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Mila
23.07.2010, 07:13
So, nach einem zweiten "Vorfall" frage ich euch jetzt mal um Rat, was ihr machen und wie ihr reagieren würdet, oder wie ihr die Situation einschätzt.

Morgen hole ich mit Amber zusammen täglich den Kleinhund (N.) ab, den ich seit ca. März/April diesen Jahres (fast) täglich betreue, und zwar immer, wenn die Besitzer arbeiten müssen. Ab 7 Uhr morgens und bis ca. 16 Uhr nachmittags hat Amber somit einen Spielgefährten, jedoch nie am Wochenende, nie am Abend oder Nachts.
Seit 1-2 Wochen zeigt sie jedoch morgens, wenn ich also mit beiden zusammen nach Hause laufe, ein Verhalten, dass ich auf jeden Fall unterbinden möchte: sie beschützt den Kleinhund gegenüber Rüden wie auch Hündinnen. Ob sie es auch gegenüber Menschen tut oder tun würde, habe ich noch nicht "ausprobiert", will es aber auch wenn möglich nicht testen! Leute, die öfter vorbeikommen und die beide Hunde kennen, lässt sie anstandslos mit N. knuddeln, d.h. sie findet es ok, wenn sie nicht alle Aufmerksamkeit für sich bekommt (die bekommt sie ja von mir ;)).

Situation vor ein paar Tagen: Boxerrüde kommt des Weges, Boxerrüde und N. beschnuppern einander, Boxerrüde (der absolut nicht verträglich ist mit Rüden, aber N. bisher mochte, wahrscheinlich weil dieser noch nicht geschlechtsreif ist!?) fängt diesmal an zu knurren, N. verteidigt sich mit bellen und rumspringen, welches ich unterbinde, Amber macht einen Satz nach vorn, keift den Boxerrüden an, dann haben die andere HH und ich den Abstand deutlich vergrößert und ich bin kurz darauf mit den beiden an der Leine (beide Hunde sind immer angeleint auf der Strecke) gegangen. Das Gehen verlief auh problemlos, Amber war nicht aufgebracht o.ä., sondern lief ganz relaxt neben mir her. Im Nachhinein fand ich die Situation in Ordnung, in dem Sinne, dass ich einfach keinen Hund mehr an Amber oder N. schnuppern lasse, sondern straff vorbeigehe.

Gerade eben gab es aber zwei Situationen, die mir zu denken gegeben haben. Beide mit Hündinnen.
Die erste Situation konnte ich gut händeln, indem ich beide Hunde nicht zu der Hündin der HH gelassen habe. Ich blieb aber stehen, weil die HH recht nett ist und gerne einen kurzen Plausch hält, und ich es mir hier auch nicht mit allen Leuten vergraulen will indem ich sie vor den Kopf stoße ;).
Außerdem: ich muss ja wohl auch mit 2 Hunden mal stehenbleiben können!
N. lief dann ein Stück in Richtung der anderen Hündin, daraufhin habe ich ihn kürzer genommen, denn Amber kam schon wieder auf die andere Hündin zugelaufen, und mit zwei Leinen kann ich absolut kein Gezanke haben. Abstand also wieder vergrößert, zu Ende geredet, und dann gings weiter.
Die zweite Situation hat mich dann aber doch schockiert. HH mit Boxerhündin kommt des Weges (seine Hündin ist "zickig" und beschützt ihn gegen Mensch und Hund, nicht so extrem, dass man Angst haben muss, aber seit ich ihn kenne und das weiß, dürfen die Hunde keinen Kontakt haben, sondern wir laufen aneinander vorbei, und rufen nur kurz "Guten Morgen!" o.ä.). Wir gehen -wie immer- vorbei. N. hängt aber ein bisschen hinterher, Boxerhündin schnuppert an N. (ich hab das nur so halb mitbekommen), und obwohl wir schon mehr oder weniger dran vorbei waren, kommt plötzlich Amber zurück, hängt sich in die Leine und droht der anderen Hündin massiv, mit aufgestelltem Kamm, Gebell!(Amber bellt normalerweise vielleicht 1x/Monat), Zähne fletschen, also es sah echt gefährlich aus, und sie machte auf mich auf den Eindruck, als wäre das für sie nicht so schnell gegessen. Ich hab dann so schnell wie es mir in diesem überraschenden Moment möglich war "NEIN!" geschrien und an der Leine geruckt (anders hätte sie das nie mitgekriegt, da bin ich mir ziemlich sicher), und sie hat- glückerlicherweise- sofort aufgehört (und frustriert begonnen Gras zu fressen ...). Der andere HH meinte dann, dass Amber aber aggressiv geworden ist, aber ich sag mal ein zähnefletschender Hund sieht immer irgendwie "aggressiv" aus...
Nichtsdestotrotz finde ich das alles ABSOLUT NICHT GUT, da Amber ja anscheinend auch so reagiert, wenn ein gewisser Abstand besteht.


Clickerbuch wird in den nächsten Tagen gekauft, und ich werde damit so bald wie möglich anfangen, um auch in diesen Situationen clickern zu können und damit etwas zu bewirken.

Von nun an gehts -wenn ich mit beiden Hunden unterwegs bin- nur noch an anderen Hunden vorbei, kein stehenbleiben oder langsamer werden mehr!

Habt ihr noch weitere Tipps???

Übrigens: eine weitere Hündin, die wir morgens im Moment täglich treffen, weicht Amber unsicher und ängstlich aus. Entweder es stellt sich ein Kamm auf, und sie läuft im großen Bogen über eine Wiese, oder sie versucht sich hinter Herrchen zu verstecken (der sie dann aber setzen lässt, während ich stramm vorbeigehe mit beiden Hunden). Kürzlich ist sie sogar durch einen fremden Garten gelaufen, um Ambers Weg nicht direkt zu kreuzen. Und das OHNE, dass jemals was gewesen wäre. Wir haben zwar ein paar Mal beide Hunde abgeleint, aber da gab es nur kurz Kontakt, beschnüffeln, und dann ging jeder wieder "seines Weges". Kann es sein, dass ich in dieser Hinsicht irgendwelche Zeichen bei Amber übersehe(n habe)? Irgendwie muss sie ja einen dominanten Eindruck auf die Hündin machen? Ein anderer Rüde lässt sich von Amber auch sämtliches Lieblingsspielzeug wegnehmen und jault dann und traut es sich nicht zurückzuholen.

Peppi
23.07.2010, 07:23
Bevor Du interpretierst, solltest Du nochmal analysieren was genau passiert.

Dazu würde ich zunächst versuchen die Kontakte und Begegnungen auf der Strecke mit Deiner Hündin alleine nachzustellen und schauen wie sie reagiert.

;)

Mila
23.07.2010, 07:27
Allein nachstellen im Sinne von: ich habe nur Amber mit, treffe aber die selben Hunde!?

Isis78
23.07.2010, 09:02
Richtig, ich würde Peppis Rat auf jeden Fall befolgen.
Dass Dein Gast-Hund der Auslöser ist, liegt nahe, muss aber nicht zwangsläufig sein.

Mila
23.07.2010, 09:45
Die Hunde die ich morgens mit Amber und N. treffe, treffe ich auch alleine mit ihr wenn ich diesen Weg gehe. Nicht in dieser Konstellation, aber ich seh die alle öfters.
Die eine Hündin hat auch Angst und läuft nen Bogen, wenn ich nur Amber mithabe, und gegenüber allen anderen Hunden ist sie sehr freundlich, AUSSER es ist ein Spielzeug vorhanden. Hab ich ihren Quietschball mit, stecke ich den weg sobald ein anderer Hund kommt, auch wenn beide Hunde angeleint sind. Halte ich den Ball in der Hand, wird sie stinkig und knurrt den anderen Hund an, wenn der nur in die Nähe des Balles kommt.
Hat nen anderer Hund (frei laufend) nen Ball und ich lasse sie laufen, nimmt sie ihm den wenn möglich weg (ansonsten versucht sie es, und wenn sie angeknurrt wird, lässt sie es sein); will jemand ihr den eigenen Ball wegnehmen, knurrt sie.

Wie gesagt, ein eigenes Spielzeug nehme ich weg und pack es in ne Tasche, sobald ein anderer Hund kommt.
Wir waren mal auf ner Hundewiese, da hat ein 50kg-Boxer den Quietschball in meiner Tasche durch draufdrücken gefunden, und dann hat sich Amber mit dem "geprügelt", und danach haben beide sich einfach nicht mehr angeguckt, haben sich komplett ignoriert.
Kürzlich im Wald sind wir in Richtung eines Ball apportierenden Hundes, etwas größer als Amber (Rottweiler-Mix) gelaufen, ich hab sie laufen lassen, sie hat versucht dem anderen Hund den Ball abzujagen, durfte aber nicht, und dann hat sie das auch akzeptiert und ich nur noch hinterhergerannt.

Was ich damit sagen will, ist, dass sie ihr Spielzeug z.B. mittlerweile ähnlich verteidigt wie neuerdings scheinbar auch N.!

Danke Isis78 für deine PN, ich werde es mal versuchen :)

Doc_S
23.07.2010, 17:02
Dein Hund verteidigt evtl. seine Resourcen (Quitschie, Ball, Spielzeug) und euren Tagespflegehund, auch du kannst evtl. für sie eine Resource darstellen. Klingt ein bisl komisch und manche sagen bestimmt: Mensch oder auch Pflegehund ist nie Resource! Aber so kommts für mich rüber.
Bei dem anderen Hund, der den Quietschball in deiner Tasche wollte könnte es aber auch sozial motiviert sein. Der Hund ist dir zu Nahe gekommen.
Zeigt sie auch Dominanzverhalten?
Wie ist es, wenn dir andere Hunde zu nahe kommen?
Du evtl sogar einen fremden Hund streichelst!?
Wie ist es bei anderen Menschen?
Ebenso, wie schon oben gepostet, geh mal die ganze Runde ohne Pflegehund und provozier die Hundebegegnungen. Und bei solchen Situationen versuch ihr gar nicht die Chance zu geben, sich in den Vordergrund zu stellen. Führe sie.

Mila
23.07.2010, 18:01
Dein Hund verteidigt evtl. seine Resourcen (Quitschie, Ball, Spielzeug) und euren Tagespflegehund, auch du kannst evtl. für sie eine Resource darstellen. Klingt ein bisl komisch und manche sagen bestimmt: Mensch oder auch Pflegehund ist nie Resource! Aber so kommts für mich rüber.
Bei dem anderen Hund, der den Quietschball in deiner Tasche wollte könnte es aber auch sozial motiviert sein. Der Hund ist dir zu Nahe gekommen.
Zeigt sie auch Dominanzverhalten?
Wie ist es, wenn dir andere Hunde zu nahe kommen?
Du evtl sogar einen fremden Hund streichelst!?
Wie ist es bei anderen Menschen?
Ebenso, wie schon oben gepostet, geh mal die ganze Runde ohne Pflegehund und provozier die Hundebegegnungen. Und bei solchen Situationen versuch ihr gar nicht die Chance zu geben, sich in den Vordergrund zu stellen. Führe sie.

War gerade 3,5 Stunden mit Amber unterwegs, erst mit Gast-Hund UND Nachbarin mit ihrem Maltester-Mix (3 Jahre, weibl.). Alle drei Hunde angeleint, klappte nach anfänglichem "Sortieren" und "Fuß"-Anweisung gut.
Dann Gast-Hund abgegeben, und in den Wald gefahren. Dort hab ich auch etliche Hunde gesehen / getroffen, aber alle angeleint, sodass ich Amber auch angeleint habe bzw. im Fuß mit ihr dran vorbei gelaufen bin. Ein Rüde durfte nach kurzer Abklärung frei laufen, hat sich hingelegt, ich hab Amber freigegeben, dann ist sie aufgestanden, in die Richtung des Rüden gelaufen, der ist aufgestanden und weggegangen und sie ist mir mit gekommen. Kurz: total seltsame Hundebegegnung mit gegenseitigem völligen Desinteresse... hatten wir so auch noch nie ;)

Zu deinen Fragen:
Ich muss nochmal nachgucken, was alles unter Dominanzverhalten fällt, kann ich gerade nicht so beantworten.
Dass sie aber Ressourcen verteidigt, das kommt mir schon so vor!
Wenn ich einen fremden Hund (außer Nelson, dem Nachbarshund, den Hunden in der HuSchu) streichle, was ja sehr selten vorkommt, reagiert sie sehr eifersüchtig, das kann man wohl so sagen.
Kürzlich in der HuSchu haben wir ne Übung gemacht: jeder sucht sich nen anderen Hund aus, und geht mit dem ein paar Schritte bei Fuß und setzt/legt ihn ab. Das hat geklappt, da war sie nicht eifersüchtig, dass ich mich mit nem anderen Hund beschäftige. Aber ist wohlm auch was anderes, von dem gesamten Situation her.
Andere Menschen... also wen sie kennt, liebt sie. Wen sie nicht kennt, der erzeugt entweder Angst und Fluchtreaktion oder sie bellt kurz und guckt dann wer kommt bzw. geht in die Wohnung (wenn z.B. der Paketbote bis vor die Wohnungstür kommt).

Wenn ich mit ihr alleine andere Hunde treffe, läuft das bisher so ab wie immer. Ich nehm sie ins Fuß, wir gehen dran vorbei, meist lasse ich sie dann sitzen und geb ein Leckerchen, und dann gebe ich sie frei. Das war/ist bisher total unproblematisch, vor allem weil sie sich auch nicht dran stört, wenn der jeweils andere Hund an seiner Leine reißt und bellt wie irre. Da geht sie ganz cool dran vorbei, als wäre sie blind und taub ;)

Aber ich beobachte das weiter!

Mila
23.07.2010, 18:45
Ok, was Dominanzverhalten angeht, werde ich ab sofort mal ein paar Dinge ändern.
Ich weiß zwar nicht ob es wirklich Sinn macht mit dem als erstes durch die Tür gehen usw., aber vielleicht bringt es ja was.

Ändern werde ich:
- Nicht ich laufe um den Hund rum wenn er irgendwo liegt, sondern Amber muss aufstehen
- Ich lasse mich von ihr nicht mehr zum Spiel auffordern, reagiere in keinster Weise

Das sind aber auch die einzigen Dinge.
Alles andere spielt für sie keine Rolle (z.B. wenn ich Essen, Spielzeug etc. wegnehme... selbst Nelson darf die meisten Dinge, z.B. zwischen ihren Vorderbeinen stehen wenn sie frisst o.d trinkt und den Kopf mit über die Futterschale hängen, oder aus dem Leckerchenball fressen). Aufs Sofa und ins Bett darf sie, aber nur auf Kommando oder wenn keiner draufsitzt/liegt. Sie geht aber von sich aus kaum auf Sofa oder Bett, meistens liegt sie auf einem ihrer zwei Körbchen oder im Flur. Wenn ich sie vom Sofa oder Bett wegschicke, steht sie sofort auf und geht. Und wenn sie mal ne Woche oder zwei nicht im Bett schlafen darf, schleicht sie zwar die ganze erste Nacht über ums Bett rum, danach hat sie sich aber damit abgefunden und geht -wenn kein Kommando zum draufhüpfen kommt- auf eins ihrer Körbchen.
Wenn klingelt und sie als erstes zur Tür rennt (und auch als erstes raus will), schicke ich sie auf ihr Körbchen, und gebe sie wieder frei sobald der Postbote (oder wer auch immer) weg ist, oder reinkommt.

Aber wenn sie mit nem Spielzeug angerannt kommt (es sind aber immer nur max. 2 Spielzeuge draußen, normalerweise bestimmte ich, wann sie eins aus der Truhe bekommt, und auch welches, und nach dem spielen kommt das da wieder rein, Deckel zu, und ich beende mit "Schluss"), beschäftige ich mich oft, zumindest kurz, mit ihr. Das ist mir gerade ziemlich bewusst geworden, und ärgert mich auch irgendwie ;)
Aber geht ja schnell und problemlos zu ändern, ich muss ja nur auf mich selbst achten.

Das gleiche bzgl. des im-Weg-liegens: ich gehe meist drumherum oder steige drüber. Ich glaube aber auch, dass sie einfach nicht aufsteht, außer ich trete drauf, was ich nicht tun werde. Soll ich dann ein Kommando einführen, wie "Steh auf", und sie mit den Füßen schubsen, damit sie für mich Platz macht?

Und was mir in der Bahn auffällt: der Gast-Hund richtet seinen Blick nur auf mich, Amber hingegen beobachtet alles andere (Menschen, Türen), ist quasi "mein verlängerter Blick". Sie guckt mich auch mal an, passt dann aber wieder auf, was so passiert. Liegt das an ihrer Ängstlichkeit/Nervosität in der Bahn (aber das ist mittlerweile nicht mehr so schlimm, ich übe auch täglich 1-2 Bahnfahrten mit ihr), oder "beschützt" sie mich?
Genauso im Bett: ihr Hintern liegt in der Nähe meines Kopfes (JA, das ist auch der Grund warum sie häufiger mal nicht ins Bett darf ;)), sie beobachtet also Flur/Haustür und alles andere "stellvertretend" für mich. Das zählt doch sicher auch zu dominantem Verhalten, oder!?

Hola
23.07.2010, 18:53
Kann dir leider keine Tipps geben da ich diese Probleme von meinem Hund nicht kenne.
Aber meine geht vor mir aus der Tür, begrüßt vor mir die Leute wo kommen und wenn sie spielen will dann spiel ich auch mit ihr, wenn sie im weg liegt steig ich halt drüber wenns weiter nix ist. Sofa und vorallem Bett sind so oder so verboten....

Du siehst das ich die üblichen Dominanzspielchen nicht mitmache und ich trotzedem nie Probleme mit ihr habe...daher Frage ich mich in wie weit die Dominanzspiele was bringen....

Hab natürlich ne riesen Portion glück mit meiner Schnute....

Mila
23.07.2010, 19:12
Ja, bisher hatte ich ja auch keine Probleme, im Gegenteil!
Wenn ich mit ihr allein bin (zuhause & unterwegs), klappt auch alles gut.
Ich weiß nur noch nicht was ich von dieser "aufkeimenden Eifersucht" und Verteidigung von Spielzeug und -hund halten soll, ist für mich auch total neu.
Deswegen werde ich die Spielaufforderungen von ihrer Seite aus erstmal ignorieren, und drauf achten, dass sie mir aus dem Weg geht, und dann gucke ich mal, ob sich im Laufe der Zeit was ändert. Schaden anrichten können beide "Maßnahmen" meiner Meinung nach nicht, also probiere ich es mal aus!

Hola
23.07.2010, 19:27
Schaden wirds wohl nicht, Probiers einfach mal aus...wünsch dir viel Erfolg...

Bulli-Fan
23.07.2010, 20:08
:kicher: wenn ich daran gedacht hab das der Hund ja eigentlich mir aus dem Weg gehen soll hab ich leicht mit dem Fuß angestubst. Wenn ich das ein paar Mal durchgezogen hab stehen sie auch schonmal von allein auf wenn ich komm. Aber wie oft ist man mit den Gedanken ganz woanders und steigt einfach grad drüber :hmm:

Mila
23.07.2010, 20:17
ja, richtig, oder man geht drumherum.... das hat sich bei mir ebenso eingeschlichen wie das nachgeben bei spielaufforderung, oder dass ich sie oft aus der dusche trinken lasse, weil ich das am anfang süß fand ;)
aus der dusche getrunken wird jetzt aber auch nur noch, indem ich sie gezeilt rufe, erst dann das wasser aufdrehe und dann darf sie trinken. hab ich meinem freund auch gerade schon verklickert, dass das jetzt neue regeln sind, aber der findet das beschützen/verteidigen gut und "natürlich", von daher werde ich wohl umso konsequenter sein müssen...

Guayota
24.07.2010, 08:39
Ändern werde ich:
- Nicht ich laufe um den Hund rum wenn er irgendwo liegt, sondern Amber muss aufstehen


Ach lass' doch den armen Wauwau liegen!;) Das ist doch absoluter Unsinn und verunsichert sie doch nur. Ich verspreche dir hoch und heilig: Beim Dösen oder faul Herumliegen plant sie nicht von langer Hand die Revolte gegen Frauchen.:)

http://www.modern-dogs.de/cms/die-hundeschule/wissenswertes/dominanz-als-erklarung.html

katinka
24.07.2010, 10:00
Ach lass' doch den armen Wauwau liegen!;) Das ist doch absoluter Unsinn und verunsichert sie doch nur. Ich verspreche dir hoch und heilig: Beim Dösen oder faul Herumliegen plant sie nicht von langer Hand die Revolte gegen Frauchen.:)

http://www.modern-dogs.de/cms/die-hundeschule/wissenswertes/dominanz-als-erklarung.html




:ok:

Mila
24.07.2010, 17:44
Ich glaube da auch eigentlich nicht dran... vllt. lasse ich es auch sein!
Aber auf Spielaufforderungen nicht reagieren ist völlig ok, oder!? Sehe ich zumindest so...

Hab vorhin den Chef meiner HuSchu gefragt, und er meinte, dass Amber scheinbar versucht die Führung zu übernehmen in solchen Momenten, und sich in eine Rolle drängt, die nicht ihre ist. Rudelführer ist nicht sie, sondern ich, deswegen beschütze ich auch alle, und sie braucht nichts in dieser Richtung zu unternehmen.
Ich soll ihr deutlich zeigen, dass dieses Verhalten unerwünscht ist.
Habe ich ja zum Glück beim letzten Mal nach der ersten Schrecksekunde gemacht und geschafft (mit meinem NEIN hat sie ja ihr Gepöbel sofort abgebrochen), werde also erstmal weiterhin so vorgehen. Im Fuß an anderen Hunden vorbei, und weicht sie vom Fuß gehen ab, gibts das schärfste Nein das ich hinbekomme :)

Peppi
25.07.2010, 08:00
Hab vorhin den Chef meiner HuSchu gefragt, und er meinte, dass Amber scheinbar versucht die Führung zu übernehmen in solchen Momenten, und sich in eine Rolle drängt, die nicht ihre ist. Rudelführer ist nicht sie, sondern ich, deswegen beschütze ich auch alle, und sie braucht nichts in dieser Richtung zu unternehmen.

Also, so wie Du Amber beschreibst, "erscheint es aus der Ferne" eher so, als sähe der Hund sich genötigt, Dinge zu regeln. Nicht weil er will, sondern eher weil er glaubt er muss.

Ich sehe den Grund in der Nervosität. Sie ist mit manchen Situationen etwas überfordert.

Ich würde bei so einem Hund versuchen mehr mir festen Ritualen zu arbeiten, dass der Hund ein Grundgerüst im Alltag hat.

Parallel würde ich Dein Vorhaben bekäftigen und mich mit dem Clickerbuch beschäftigen. Liess es einmql komplett, schlaf drüber und wenn Du verstanden hast, worum es dabei eigentlich geht, kannst Du das Pietralla Buch nahezu wie einen Workshop durcharbeiten. Und dabei geht's nicht nur um die Übungen die Dein Hund erledigt, sondern auch die Bindung zwischen Euch beiden. Achte aber drauf, dass sie nicht zu sehr aufdreht, wenn sie eh schon zur Nervosität neigt.

Ansonsten find ich solltest Du Dich nicht verrückt machen, denn die Eigenarten die Dein Hund zeigt, sind ja nicht wirklich "sooooo schlimm".

Das was Du schreibst klingt doch sonst alles ganz easy. ;)

Lucy
25.07.2010, 19:51
Also meine Hunde schlafen auf der Couch und im Bett haben den ganzen Tag ihr Spielzeug, fordern mich zum Spielen auf liegen im Weg rum und ich steig drüber und geh aussen rum!

Hab aber überhaupt keine probleme mit der Dominanz oder ahnlichem!
Lass dich nicht verunsichern und zeig ihr das du das alles regelst ganz einfach!

Du machst dich jetzt selber unsicher und wirst sozusagen steif und das merkt dein Hund erst Recht!

Mila
25.07.2010, 20:05
... "Dominanzprobleme" hatte und habe ich ja mit Amber auch nicht.
Sie würde nie knurren oder nicht gehen, wenn sie nicht aufs Sofa oder Bett darf, sie nervt allenfalls die erste Nacht, wenn sie von heute auf morgen nicht im Bett schlafen darf (z.B. wenn Frontline frisch drauf ist, oder ähnliches, oder wenn sie ewig pupst ;)).
Und alles andere was ich so unter Dominanzverhalten gefunden habe, passt auch überhaupt nicht.

Und ja, ich mach einfach weiter wie bisher (bis auf die kleine Änderung, dass ich erstmal nicht auf Spielaufforderungen reagiere und versuche sie weniger oft zu knuddeln und zu betüddeln ;)), reagiere blitzschnell sobald sie andere Hunde wegen Nelson (od. Spielzeug) anmacht, und mach' ansonsten weiter wie bisher. Es klappt ja auch alles gut, bis auf Angst/Unsicherheit in einigen Situationen, aber daran arbeite ich ja tagtäglich, und ich glaube Peppi hat Recht, dass es damit zusammenhängt, dass sie also denkt sie müsse das jetzt regeln...

Danke auf jeden Fall für eure Tipps und Anmerkungen :)

Mila
26.07.2010, 07:08
Gerade wieder die andere Boxerhündin getroffen, wo Amber so stark reagiert hatte.
Ich hab dem Mann schon von weitem zugerufen "Heute probieren wir es mal ohne Zähne fletschen und gehen einfach dran vorbei!" (ankündigen ist hier immer sinnvoll, ansonsten tendieren die Leute hier dazu, "mal schnuppern" zu lassen, und sind dann empört, wenn einer der Hunde "nicht lieb" ist), bin dann im Fuß dran vorbeimarschiert, und es hat gut geklappt. Als wir vorbei waren, war der Mann ganz überrascht, dass es so gut geklappt hat, und ich hab Amber erstmal dick gelobt, denn sie ist bis zum Ende gut im Fuß gelaufen, ohne -was sie gerne mal versucht- am Ende noch Richtung anderer Hund zu hüpfen.

Ich bin also guter Hoffnung, dass wir mit (anfangs) etwas mehr Abstand und zügigem Fuß gehen das Ganze doch in Griff kriegen :)

Mila
01.08.2010, 20:05
...die andere Boxerhündin hat kürzlich -ich hatte nur den Gasthund mit- den Kleinen gepackt, sich drübergestellt und laut gebrummelt / geknurrt. Ich vermute also, Amber hat sowas schon "im Kleinen" geahnt, hat also ne gewisse Antipathie vielleicht gespürt bzw. als erstes mitgekriegt, dass die andere Boxerhündin den Kleinen nicht leiden mag.
Mittlerweile bin ich aber mit beiden Hunden schon diverse Male an der anderen Boxerhündin vorbeigelaufen, und es hat gut geklappt. Und da die andere Hündin den Gasthund das eine Mal so unterworfen hat, ist der Besitzer jetzt selbst vorsichtig, und findet nicht mehr Amber "aggressiv", sondern weiß nun auch um das "Potenzial" seiner eigenen Hündin.

Um zu gucken ob Amber jetzt vielleicht Hündinnen nicht mehr mag, versuche ich im Moment, sie extra wieder mit vielen anderen Hunden, wenn möglich Hündinnen, zusammen zu lassen. Gestern ist sie mit 2 Junghündinnen durch nen Garten getollt, hat zwar nen Ball und das Wasser verteidigt, aber das ist ok für mich. Das Wasser verteidigt sie auch nur, solange sie selbst trinkt. Ist sie fertig, geht sie, und der nächste darf trinken. Immer der Reihe nach. Und das verteidigen ist auch ganz "sanft" und klar: mittels ruckartiger Kopfbewegung und einem Grollen / Knurren gibt's den Hinweis, und die beiden Hündinnen gestern haben das sofort verstanden.

Seitdem ist es mir schon wieder leichter ums Herz. Hatte Angst, dass Amber mittlerweile Hündinnen nicht mehr mag, aber so weiß ich nun, dass es nur einzelne Hündinnen (und vllt. auch Rüden) sind, die sie nicht leiden kann, und das ist für mich in Ordnung und ganz normal :)

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