Spanien und in deinen Lebensverhältnissen noch akzeptabel sind, hier in Deutschland hättest du damit schlechte Karten. Nichts anderes habe ich gesagt und gemeint.

Ausserdem mit Blinden kann man nicht ueber Farben sprechen.Oha...ganz schön arrogant.

Meine Fila's sind bestens eingegliedert in die Familie. Wir sind mit unseren beiden Fila's 24 Stunden zusammen. Schlafen mit uns im Haus, essen mit uns bei Tisch, werden durch Spielen und Spaziergaenge verwoehnt. Zu eurem Leben gehören keine Kontakte zur Aussenwelt? :) In unseren Breitengraden ist es normal, dass man seinen Hund mit in die Stadt, evtl. sogar in Menschengedränge (Zug, Strassenbahn, Bus, Markt), in Restaurants und Cafes nimmt. Ich schätze nicht, dass du mit deinen Hund dasselbe tun kannst, oder?

Warum sollte ich meinen Welpen, der von selbst bewacht, kuenstlich, menschengemacht bremsen. Ich habe mich fuer diesen charaktervollen Molosser entschieden und werde seinen Charakter nicht vermenschlichen oder verbiegen. Die Förderung der Aggressivität gegen Menschen hat nichts mit Vermenschlichung zu tun. Wenn man einen "naturbelassenen" Fila haben möchte, braucht man ihn ja wohl auch nicht zu bremsen...allerdings hört bei mir das Verständnis dort auf, wo man ihn noch weiter hochpusht und billigend in Kauf nimmt, dass er irgendwann einmal wirklich jemanden ernsthaft verletzt.

Verstehst du keinen Spass????Sorry, aber bei mir so etwas hört bei mir der Spass wirklich auf.

Abbruchkommando??????:wie:
sowas brauche ich nicht, meine BOA reagiert auf Augenzeichen und Fluestern. Alles bestens im Griff durch innige Mensch-Hund-Beziehung,Schön, dass das bei euch zuhause so toll klappt...

Komm doch zum naechsten Temperaments-Test nach España und ueberzeug dich selbst. Wovon? Dass die Spanier in der Beziehung einen Knall haben? :D

Gruß, Grazi

Jacci
24.11.2005, 18:45
Ach Grazi, lass Dich doch nicht ärgern! Sie lebt ja mit ihren Raubtieren weit weg und ich bin eh nicht so ein Spanienfan, man kann auch woanders Urlaub machen.
Jedem Tierchen sein Pläsierchen und http://www.mainzelahr.de/smile/schilder/feedtroll.gif

Grazi
24.11.2005, 19:02
Die meisten Hunde (besonders die extremst sozialisierten!) würden sich weder trauen, noch Gefahr wittern - für sie ist das Leben ein tolles Spiel und alles und jeder ist nett. Ebenso wie sie zu allem und jedem nett sein sollen! Tja... meine Erfahrungswerte sagen etwas anderes.

Übrigens habe ich meine Hunde immer weitestgehend gut sozialisiert, so dass sie ohne Angst und Aggression auf Menschen zugegangen sind. Bisher war aber nur einer von ihnen (der Terrier) der absolute Spielknuffel und hätte im Ernstfall eher Fersengeld gegeben. Selbst mein Beardie-Mix hat sich grollend und zähnefletschend vor mich gestellt, wenn Gefahr drohte...allerdings konnte ich jederzeit eingreifen und sagen, dass ich die Sache selber regle.

Einen Hund, der zu allem und jedem nett ist, finde ich persönlich nicht erstrebenswert. Mir ist ein zurückhaltend-freundlicher Hund bedeutend lieber... bei dem muss man dann auch nicht Angst haben, dass er mit jedem mitgeht. :) Demona, Vega und Mortisha gehören zu dieser Kategorie. Und zumindest von den beiden älteren Hündinnen weiss ich, dass sie aufpassen und nicht kneifen. Vor allem Demona ist bei Einsetzen der Dämmerung sehr viel wachsamer und sofort angespannt, sobald sich mir ein einzelner Mann nähert. Noch bevor man ein Knurren hört, spürt man die Vibrationen eines sich tief im Brustkorb aufbauenden Grollens durch ihr Halsband hindurch. Geht der Mann einfach an uns vorbei, wird er nicht merken / hören, dass der Hund ihn im Visier hatte... sollte er jedoch auf bedrohliche Weise auf mich zustürzen, macht Demi einen Satz nach vorne und stellt ihn bellend...sie beisst jedoch nicht! Ginge die Bedrohung des Fremden weiter bzw. in einen tätlichen Übergriff über, könnte ich für nichts garantieren. Dieses Verhalten habe ich ihr weder antrainiert, noch habe ich es in irgendeiner Weise gefördert. Es steckt einfach in ihr drin. Und das ist auch in Ordnung so.

Grüßlies, Grazi

Claudia Aust-W.
24.11.2005, 19:08
Das ist jetzt aber nicht sehr nett. :boese3:

Bitte beachtet doch, daß Petra in einem völlig anderen Umfeld wohnt!
Sie haben ihre Privat-Hacienda und ihre Hunde haben ihre Aufgabe dort!
Wieso MÜSSEN die Hunde denn in jedweder Umgebung "funktonieren" (nichts anderes ist es doch, was man HIER im "guten alten, ach so progressiven -man beachte die Rasselisten z.B.- Deutschland!!!" von ihnen erwartet!)???
Ich kenne es so:
Knurren: "PFUI"!!,
Bellen :"Nur zwischen 8.00 und 13.00 und zwischen 15.00 und 20.00!!" ,
Mißtrauen gegenüber fremden Menschen: "Wesenskrüppel!!!"
etc.
etc.
Und was hat das mit Spanien zu tun??? *kopfschüttel*

LG!
Claudi

Jacci
24.11.2005, 19:14
Claudia, auch meine Hunde sind einfach nur Hund. Rommel hat auch einen nicht zu unterschätzenden Schutzinstink und bis zu einer gewissen Grenze darf er den auch behalten. Sonst hätt ich mir nen Kanarienvogel geholt. Aber die Tiere schon im Welpenalter zur Aggression zu treiben, finde ich einfach nur furchtbar, egal wo auch immer in der Welt. Hier im Forum wird heftigst gegen den Schutzdienst gewettert, aber soetwas ist okay, nur weil andere Länder, andere Sitten. Nööö, find ich eben nicht.

Grazi
24.11.2005, 19:15
Bitte beachtet doch, daß Petra in einem völlig anderen Umfeld wohnt! Dass ist mir durchaus bewusst und ich habe bereits geschrieben, dass die Art ihrer Hundehaltung in ihr Lebensumfeld passt und dort akzeptabel ist. Trotzdem darf ich es ja wohl für mehr als bedenklich halten, dass man Aggressivität gegen Menschen fördert und auch noch stolz darauf ist, oder?

Grüßlies, Grazi

Claudia Aust-W.
24.11.2005, 19:17
Tja... meine Erfahrungswerte sagen etwas anderes.

Übrigens habe ich meine Hunde immer weitestgehend gut sozialisiert, so dass sie ohne Angst und Aggression auf Menschen zugegangen sind. Bisher war aber nur einer von ihnen (der Terrier) der absolute Spielknuffel und hätte im Ernstfall eher Fersengeld gegeben. Selbst mein Beardie-Mix hat sich grollend und zähnefletschend vor mich gestellt, wenn Gefahr drohte...allerdings konnte ich jederzeit eingreifen und sagen, dass ich die Sache selber regle.

Einen Hund, der zu allem und jedem nett ist, finde ich persönlich nicht erstrebenswert. Mir ist ein zurückhaltend-freundlicher Hund bedeutend lieber... bei dem muss man dann auch nicht Angst haben, dass er mit jedem mitgeht. :) Demona, Vega und Mortisha gehören zu dieser Kategorie. Und zumindest von den beiden älteren Hündinnen weiss ich, dass sie aufpassen und nicht kneifen. Vor allem Demona ist bei Einsetzen der Dämmerung sehr viel wachsamer und sofort angespannt, sobald sich mir ein einzelner Mann nähert. Noch bevor man ein Knurren hört, spürt man die Vibrationen eines sich tief im Brustkorb aufbauenden Grollens durch ihr Halsband hindurch. Geht der Mann einfach an uns vorbei, wird er nicht merken / hören, dass der Hund ihn im Visier hatte... sollte er jedoch auf bedrohliche Weise auf mich zustürzen, macht Demi einen Satz nach vorne und stellt ihn bellend...sie beisst jedoch nicht! Ginge die Bedrohung des Fremden weiter bzw. in einen tätlichen Übergriff über, könnte ich für nichts garantieren. Dieses Verhalten habe ich ihr weder antrainiert, noch habe ich es in irgendeiner Weise gefördert. Es steckt einfach in ihr drin. Und das ist auch in Ordnung so.

Grüßlies, Grazi


Grazi, somit nehme ich an, daß du dieses tiefe Grollen und Mißtrauen, das "Anvisieren" tolerierst???
Das ist letztendlich nichts anderes, als wenn Petra ihrem Welpen erlaubt, Fremde merkwürdig zu finden.

Das ist der wahre Unterschied, den einen Hund im Falle des Falles reagieren läßt oder auch NICHT!
DU tolerierst die Entscheidung des Hundes, etwas merkwürdig zu finden und zu reagieren!!!! Lobst ihn eventuell noch dafür!
Wenn du das alles nicht tust, "Nein", "Pfui"...ei der Femde hat ja ein Leckerlie....das ist der Tod eines jeden "wachen" Hundes!!!
Das sind meine Erfahrungen.

LG!
Claudi

Claudia Aust-W.
24.11.2005, 19:26
Claudia, auch meine Hunde sind einfach nur Hund. Rommel hat auch einen nicht zu unterschätzenden Schutzinstink und bis zu einer gewissen Grenze darf er den auch behalten. Sonst hätt ich mir nen Kanarienvogel geholt. Aber die Tiere schon im Welpenalter zur Aggression zu treiben, finde ich einfach nur furchtbar, egal wo auch immer in der Welt. Hier im Forum wird heftigst gegen den Schutzdienst gewettert, aber soetwas ist okay, nur weil andere Länder, andere Sitten. Nööö, find ich eben nicht.


Ich glaube nicht, daß Petra das Treiben zur Aggression verherrlicht hat.

Sie unterstützt ihren Hund in der Auslebung seiner Instinkte (der Welpe wird auch lernen, daß der Postbote eigentlich keine Bedrohung darstellt!!!).

Das künstliche Treiben beim Schutzdienst kannst du sicher nicht mit dem Wachen auf seinem Grundstück und für seine Menschen vergleichen, oder?
Wenn ich irgendwo in der Pampa leben würde, weit und breit wenig Menschen und diese dann mit einer urgesunden Einstellung (siehe Thread bez. "Leben auf dem Land")...dann dürften meine Hunde auch mehr sie selbst sein.
Wieso sollte ich wollen, daß sie nett zu jedem an der Pforte sind?? Bin ich doch selbst nicht ;)

Viel schlimmer finde ich Leute, die sich in unserer "Hochzivilisation" (oder was man dafür hält) ihres scharfen Hundes im Pulk rühmen.
Da kann ich mit dir übereinstimmen.

LG!
Claudi

Grazi
24.11.2005, 19:31
Grazi, somit nehme ich an, daß du dieses tiefe Grollen und Mißtrauen, das "Anvisieren" tolerierst???
Das ist letztendlich nichts anderes, als wenn Petra ihrem Welpen erlaubt, Fremde merkwürdig zu finden.Zwischen beiden Szenarien besteht ein himmelweiter Unterschied. Ich toleriere das "Anvisieren" eines erwachsenen, gefestigten Hundes, welches er sehr differenziert einsetzt (je nach Gefahrenlage) genau so lange, wie es sich nicht verselbstständigt. Wobei ich zur Verdeutlichung anmerken sollte, dass es sich bei Demona nicht um einen grundsätzlich misstrauischen Hund handelt. Ganz im Gegenteil! Sie beobachtet ihre Umwelt und schätzt die "Gefahrenlage" ein. Am hellichten Tage ist es ihr schnurzpiep, wer wie an uns vorbeigeht. Als Welpe hat sie dieses Verhalten nicht an den Tag gelegt... da ist sie unbekümmert auf jeden zugestiefelt. Und wenn sie misstrauisch bellend auf jemand zugestürzt wäre, hätte ich dies unterbunden und "gegenkonditioniert". Never ever würde ich einen Welpen in so einem Verhalten sogar noch loben oder sonstwie bestärken!

Übrigens verharmlost du die Sache ganz gewaltig, wenn du meinst, Petra erlaube ihrem Hund lediglich, Fremde merkwürdig zu finden. Lies' dir doch ihr Postboten-Beispiel bitte noch einmal durch!

Grüßlies, Grazi

Jacci
24.11.2005, 19:35
Das künstliche Treiben beim Schutzdienst kannst du sicher nicht mit dem Wachen auf seinem Grundstück und für seine Menschen vergleichen, oder?

Würde ich im Leben nicht tun!!! Ich habe einen Fila beim Anrgiff agieren sehen! Das reicht.

Jacci
24.11.2005, 20:03
Richtig, ich lebe auf dem Campo und kann es mir nicht erlauben das ¿Fremde? schwanzwedelnd und handschleckend begruesst werden.


In diesem Punkt gebe ich Dir recht, dass muss mein Hund auch nicht. Und wie auch Claudia schon schrieb, würde ich das auch nicht tun.
Unser Grundstück hätte freiwillig nie ein Fremder betreten, wenn ich nicht daneben gestanden hätte und auch manche Freunde haben sich das gekniffen.

Anne
25.11.2005, 09:29
Einen Hund, der zu allem und jedem nett ist, finde ich persönlich nicht erstrebenswert

also, der sattler ist zu jedem nett und freundlich,das bedeutet aber noch lange nicht, dass er mit jedem mitgeht.Im Gegenteil.

Selbst mein Beardie-Mix hat sich grollend und zähnefletschend vor mich gestellt, wenn Gefahr drohte...

Wer hat da entschieden,dass Gefahr drohte?Der Hund eigenständig oder Du und der Hund hat dann auf Kommando reagiert?

Vor allem Demona ist bei Einsetzen der Dämmerung sehr viel wachsamer und sofort angespannt,

Das ist völlig normal,fast alle Hunde sind ab der Dämmerung sehr viel wachsamer,das ist halt normales Verhalten,man kann es auch Instinkt nennen.

sobald sich mir ein einzelner Mann nähert. Noch bevor man ein Knurren hört, spürt man die Vibrationen eines sich tief im Brustkorb aufbauenden Grollens durch ihr Halsband hindurch. Geht der Mann einfach an uns vorbei, wird er nicht merken / hören, dass der Hund ihn im Visier hatte... sollte er jedoch auf bedrohliche Weise auf mich zustürzen, macht Demi einen Satz nach vorne und stellt ihn bellend...sie beisst jedoch nicht!

Reagiert dein Hund bei einzelnen Frauen auch so?Warum betrachtet dein hund einzelne Männer als Bedrohung?
Keiner meiner Hunde durfte/darf einen fremden Passanten,gleichgültig ob Dunkelheit oder nicht, anvisieren,anknurren. Eben weil ich in Deutschland lebe und nicht in Spanien,Brasilien oder sonstwo. Was ist,wenn der fremde Mann den Bus noch erreichen will und 10 Meter vor dir anfängt in deine Richtung zu laufen.Springt Demi dann auf den Menschen zu und stellt ihn bellend?



Ginge die Bedrohung des Fremden weiter bzw. in einen tätlichen Übergriff über, könnte ich für nichts garantieren. Dieses Verhalten habe ich ihr weder antrainiert, noch habe ich es in irgendeiner Weise gefördert. Es steckt einfach in ihr drin. Und das ist auch in Ordnung so.

Entscheidet der Hund, was ein tätlicher Angriff ist oder Du?
So leid es mir tut, ob nun bewußt oder unbewußt, das Verhalten ist antrainiert.Du regst dich über das Verhalten von Petras Hunden auf,wohlbemerkt,ein Verhalten,das die Hunde auf dem Grundstück zeigen.
Das Verhalten deines Hundes in der Öffentlichkeit,in diesem Land, halte ich für bedenklicher.

Grazi
25.11.2005, 10:29
Wer hat da entschieden,dass Gefahr drohte?Der Hund eigenständig oder Du und der Hund hat dann auf Kommando reagiert? Ich war damals noch ein Kind und habe meinen Hund ganz sicher nicht auf "Schutz" trainiert. :) Sie hat die Gefahr eigenständig und richtig erkannt, liess sich aber jederzeit von mir kontrollieren.

Reagiert dein Hund bei einzelnen Frauen auch so?Warum betrachtet dein hund einzelne Männer als Bedrohung?Frauen betrachtet sie nicht als potentielle Gefahr. Warum sie einzelne Männer bei Dunkelheit und / oder in einsamen Gegenden lieber im Auge behält, kann ich dir auch nicht sagen... an Stimmungsübertragung liegt es jedenfalls nicht, da ich in der Beziehung absolut locker und nicht ängstlich bin.

Keiner meiner Hunde durfte/darf einen fremden Passanten,gleichgültig ob Dunkelheit oder nicht, anvisieren,anknurren. Das dürfen meine Hunde auch nicht. Vielleicht hast du überlesen, dass ein derart "anvisierter" Mann nicht einmal merkt, dass er taxiert wird. Demona fixiert nicht und sie knurrt auch nicht einfach so. Durch die Halsung hindurch bemerke ich jedoch ihre Anspannung.

Was ist,wenn der fremde Mann den Bus noch erreichen will und 10 Meter vor dir anfängt in deine Richtung zu laufen.Springt Demi dann auf den Menschen zu und stellt ihn bellend? Nein, mein Hund ist doch nicht blöd. :) Davon einmal abgesehen, könnte sie auch nicht vorpreschen und jemanden stellen, da ich sie grundsätzlich kürzer nehme, sobald ein Passant vorbeikommt, da einige Menschen einen Heidenrespekt vor einem derart großen und noch dazu schwarzen Hund haben.

So leid es mir tut, ob nun bewußt oder unbewußt, das Verhalten ist antrainiert. Dann erkläre mir bitte, wie ich das unbewusst geschafft haben sollte. Ich habe Demona ebenso erzogen wie Violetta (meinen Terrier). Letztere ging stiften, Demi hingegen stellt sich schützend vor mich.

Du regst dich über das Verhalten von Petras Hunden auf,wohlbemerkt,ein Verhalten,das die Hunde auf dem Grundstück zeigen. Nein, liebe Anne. Darüber rege ich mich gar nicht auf. Ich finde es nur nicht ok, dass jemand den "Groll" seiner Hunde auf Menschen bewusst fördert, tickende Zeitbomben heranzieht und auch noch stolz darauf ist.

Das Verhalten deines Hundes in der Öffentlichkeit,in diesem Land, halte ich für bedenklicher. Hmm, mir scheint, du hast wirklich einen falschen Eindruck von meinem Hund gewonnen. :( Demona läuft nicht knurrend und fixierend durch die Gegend. Sie geht offen und freundlich auf jedermann zu und ich muss Fremde nur insofern vor ihr schützen, als dass sie keine Sabberflecken auf deren Kleidung hinterlässt. :D

Ein gewisser Beschützerinstinkt ist vorhanden, doch ist der sehr eng um meine Person gefasst und offenbar fein justiert. Ihr fremde Personen dürfen durchaus an mich rankommen, mir die Hand schütteln oder mich gar umarmen. Da gab es bisher keine Missverständnisse. Und selbst wenn ihr jemand suspekt ist und sie meint, sie ganz unauffällig (beschützend) vor mich schieben zu müssen, so entscheide immer noch ich, ob diese "Maßnahme" notwendig ist oder nicht.

Grüßlies, Grazi

Monika
25.11.2005, 12:41
ich hab ja seit anfang august den fila in pflege, ich muß sagen ich wurde von den überbringern ( beide filaspezialisten / züchter ) dermaßen "geimpft" bzgl. fila, das ich zu anfangs einen heillosen respekt hatte, ich dachte es kommt kein hund sondern ein keine ahnung was. es ist aber doch ein ganz normaler hund ;) klar bei mir ist er im zwinger, also zeigt er seine wirklichen eigenschaften nicht so richtig, aber es gibt auch keinen der sich einen "normalen" fila im erwachsenen alter zutraut. ist es der schlechte ruf oder steckt doch etwas wahrheit drin????


was ist mit den HSH ? die haben ja eher ein ähnliches wesen, mein ich.

wenn jemand in der pampas wohnt und seinen hund zur bewachung hat ist es doch ok! ich finde es auch übertrieben wie manche hier z.b. "mein hund muß sich mit allem und jedem verstehen fraktion" angehören. ich denke wenn man einen wachhund hält, so wie petra, dann ist man sich der verantwortung durchaus bewusst, das geht doch schon aus ihren postings hervor. klar wir leben in D. aber meine hunde muß ich deshalb nicht in restaurants, einkaufszenter usw.... usw... mitschleppen. die hunde haben nix davon und viele menschen haben einfach angst.
ich verstehe den sinn der diskusion nicht so ganz, den ich denke es liegen welten dazwischen.

Katja
25.11.2005, 13:21
Na, sind die Deutschen schockiert? :lach3:
Nicht nur die Filas auch die Canarios,Cane Corso etc. sind in Spaniern WACHHUNDE und nicht mehr.Ich kann bei keinen meiner Freunde ,Bekannten oder ihren Nachbarn auf die Fincas marschieren.Draußen allerdings sind sie wie Petra beschrieben hat anders.Bei meiner besten Freundin(sie kommt auch mit Hund nach Deutschland) auf der Finca hab ichs mal probiert schließlich kannte ich den Hund, mir stand ein sabernes Ungeheuer gegenüber der mir schnell klarmachte das ich dort nichts zu suchen habe.Zum Glück war ich da erst 2 Schritte vom Tor entfernt

Tanja H.
25.11.2005, 13:34
So ganz eigentlich steckt doch in jedem Hund ein Wachhund, oder etwa nicht??
Ich persönlich würde die natürliche "Schärfe" des Fila's nicht unterstützen.
Meine Fila Hündin steht z.B. "motzend" hinter mir, wenn der Briefträger kommt. Das reicht mir völlig aus und ich denke dem Briefträger auch :)

Wie Petra es beschrieben hat, sind ihre Hunde ja in der Öffentlichkeit ganz "normale" Hunde nur halt in ihrem Revier bewachend.
Mir persönlich wäre es zu anstrengend, die Hunde bei Besuch weg zu sperren.
Unsere Besucher erkennen aber ganz schnell, dass mein Hund NICHT von ihnen gestreichelt werden will. Das ist dann halt typisch Fila. Ich kann aber ruhigen Gewissens mal auf's Klöken gehen.

LG Tanja

Claudia Aust-W.
25.11.2005, 13:40
Monika, du hast recht mit dem Hinweis auf die HSH.
Ihnen wird ein ähnliches Wesen nachgesagt, angefangen von einer gewissen Naturschärfe bis hin zum ausgeprägt-terretorialen Verhalten.

Auch hier findet man die Wurzeln dafür in der Notwendigkeit zu selbstständigem Handeln, Wachen und Schützen - egal ob in den Höhen des Kaukasus, des Taurusgebirges oder der Sar-Planina...oder wie beim Fila das Beschützen der Campesinos oder Farmen in den Weiten Brasiliens gegen den Jaguar und andere Eindringlinge.

Wer sich einen solchen Hund nimmt, sollte um die Eigenarten und speziellen Wesenseigenschaften wissen.
Jemand der einen Fila oder einen HSH erwählt, wird wahrscheinlich kaum das Bestreben und den Ergeiz besitzen, diesen Hund als Blindenführhund, Therapiehund o.ä. (überspitzt gesprochen!) auszubilden.
Nein, er möchte einen Hund, der wacht und schützt.

Selbstverständlich ist es notwendig "diese" Hunde in unseren Breiten gut zu sozialisieren, damit sie an normale menschliche Gepflogenheiten gewöhnt werden.
Jeder, der mich und meinen Ivan kennt, kann Zeugnis geben von seinem (für HSH) außergewöhnlich gutartigen und festen Charakter!!!
Aber ich gebe zu, daß ich meinem HSH durchaus gestatte, mißtrauisch zu sein, wenn er etwas merkwürdig findet. Oft habe ich die Erfahrung gemacht, daß dieser 7. Sinn durchaus seine Berechtigung hatte!
Ich schleppe meinen HSH nicht mit auf jede Familienfeier oder öffentliche Veranstaltung - er ist kein Hund dafür!
Er muß nicht zu meinen Füßen am Biertisch liegen und sich von jedermann-frau bewundern, angrapschen und betüddeln lassen. Wenn ich das gewollt hätte, hätte ich mir wohl eher einen Retriever ins Haus geholt (und selbst ihm würde ich das nicht antun!)...

Ich gehe sehr verantwortungsbewußt mit der Haltung eines "solchen" Hundes um. Bin vorausschauend und ständig achtsam. Damit tue ich mir, meiner Umwelt und nicht zuletzt dem Hund einen Gefallen.

Ein letztes Wort noch (ich verplappere mich ja schon wieder!!). Wer seinem Hund jedweden Instinkt verwehrt (und wie Grazi es schon erwähnte - Molosser haben auch Schutzinstinkt!), sollte vielleicht doch Abstand von einem Molosser nehmen und sich einer Rasse zuwenden, die alleinig zur Verlustierung und Gesellschaft der Menschen geschaffen wurde.

Just my 2 cents...
LG!
Claudi

morpheus
25.11.2005, 15:30
@Claudia: sicher ist es möglich HSH gut zu sozialisieren, damit sie auch in unseren Breiten problemlos gehalten werden können. Allerdings sollte auf die Herkunft größten Wert gelegt werden.

Ich habe Morpheus mit drei Jahren übernommen, von Leuten, die durchaus Hundeerfahrung hatten. Zu Beginn war es nicht einfach, vor allem im eigenen Territorium hat er die typischen Eigenschaften an den Tag gelegt. Mittlerweile klappt es gut, außer seiner Vorliebe für dunkle Rüden.

Dennoch erscheint es mir schwierig diesen Hunden hier gerecht zu werden. Er kann seine Wesensmerkmale einfach nur sehr begrenzt ausleben, und ich kann ihm wenig Alternativen bieten. Hundeplatz macht wenig Sinn, er nimmt weder Futter an, noch interessiert sich für Spielzeug. Ihm fehlt jeglicher "Will-to-please" und ist noch immer sehr selbstbestimmt. Sein größter Spaß ist, mit mir im Dunkeln durch den Wald zu gehen und Bewacher spielen zu dürfen. Ich denke, er wäre in seiner Heimat an der Herde artgerechter aufgehoben gewesen.

Dennoch möchte ich den Sonderling nicht mehr missen und wenn Bekannte, die ihn zu Beginn kennenlernten sagen, dass er wesentlich entspannter, zugänglicher und souveräner geworden ist, dann empfind ich das sehr positiv.

bmk
25.11.2005, 15:49
kann mich nicht sonderlich zum thema äussern, habe mit filas und hshs keine erfahrung.
für mich wär ein solcher hund denkbar ungeeignet. ich würd joschi die hölle heiss machen wenn er sich so benehmen würde (ob auf eigenem grund oder nicht).ich möchte das meine besucher freundlich begrüßt oder ignoriert werden- was nicht heissen soll das er nicht erst abchecken darf ob die für MICH in ordnung sind.
es gibt bei uns ne masse leute die durch den garten reinkommen- würde joschi diese dann stellen gäbs aber theater. er darf wohl anschlagen bis ich sage das feierabend ist, aber er darf es wenn ICH es für richtig halte.
für das leben in einer familie halte ich derart übertriebene schärfe für fatal.

Tanja H.
25.11.2005, 16:21
Habe den Eindruck, das Thema geht in eine komische Richtung.
Ich will sagen: Fila's sind keine "Kampfmaschinen"

Jeder Hund hat seine Grundstruktur die man fördern kann-oder auch nicht.
Petra hat sie gefördert und das Ergebnis ist ja bekannt ( völlig wertfrei!!!)

Fila's müssen hier in D ja schließlich den Wesenstest bestehen und so mit hin sind es keine tickenden Zeitbomben.

Natürlich hat der Fila, wie jeder andere Hund aber auch, seine Charaktereigenschaften. Heißt aber nicht: Beißt alles, was sich bewegt.

LG Tanja

Simone
25.11.2005, 17:28
Hallo!

Ich denke nicht, dass man die Hundehaltung und die Erwartung an einen Hund Länderübergreifend betrachten kann/sollte. Da gibt es riesige Unterschiede... Aber nur weil Hunde einen sehr ausgeprägten Schutztrieb und Wachinstinkt haben, heißt das ja nicht, dass sie ständig aggressiv oder schlecht erzogen wären. Meine Hunde sind vermutlich typische "deutsche" verwöhnte Sofahunde. ;) Für meine Bedürfnisse und Wünsche absolut passend. Aber ich bin mir durchaus im Klaren darüber, dass sie mich nicht perfekt beschützen würden.

Ich habe Bullmastiffs und Boerboels in Südafrika kennengelernt (Johannesburg) und dort war es die Hauptaufgabe des Hundes, das Grundstück und seine Besitzer zu bewachen. Die BMs waren alle geprüfte Schutzhunde und in SA ist die SchH üblich mit dieser Rasse. Ich wurde völlig entsetzt gefragt, ob ich mit meinen Hunden denn nicht auch "richtig" arbeiten würde... In dieser Umgebung würde ich ebenfalls großen Wert auf einen Hund legen, der sehr wachsam ist und notfalls auch angreift. Die Boerboels zum Beispiel haben einen Einbrecher mit Pistole und Spray sicher verjagd - trotzdem sie verletzt waren, hat der Einbrecher sicher mehr gelitten. Aber auch das ist bei der Gefahr, die dort von Einbrechern ausgeht, für mich absolut ok. Die Hunde waren aber mir als willkommenen Besucher gegenüber total verschmust und lieb. Ich habe die Welpen und deren Eltern gleichzeitig geknuddelt, ich bin frei durchs Haus gelaufen etc. Überhaupt kein Problem! Ich glaube, dass wir Deutschen (ich ganz genauso ;-)) unsere Hunde oft zu sehr vermenschlichen. Nur weil ein Hund SchH-Sprt macht oder gewollt sehr wachsam ist, ist er nicht gegen jeden Menschen aggressiv... Ich befürchte eher, dass in Deutschland Hunde gefährlich werden, weil sie bei zuviel Verhätschelung neurotisch geworden sind...

Gruß, Simone

Claudia Aust-W.
25.11.2005, 17:55
bmk:
kann mich nicht sonderlich zum thema äussern, habe mit filas und hshs keine erfahrung.
für mich wär ein solcher hund denkbar ungeeignet. ich würd joschi die hölle heiss machen wenn er sich so benehmen würde (ob auf eigenem grund oder nicht).ich möchte das meine besucher freundlich begrüßt oder ignoriert werden- was nicht heissen soll das er nicht erst abchecken darf ob die für MICH in ordnung sind.
es gibt bei uns ne masse leute die durch den garten reinkommen- würde joschi diese dann stellen gäbs aber theater. er darf wohl anschlagen bis ich sage das feierabend ist, aber er darf es wenn ICH es für richtig halte.
für das leben in einer familie halte ich derart übertriebene schärfe für fatal
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Hallo!

Jedem Tierchen sein Plesierchen!
Wenn du auf einen Hund Wert legst, der jeden Besucher freundlich begrüßt oder zumindest ignoriert, so ist das völlig in Ordnung!!!!

Aber andere Menschen legen auf andere Dinge Wert...da muß z.B. nicht jeder aufs Grundstück laufen, nach seinem Belieben!!!
Hat aber auch wiederrum nichts damit zu tun, ob der Hund dann willkommene Gäste begrüßt und sich freundlich oder neutral verhält (macht mein HSH z.B. wunderbar!!! - kaum zu glauben!)

Aber, bmk, ich muß jetzt doch mal nachfragen...nicht böse sein...warum hast du einen CC und keinen ausgesprochenen "Gesellschaftshund" ??? Einen Everyones Darling, anstatt einen Arbeitshund???

LG!
Claudi

bmk
25.11.2005, 18:16
den cc hab ich weil ich die rasse wunderbar und faszinierend finde,mir wurden diese hunde als freundliche begleiter vorgestellt- zwar mit wachinstinkt, aber nicht mit übertriebener schärfe und gleich mal gar nicht mit aggression.ich hab kein problem damit das der hund wacht. aber er hat nicht selbständig situationen zu lösen- dafür ist meiner ansicht nach IMMER der halter zuständig. er darf jederzeit bellen wenn er ihm eigenartiges auffällt- aber wenn ich um ruhe bitte hat er ruhig zu sein.
ich würd keinem einbrecher raten hier einzusteigen, aber der hund soll gefälligst abwarten bis ich ihm ein kommando gebe bzw in abwesenheit jedweder personen (und nur dann) selbst zu stellen.

der cc ist ein agiler molosser (auf die agilität kam es mir besonders an) und auf die tatsache das es sich um einen molosser handelt -deshalb, weil diese ausgeglichen über den dingen stehen. so habe ich molosser kennengelernt.

ich glaube das es in kaum einem europäischen land verwendung für "scharfe" hunde gibt.

was, wenn sich ein unbedarften kind auf ein grundstück verirrt? selbst schuld? sorry, das ist mir too much.
sowas in südarfika- total anderes ding wenn ich so auf die gewaltstatistiken blicke...aber hier in butterblümchenland? ich kann durchaus allein auf mich und mein haus achten. dann doch eher eine schußwaffe.

Claudia Aust-W.
25.11.2005, 18:23
dann doch eher eine schußwaffe.


Irrrkkkkksssssss............

Na ja....

Zumindest MEIN Hund ist mit keiner Waffe gleichzusetzen.

LG!
Claudi

bmk
25.11.2005, 18:41
meiner auch nicht, daher hab ich ihn ja auch so gern! aber man muß auch nicht zwanghaft aggression fördern. ich verurteile auch die spektakel auf deutschen übungsplätzen, sei gewiss.
man muß keinen hund als verlängerten arm mißbrauchen. so seh ich das.

Simone
25.11.2005, 19:42
Hallo!

was, wenn sich ein unbedarften kind auf ein grundstück verirrt? selbst schuld? sorry, das ist mir too much.
sowas in südarfika- total anderes ding wenn ich so auf die gewaltstatistiken blicke...aber hier in butterblümchenland

Das meine ich ja damit, dass jedes Land andere Vorraussetzungen hat. Auch eine abseitsgelegene Finca in Spanien ist nicht mit unseren Gegenden zu vergleichen. Ich bin auch mit meinem "Schaf" Luna super zufrieden und hoffe, dass Lisa ebenso wird. Ich möchte gar keinen großen Wachhund haben... Man kann aber meiner Ansicht nach keine Verallgemeinerung dahingehend treffen, dass alle Hunde mit SchH oder gewünschten und geförderten Wachverhalten gefährlich jedem Menschen, insb. auch Kindern gegenüber seien. Auf Kinder reagieren Hunde oft nochmal ganz anders als auf Erwachsene. Grundsätzlich hängt all dies sicher vom Halter und Stil der Ausbildung abn. Auch mit der völlig entgegengesetzten Erziehung kann ein Hund gefährlich werden. Es ist ja eh ejder Hund völlig anders... meiner Ansicht nach nicht nur jede Rasse, sondern jeder Hund. Das macht eine Verallgemeinerung nochmal schwieriger...

bmk
25.11.2005, 20:29
jap, ich geb dir da völlig recht.

ich finde es in unseren breitengraden jedoch problematisch nen hund als "scharf" zu bezeichnen bzw dahingehend zu fördern.


ich denke man kann aus jedem hund einen gefährlichen hund machen kann- oder eben das gegenteil: einen gutmütigen begleiter. letzteres ist eher meins. joschi kommt mit dieser rolle auch bestens zurecht, ebenso wie es krümel tat.

Grazi
27.11.2005, 12:44
Habe den Eindruck, das Thema geht in eine komische Richtung.
Ich will sagen: Fila's sind keine "Kampfmaschinen" Das wollte hier sicher niemand (und ich ebenfalls nicht!) behaupten.

Die Filas, die ich bisher kennenlernen durfte, waren freundliche, wenn auch eher zurückhaltendere, Hunde in verantwortungsbewussten Händen. Und offensichtlich werden hier in Deutschland ja wohl eher "atypische" Filas gezüchtet, die über keinen derart hohen Wach- und Schutztrieb verfügen wie ursprünglich vorgesehen und in einigen Ländern auch noch erwartet (wo das ja auch - den Lebensumständen entsprechend- durchaus seine Berechtigung haben mag).

Durch Petras Beiträge war bei mir der Eindruck entstanden, dass sie den "Groll gegen Fremde" ziemlich hochpusht und sich dadurch absolute Risikohunde herangezogen hat. Umso mehr freut es mich, dass ihre Hunde draussen "wie ausgewechselt" sind und vollkommen unauffällig und entspannt an Fremden vorbeigehen... das hatte ich nämlich für sehr unwahrscheinlich bis unmöglich gehalten, denn es ist wahrscheinlicher, dass ein Hund das Misstrauen gegen Fremde eher generalisiert statt es wirklich nur auf das eigene Territorium zu beschränken.

Wenn Petra und ihr Mann nun auch noch darauf verzichten, immer wieder die "scharfe" Seite ihrer favorisierten Rasse hervorzuheben (denn das können wir bei den bestehenden Hundeverordnungen / -gesetzen in Deutschland echt nicht gebrauchen), dann müssen wir uns auch nicht "streiten" ;) und einem vernünftigen und ehrlichen Meinungsaustausch steht nichts im Wege.

Also wie schaut's aus, Petra und Josef? Peace?

Grüßlies, Grazi

Karin
28.11.2005, 09:04
Zum Thema bewachen und beschützen:

Meine beiden bewachen und beschützen auch, und ich muss sagen, dass ich darüber nicht böse bin.

Mal ein paar kleine Beispiele:

Ich sitz am PC, Artu lümmelt irgendwo im Garten rum, Benito (noch ein Baby) liegt hinter mir im Bettchen. Plötzlich hör ich Artu ganz aufgeregt bellen, hab mir aber noch níx dabei gedacht. Das Bellen wird immer aufgeregter. Dazwischen hör ich irgendwie ne menschliche Stimme. Ich, gleich rausgeflitzt. Und was seh ich da :boese3:

Ein Bekannter, der uns ewig nicht besucht hatte, also von den Hunden auch nichts wusste, steht mit dem Rücken an der Hauswand, Artu ca. 2 Meter von ihm entfernt und bellt wie bekloppt.

Ein "Schluss jetzt" in meinem Tonfall hat genügt Artu zur Ruhe zu bringen. Beide sind mir ins Haus gefolgt, einer mit schlotternden Knien.

Ich stinksauer: "Hast du das Warnschild nicht gesehen!"

Er: "Doch, aber das hängt sich doch jeder an den Eingang".

Ich: "Und wieso hast du nicht geklingelt????"

Er: "Ich wollt euch halt überraschen, und da bin ich eben über den Zaun gestiegen! Aber jetzt weiß ich ja Bescheid".

Als neulich das Filmteam da war, gab's nur eine "Situation". Mein LG war mit dem Team im Haus unterwegs, um erstmal die Dreh-Reihenfolge festzulegen. Ich war im UG mit den beiden Jungs. Der Tonmann kommt zu mir nach unten, er wollte mich noch verkabeln.

Just in dem Moment wo er versucht, die Kabel möglichst unsichtbar an mir zu verstauen, stehen beide Jungs neben mir (einer Links und einer Rechts, wie im schlechten Film :D ) und brummen. Dem Tonmann ist gleich alles aus der Hand gefallen aber ein ruhiges "Alles OK" von mir hat genügt, das die beiden wieder abgezogen sind. Diese Situation war für mich auch neu. Denn ausser meiner Familie oder meinem Arzt begrabscht mich auch sonst niemand.

Einen gewissen Wach - und Schutztrieb erwarte ich eigentlich auch von einem Wachhund, wichtig ist für mich halt, dass er für mich und die anderen Familienmitglieder kontrollierbar ist.

LG Karin, die in einer Gegend wohnt in der immer mal wieder eingebrochen wird, bei uns allerdings nicht mehr :lach2:

Grazi
28.11.2005, 09:13
Ein Bekannter, der uns ewig nicht besucht hatte, also von den Hunden auch nichts wusste, steht mit dem Rücken an der Hauswand, Artu ca. 2 Meter von ihm entfernt und bellt wie bekloppt. Das hätte auch Demona sein können. :D

Just in dem Moment wo er versucht, die Kabel möglichst unsichtbar an mir zu verstauen, stehen beide Jungs neben mir (einer Links und einer Rechts, wie im schlechten Film :D ) und brummen. Herrlich! :30:

Einen gewissen Wach - und Schutztrieb erwarte ich eigentlich auch von einem Wachhund, wichtig ist für mich halt, dass er für mich und die anderen Familienmitglieder kontrollierbar ist. FULL ACK!

Karin, die in einer Gegend wohnt in der immer mal wieder eingebrochen wird, bei uns allerdings nicht mehr :lach2: In unserer Nachbarschaft ist auch schon reihum eingebrochen worden...wir blieben bisher unbehelligt. Nur gut, dass die potentiellen Einbrecher nicht wissen, dass ausser viel Gebell nicht viel passieren würde.

Grüßlies, Grazi

Tanja H.
28.11.2005, 11:12
das hatte ich nämlich für sehr unwahrscheinlich bis unmöglich gehalten, denn es ist wahrscheinlicher, dass ein Hund das Misstrauen gegen Fremde eher generalisiert statt es wirklich nur auf das eigene Territorium zu beschränken.

Ich hatte da mal wieder ein Erlebnis, dass genau das bestätigt:
Letzte Woche waren zwei Bekannte mit ihren 3 Hunden da um spazieren zu gehen. Hier drinnen motzte Akascha die Menschen an, wir gingen dann allemann spazieren und draußen fand sie die Fremden gar nicht mehr so doof und gesellte sich sogar zu ihnen, ließ sich auch streicheln.
Wir kamen zurück (zwecks Kaffee trinken) und sie motzte wieder rum!!!

LG Tanja

fila1
28.11.2005, 14:20
Wenn Petra und ihr Mann nun auch noch darauf verzichten, immer wieder die "scharfe" Seite ihrer favorisierten Rasse hervorzuheben (denn das können wir bei den bestehenden Hundeverordnungen / -gesetzen in Deutschland echt nicht gebrauchen), dann müssen wir uns auch nicht "streiten" ;) und einem vernünftigen und ehrlichen Meinungsaustausch steht nichts im Wege.
Also wie schaut's aus, Petra und Josef? Peace?
Grüßlies, Grazi

Hola Grazi,

aber aber, wer wird denn gleich ?¿? Frieden kann ich machen nach Krieg und von Krieg weiss ich nichts. :35: ... alles roger.

Ali sagte: Nix schuss mit Kanon auf Spatz. haha...

Hinweis: Alles im Leben hat 2 Seiten wie eine Muenze, es kann verhaengnisvoll werden den Fila als braves Lamm zu proklamieren. Ich bin dafuer auch die 2. Seite ausgiebig zu zeigen um Nichtwissende hinzuweisen wie ein Animal einzuschaetzen ist. Kann man einen Tiger als brav einstufen? -nein, hier weis man gleich Bescheid -Achtung gefaehrlich. Lieber Klarheit als Verniedlichungen.

Saludos
José

Jeannette
28.11.2005, 16:53
Hinweis: Alles im Leben hat 2 Seiten wie eine Muenze, es kann verhaengnisvoll werden den Fila als braves Lamm zu proklamieren.

Hallo Josef,

das verlangt doch auch keiner....Du willst aber doch keine Welpen verkaufen.



Ich bin dafuer auch die 2. Seite ausgiebig zu zeigen um Nichtwissende hinzuweisen wie ein Animal einzuschaetzen ist.

das lass mal lieber :sorry: ....unsere unwissenden Politiker können das auch anders auslegen und den Fila mit einem Zucht- und Haltungsverbot belegen und dann aus die Maus in D.

Ingrid
29.11.2005, 13:11
Da schliess' ich mich Jeannette an.

Worte, die bei Euch draussen gut und evtl. sogar produktiv rüberkommen mögen, können in Deutschland (und der Schweiz fängt's auch schon an) eine Eigendynamik entwickeln, die sich keiner wünschen würde. :traurig2:

Es reicht schon, wenn die Aufmerksamkeit von Leuten, die aus den falschen Gründen die "Schärfe" von Hunden besonders schätzen und fördern, auf die Filas gelenkt wird. Kaum haben sich solche Leute Filas angeschafft, geht das Resultat schon durch die Presse, und da man den Leuten selbst anscheinend schwer beikommt, zahlen am Schluss ihre Hunde die Rechnung: Individuell, indem sie eingeschläfert werden, kollektiv durch ein Zucht- und Haltungsverbot für die gesamte Rasse.

Das kann sehr schnell gehen, und darum müssen wir alle uns bemühen, über die entsprechenden Eigenschaften der Hunde nur äusserst überlegt und niemals leichthin zu kommunizieren.

Mir persönlich wäre es ausserdem ein Greuel, wenn solche Leute mich aufgrund meiner Äusserungen womöglich für eine der Ihren halten könnten. *schüttel* :boese2:

fila1
29.11.2005, 16:45
Es reicht schon, wenn die Aufmerksamkeit von Leuten, die aus den falschen Gründen die "Schärfe" von Hunden besonders schätzen und fördern, auf die Filas gelenkt wird.

Hola Señoras,

ich habe auf Anregung von Forumsteilnehmern vermieden das Wort scharf zu verwenden. Obwohl der Name Fila Brasileiro uebersetzt heisst: scharfer Brasilianer. OK? "Du" schreibst jetzt von scharf.

Keine Angst, es kommt kein Fila-Halteverbot, solange man mit 5 und mehr Filas bei euch frei rumlaufen kann, -was mir unmoeglich waere und ich fuer Verantwortungslos halte, nach dem Motto: "denn sie wissen nicht was sie tun".

Wenn manche Menschen zu unreif sind einen Fila zu halten, -oder schlimmer, zu Zuechten, dann bevorzuge ich ein Halte- und Zuchtverbot fuer diese Laender. España und Brazil moegen 30 Jahre hintenan sein sagt man, aber hier schreibt das Gesetz einen strengen Psychotest / Waffenschein und strenge Halterauflagen vor, sowie pro Fila ein Fuehrer, Leine und Maulkorb beim Ausgang.

Nochmals:
Der Fila Brasileiro ist absolut kein Hund fuer Angeber, Anfänger oder psychisch unreife Personen die selbst nicht orientiert sind. Stadtwohnung, Zwinger, sowie Kettenhaltung ist kein Lebensraum für Filas, er wird dadurch unberechenbar und/oder aggresiv. Alle Personen die nicht gut informiert sind über den charakterstarken Fila, nicht die Geduld aufbringen für eine excelente Erziehung, keine artgerechte Haltung ermöglichen, empfehle ich sich einen anderen Hund der 400 Rassen auszusuchen.

Hinweis: Forum (lateinisch ursprünglich „Marktplatz“, „Versammlungsort“; Plural: Foren oder Fora, aus dem Englischen abgeleitet auch Forums) bedeutet: ein realer oder virtueller Ort, wo frei Meinungen untereinander ausgetauscht werden können, Fragen gestellt und beantwortet werden
können.

Saludos
José

Tanja H.
29.11.2005, 17:02
Hallo Josè,
soweit ich weiß, darf man in D nicht mehr als EINEN der gleichen Rasse alleine ausführen.
Sprich: ich darf nicht zwei Fila's führen, ABER einen Fila und einen AM Bulldog.
Hipp, Hipp, Hurra.

Deine Hunde scheinen bei dir in Spanien ihren "Zweck" zu erfüllen (völlig wertfrei!) aber hier in D gibt es den Wesenstest, wo die Hunde GENAU DIESES Verhalten nicht zeigen dürfen.

LG Tanja
P.S. Persönliche Frage: Kennst du den Ort Morreira, bei Calpe?

morpheus
29.11.2005, 17:16
Hallo Josè,
soweit ich weiß, darf man in D nicht mehr als EINEN der gleichen Rasse alleine ausführen.
Sprich: ich darf nicht zwei Fila's führen, ABER einen Fila und einen AM Bulldog.
Hipp, Hipp, Hurra.



Wer sagt das denn? Ich meinte so etwas einst für NRW gelesen zu haben, aber selbst in unserem hundefreundlichen Bayern könnte ich mit fünf Filas umherziehen, solange es im Negativzeugnis nicht untersagt ist.

fila1
29.11.2005, 17:19
Hallo Josè,
soweit ich weiß, darf man in D nicht mehr als EINEN der gleichen Rasse alleine ausführen.
Sprich: ich darf nicht zwei Fila's führen, ABER einen Fila und einen AM Bulldog.
Hipp, Hipp, Hurra.

Deine Hunde scheinen bei dir in Spanien ihren "Zweck" zu erfüllen (völlig wertfrei!) aber hier in D gibt es den Wesenstest, wo die Hunde GENAU DIESES Verhalten nicht zeigen dürfen.

LG Tanja
P.S. Persönliche Frage: Kennst du den Ort Morreira, bei Calpe?

Hola Tanja,

genau du hast es gecheckt meine Fila's erfuellen diesen Zweck.

Hier in España wird der Wesens-Psychotest vom Halter abverlangt.

Wie du schreibst, *genau dieses Verhalten nicht zeigen duerfen* ist gegen die Wesensart der jeweiligen Rasse. Also muss er wiederwillens ins Schema der Gesellschaft passen.

Natuerlich kenn ich Moreira, wohne nicht allzuweit weg davon :)

Saludos
José

Monika
29.11.2005, 17:28
Stadtwohnung, Zwinger, sowie Kettenhaltung ist kein Lebensraum für Filas, er wird dadurch unberechenbar und/oder aggresiv.
Saludos
José

somit müssten deiner theorie nach alle filas die in tierheimen sind unberechenbar und/oder agressiv sein, oder??

so ein schmarrn. keinem hund tun deine obigen "haltungsvorgaben" gut, aber die eine aussage hätte ich im bezug auf tierheimhunde gerne abgeklärt *vom experten*

fila1
29.11.2005, 18:28
somit müssten deiner theorie nach alle filas die in tierheimen sind unberechenbar und/oder agressiv sein, oder??

Hola,

danke fuer deinen ueberfreundlichen Hinweis!

Es ist mir ein Schreibfehler unterlaufen, da ich der deutschen Wortklauberei nicht mehr so maechtig bin, ...zu lange weg von D. Es steht auch nicht so geschrieben in meiner HP.

Das Woertchen *kann* habe ich vergessen, hoffe kannst meinen Lapsus uebersehen.

Saludos
José

Jeannette
29.11.2005, 19:19
Ich wuensche mir *FUER DEN FILA-BRASILEIRO* dass er so naturbelassen bleibt wie er ist. Nicht von Menschenhand vermurkst wird, wie es schon mit anderen Rassen geschehen ist, nur damit er in die moderne Gesellschaft passt.

Tja das würde ich mir für den Fila und für andere Rassen auch wünschen, nur leider...


...haben die wenigsten Leute die Möglichkeit eine artgerechte Haltung zu bieten, für auch was immer naturbelassene Rasse. :35: ....also kann man nur einen Mittelweg suchen.

Ich bin da sehr im Zwiespalt.

Bin auf Deine Gedanken gespannt. :)

Monika
29.11.2005, 19:21
Hola,

danke fuer deinen ueberfreundlichen Hinweis!

bitte, gern geschehen ;)


Es ist mir ein Schreibfehler unterlaufen, da ich der deutschen Wortklauberei nicht mehr so maechtig bin, ...zu lange weg von D. Es steht auch nicht so geschrieben in meiner HP.
mag ja alles sein, aber hier hast du es so geschrieben.

Das Woertchen *kann* habe ich vergessen, hoffe kannst meinen Lapsus uebersehen.
weist, es lesen hier viele mit, ich habe leider auch nen fila in der vermittlung, der sich zu weihnachten ein neues zuhause wünscht und er sitzt bei mir im zwinger. somit sehe ich durch solche aussagen von dir, das letzte fünkchen hoffnung für ihn verschwinden, darum mein freundlicher hinweis an dich das es schwachsinn ist alle über einen kamm zu scheren und die hunde im zwinger weder agressiv sind/ werden noch sonst was. wenn es so währe müsste man jeden fila, der sein zuhause verliert und ins tierheim muß auf der stelle einschläfern.

Saludos
José


da du hier in einem deutschen forum schreibst, solltest du, zumindest in diesem punkt, deine worte sehr mit bedacht wählen und deine ehemals typisch deutsche denkweise, vorm schreiben wieder auffrischen, zumindest im bezug das es auch, leider, filas in deutschen tierheimen gibt, welche ganz normale hunde sind.
also, nix für ungut.

Evi
29.11.2005, 20:01
wie immer etwas spät und meine Begrüßungen und Glückwünsche sind etwas schleichend. Also herzlich willkommen auch von uns. :lach1:

Habe mit großem Interesse die vorherigen Eintragungen gelesen und wieder ein bisschen grinsen müssen, wie wieder mal die Post abging.

Tja, im Süden leben....., auf einer Finca....., fernab der Zivimenschen....
Ach Gott könnt ich neidisch sein. Dann Deine Hunde - einfach der pure Wahnsinn.

Klar, herrschen dort andere Gesezte. Klar, fühlt man sich sicher mit den Filas. (Kenne nur einen Fila-Mix von meiner Freundin und der ist auch bestimmt nicht ohne!)

Respekt vor Dir und ich würd auch den Hut vor Dir ziehen, wenn ich Dich mal treffen würde, hätt aber wahrscheinlich vor Angst schon in die Hosen geschissen , so dass ich gar nicht mehr zum Hut käme und um Gande gebettelt. :sorry:
Na, ganz so ist es auch nicht! Aber erschrocken bin ich schon etwas was die Kerle was die unter "naturbelassen" alles zu Tage legen. Sapperlott! :) :lach2:

LG Evi




Dennoch

Ingrid
29.11.2005, 20:26
"Du" schreibst jetzt von scharf. Da habe ich wohl auf einen Beitrag von Petra Bezug genommen und unterstellt, Ihr beiden sprecht als Familie quasi mit "einer Stimme": http://www.molosserforum.de/showpost.php?p=21437&postcount=15 Wenn manche Menschen zu unreif sind einen Fila zu halten, -oder schlimmer, zu Zuechten, dann bevorzuge ich ein Halte- und Zuchtverbot fuer diese Laender. Ich bezweifle, dass menschliche Unreife etwas mit dem Land zu tun hat. Was ich anzuregen versuche, ist der Gedanke, dass manche Argumentationen die falschen Interessenten ansprechen, die dann womöglich Filas in filawidrige Lebensumstände verpflanzen, was die Schwierigkeiten vorprogrammiert. España und Brazil moegen 30 Jahre hintenan sein Vorne- oder hintenan ist mir zu qualifizierend. Anders, würd' ich sagen, und für Filas offenbar wesentlich geeigneter, schon allein wegen der Platzverhältnisse.
kein Hund fuer Angeber, Anfänger oder psychisch unreife Personen die selbst nicht orientiert sind. Völlig einverstanden. Dann lass' uns aber auch nichts an den Filas in den Vordergrund stellen, was genau diesem Personenkreis besonders gefallen würde.

Hinweis: Forum (lateinisch ursprünglich „Marktplatz“, „Versammlungsort“; Plural: Foren oder Fora, aus dem Englischen abgeleitet auch Forums) bedeutet: ein realer oder virtueller Ort, wo frei Meinungen untereinander ausgetauscht werden können, Fragen gestellt und beantwortet werden können....wobei der Einzelne die mögliche Breitenwirkung seiner Aussagen zu bedenken aufgerufen ist.
Jede persönliche Meinung hat in einem Medium wie diesem ihre "Risiken und Nebenwirkungen". Kenne ich die, kann ich entscheiden, ob ich sie meiner Spontaneität zuliebe billigend inkauf nehme oder meine Äusserungen lieber zielführender gestalte.

Bullmastiff
29.11.2005, 20:28
Nochmals:
Der Fila Brasileiro ist absolut kein Hund fuer Angeber, Anfänger oder psychisch unreife Personen die selbst nicht orientiert sind. Stadtwohnung, Zwinger, sowie Kettenhaltung ist kein Lebensraum für Filas, er wird dadurch unberechenbar und/oder aggresiv. Alle Personen die nicht gut informiert sind über den charakterstarken Fila, nicht die Geduld aufbringen für eine excelente Erziehung, keine artgerechte Haltung ermöglichen, empfehle ich sich einen anderen Hund der 400 Rassen auszusuchen.

Hallo,
Angeber, schlecht informierte, ungeduldige und psychisch unreife Personen sollten sich auch keinen Hund aus den anderen 400 Rassen aussuchen, darüber hinaus sind Zwingerhaltung sowie Kettenhaltung für jeden Hund und nicht nur für den Fila zumindest langfristig gesehen absolut "ungeeignet" und haben nichts mit "artgerechter Hundehaltung" (auf die jeder Rasse- oder Mischlingshund ein "Recht" hat) zu tun.
Was mich noch interessieren würde:
Wann ist ein Fila eigentlich "charakterstark"?
Wenn er mit niedriger Reizschwelle (wertfreie Frage: damit verbunden ein schwaches "Nervenkostüm"?) bereits dann auf kleinste Umweltreize reagiert und alles verbellt und angreift, was sich seinem Heim nähert, während z.B. ein souveräner (und ebenfalls charakterstarker) Bullmastiff noch vor sich hin schnarchen und gegebenenfalls erst "später" (aber auch dann blitzschnell möglich) überlegen würde, ob der "Eindringling" für sein Heim wirklich "gefährlich" werden könnte?
Gruß
Yves

Monika
30.11.2005, 06:00
Tierheim heisst fuer mich nicht Zwingerhaltung.

Saludos
Josè


aber für die hunde, genau das ist doch der punkt. dann kommt jemand der schreibt, filas im zwinger werden dies und jenes und genau da setzt der aha effekt bei vielen leuten ein.

aber nun hast du es ja abgeklärt was du genau meinst. übrigens, bei uns sagt man wie der herr sos gscherr :lach1:

Grazi
30.11.2005, 06:05
soweit ich weiß, darf man in D nicht mehr als EINEN der gleichen Rasse alleine ausführen.
Sprich: ich darf nicht zwei Fila's führen, ABER einen Fila und einen AM Bulldog.
Hipp, Hipp, Hurra. Leider irrst du. :(

Davon einmal abgesehen, dass es keine bundesweite Regelung gibt und jedes Bundesland seine eigenen Hundeverordnungen/-gesetze hat, ist es wohl in den meisten Fällen so, dass die sogenannten "unwiderlegbar gefährlichen" und die "widerlegbar gefährlichen" Hunde (also diejenigen, die wenigstens durch einen positiven Wesenstest von Leinen- und Maulkorbpflicht befreit werden können) nicht von einer Person gleichzeitig geführt werden dürfen.

Bsp: Eine Freundin von mir hatte einen Dogo und einen Am Staff. Beide von allen Auflagen befreit (jedoch nicht von der erhöhten Steuer) und nachweislich regelmäßig als Therapiehunde bei der "Umerziehung" gefährlicher Hunde eingesetzt. Die Stadt Frankfurt hat Halter solcher Hunde sogar an meine Freundin verwiesen... gestattete ihr selber jedoch nicht, beide Hunde gleichzeitig auszuführen. :boese5:

Nun zur Lage in NRW (gerade noch mal nachgeschaut):

§ 10 (des LHGs)
Hunde bestimmter Rassen

(1) Für den Umgang mit Hunden der Rassen Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler und Tosa Inu sowie deren Kreuzungen untereinander sowie mit anderen Hunden gelten § 4 mit Ausnahme von Absatz 2 und die §§ 5 bis 8 entsprechend, soweit in Absatz 2 und 3 nichts Abweichendes bestimmt ist.

Im § 5 (Pflichten) ist u.a. folgendes geregelt:

(4) Die Halterin oder der Halter muss in der Lage sein, den gefährlichen Hund sicher an der Leine zu halten und zu führen. Eine andere Aufsichtsperson darf außerhalb des befriedeten Besitztums einen gefährlichen Hund nur führen, wenn sie die Voraussetzungen nach § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 erfüllt, das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat und in der Lage ist, den gefährlichen Hund sicher zu halten und zu führen. Die Halterin, der Halter oder eine Aufsichtsperson darf einen gefährlichen Hund außerhalb des befriedeten Besitztums keiner Person überlassen, die die Voraussetzungen des Satzes 2 nicht erfüllt. Das gleichzeitige Führen von mehreren gefährlichen Hunden durch eine Person ist unzulässig.

*******************

Glücklicherweise sehen die meisten Ordnungshüter (zumindest hier in Bonn) die Sache nicht so eng und bestehen nicht auf der exakte Ausführung aller Paragraphen. Solange eben nichts passiert und von den Hunden keine Gefährdung für Mensch und Tier ausgeht.

Grüßlies, Grazi

Grazi
30.11.2005, 06:52
Es ist mir ein Schreibfehler unterlaufen, da ich der deutschen Wortklauberei nicht mehr so maechtig bin, ...zu lange weg von D. Mir drängt sich der Verdacht auf, dass ihr auch den Bezug zu Deutschland verloren habt und nicht versteht, was hier in puncto Hundehaltung (sowohl in der öffentlichen Meinung als auch durch den Gesetzgeber) abgeht.

Mir sträuben sich jedenfalls die Haare, wenn ich eure Forderungen für den Fila lese!

Bedenke, dass die gezielte Zucht bestimmter Hunderassen noch gar nicht so alt ist (die meisten entstanden AFAIR erst im 19. Jahrhundert). In dieser evolutionsgeschichtlich extrem kurzen Zeit kam es zur Ausprägung der unterschiedlichsten Wesens- und phänotypischen Merkmale.... ganz nach der Vorstellung des Menschen hervorgebracht. Selbst "alte" Rassen haben sich im Laufe der Zeit immer weiter verändert und sich sowohl den neuen Lebensbedingungen des Menschen (bzgl. ihrer Funktion) und den Schönheitsidealen des Menschen (bzgl. ihres Aussehens) angepasst. Der Fila macht da keine Ausnahme.

Mag sein, dass seine niedrige Reizschwelle, sein hoher Schutz- und Wachtrieb, sein Misstrauen und Groll gegen Fremde auf einer spanischen Finca oder einer brasilianischen Hacienda angemessen und erwünscht ist. In vielen europäischen Ländern und ganz speziell in Deutschland stellt sich die Lage jedoch anders da: aufgrund der dichteren Besiedlung sowie der bestehenden Hundegesetze sind hier derart triebige Hunde meist fehl am Platz, da sie ein zu hohes Gefahrenpotential haben. Davon einmal abgesehen, dass so ziemlich jedes Bundesland einen solchen oder ähnlichen Paragraphen wie NRW haben dürfte, der da sagt:

"§ 2
Allgemeine Pflichten

(3) Es ist verboten, Hunde mit dem Ziel einer gesteigerten Aggressivität zu züchten, zu kreuzen oder auszubilden. Dies gilt nicht für Inhaber einer Erlaubnis nach § 34a der Gewerbeordnung im Rahmen eines zugelassenen Bewachungsgewerbes."

Damit dürfte der Liebhaber des "ursprünglichen" Filas ein Problem haben.

Was spricht nun also dagegen, "sanftere" Filas zu züchten? Filas, die besser in unser Lebensumfeld passen? Schließlich gibt es doch auch bei den Hütehunden Arbeits- und Schönheitslinien, so dass sich nicht jeder Besitzer eines Border Collies oder eines Australian Shepards gleich die dazugehörige Schafherde zulegen muss.

Nur weil man auf eine höhere Reizschwelle achtet, heisst das doch nicht, dass gleich der ganze Reiz, das gesame Wesen des Filas den Bach runter geht! Zumal ihr ja sowieso meint, dass man den Wachtrieb etc. nie ganz aus dem Fila rausbekommt (was ja nun auch nicht Sinn der Sache ist).

Und was hat bitte sehr eure Art der Hundehaltung (mitsamt der strengen Auflagen durch den spanischen Gesetzgeber) mit artgerechter Haltung zu tun? Zur artgerechten Hundehaltung gehören Sozialkontakte zu Artgenossen... im Freilauf... ohne Maulkorb. Dürft und könnt ihr das überhaupt leisten (dies ist kein Angriff, sondern eine ernstgemeinte Frage)? Und auch das Entfernen vom menschlichen (Ersatz)-Rudel, sobald sich ein Fremder nähert, widerspricht eigentlich dem artgerechten Gedanken.

Noch eins: ihr hebt die strengen Auflagen Spaniens hervor und kritisiert die Deutschlands. Habt ihr euch eigentlich schon mal näher mit den gesetzlichen Auflagen, mit denen wir hier zu kämpfen haben, auseinandergesetzt?

Ich bemühe mal wieder das Landeshundegesetz NRW:

"§ 2
Allgemeine Pflichten

(1) Hunde sind so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht.

(2) Hunde sind an einer zur Vermeidung von Gefahren geeigneten Leine zu führen

in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr,
in der Allgemeinheit zugänglichen, umfriedeten Park-, Garten- und Grünanlagen einschließlich Kinderspielplätzen mit Ausnahme besonders ausgewiesener Hundeauslaufbereiche,
bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen,
in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten.
(3) Es ist verboten, Hunde mit dem Ziel einer gesteigerten Aggressivität zu züchten, zu kreuzen oder auszubilden. Dies gilt nicht für Inhaber einer Erlaubnis nach § 34a der Gewerbeordnung im Rahmen eines zugelassenen Bewachungsgewerbes.

§ 4
Erlaubnis

(1) Wer einen gefährlichen Hund hält oder halten will, bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde. Die Erlaubnis wird nur erteilt, wenn die den Antrag stellende Person

das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat,
die erforderliche Sachkunde (§ 6) und Zuverlässigkeit (§ 7) besitzt,
in der Lage ist, den Hund sicher an der Leine zu halten und zu führen (§ 5 Abs. 4 Satz 1),
sicherstellt, dass die der Ausbildung, dem Abrichten oder dem Halten dienenden Räumlichkeiten, Einrichtungen und Freianlagen eine ausbruchsichere und verhaltensgerechte Unterbringung ermöglichen,
den Abschluss einer besonderen Haftpflichtversicherung (§ 5 Abs. 5) und
die fälschungssichere Kennzeichnung des Hundes (Absatz 7) nachweist.
(2) Die Erlaubnis zum Halten eines gefährlichen Hundes im Sinne des § 3 Abs. 2 oder des § 3 Abs. 3 Nrn. 1 und 2 wird nur erteilt, wenn ein besonderes privates Interesse nachgewiesen wird oder ein öffentliches Interesse an der weiteren Haltung besteht. Ein besonderes privates Interesse kann vorliegen, wenn die Haltung des gefährlichen Hundes zur Bewachung eines gefährdeten Besitztums der Halterin oder des Halters unerlässlich ist.

(3) Soweit es zur Prüfung der Voraussetzung nach Absatz 1 Nr. 4 erforderlich ist, hat die den Antrag stellende Person den Bediensteten der zuständigen Behörde oder dem amtlichen Tierarzt den Zutritt zu dem befriedeten Besitztum, in dem der gefährliche Hund gehalten wird oder gehalten werden soll, zu ermöglichen und die erforderlichen Feststellungen zu dulden.

(4) Die Erlaubnis kann befristet erteilt und mit Bedingungen und Auflagen verbunden werden; sie soll unter dem Vorbehalt des Widerrufs erteilt werden. Auflagen können auch nachträglich aufgenommen, geändert oder ergänzt werden.

(5) Die Erlaubnis gilt im gesamten Landesgebiet. Im Falle des Wechsels des Haltungsortes (Hauptwohnsitz der Halterin oder des Halters) ist die für den neuen Haltungsort zuständige Behörde zur Rücknahme oder zum Widerruf der Erlaubnis und zu Maßnahmen nach Absatz 4 Satz 2 befugt.

(6) Beim Führen von gefährlichen Hunden außerhalb des befriedeten Besitztums hat die den Hund führende Person die Erlaubnis oder eine Kopie mit sich zu führen und den zur Kontrolle befugten Dienstkräften auf Verlangen auszuhändigen.

Grazi
30.11.2005, 06:54
(7) Die fälschungssichere Kennzeichnung des Hundes nach Absatz 1 Nummer 6 erfolgt mit einer elektronisch lesbaren Marke (Mikrochip), auf der eine nichtsprechende Nummer gespeichert ist. Die zuständige Behörde darf die gespeicherte Nummer im Rahmen der Erfüllung ihrer Aufgaben nach diesem Gesetz zur Feststellung der Person des Halters oder der Halterin des Hundes nutzen. Die zuständige Behörde hat die gespeicherte Nummer der für die zentrale Erfassung nach diesem Gesetz registrierter Hunde zuständigen Behörde zu übermitteln.

§ 5
Pflichten

(1) Innerhalb eines befriedeten Besitztums sind gefährliche Hunde so zu halten, dass sie dieses gegen den Willen der Halterin oder des Halters nicht verlassen können.

(2) Außerhalb eines befriedeten Besitztums sowie in Fluren, Aufzügen, Treppenhäusern und auf Zuwegen von Mehrfamilienhäusern sind gefährliche Hunde an einer zur Vermeidung von Gefahren geeigneten Leine zu führen. Dies gilt nicht innerhalb besonders ausgewiesener Hundeauslaufbereiche. Gefährlichen Hunden ist ein das Beißen verhindernder Maulkorb oder eine in der Wirkung gleichstehende Vorrichtung anzulegen. Satz 3 gilt nicht für Hunde bis zur Vollendung des sechsten Lebensmonats.

(3) Die zuständige Behörde kann für gefährliche Hunde im Sinne des § 3 Abs. 2 auf Antrag eine Befreiung von der Verpflichtung nach Absatz 2 Satz 1 und Satz 3 erteilen, wenn die Halterin oder der Halter nachweist, dass eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit nicht zu befürchten ist. Für die in § 11 Abs. 6 und § 2 Abs. 2 genannten Bereiche kann eine Befreiung von der Anleinpflicht nicht erteilt werden. Der Nachweis ist durch eine Verhaltensprüfung bei einer für den Vollzug des Tierschutzgesetzes zuständigen Behörde zu erbringen. § 4 Abs. 4, 5 und 6 gelten entsprechend.

(4) Die Halterin oder der Halter muss in der Lage sein, den gefährlichen Hund sicher an der Leine zu halten und zu führen. Eine andere Aufsichtsperson darf außerhalb des befriedeten Besitztums einen gefährlichen Hund nur führen, wenn sie die Voraussetzungen nach § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 erfüllt, das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat und in der Lage ist, den gefährlichen Hund sicher zu halten und zu führen. Die Halterin, der Halter oder eine Aufsichtsperson darf einen gefährlichen Hund außerhalb des befriedeten Besitztums keiner Person überlassen, die die Voraussetzungen des Satzes 2 nicht erfüllt. Das gleichzeitige Führen von mehreren gefährlichen Hunden durch eine Person ist unzulässig.

(5) Die Halterin oder der Halter eines gefährlichen Hundes ist verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung zur Deckung der durch den Hund verursachten Personen- und Sachschäden mit einer Mindestversicherungssumme in Höhe von fünfhunderttausend Euro für Personenschäden und in Höhe von zweihundertfünfzigtausend Euro für sonstige Schäden abzuschließen und aufrechtzuerhalten.

(6) Die Abgabe oder Veräußerung eines gefährlichen Hundes darf nur an Personen erfolgen, die im Besitz einer Erlaubnis nach § 4 sind. Satz 1 gilt nicht für die Abgabe durch ein Tierheim im Rahmen eines befristeten Pflegevertrages zur Anbahnung der Vermittlung eines gefährlichen Hundes, wenn dies der zuständigen Behörde zuvor angezeigt wird und das Pflegeverhältnis einen Zeitraum von sechs Monaten nicht überschreitet. § 12 Abs. 1 gilt entsprechend.

§ 6
Sachkunde

(1) Die erforderliche Sachkunde (§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2) besitzt, wer über die Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, einen gefährlichen Hund so zu halten und zu führen, dass von diesem keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht.

(2) Der Nachweis der Sachkunde ist durch eine Sachkundebescheinigung des amtlichen Tierarztes zu erbringen.

(3) Als sachkundig nach Absatz 1 gelten

Tierärztinnen und Tierärzte sowie Inhaber einer Berufserlaubnis nach § 11 der Bundes-Tierärzteordnung,
Inhaber eines Jagdscheines oder Personen, die die Jägerprüfung mit Erfolg abgelegt haben,
Personen, die eine Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe a oder b des Tierschutzgesetzes zur Zucht oder Haltung von Hunden oder zum Handel mit Hunden besitzen,
Polizeihundeführerinnen und Polizeihundeführer,
Personen, die aufgrund einer Anerkennung nach § 10 Abs. 3 berechtigt sind, Sachkundebescheinigungen zu erteilen.
Zurück


§ 7
Zuverlässigkeit

(1) Die erforderliche Zuverlässigkeit (§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2) besitzen in der Regel Personen nicht, die insbesondere wegen

vorsätzlichen Angriffs auf das Leben oder die Gesundheit, Vergewaltigung, Zuhälterei, Land- oder Hausfriedensbruchs, Widerstandes gegen die Staatsgewalt, einer gemeingefährlichen Straftat oder einer Straftat gegen das Eigentum oder das Vermögen,
einer Straftat des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Hunden (§ 143 StGB),
einer im Zustand der Trunkenheit begangenen Straftat,
einer Straftat gegen das Tierschutzgesetz, das Waffengesetz, das Gesetz über die Kontrolle von Kriegswaffen, das Sprengstoffgesetz oder das Bundesjagdgesetz rechtskräftig verurteilt worden sind, wenn seit dem Eintritt der Rechtskraft der letzten Verurteilung fünf Jahre noch nicht verstrichen sind. In die Frist wird die Zeit nicht eingerechnet, in welcher die Person auf behördliche Anordnung in einer Anstalt verwahrt worden ist.
(2) Die erforderliche Zuverlässigkeit besitzen ferner in der Regel Personen nicht, die insbesondere

gegen Vorschriften des Tierschutzgesetzes, des Hundeverbringungs- und
-einfuhrbeschränkungsgesetzes, des Waffengesetzes, des Gesetzes über die Kontrolle von Kriegswaffen, des Sprengstoffgesetzes oder des Bundesjagdgesetzes verstoßen haben,
wiederholt oder schwerwiegend gegen Vorschriften dieses Gesetzes verstoßen haben,
auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer geistigen oder seelischen Behinderung Betreute nach § 1896 des Bürgerlichen Gesetzbuches sind oder
trunksüchtig oder rauschmittelsüchtig sind.
(3) Zum Nachweis der Zuverlässigkeit hat die Halterin oder der Halter eines gefährlichen Hundes ein Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde nach § 30 Abs. 5 des Bundeszentralregistergesetzes zu beantragen. Unberührt bleibt die Befugnis der zuständigen Behörde, die nach dem Bundeszentralregistergesetz zuständige Registerbehörde um Erteilung eines Führungszeugnisses auch der Belegart R zu ersuchen. In den Fällen des Absatzes 2 Nr. 3 und 4 kann von der Halterin oder dem Halter die Vorlage eines amts- oder fachärztlichen Gutachtens verlangt werden."

Das ist IMHO schon recht streng geregelt, oder etwa nicht?

Hier in NRW ist darüberhinaus nicht nur die Haltung der sogenannten "gefährlichen Hunde" mit derlei Auflagen belastet, sondern auch die Haltung der bereits weiter oben zitierten "besonderen" Rassen sowie die Haltung "großer" Hunde... und als groß gilt hier bereits ein Hund mit einer läppischen Schulterhöhe von 40 cm und/oder einem Gewicht von 20 kg!

Mit eurem Wunsch, Filas nur einem ganz speziellen (elitären?) Personenkreis zu "gestatten", der auf die "scharfen" Eigenarten Wert legt, macht ihr euch hier nur suspekt. Denn wir haben unsere Hundegesetze Menschen zu verdanken, die Hunde und ihr Aggressionspotential missbraucht haben... meist um ihr eigenes (schwaches) Ego aufzupolieren. Solchen Leuten bereitet es Gefallen, wenn ihre Mitbürger aus Angst die Straßenseite wechseln... einen großen Bogen um sie machen...oder sie "bewundern", weil sie einen solchen Hund kontrollieren können.

Nur mal so meine Gedanken zu dem Thema....
Grazi

Jeannette
30.11.2005, 08:18
@ Grazi, da schließ ich mich doch an :lach2:


Da ich aber auf Fila's total stehe naehme ich es sogar in Kauf fuer meine Fila's auch das Land zu wechseln und wenn es bis nach Brazil sein muesste.

@Petra
Und hier beginnen wir uns im Kreis zu drehen. Wieviel Leute "dürften" sich dann noch einen Fila halten? Ist doch total unrealistisch! Woher kommen dann die Welpenkäufer?


Mittelwege akzeptiere ich nicht, entweder oder!!!
Konsequent zieh ich durch was ich fuer richtig befunden und entschieden habe.


Besteht das Leben nicht generell aus Mittelwegen...ansonsten wird man ziemlich einsam.
So manche Hunderasse würde doch schon garnicht mehr existieren, wenn man die nicht softer gezüchtet hätte (ob zum Positiven lassen wir mal dahingestellt).

Natürlich faziniert ein ursprünglicher Hund, doch der Großteil der Bevölkerung läuft auch nicht mehr mit der Keule herum.

Tanja H.
30.11.2005, 11:10
Meine persönliche Meinung dazu: ich finde es klasse, wenn ein Hund eine Aufgabe hat, die seinen ursprünglichen Instinkten entspricht.
Z.B. wenn ein Jagdhund mit seinem HF(Jäger) in den Wald darf um zu jagen.
Den Menschen (Jäger) verabscheue ich in seinem Handeln, ABER der Hund hat und erfüllt seine Aufgabe.
So ähnlich sehe ich es mit den Fila's, die in der Pampa auf einer Finca leben.
Sie haben und erfüllen ihre Aufgabe. In meinen Augen artgerechte Haltung.
DEn Hunden kommt es zu Gute, sind ausgeglichen.

Hier bei uns in D völlig unvorstellbar und für mich auch nicht wünschenswert.
Wir reden hier von unterschiedlichen Gegebenheiten, Petra und Jose haben mit unserer LHV nichts am Hut.

LG Tanja

Ingrid
30.11.2005, 15:29
Danke für die Info, José! (Nachtrag: Pardon, meinte natürlich Petra!):) Ich kämpf' mich durch...

Dennoch: Solange sich der physische Ausgangspunkt dieses Forums in Deutschland befindet und die Benutzer mit ihren Hunden ebenfalls mehrheitlich in Deutschland ansässig sind, schlage ich vor, hier zuvörderst den in Deutschland herrschenden Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen.

Anne
30.11.2005, 17:27
Könnte das jemand übersetzen? :traurig1:

Bullmastiff
30.11.2005, 19:43
Hallo Petra,

canis timidus vehementius latrat quam mordet!
Gruß
Yves

Bullmastiff
30.11.2005, 19:49
Könnte das jemand übersetzen? :traurig1:
Cela ne vaut pas la peine,
meint Yves

Claudia Aust-W.
30.11.2005, 20:28
Schwätzt net su´n doll Gescherr, ich verstieh nix un mir stieht dä Kopp net nor su em Mest!!!

Claudi

Bullmastiff
30.11.2005, 21:25
ich als Fila-Halter habe Verantwortungsgefuehl Saludos :)
Petra
Hallo Petra,
kalau setiap orang menghargai prinsip tersebut, kita tidak memerlukan undang-undang perlindungan tersebut.
Gruß
Yves

Ingrid
01.12.2005, 00:32
Doitsu-go de hanashite, kudasai! :blume:

cane de presa
01.12.2005, 07:48
Ich muss einfach mal mein Senf dazu geben..
Ihr(Fila1,fila) schreibt: Als Wachhund ist der Fila Brasileiro unübertroffen???
Damit meint man das Gebelle ist das Lauteste von allen Rassen??
Habt ihr überhaupt schon mal eine Andere Rasse Kenngelernt?
Lustig finde ich diese Aussage: Ohne Abrichtung und ohne es ihm je zu lernen, verteidigt er sein Areal kompromisslos gegen alles das nicht zur Familie gehört.
Was versteht ihr unter Verteidigt??? Das er laut herum Bellt??
Macht ihr Schutzdienst mit den Hunden?? Ist das beim Fila überhaupt möglich?? Wenn Nicht wird der Hund beim ersten kräftigen Schlag auf die Nase die Weite suchen.



Es gibt Hunde die Perfekt Sozialisiert sind, Sozialisiert bedeutet die Hunde haben Erfahrung.
Und selbst ein Schutzhund muss sozialisiert sein und dennoch kann er seine Familie wirklich beschützen.
Aber einen Fila(o.andere rassen) den man Ganz Naturbellasen/Sturköpfig lässt Trau ich das nicht zu.
In Amerika gibt es 2 aussagen von Ausbildern: Good Sound-Good Worker und das Gegenteil Good Sound-Bad Worker

Bitte Bitte nicht Beleidigt oder Böse Sein, Aber eure deutsche Engstirnigkeit Habt ihr immer noch....

Mit freundlichen Grüßen
Jason

csevenich
09.12.2005, 20:10
Hola Molosserfreunde :lach1: ,

bin durch Zufall auf euer Forum gestossen und hab mich gleich angemeldet.
Lebe mit meinen beiden 2 Fila-Brasileiro's, Boa 2 einhalb Jahre und Elfo 8 Monate im schoenen España auf einer Finca mit 2500 qm.

Freu mich auf rege Unterhaltung, Tipps und Austausch :)

Saludos
Petra


Bin vor einiger Zeit auf das Forum gestossen. Lebe mit einem einjährigen Rüden zusammen. Mein erster Rüde, hatte vorher eine Kuvaz Hündin die letztes Jahr eingeschläfert werden musste. Ich sagen nur: Einmal Fila, immer Fila. Obwohl es mit ihm nicht immer einfach ist, weil er sehr dominant ist. Es gibt Leute, die raten mir zu einer Kastration aber das möchte ich nicht. Wie ist Eure Einstellung dazu? Ich meine, das diese Leute es sich sehr einfach machen wollen.
Viele Grüsse

Scotty
09.12.2005, 22:42
Sag mal Fila gibt es eine Sprache die du nicht beherrscht? Ist ja echt bemerkenswert.:lach2:

Simone
13.12.2005, 21:19
Was versteht ihr unter Verteidigt??? Das er laut herum Bellt??
Macht ihr Schutzdienst mit den Hunden?? Ist das beim Fila überhaupt möglich?? Wenn Nicht wird der Hund beim ersten kräftigen Schlag auf die Nase die Weite suchen. Jason

Hallo!

Ich habe zwar aktuell nicht gerade die größten Wachhunde, aber ich glaube nicht, dass ein Schutzhund unbedingt der bessere Wachhund ist. Bei einer - guten - Schutzhundeausbildung wird meines Wissens auch kein Hund so geschlagen, dass er Schmerzen hat. Somit wäre eine solche Situation für beide Hunde - Schutzhund und nicht Schutzhund - relativ gleich und somit für beide völlig neu. Einen "echten" Einbruch und einen realen Angriff auf den Hund kann man doch nicht mit einer Schutzhundeausbildung vergleichen?! Der Hund ist doch nicht doof und kann meiner Ansicht nach Realität von "Spiel" gut unterscheiden...

Ich hatte hier mal von den Boerboels aus SA berichtet, die ihr Grundstück sehr gut verteidigt haben. Diese Hunde hatten keinerlei Ausbildung und brauchten sie auch nicht...

Gruß, Simone

Meike
14.12.2005, 08:44
Brauchen sie sicherlich nicht, ich denke auch kein Fila, trotzdem zeigt eine gute SCHD Ausbildung ob ein Hund nervlich dazu in der Lage ist (hohe Reizlagen, schnelles "Umdenken", gutes Nervenkostüm und Selbstsicherheit) diesen Sport (!) auszuführen.

Wo bei mal schon bei Schutzhunden (also "echten" nicht die, die im Sport geführt werden) und Wachhunden unterscheiden muss. Mache Rassen müssen beides können, andere nur eins von beiden (meistens nur wachen, das können aber auch Gänse ganz gut :D ).

Ich denke aber das man Hunde die einen best. Zweck haben, auch auf diesen überprüfen muss bevor man mit ihnen züchtet. Und jetzt bitte keine Diskussion über den Pitbull ;). Sind die Hunde nervlich angeschlagen dann haben sie meiner Meinung nichts in der Zucht zu suchen. Da gehören nur ausgeglichene Hunde rein.

Just my 2 cents

Simone
14.12.2005, 09:57
Hi Meike,

Wo bei mal schon bei Schutzhunden (also "echten" nicht die, die im Sport geführt werden) und Wachhunden unterscheiden muss. Mache Rassen müssen beides können, andere nur eins von beiden (meistens nur wachen, das können aber auch Gänse ganz gut :D ).

Ich meinte bei meinem Thread auch die sportlich geführten SchH. Die beruflich ausgebildeten sind sicher die besseren Wachhunde. Ich habe mal eine Vorführung vom Bundesgrenzschutz und deren Hunden gesehen. Das war sehr beeindruckend, allerdings weiß ich auch, dass diese Hunde immer einen Maulkorb tragen und sie nicht ungefährlich sind. Eine ernsthafte SchH Ausbildung sollte aber meiner Ansicht nach nur ganz bestimmten Leuten (z.B. Polizei) erlaubt sein, denn der Otto Normal Hundehalter braucht solche Hunde nicht.

Meike
14.12.2005, 11:28
Simone,

jetzt stell doch die Dienssthunde nciht mit Hunden gleich die sportlich im SCHD geführt werden. Warum gibt es das Märchen eigentlich immer noch das SCHD Hunde agressiv gemacht werden? Das sollte sich doch mitterweile mal rumgesprochen haben... :(

Diensthundeausbildung ist keine SCHD Ausbildung!

Nanni
14.12.2005, 11:35
Simone,

Warum gibt es das Märchen eigentlich immer noch das SCHD Hunde agressiv gemacht werden? Das sollte sich doch mitterweile mal rumgesprochen haben... :(



Aber jemand, der keine Ahnung hat, kann im Triebbereich leider viel verpfuschen...

Simone
14.12.2005, 12:05
Simone,

jetzt stell doch die Dienssthunde nciht mit Hunden gleich die sportlich im SCHD geführt werden. Warum gibt es das Märchen eigentlich immer noch das SCHD Hunde agressiv gemacht werden? Das sollte sich doch mitterweile mal rumgesprochen haben...

Häh???? :35: Ich habe doch gerade genau das Gegenteil geschrieben?! Wie kommst Du denn nun auf sowas???

Ich habe geschrieben, dass die Hunde mit der sportlichen SchH meiner Ansicht nach nicht die wachsameren Hunde sind und durchaus wissen, dass die SchH Ausbildung ein "Spiel" oder "Sport" ist. Ernsthafte Situationen kennen sie ebensowenig wie andere Hunde. Somit beschützen sie ihren Besitzer in einer ernsten Situation nicht unbedingt besser als ein Hund mit normaler BH oder keiner Ausbildung.


Die Diensthunde hingegen sind meiner Ansicht nach die besseren Wachhunde und schützen sicher anders als ein normaler Hund, gehören aber nicht zu normalen Hundehaltern, da sie zum einen nicht ungefährlich sind, zum anderen die Ausbildung den Tieren nicht nur Spaß macht.

Meike
14.12.2005, 12:05
Die sollen es auch lasse, aber ich kann die ewigen Vorurteile nicht mehr hören das die Hunde damit das beißen lernen oder die Ausbildung von Diensthunden haben.

Wir haben hier die Polizei, mein Trainer ist auch Diensthundeführer und Trainer und ich kenn den Unterschied.

Meike
14.12.2005, 12:06
Eine ernsthafte SchH Ausbildung sollte aber meiner Ansicht nach nur ganz bestimmten Leuten (z.B. Polizei) erlaubt sein, denn der Otto Normal Hundehalter braucht solche Hunde nicht.

Darauf hab ich mich bezogen. Eine SCHD Ausbildung muss immer ernsthaft sein und was sind "solche" Hunde?

Simone
14.12.2005, 12:31
Hi Meike,

ich habe überhaupt nichts negatives über die SchH Ausbildung sagen wollen, da bist Du nun aber ein wenig sensibel... ;) Nicht, dass ich diese mit meinen Hunden machen möchte, aber ich habe durchaus schon gute Ausbilder und gute SchH kennengelernt.


Nun zu Deiner Frage:

Zitat von Simone Dustert
Eine ernsthafte SchH Ausbildung sollte aber meiner Ansicht nach nur ganz bestimmten Leuten (z.B. Polizei) erlaubt sein, denn der Otto Normal Hundehalter braucht solche Hunde nicht.

Darauf hab ich mich bezogen. Eine SCHD Ausbildung muss immer ernsthaft sein und was sind "solche" Hunde?

Ich meinte, dass eine berufliche SchH-Ausbildung - z.B. Polizeihunde - ernsthaft in dem Sinne ist, dass hier reale Situationen geübt werden müssen. Es geht nicht um ein Spiel, sondern darum, dass der Hund Menschen stellt, die eventuell gefährlich und aggressiv sind. Ein solch ernsthafter Bezug fehlt doch bei der sportlichen SchH Ausbildung. Sie ist ein Sport, hier sollte der Spaß für den Hund und den Halter im Vordergrund stehen. Mit "solche" Hunde meinte ich Hunde, die eine Diensthundeausbildung haben.

Bei dem von Dir zitierten Thread sprach in von Diensthunden (10:57), bei dem Thread davor von Hunden mit einer sportlichen SchH (22:19).

Meike
14.12.2005, 12:49
Dann ist ja alles klar ;)

molosserfreund
29.12.2005, 22:00
Grazi, das ist Wunschdenken. Die meisten Hunde (besonders die extremst sozialisierten!) würden sich weder trauen, noch Gefahr wittern - für sie ist das Leben ein tolles Spiel und alles und jeder ist nett. Ebenso wie sie zu allem und jedem nett sein sollen!

LG!
Claudi

Nicht unbedingt,gut im Rudel eingefügte Hunde,achten auf ihren Anführer,er bestimmt ob "gekämpft" wird,dazu bedarf es bei Hunden nicht der Worte.Was ist wenn der Boss nicht dabei ist.Mein Joey,zu jedem lieb und nett,meinte als unser Jüngster nicht in den Kindergartenbus einsteigen wollte,die Fahrerin wollte ihn hochheben und reinsetzen,er gebrüllt und gebockt.Ich war froh das ich dazu kam und ein forsches Platz von mir seine Wirkung tat,mit sowas hätte ich nie gerechnet,Natürlich hat Joey die Situation verkannt,aus seiner Sicht wollte er unseren Kleinen beschützen,Bin ich dabei und signalisiere alles ok,ist alles ok.mfg uta

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