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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Andere Hundehalter


Monica
07.10.2005, 21:07
Heute auf dem Spaziergang habe ich mich ja wieder so genervt!

Duke und Laika liefen frei, und ich sah schon von weitem, dass zwei Personen und ein paar Hunde entgegenkamen. Also meine beiden angeleint und weitergelaufen. Zuerst ging's mal ewig, bis überhaupt jemandem von den entgegenkommenden Zweibeinern einfiel, die Hunde zu rufen, und als sie es dann endlich taten, beeindruckte das die Hunde nicht wirklich. :boese2:
Ich blieb also mal stehen und wartete... und wartete... und wartete... aber nein, sie schafften es zu zweit (ein Mann und eine Frau) nicht, die 5 oder 6 Hunde (alle mittelgross) zu sich zu rufen und anzuleinen - die Hunde kamen zwar nicht direkt bis zu uns, waren aber auch absolut nicht unter Kontrolle. Als ich dann noch sah, dass auf der anderen Seite des Bachs nochmal eine Frau mit 3 Hunden war, die offenbar dazugehörte, beschloss ich quer über die Wiese zu laufen und so meine Nerven zu schonen...
Der Mann rief mir noch zu, ich könne schon an ihnen vorbei, ich sagte nur zynisch "Ja sicher, gute Idee" und lief weiter. Kaum gesagt, kam ein DSH-Rüde über den Bach und raste uns hinterher! :boese5: Alles rufen von der Besitzerin half natürlich gar nichts, der Rüde kam näher und fing an Haare zu stellen und Duke zu fixieren. Laika hat die Situation dann ganz souverän geregelt, indem sie ihn vertrieben hat. :lach1: Sie mag an der Leine einfach gar keinen Kontakt und hat ihn mal schnell angezickt, das hat ihm offenbar gereicht. Wenn nicht, hätte ich mich um ihn kümmern müssen, bevor Duke ihn erwischt hätte... Und der Gipfel: Der Mann rief nochmal, ich solle doch ruhig den Weg entlangkommen! Häää????

Wieso geht man mit 8 oder 9 Hunden gleichzeitig spazieren und lässt noch alle gleichzeitig frei, wenn man sie so nicht im Griff hat? Und wenn was passiert wäre, wären sowieso meine beiden "Monster" schuld gewesen... :boese4:

Ist das bei euch in Deutschland auch so? Manchmal habe ich hier echt das Gefühl, das überhaupt niemand Rücksicht auf andere nimmt...

Christian
07.10.2005, 21:33
Hej.
Ist bei uns auch so, mir kamen sie noch hinterher gelaufen!
War mit meiner kleinen(als sie noch lebte) im Wald unterwegs, weit vor uns eine Frau mit zwei Dalmis, die mochte Emy eh noch nie , also ich die kleine(ach ja; Dogge)an die Leine und in die andere richtung gegangen.....Da kommt die mir doch tatsächlic nach GELAUFEN und meinte das die doch ruhig mit einander spielen könnten, ich darauf: nö lieber nich, meine mag keine Hunde mit Punkten(ihre beiden immer noch ohne Leine)Dann waren sie nur noch ca eine Leinen länge von uns weg, ihre Hündin auf Emy los mit allem was dazugehört schöne weisse Zähne und ne fette Bürste, Emy ihr daraufhin gleich ein Ohrloch verpasst.
Die Moral
Ihre Hunde hätten das noch nie getan.
Und ich als "Kampfhund" besitzer sollte meiner Emy doch einen Maulkorb verpassen.
So viel zu Rücksicht

Tamy
07.10.2005, 21:39
Ist das bei euch in Deutschland auch so? Manchmal habe ich hier echt das Gefühl, das überhaupt niemand Rücksicht auf andere nimmt...

Neeeeeeeeee bei uns ist das anders http://www.mysmilie.de/smilies/frech/img/008.gif
hier nimmt jeder auf den anderen Rücksicht http://www.mysmilie.de/smilies/frech/3/img/014.gif

und ich dachte es liegt an mir, das ICH immer ärger hab,
aber ihr habt es ja nicht anders...
irgendwie ..... *beruhigend* :blume:

Regula
07.10.2005, 21:50
Ja, ist hier auch so und wir hatten auch schon ein paar solche Begegnungen der dritten Art. Zum Teil waren die Besitzer noch nicht mal mehr in Sichtweite, als ihr Hund auf uns zukam.
Und was auch äusserst nervt ist dass immer mehr Leute ihre Hunde noch nicht mal beim Tierarzt anleinen oder Hunde an der Flexileine im Wartezimmer auf alle anderen loslassen...

Grüsse, regu.

Faltendackelfrauchen
07.10.2005, 22:11
Hallo zusammen,

leider auch bei uns normal. Als ich Paul mal gerade einige Wochen hatte kam aus der Entfernung ein Bobtail-mix angerast, umkreiste und verbellte mich und den angeleinten Paul, der den Bobtail gerne die Meinung gesagt hatte, aber nicht durfte. Das Spiel ging so ca. 5 Minuten. Die dazugehörigen Menschen kamen langsam auf uns zu, unterhielten sich angeregt, riefen weder ihren Hund, noch nahmen sie ihn an die Leine, als ich sie ansprach, taten sie so, als wäre ich Luft und gingen weiter. Irgendwann ging der kläffende und Scheinattaken startende Hund dann endlich wieder zu seinen Leuten. Nach mehreren weiteren ähnlichen Kläffangriffen von anderen Hunden mißtraut Paul jedem fremden Hund, der uns entgegenkommt. Er schüttelt halt nun, wenn ihm ein Fremdling entgegenkommt, seinen Kong "tot", das verstehen die meisten Hunde und suchen das Weite.

Tschüss

Faltendackelfrauchen

Nancy
08.10.2005, 06:56
Ich glaube genau sowas hat hier jeder von uns schon tausend mal erlebt, muß dazu sagen das Nancy auch so eine Kanidatin ist nicht mehr zu hören wenn sie den Hund vor mir sieht :boese4:

Deswegen sind meine beiden nur frei wen ich alles überblicken kann, sobald ich einen Hund sehe werden meine angeleint und ende, das verlange ich dann auch von meinem Gegegüber, dann wäre alles viel enspannter.

Wenn wir in einem Park unterwegs sind dann lass ich sie los und mach sie nur fest wenn ein andere Hund an der Leine ist, da hat man sich so geeinigt und das finde ich echt ok.

Beate
08.10.2005, 07:10
Ist man in Deutschland auch so?

Ja. Ich gina mal mit Gina u Tequ und 2 Freundinnen durch Dachau ( 1 Freundin hat normalerweise Angst, u. die andere kein Bezug zu Hunden). Plötzlich kam ein grösserer schw. Mischling auf unseren Fussweg um die kurve. Keine Leine, kein Herrchen! Shit! Toll! Plötzlich kam noch ein Husky und ein Pudel (dieser angeleint ) ums Eck!!! Meine Freundin die Angst vor Hunden hat ist gleich geflüchtet! Als die Hunde auf Tequ u. Gina zuliefen (das Frauchen hat die Hunde n. zurück gerufen) bin ich in die nächste Hofeinfahrt und hab das Tor zugeknallt in der Hoffnung das in diesem Hof kein Hund ist!!!! Die beiden grossen fremden Hunde sind total abgegangen - natürlich Tequ und dann auch Gina auch! Sie haben durch das Gitter geknurrt u gebissen wie verrückt! Mit gaaaanz viel Mühe hab ich versucht Gina u Tequ an den Leinen zurück zu ziehen damit sie sich nicht gegensteitig in die Schnauzen beissen! Die Besitzerin ging mit Ihrem angeleinten Pudel vorbei und hielt es nicht mal für nötig ihre Hunde abzurufen! Sie ging an uns vorbeit!!!!!!!!!!!!!! die hunde gingen immer noch ab wie Harry u liesen irgendwann als Frauchen weiter weg war ab und liefen ihr nach!!!!!!!!

So - ja sowas gibt es bei uns auch!!!!

Ohne Worte

Donni
08.10.2005, 07:22
Ist das bei euch in Deutschland auch so? Manchmal habe ich hier echt das Gefühl, das überhaupt niemand Rücksicht auf andere nimmt...
ja ist bei uns nicht anders und ich denke jeder könnte da jetzt mehrere Vorfälle erzählen.

Manche Menschen haben halt nur einen IQ von 12 ... ein Keks braucht 13 zum Krümeln!
Nur leider wird (fast) immer der mit dem großen bösen Hund als der Schuldige hingestellt werden :boese5:

bmk
08.10.2005, 09:51
ich kann mich zwar nicht mit nem perfekt gehorchenden hund rühmen (andere hunde sind das tollste der welt, die muss man zumindest versuchen zu bespielen)- aber wenn ich nen fremden hund sehe, kommt joschi so schnell wie ich kann an die leine.
ganz mies sind die unbelehrbaren. ich sehe ein hund kommt äusserst aggressiv auf mich und den angeleinten joschi zu, die alte steht seelenruhig rum und sagt, er mag es eben nicht wenn andere hunde an der leine sind. also sowas kann ich nicht fassen. dann will man noch überreden nach dem motto "nu lassen sie ihren doch auch frei"- und das wenn ich schon sehe das joschi gar nicht will und ängstlich weg vom bösen hund will... naja- schön wenn alle etwas vorausschauender wären.

Julie
08.10.2005, 10:53
Ein wahres Problem!

Nach meinen Erfahrungen gibt es mehr und mehr solcher uneinsichtigen Hundehalter. Ein besonderes Problem, wenn der eigene Hund gern mal zupackt. Aber ich habe es satt ständig ausweichen zu müssen, was nicht immer angenehm ist. Man muss durchs Gestrüpp und hohem nassem Gras nur weil der andere Hundehalter seinen Hund nicht im Griff hat.
Beim Hundespaziergang laufen übrigens auch alle Hunde frei umher. Wenn ein anderer Hund gesichtet wird heißt es: Alle Hunde heraungerufen und an die Leine!

Grüße
Julie

bmk
08.10.2005, 13:31
ich hab zwar dann und wann mit dem joschel auch ein ranruf-problem, aber das hält sich noch in grenzen. zumindest steht er jedem hund nett gegenüber und will nur bespielen- da fängt er sich auch schon mal eine und er zieht ab.
hab ihn meist nur unangeleint wenn wir hunde dabei haben mit denen er spielt- da sieht und hört er nix anderes mehr...aber wir üben stetig,...

Karin
08.10.2005, 15:10
Ich hab mich auch in der Vergangenheit immer mal wieder über andere Hundehalter aufgeregt, aber aus Selbstschutz versuch ichs mit Humor zu sehen :) ....ja, und manchmal kann ich mich sogar drüber amüsieren.

Unser Sohn hat vor ca. einem Jahr sich mit einem Jungen aus unserem Ort angefreundet. Dieser hat ihn dann zu sich nach Hause eingeladen. Am Gartentor empfängt ihn dann dort ein knurrender, ziemlich unfreundlicher Irish Setter. Die Mutter des Freundes sagte unserem Sohnemann, er brauche keine Angst zu haben. Darauf erwiderte unser Sohn, er hätte keine Angst, da wir auch zwei große Hunde haben. Sie fragte ihn nach der Rasse und als unser Sohn erzählte, dass wir zwei Mastini hätten, wandte sie sich an ihren Sohn mit den Worten: "Wenn die "solche" Hunde haben, dann möchte ich nicht, dass du dorthin gehst!"

Seither hat er unseren Sohn schon oft besucht, heimlich :boese5:

Vor kurzem, auf einem Abendspaziergang mit unseren Jungs, begegnen wir dieser Dame mit ihrem Setter. Als der Setter uns erblickte, tickte der dermaßen aus, das sie Mühe und Not hatte ihn zu halten. Soll ich meinen Sohn da noch hinlassen ;) Irgendwie verspürte ich eine innere Befriedigung :D

LG Karin

Grazi
08.10.2005, 16:47
@Karin: Das ist ja wohl der absolute Oberhammer! :boese5:

Wie ignorant und vorurteilsbehaftet manche Menschen doch sind! Dabei sollten gerade diese Leute sich mal an die eigene Nase packen...

Knurrend, Grazi

Claudia Aust-W.
08.10.2005, 17:25
oh, oh, oh......solche Begenungen hatte ich auch schon zu genüge!

Beispiel 1:
Auf einem Spazierweg im Wald sehe ich von weitem eine Frau mit Briard, freilaufend.
Ich rufe meine beiden BM (damals hatte ich noch zwei) heran, Leine sie an und sie gehen bei Fuß ruhig neben mir.
Auf Höhe der jungen "Dame" (sie hatte den Briard mittlerweile am Halsband) fragt diese mich dann, ob meine Hunde gefährlich seien. Ich verneinte selbstverständlich.
Darauf sie "Und warum machen sie sie dann fest?"
Ich: "Weil es sich gehört, bei Begegnungen die Hunde heranzuholen und festzumachen, damit sich niemand belästigt fühlt!"
Sie: "Da kann doch was mit ihren Hunden nicht stimmen, wenn man die sie festmachen muß!"

WAHHHHHH!!!!!!!


Beispiel 2:
In unserer Straße, kurz nach unserem Einzug:
Wir spielen auf unserem eigenen ! Grundstück mit Joy Ball.
Kommt ein Ehepaar mit einem Leonberger-Rüden vorbei - Hund läuft auf dem
Bürgersteig frei!!! - Mann und Hund bleiben stehen, Frau geht vor und ruft uns zu, wir möchten doch bitte unseren Hund festhalten!!!!! WIR!!!!
Joy hat sich überhaupt nicht interessiert, welche Dumpfbacke da vorbeistolziert!

Einige Tage später labert der Mann (dieses mal ohne Hund) meinen Freund an, was für eine Rasse Joy denn sei.
Mein Freund beantwortet die Frage mit gebotener Höflichkeit. Darauf der Mann:"Jaaaaa, das sind gefährliche...wenn die sich mal festgebissen haben!!!" BITTE????????????!!!!!!!!!!
Sein Rüde sei allerdings mit Rüden unverträglich, ja und Katzen würde er auch killen, wenn er sie kriegt.
Mein Freund: "Tja, unsere Joy kommt mit jedem Hund zurecht und hat schon den ein oder anderen Wurf Kätzchen bemuttert!"

Gleicher Mann vor ein paar Wochen, als er mich im Dorf beim Lebensmittelladen traf (meine Hunde im Auto):
"Ach, da ist ja die Frau mit den großen Hunden, ich wollte doch mal kucken. Was ist denn das für einer? (steht groß und breit auf meinem Auto!!!) ...Ach, ein was? Ein Kau.... O.......?????
Ich:"Ein Herdenschutzhund aus dem Kaukasus"
Er:"Ach ja, ich hab einen Leonberger, das sind auch Herdenschutzhunde"

Den weiteren Verlauf der Unterhaltung erspare ich euch, nur eines....er ist danach bestimmt in die Bücherei gefahren und hat mal was über Leonberger nachgelesen!!!!

To be continued!!!! Leider!
Claudia

Andrea
08.10.2005, 18:49
ich habe jetzt seit 15 Jahren selbst Hunde und zwei Dinge haben sich seither geändert: Es gibt mehr große Hunde in der Stadt und mehr Leute, die keine Ahnung haben, was sie sich da geholt haben. Vor 15 Jahren war es eine Selbstverständlichkeit den Hund ranzurufen und anzuleinen, wenn einem jemand entgegen kam.Egal ob mit oder ohne Hund. Kannte man sich, oder mochten sich die Hunde, konnte man sie immer noch losmachen. Der "Leinenstress" war gar nicht da, weil es für die Hunde normal war gerufen und kurz rangenommen zu werden. Heute muss man sich schon komische Sprüche anhören, wenn man sich so rücksichtsvoll und überlegt verhält.
Ich bin völlig gegen Leinenzwang, aber die Hundehalter gerade mit großen Hunden beweisen selten, daß sie die Situationen im Griff haben. Ein wenig mehr Erziehung und Umsicht erwarte ich einfach. Ansonsten nehme ich es auch eher mit Humor, wenn Fiete ruhig neben mir wartet, während der Nachbar versucht den kläffenden und aalglatten Cairnterrier zu fangen...

Rocky
09.10.2005, 08:22
..... nach viel mehr unpopulären, unnützen und unnötigen (politischen) Regelungen verlangt!

Es gibt mehr große Hunde in der Stadt und mehr Leute, die keine Ahnung haben,

Hallo Andrea

Ich wage es aber zu bezweifeln ob es etwas nützt, sind doch gerade die Leute die es am meisten angeht am unbekümmertsten. Da werden wir wohl in den sauren Apfel beissen müssen und noch besser aufpassen.

Einen schönen Sonntag
Beat

Attila
09.10.2005, 13:35
Also, bei uns hier in Fulda ist die Sache ganz entspannt.
Ich habe auf Spaziergängen nie wirklich Probleme.

Da aber alle ihre Erfahrungen hier niederschreiben, möchte auch ich eine negative Erfahrung zum Besten geben.

Wir waren im Winterurlaub in Reith im Winkel und waren mit unserer Tochter (damals 2) auf dem Schlitten unterwegs. Dabei war natürlich auch unser Rotti Aaron.
Da wir im Stadtgebiet unterwegs waren, hatte ich Aaron an der Leine.

Wir standen gerade vor einem Souvenir Geschäft um Karten für unsere Familie zu holen, da kam ein Zwergschnautzerrüde, Pfeffer & Salz angelaufen. Seine Besitzer waren noch weit weg, während er immer näher kam! Laut bellend! Aaron stand da nun überhaupt nicht drauf und ich merkte wie er anfing zu beschützen. Die kleine Kröte lies sich davon überhaupt nicht beeindrucken und die Besitzer schon gar nicht.
Mittlerweile hatte ich echt Arbeit mit Aaron, da der Schnauzer immer näher kam und immer noch bellte.
Ich hatte Aaron mittlerweile schon vorne hoch gehoben, damit er nicht den Schnauzer packte. Irgendwie hat er ihn dann aber doch erwischt. Als nächstes flog erst das Halsband von dem Schnauzer durch die Luft und anschließend der Schnauzer selbst.

Übelste Beschimpfungen seitens der Besitzerin waren die Folge. Wenigstens der Mann der Frau war einsichtig und sah ein, dass es ihre eigene Schuld war. Der Schnauzer hat aber wohl jetzt ein Rottweiler Trauma.

Rocky
09.10.2005, 16:17
.... andere "Nebendarsteller", anderer Ort.

Hallo Attila

Genau die selbe Geschichte könnte ich auch erzählen. Nur hatte ich den "Kampfhund", damals noch der Hank und natürlich die Tierarztrechnung. Da ich mir weitere Diskussionen erparen wollte, habe ich zähneknirschend bezahlt und dadurch sogar noch indirekt "meine" Schuld eingestanden. Es ist einfach zum davonlaufen.

Lieber Gruss
Beat

July
10.10.2005, 08:05
Ich denke mit diesen Erfahrungen könnten wir alle hier Bücher füllen ! Leider.....
Hat man einen gut erzogenen Molosser, der sich ranrufen läßt, heißt es: "der MUSS ja böse sein, sonst müsste man ihn ja nicht ranrufen und anleinen...";
hat man einen schlecht erzogenen Molosser, der alles und jeden anspringt und andere Hunde anmacht, heißt es: "ist ja klar, solche Hunde sind immer so..."
Recht machen kann man es den wenigsten, da leider fast alle anderen Hundebesitzer (zumindest hier bei uns) einen "Der-tut-nichts" haben.....

Da werde ich dumm angemacht, wenn ich es wage mit meinem BM meine Tochter aus dem KiGa abzuholen, während ein Nachbar seine beiden Labrador OHNE Leine am KiGa vorbei spazieren führt ( weil von denen weiß "man" ja wie kinderlieb die sind...).

Ich habe mir im Laufe der Jahre ein dickes Fell zugelegt und bin nur noch zu einem Gespräch über die Rasse bereit, wenn ich merke, dass die Leute echtes Interesse haben.
Alles andere ist Zeitverschwendung!

Karin
10.10.2005, 08:49
Hab auch schon oft die Erfahrung gemacht, wenn man sich als HH "vorbildlich" benimmt, zieht man sich den Zorn der anderen HH zu. Man kommt sich dann schon oft wie ein "Verräter" vor. Hab auch schon den Hinweis bekommen. Wenn sie ihren Hund anleinen, wird er böse! Jawoll!
Weil einige wohl keinen Bock haben, bei Begegnungen ihren Hund anzuleinen, weil der Hund sowieso nicht hört wenn man ihn ruft(hach, ich hab ja schon alles versucht, aber er hört einfach nicht), weil man alle Rechte auf seiner Seite wähnt etc. usw.

Komplimente höre ich komischerweise immer nur von Nichthundlern. Bei Begegnungen mit Radfahrern lasse ich unsere Jungs immer am Wegrand Sitz machen. Kommentar: "Das sind ja Riesen, aber wirklich gut erzogen!"

Eine Dame, eng an ihren Mann geklammert, ruft uns zu: "Wissen sie, ich hab schreckliche Angst vor großen Hunden, aber sie leinen ihre Hunde ja wenigstens an. Das tut doch dann mal wieder richtig gut :D

LG Karin

Wie Waldi
10.10.2005, 09:01
Ich wähle einen Mittelweg.
Dem Sir hab ich beigebracht in meiner unmittelbaren Nähe zu sein wenn sich (egal wer oder was) nähert. Okay, manchmal muss ich ihn erinnern, aber das ist kein Problem. Angeleint wird er nur, wenn ich sehe, dass andere Hundehalter ihre Hunde auch an die Leine nehmen. Bei Joggern und Radfahrern nehm ich den Sir kurz ans Halsband (was meist positiv kommentiert wird). Spaziergänger ohne Hund interessieren ihn überhaupt nicht und er trottet einfach neben mir weiter. Wird's mal eng, dann gehe ich etwas vom Weg ab und lass ihn absitzen bis die Leute an uns vorüber sind. Very easy...

bmk
10.10.2005, 11:24
gestern beim spazierengehen ist mir mal wieder aufgefallen wie rücksicht belohnt wird- ich geh mit joschel durch nen schmalen weg (angeleint natürlich). ein älteres ehepaar kommt uns entgegen (in sonntagsuniform) und ich stelle mich an den wegesrand und nehme joschi kurz, er könnte ja schnupern und sachen beschmutzen oder so. naja, ich erntete böseste blicke und den spruch "ja, so einen muß man ja immer kurz halten, was könnte sonst alles passieren!"

da ist man zuvorkommend und rücksichtsvoll und dann kommt sowas- aber josch und ich haben uns vorgenommen- no reaction, best reaction!

Mola
10.10.2005, 12:04
Also, ich habe den Spieß umgedreht. Wenn mir Hunde & Halter entgegen kommen, nehme ich Tonton(BM) ans Halsband und frage: " Beißt ihrer, oder kann ich meinen laufen lassen? Habe festgestellt, dass die Leute so perplex sind, dass sie artig versichern, dass ihr Hund lieb sei und ich meinen doch ruhig laufen lassen könnte. :lach2:
Selbst ein Dackelbesitzer hat seinen Hund wieder vom Arm genommen, nachdem ich "ängstlich" fragte ob sein Hund so gefährlich sei. :lach1:

Sonnige Grüße aus NRW,
Mola

Ingrid
10.10.2005, 13:21
Ja, Mola, das wirkt bei mir auch immer Wunder, wenn ich drauf hinweise, dass Platon ja so sensibel ist... :lach2: Selbst winzigste Hündchen dürfen vom Arm runter, und die freundliche Begrüssung geht los... :blume:

kleiner-engel
10.10.2005, 15:07
Wir wohnen an einen ehemaligen Kasernen Gelände,treffen uns täglich mit mehreren HH.Das haben wir vorher schon mit unseren Boss (BM)(+17.05.05) gemacht und jetzt mit Emma(BM 5.1/2m).Man kennt sich in der Gruppe und die Hunde verstehen sich(G.Retriever,DSH-Mix,Dackel,JackRussel,und leonberger).zum abschluss des Spaziergang gehern wir auf eine Fläche wo nur sandberge sind wo die HUnde toben können.Den einen Tag kam ein Ehepaar mit dem Auto dort angefahren mit einen Rottweiler im Schlepptau.Auto tür auf,hUnd raus ohne Leine!Tja wir alle die Hunde angeleint und gemeint ;Bitte ihren Hund anleinen,weil man ja nicht weiss ob die sich verstehen,Die frau rief von weiten ;Der tut nix..
Ihr lieber HUnd kam Zähnefletschend mit aufgestellten Kamm direkt auf uns zu,Die Frau;Die Will nur spielen!
Das ende vom Lied ,der Hund ist direkt auf den DSH zu und hat gebissen,hat aber leider den kürzeren gezogen!Darauf hin haben die Rotti besitzer Anzeige erstattet.Und wir durften uns alle anhören;Wenn man gefährliche Hunde hätte müsste man den einen Maulkorb anlegen.
PS:Mit der Anzeige sind sie nicht durchgekommen weil der DSH HH ein Polizist war und dafür gesorgt hat das ihr Hund nun maulkorb und leinenzwang hat :)
.
Marnie

Mola
10.10.2005, 15:53
zum Staunen und Kopf schütteln, von unserem alten BM-Rüden.
In unserem "Stammwald" wurde unser Rüde zwei Mal von einem belgischen Schäferhund überfallen. Der BSH hörte nicht und lief mehrere hundert Meter um zu stänkern. Beim ersten Überfall hatte ich unseren BM an der Leine. Der BSH zog bei der Rangelei den kürzeren und musste wohl auch zum Tierarzt.

Beim zweiten Überfall war unser Hund ebenfalls nicht an der Leine, als der BSH zur Rauferei ansetzte. Als die Rauferei lief kam dann auch der Besitzer angetrabt, zog ein Stachelhalsband aus der Tasche und schlug unseren Hund wie verrückt auf den Kopf. Mein Mann versuchte den Mann davon abzuhalten, daraufhin wurde er mit dem Stachelhalsband geschlagen. Die Hunde waren mittlerweile fertig mit dem Gerangel (ohne Verletzungen) und der Hundehalter drohte uns damit, dass nächste mal eine Waffe mit in den Wald zu nehmen und unseren "Kampfhund" zu erschießen.

Wir haben Anzeige wegen Bedrohung und Körperverletzung gegen ihn erstattet, obwohl wir ja als "Kampfhundbesitzer" in der schlechteren Position waren. Leider ist die Anzeige eingestellt worden, aber seitdem hat der Mann seinen Hund immer an der Leine.

Anmerken möchte ich auch, dass wir bei der Polizei sehr ernst genommen wurden und dort keine Vorurteile bestanden.

Ich warte schon gespannt auf die nächste unfassbare Geschichte :lach1: ,
Gruß Mola

Monica
10.10.2005, 18:24
no reaction, best reaction!

Obwohl das nicht immer einfach ist, ist es wahrscheinlich eine der besten Lösungen! :lach2:

bmk
10.10.2005, 18:46
...nicht immer einfach ist untertrieben. wo ich doch sowieso ganz gern mal meine ansichten verlauten lasse und doch die boshaftigkeit in person werde wenn man meinen joschel nicht mag ... :boese5:
bin dann immer froh wenn jemand dabei ist der mir sagt "einatmen, ausatmen!"

Claudia Aust-W.
10.10.2005, 19:23
Mola:
Also, ich habe den Spieß umgedreht. Wenn mir Hunde & Halter entgegen kommen, nehme ich Tonton(BM) ans Halsband und frage: " Beißt ihrer, oder kann ich meinen laufen lassen? Habe festgestellt, dass die Leute so perplex sind, dass sie artig versichern, dass ihr Hund lieb sei und ich meinen doch ruhig laufen lassen könnte. :lach2:
Selbst ein Dackelbesitzer hat seinen Hund wieder vom Arm genommen, nachdem ich "ängstlich" fragte ob sein Hund so gefährlich sei. :lach1:

Sonnige Grüße aus NRW,
Mola


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Cool!!!!!!!!!!

Mastiff-Molosser
10.10.2005, 22:41
claudia , ein super spruch wenn ich mir vorstelle wie du einen dackel halter fragst ob seiner beißt und du deinen ivan am halsband hast. grins. einfach genial ... grins....
gruss :lach3:

Mastiff-Molosser
10.10.2005, 22:45
:) Ich wähle einen Mittelweg.
Dem Sir hab ich beigebracht in meiner unmittelbaren Nähe zu sein wenn sich (egal wer oder was) nähert. Okay, manchmal muss ich ihn erinnern, aber das ist kein Problem. Angeleint wird er nur, wenn ich sehe, dass andere Hundehalter ihre Hunde auch an die Leine nehmen. Bei Joggern und Radfahrern nehm ich den Sir kurz ans Halsband (was meist positiv kommentiert wird). Spaziergänger ohne Hund interessieren ihn überhaupt nicht und er trottet einfach neben mir weiter. Wird's mal eng, dann gehe ich etwas vom Weg ab und lass ihn absitzen bis die Leute an uns vorüber sind. Very easy...
also sehr lobenswert dein verhalten muß man schon sagen . grins. ich kann mir den sir sehr gut vorstellen . wenn er neben dir herläuft . bei meinen beiden war das genauso und jetzt mit dem großen auch so nur die kleine neint halt ab und zu mal zu einem anderen hinlaufen zu müssen sie ist doch ein kleiner abklatsch in ihrem verhalten von unsere e die du ja immer sehr toll gefunden hast.
gruss

Wie Waldi
12.10.2005, 11:47
Nun. Irgendwann solltest Du ihr dann aber schon beibringen das zu unterlassen... Aber wie ich Dich kenne wird das ein Klacks!

Alles Gute für die OP beim Dicken. Ich drück ihm die Daumen!

-Lu-
12.10.2005, 14:45
Also hier in der Gegend leisten sich die Leute aber auch teilweise ziemlich extreme Situationen:
Wo soll ich bloß anfangen??
zB haben wir da eine Dame mittleren Alters mit einem Kangal (Anatolischer Hirtenhund, Riesenviech...),und dieser Kangal ist hoch-, wirklich hochaggresiv... Naja, das ist ja die eine Sache, aber sie lässt ihn immer ohne Leine laufen. Und was macht sie wenn ein anderer Hund entgegenkommt? Gerät in Panik und rennt weg, ohne Hund versteht sich... Der Kangal natürlich sofort auf Angriff und dann der Stress zwei solche Kälber zu trennen...
Dann haben wir noch einen Herren, der jetzt krampfhaft versucht seinen 11Jahre alten Jagdhund noch zu sozialisieren (er hatte den von Welpe an!!)...
Das Problem nur dass der Hund nicht mal eben aufs Raufen sondern aus Töten aus ist... Ich habe das Glück dass meiner der einzige Hund mit dem er sich versteht, keine Ahnung wieso, aber wieviele Hunde aus dem Freundeskreis schon angegriffen worden sind, weil Herrchen ja meint "ich lass meinen mal laufen, mal schauen was passiert, der hat nämlich so wenig sozialen Kontakt" und wenn sich dann doch einer mal heftiger wehrt ist das Geschreie natürlich groß, und unsere Hunde gelten als aggresiv...
Dann haben wir noch Mutter und Kind mit Hund... Hund immer ohne Leine, hat aber ein mächtiges Problem mit Rüden, naja Revierkampf eben, sollte man ja auch gewähren lassen. Wäre ja alles kein Problem, aber: Das kleine Kind kommt jedesmal angerannt und tut seinen Hund während der Rauferei anfangen zu umarmen... Und der mutter scheint das egal zu sein... auf jeden fall lässt die sich immer sehr viel zeit...

Schlimm teilweise, aber auch schön zu hören dass auch andere Leute solchen Stress mit anderen haben :traurig1:

Fussel
12.10.2005, 16:51
...was bin ich so froh, dass ich aufs Land gezogen bin :lach2:
Hier gibt es keine Rassendiskriminierungen. Hier darf fast alles zu fast allem hin und es gibt auch selten Knatsch. Die meisten Hunde hier sind gut sozialisiert, man trifft allerdings auch regelmässig auf freilaufende Hunde ohne Herrchen/Frauchen, die dann halt einfach mit Gassi gehen.

Bandog
23.10.2005, 08:40
Hallo zusammen,

leider auch bei uns normal. Als ich Paul mal gerade einige Wochen hatte kam aus der Entfernung ein Bobtail-mix angerast, umkreiste und verbellte mich und den angeleinten Paul, der den Bobtail gerne die Meinung gesagt hatte, aber nicht durfte. Das Spiel ging so ca. 5 Minuten. Die dazugehörigen Menschen kamen langsam auf uns zu, unterhielten sich angeregt, riefen weder ihren Hund, noch nahmen sie ihn an die Leine, als ich sie ansprach, taten sie so, als wäre ich Luft und gingen weiter. Irgendwann ging der kläffende und Scheinattaken startende Hund dann endlich wieder zu seinen Leuten. Nach mehreren weiteren ähnlichen Kläffangriffen von anderen Hunden mißtraut Paul jedem fremden Hund, der uns entgegenkommt. Er schüttelt halt nun, wenn ihm ein Fremdling entgegenkommt, seinen Kong "tot", das verstehen die meisten Hunde und suchen das Weite.

Tschüss

Faltendackelfrauchen
Moin Moin :lach1: ,
Ich hätte den anderen Hund dann mitgenommen, dann hätten seine Besitzer Dich auch nicht wie Luft behandelt. :D
Gruß Chris
www.molosser-arena.de

Duke the Bulldog
23.10.2005, 13:11
Ich glaube genau sowas hat hier jeder von uns schon tausend mal erlebt, muß dazu sagen das Nancy auch so eine Kanidatin ist nicht mehr zu hören wenn sie den Hund vor mir sieht :boese4:

Deswegen sind meine beiden nur frei wen ich alles überblicken kann, sobald ich einen Hund sehe werden meine angeleint und ende, das verlange ich dann auch von meinem Gegegüber, dann wäre alles viel enspannter.


Genau so gehts uns auch...

Scotty
18.11.2005, 15:35
Hatte auch schon viele schlimme Begegnungen mit Hundehaltern, die ihre Tiere frei rumlaufen lassen aber nicht im Griff haben. Bei mir in der Strasse gibt es sehr viele Kneipen und so eine Suffnase schwankt dort von Kneipe zu Kneipe, seinen Mischmaschhund immer dabei. Der Hund ist sehr aggressiev und läuft grundsätzlich frei auf der Strasse rum, während sein Herrchen seine Kneipentour durchzieht. Der Hund hat mich und Happy schon oft angegriffen. Nur gut, daß er bei einem scharfen "Nein" oder "Aus" von mir dann abhaut. Einmal kam der Säufer dann aus ner Kneipe geschwankt und macht mich dumm an, was mir einfallen würde seinen Hund anzuschreien. Naja nachdem ich ihm mit dem OA gedroht habe war dann erstmal Ruhe. Sein Hund läuft trotzdem noch frei rum, während er Kneipentouren macht. Beim nächsten Angriff seines Hundes werde ich wirklich mal das OA einschalten.
Bin kein Freund vom OA aber solche Leute muss man da doch melden, denen sollte man wirklich die Hunde wegnehmen.
LG
Scotty

Katja
21.11.2005, 18:39
Ach wenn ich das so lese kriege ich ein wenig Heimweh nach Stadtleben!! :)
Ihr erinnert euch sicherlich das wir in son kleines Kaff gezogen sind...
Hier ist alles aber wirklich alles anders als in Berlin
Bsp.:
1. vom ersten Tag an standen plötzlich Kinder bei uns im Garten ooh so tolle Hunde dürfen wir mit denen spielen..
Seitdem gehts bei uns wie in der Villa Kunterbunt zu.Es sind nie unter 3Kinder bei uns
Eines Tages kamen die Mütter zu Besuch (ich dachte dahamwas sie wollen uns steinigen weil wir es wagen die Kinder mit Kampfhunden spielen zu lassen)
aber nööö sie wollten sich die tollen Tiere anschauen von denen ihre Kinder schwärmen Keiner !!!hatte Angst
2. unsere Hanna hatte Ärger (sie ist über unseren provisorischen Zaun gesprungen um zu stänkern)mit der Nachbarshünin.Dabei gabs woll auch ein paar Löcher für die andere.Ich reumütig mit eingezogenen Kopf rüber zum Nachbarn und der was willste denn?? Sind doch Hunde soll unsere halt nich dalang laufen :lach2:
3. Thema Waldspaziergänge der Jäger : ach sie können ihre Hunde ruhig freilaufen lassen die hören ja Ich daraufhin aber es kann vorkommen das sie etwas hinterherlaufen wenn sie Wild sehen Jäger: Ich denke das bei der Körpermasse das Wild sich schon retten kann sie haben doch kein Jagdhund der km weit hinterher hetzt

Es ist soooo geil hier draussen keine Schwachsinnigen keine Kampfhundhysterie :herz: :lach2:

Grazi
22.11.2005, 06:39
Ach wenn ich das so lese kriege ich ein wenig Heimweh nach Stadtleben!! :) Bah, bist du gehässig! ;)

Ihr scheint ja nun wirklich das Paradies auf Erden zu haben (wenn man vom ständigen Kinderbesuch absieht :D). Es freut mich, dass ihr und die Hunde euch dort wohl fühlt und ihr mit Nachbar- und Jägerschaft so gut auskommt!

Grüßlies, Grazi

Scotty
24.11.2005, 08:14
Katja, du hast es echt gut. Habe bis letztes Jahr auch noch in nem Dorf in der Rhön gewohnt. Bis auf einen Nachbar, der die Bildung einer Tennissocke hatte und gegen alles vorging was mehr als zwei Beine hat, war es sehr viel einfacher dort mit Hund zu leben. Hundeverordnung kannten die dort nicht wirklich. Habe Happy als das mit der Kampfhundehysterie losging zu mir geholt. Als ich sie bei der Gemeinde angemeldet habe und gefragt habe, welche Auflagen ich bekomme, hat der zuständige Beamte bald nen Lachanfall bekommen. Hund ist Hund - egal welche Rasse, sagte er zu mir. Erst wenn ein Hund jemanden angegriffen hat, ein Tier verletzt oder getötet hat, gillt der bei uns als gefährlich - egal ob Pit Bull oder Pudel - beissen kann jeder Hund. Habe nur ein mal ärger mit der Gemeinde gehabt, als mich einer bei denen angezeigt hat, ich hätte nen scharf gemachten Pit Bull, den ich frei rum laufen lassen würde und auf Kinder hetze. Habe den zuständigen Beamten (war der selbe Kerl - überhaupt war der dort für alles zuständig) so rund gemacht, daß er sich danach bei mir x mal entschuldigt hat. Er müsse der Sache halt nach gehen, wenn so eine Anzeige vor liegt, auch wenn er weiss, daß das nicht wahr ist. Der Typ, der dort für die Steuern zuständig war, hat mich zwei mal böse enttäuscht. Angeblich konnte er mir in beiden Fällen keine Quittung ausstellen, da der Quittungsblock leer sei. Naja musste dann zwei mal die Hundesteuer doppelt bezahlen. Der bekam dafür aber mächtig Ärger von seinen Vorgesetzten - in so einem Dorf spricht sich so etwas ja schnell rum - besonders wenn man ne Kneipe hat :) . Happy war dort auch jeden Tag bei uns in der Kneipe. Abends kamen öfters mal Polizisten rein, aber nicht um zu kontrollieren, sondern um nen Feierabendschoppen zu trinken. Die haben sogar mit Happy gespielt und sie gestreichelt, die waren total verrückt nach ihr. Hatte mir damals so ein Schild geholt: Vorsicht Kampfhund - darunter stand dann : Unser Hund kämpft mit seinem Übergewicht ( kennt ihr bestimmt). Die Cops haben sich darüber kaputt gelacht, sie fanden diese ganze Hundeverordnung nur lächerlich. Bis auf ein paar Ausnahmen, fanden alle in dem Ort Happy super. Wenn ich mir überlege, wie einige hier in der Stadt auf sie reagieren, würde ich am liebsten wieder umziehen.
LG aus dem eiskalten Fulda
Scotty

Katja
24.11.2005, 11:37
Ja es ist echt erstaunlich was ein paar Kilometer Entfernung zur Stadt ausmachen.Ich nehme lieber eine 40-50min.Fahrzeit zur Firma in Kauf als noch mal in diese ......stadt zu ziehen

Julie
24.11.2005, 15:03
Hi Katja,

ich lebe noch ganz gut in den Stadtmauern und das schon ein einige Jahrzehnte mit Hund und Hunden. Auch hier lassen mich die Leute zufrieden. Habe es aber auch nur fünf Minuten in die Einsamkeit. Aber auch wenn ich mal unter die Leute gehe, wie gestern, sah ich nur lächelnde Gesichter beim Anblick meines Hundes. Das ist eine etwas zu groß geratende Bordeauxdoggen-Hündin.
Also nichts gegen die Hauptstadt der Hunde.

Katja
24.11.2005, 15:52
Mit einem Hund der auch noch ein helles Fellkleid hatte wurde ich auch angelächelt.Das änderte sich schlagartig wo ein zweiter dazukam der dann auch noch dunkles Fell hatte.Weiß nicht warum aber die Menschen haben Angst vor dunklen Hunden

Svenja
28.11.2005, 10:21
So eine Begegnung hatte ich gestern mal wieder...ich hab mich darüber wieder schön geärgert....und es bringt ja doch nichts... :boese1:

Ich kam mit Shari vom Spatziergang und sah vor mir eine kleine Familie mit einem mini yorkshire terrier ohne leine.
Die sehen mich,aber gehen gemütlich weiter,also denk ich mir ...der hund wird wohl nicht zu meiner kommen,(mit kleinen hunden hat sies nicht so...sie wird halt immer dumm angemacht von denen..),also geh ich weiter da kommt das kleine vieh auf mich zu,bleibt aber einen meter vor uns stehen und läuft wieder weg,dann aber nochmal,kommt zu Shari springt hoch und beisst ihr erstmal schön in den Hals! :boese5:

Ich musste mich wirklich beherrschen,am liebsten hätte ich mir den Hund geschnappt und ins Gebüsch geworfen...

Ich hab aber "nur" gerufen "HALLO?!,Wenn sie ihren Hund noch behalten möchten würde ich den mal hier weg nehmen...
(Der Hund hing immernoch an Shari...

Frauchen ruft,Hund kommt natürlich nicht,frauchen kommt nimmt sie hoch und sagt "Die ist immer so zickig,sie denkt immer sie wär ne ganz grosse..."

"Ja dann würde ich Sie ganz einfach mal an die leine nehmen,die Hunde gesetze gelten nämlich auch für die kleinen hunde,nicht bloss für die grossen und die "Kampf"hunde..."


Über soeine arroganz könnte ich mich stundenlang aufregen...die kleinen dürfen ja alles... :boese4:

Wie gut das Shari sich das gefallen lassen hat und nicht mal zurück gebissen hat,dann wär das Geschrei wieder gross.... :boese4:

aborigine
02.12.2005, 10:54
Oh ja, hier ist es ganz genau so. Unser Marlowe ist ein Bordeauxdoggenrüde und mittlerweile 9 Jahre alt. Mit allen Menschen ist er einfach ein Schatz, aber mit anderen Rüden klappt es nicht immer. Und das, obwohl ich ihn im Kindesalter bis zum Abwinken sozialisiert habe.
Am allerliebsten mag er die überfreundlichen wibbeligen Golden Retriever, die ungefragt und ungebremst auf ihn zulaufen. Oder die Besitzer kleinerer Kläffer, die ganz freundlich meinen: "Ach, der tut aber nichts". Wie schön!
Irgendwie habe ich es aber doch geschafft, dass all die Jahre nichts passiert. Es ist wie beim Autofahren - 10 bauen ******* und der 11. muss für alle anderen aufpassen.
Ein kleiner Trost - man gewöhnt sich an alles! Kopf hoch!

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