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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hündin und Hündin


enouk
31.12.2009, 15:44
Hallo ihr,

wir hatten ja damals (vor 14 Jahren kamen sie als Welpe zu uns) zwei Huskies, zwei Weibchen, Geschwister. Nach der Pubertät gab es die ersten Jahre heftige und erbitterte Rangkämpfe, und das Jahr für Jahr wieder immer in einem kurzen Zeitraum. Erst im Alter so ab sechs, sieben Jahren war es dann wieder kein Problem mehr. Dazwischen waren sie immer ein Herz und eine Seele. Der dritte Hund - auch ein Weibchen - war überhaupt nie ein Problem; wahrscheinlich weil er nicht mal die Hälfte wog und keine ernste Konkurrenz war.
Jetzt kommt's - ich hätte gern mal eure Erfahrungen zu Hündin/Hündin - möglichst auch wenn die zwei in etwa gleich schwer/groß sind.

War es nicht BX Isabell die letzthin erzählt hat dass es jetzt bei ihren Mädels kracht? Aber ich wünsche mir noch mehr Erfahrungsberichte. Auch wie die Hündinen dann vom Charakter her waren. Dakota ist ja sehr unterwürfig und auch wenn ein Pudel knurrt unterwirft sie sich sofort. Sie ist jetzt 15 Monate alt, natürlich noch nicht ausgewachsen (im Kopf) aber denkt ihr auch dass das eher so bleibt?

Hola
31.12.2009, 15:46
denkst du über zuwachs nach?

KsCaro
31.12.2009, 16:11
Meine Mutter hatte zwei getrennte Rudel, weil sich 2 der Hündinnen fast "kalt" gemacht haben. Mit dem Rest der jeweiligen Rudelmitglieder waren beide ein Herz und eine Seele, nur miteinander konnten sie gar nicht mehr.

Bei gleichgeschlechtlichen Rudelmitgliedern würde ich mindestens 3 Jahre Altersunterschied wählen, außer bei extremst souveränem Ersthund...der lässt eh nicht an seinem Gefüge wackeln. ;)

Grazi
31.12.2009, 16:16
Jetzt kommt's - ich hätte gern mal eure Erfahrungen zu Hündin/Hündin - möglichst auch wenn die zwei in etwa gleich schwer/groß sind. Wir haben seit 13 Jahren immer mind. 2 Hündinnen (seit fast 7 Jahren halt eine Dreier-Kombi). Simba ist der erste Bub. ;)

Es gab niemals Probleme in Form von Rangordnungskämpfen. Allerdings waren unsere Mädels immer sehr unterschiedlich (Alter, Größe/Gewicht, Charakter). Der geringste Altersunterschied, den wir jemals hatten, besteht mit knapp 2 Jahren zwischen Vega und Mortisha... die Große könnte den Gremlin hinsichtlich körperlicher Überlegenheit in die Tasche stecken, die Kleine hingegen ist "durchtriebener", dickköpfiger und zielorientierter. Doch egal wie viel Vega ihrem Ziehkind durchgehen lässt (und sie hat wirklich eine Engeldsgeduld mit ihr), ein eisiger Blick reicht und Mortisha backt ganz kleine Brötchen.

Von Größe/Gewicht her annähernd gleich waren Vega und Shila. Das Ömchen kam als ca. 13-jährige zu den beiden weitaus jüngeren knackigen Hündinnen. Vega, damals 3, war nach dem Tod unseres Döggelchens quasi die nachgerückte Chefin im Revier. Sie war der alten, tatterigen Dame auch körperlich überlegen....die strahlte jedoch so eine Souveränität und natürliche Autorität aus, dass Vega ihren Posten ohne zu murren, ohne offene "Diskussion" abtrat.

Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl, guter Beobachtung, der richtigen Kombination unterschiedlicher Charaktere und sicher auch einer Prise Glück kann man viele Schwierigkeiten bereits im Ansatz verhindern oder gar nicht erst aufkommen lassen.

Aus unseren bisherigen absolut positiven Erfahrungen in reinen Hündinnen-Haushalten werde ich auch weiterhin darauf achten, dass die Mädels sich in mind. einem Punkt immer stark unterscheiden. Weiber im ähnlichen Alter (insbesondere Wurfgeschwister), noch dazu ähnliche Kaliber, kommen mir nicht ins Haus. ;)

Ich sehe es ja schon an den beiden Gremlinschwestern Mortisha und Paula. Die haben sich schon als Welpen in schöner Regelmäßigkeit "zerkeilt", haben immer wieder ganz klar versucht, eine Rangordnung herzustellen. Die beiden sind sich einfach zu ähnlich, sowohl körperlich als auch charakterlich. Eine Zeit lang hatte Paula ihre Schwester als ranghöher akzeptiert.... nach längerer Zeit, in der sie aus gesundheitlichen keinen Kontakt zueinander hatten, wollten sie die Sache aber wieder ausdiskutieren. Antje und ich sind da aber extrem vorsichtig und riskieren nicht, dass sie sich ernsthaft in die Wolle bekommen. Denn dann würde Blut fließen: Mortisha wollte ihre Schwester mal richtig rund machen und hat getackert.... glücklicherweise hat sie aber nicht Paula, sondern versehentlich ihr Herrchen erwischt.

Jetzt herrscht ein Waffenstillstand, sie freuen sich übereinander, beschnufeln sich, machen gemeinsam die Gegend unsicher, verbünden sich gegen fremde Hunde... ein blöder Bodycheck kann aber schon ausreichen, um die Situation kippen zu lassen.

Dakota ist ja sehr unterwürfig und auch wenn ein Pudel knurrt unterwirft sie sich sofort. Sie ist jetzt 15 Monate alt, natürlich noch nicht ausgewachsen (im Kopf) aber denkt ihr auch dass das eher so bleibt? Es klingt an sich schon danach....es sei denn sie macht irgendwann ganz blöde Erfahrungen und lernt, dass ihre Unterwerfungsgesten nichts nutzen, sie sich wehren muss und sie anderen Hunden ja doch über ist.

Grüßlies, Grazi

Vicky
31.12.2009, 16:19
Es ist jetzt schon viele, viele Jahre her, da hatte ich ein Rudel von 4 Hündinnen und 2 Rüden. 2 BM-Hündinnen waren Wurfgeschwister, waren also von Geburt an zusammen, 1 Hündin war eine souveräne Alphahündin und die zweite hat das nach der 3. Läufigkeit absolut nicht mehr hinnehmen wollen. Da wir die Hunde alle im Haus hielten, mußte ich mich leider von einer Hündin trennen, denn diese ging nicht nur gegen die anderen Hündinnen, sondern dann auch gegen ihre Schwester und es floß leider auch ne Menge Blut. Die hätten solange gekämpft, bis eine nicht mehr gewesen wär. Haben sie dann in eine Familie als Einzelhund gegeben und dort waren dann Begegnungen außerhalb der Wohnung mit anderen Hündinnen kein Problem mehr.
Alle anderen haben sich super verstanden, da gab es dann überhaupt keine Schwierigkeiten mehr.

morpheus
31.12.2009, 16:21
Pauschalaussagen zu dem Thema sind schwierig zu treffen, ich denke dennoch, dass das Risikopotential bei gleichgeschlechtlichen Rudeln höher ist, auch wenn es oft genug gut geht. Ich kenne zwei Fälle, und es waren meiner Meinung nach gute und erfahrene Halter, bei dem ein Hund wieder weg musste. Die Zeit bis dahin war nervenaufreibend und teuer.

Vielleicht solltest du warten, bis dein Hund "fertig" ist, dann kannst du es sicher besser einschätzen. Mein RR war bis zu einem Jahr auch eher unterwürfig, jetzt mit 1,5 sieht es schon deutlich anders aus.

mandyao
31.12.2009, 16:23
also ich habe zwei hündinen alter 1 jahr und die andere 4 jahre...und dazu laufen zwei rüden im alter von 5 jahren...haben hier keinerlei zickerei ..ärger oder ähnliches ..klappt bei uns super

enouk
31.12.2009, 16:24
Danke für die ausführliche Antworten! Klar dass es keine Pauschalaussagen gibt, aber ich war echt an Erfahrungen interessiert. Rüde/Hündin ist wahrscheinlich dass sicherste was man machen kann, auch wenn es hier auch keine Garantie gibt...

@Grazi: Bis jetzt haben die Unterwerfungen jedes Mal genutzt (kam zwei Mal vor, waren aber keine ernsthaften Attacken, sondern ein "bleib-weg-von-mir-sonst-werd-ich-stinkig-gegrummel"). Ansonsten kommt sie ja mit allen Hunden super klar. Sogar mit einer Hündin, die ansonsten nicht mit anderen Weibern kann, wahrscheinlich grad wegen ihrer vorsichtigen Art.

Trennen könnte ich bei unseren Wohnverhältnissen nicht, nicht mal kurze Zeit, im unteren Stock haben wir ja noch nicht mal Türen...

morpheus
31.12.2009, 16:44
Zum Nachteil verschiedengeschlechtlicher Kombination können Hundebegegnungen werden, ich merke es grad an Ajamu, der im Moment meint, den Dicken machen zu müssen, wenn wir mit Mädels unterwegs sind, die er gut findet.

Grazi
31.12.2009, 20:27
Zum Nachteil verschiedengeschlechtlicher Kombination können Hundebegegnungen werden Yep... ich muss jetzt auch mehr sortieren als früher. Simba prollt dann zwar nicht rum, beobachtet aber sehr genau und wartet auf seine Chance. ;)

Grüßlies, Grazi

Winki
31.12.2009, 21:06
Ich hab ja nun seit gut einem Jahr zwei Hündinnen. Emily ist 2,5 Jahre und versteht sich so ziemlich mit jedem anderen Hund. Nele 1,5 Jahre, extrem sozial, kommt auch mit allen anderen Hunden klar.

Eine so extrem harmonische Konstellation wie bei diesen beiden Weibern hab ich noch nie gesehen. Es wir zusammen gekuschelt, getobt, geknuddelt und selbst aus einem Napf gefressen. Selbst wenn sich die beiden mal ernsthafter streiten ist noch nie eine Schramme gewesen oder gar Blut geflossen.

Früher hatten wir immer Hündin und Rüde, das war nie so ein harmonisches Zusammensein und mit fremden Hunden war es auch recht anstrengend wegen der Eifersüchteleien.

Übrigens sind beide nicht kastriert.

Keral
01.01.2010, 08:13
Ob die gleichgeschlechtliche Haltung klappt hängt von so vielen Faktoren ab. Bis jetzt hatte ich hier immer Glück. Mandy war 3 Jahre älter als Kiwi, und Kiwi diese Angstmaus war nur dankbar, dass im Haus eine ältere, souveräne Hündin war, die ihr Sicherheit gab. Mandy "regierte" ihr Rudel allein durch ihre Ruhe, ihre Präsenz und Blicke und die vorhandene und deutlich gezeigte Bereitschaft, bei Bedrohungen von außen den Kampf für alle "ihre" Hunde aufzunehmen. Ein Stück weit trägt auch das Verhalten der Menschen bei, die ihren Hunden von Anfang an deutlich sagen, dass es KEINE Kämpfe zu geben hat. Auch ein gegenseitiges Anbrummen lasse ich nicht durchgehen.
Insgesamt erschienen mir die gleichgeschlechtlichen Rudel nach Außen immer etwas einfacher zu handhaben. Gemischte Rudelhaltung ist bei Kontakt mit fremden Hunden immer "spannend" und die Bereitschaft zu Eifersüchteleien den Fremden gegenüber viel höher.

Liebe Grüße
Keral

BX-Isabell
01.01.2010, 09:51
Hallo ihr,


War es nicht BX Isabell die letzthin erzählt hat dass es jetzt bei ihren Mädels kracht?

Das hat sich zum Glück gegeben.Joyce hatte ein zweimal noch eine von Isabell übergezogen bekommen,dann hatte Joyce es gemerkt das sie nicht gegen Isabell ankommen tut.
Jetzt ist alles wieder harmonisch:D

BX-Isabell
01.01.2010, 09:56
Noch ergänzend möchte ich hinzufügen,das die Kämpfe zwischen Isabell und Joyce harmlos gegenüber dem nicht Gleichgeschlechtigen Rudel Kevin und Angel(beides Rottis) waren.
Kevin und Isabell waren z.B. viel harmonischer als Kevin und Angel.
Weil Angel viel härter in ihrer Meinung war,um es einmal so zu beschreiben.
Ich denke das ist wie bei uns Menschen,die Sympatie entscheidet meist.:lach4:

Samtschnauze
01.01.2010, 10:40
mE nach kann man das nicht verallgemeinern. Kommt immer auf die Charaktäre der jeweiligen Weiber an bzw. hat der Halter da auch ein gehöriges Wörtchen mitzureden.
Mir selber ist es erst einmal passiert, daß ich eine gerettet Rotti-Hündin wieder abgeben mußte, da sie aufgrund ihrer Vorgeschichte keine andere Rotti-Hündin in ihrem Revier duldete. Alle anderen Weiber waren ihr egal, aber sie versuchte 2mal die angestammte Rotti-Hündin (obwohl sich die sofort unterwarf) ernsthaft zu töten. Nur das Eingreifen meines Mannes und mir war es zu verdanken, daß nichts Dramatisches passierte. Aber ihr Verhalten war durch ihr Vorleben so tief verankert, daß selbst Therapiemaßnahmen nicht fruchteten. Mit einem Terrier lebte sie dann ganz friedlich zusammen.

Diggimon
01.01.2010, 17:57
Also ich habe ja auch 2 Mädels und es ist alles Tutti :ok: Maja meine Borderterrierdame 6 Jahre ist Boss und Faychen 7 Jahre ist Untertan :D Wir haben aber auch von Anfang an für klare Kante bei den Beiden gesorgt .Maja wurde immer in der Rangordnung über Fay gestellt . Fressen ,Maja zuerst dann Fay ,Leckerchen erst Maja dann Fay . Ins Auto erst Maja dann Fay u.s.w. Fay macht aber auch keine Anstalten dieses zu Ändern,weil Sie sich immer noch sehr Stark an Maja orientiert . Faychen könnte wenn Sie wollte alleine schon vom Größenunterschied her Maja plätten und die Macht an sich reißen . Aber Sie liebt Ihre kleine Klobürste :ok::king:

BeateH
02.01.2010, 21:05
wir haben eigentlich seit Jahren auch immer mindestens zwei Hündinnen im Haus auch zeitweise schon 3 oder 4 Hündinnen zusammen gehabt. Es gab nie ernsthafte Prügeleien. Die Elfie (BX) die wir zuerst hatten, war so souverän, an ihrer Position hätte eh niemand von den anderen Mädels auch nur den leisesten Versuch gestartet zu rütteln. Die anderen BX-Mädels hatten auch nie ernsthafte Probleme miteinander. Allerdings habe ich auch aufgepasst. Beim Toben z.B. war es manchmal so, dass eine der Mädels wie man so schön sagt: überdrehte und es ins ernsthafte überging. Das hab ich nie geduldet und das sofort unterbrochen. Auch heute haben wir eine BX 6 Jahre und eine Bracco-Hündin die jetzt etwas über ein Jahr alt ist. Leider lässt sich Djamila die BX alles, aber auch wirklich alles von Naszaly gefallen. Die Kleine klettert auf ihren Rücken oder benutzt ihn als Ablage, wenn sie einen Knochen kaut oder sie springt ihr vor lauter Übermut voll ins Gesicht. Die kleine ist sowas von rotzfrech, ich hätte ihr an Djamilas Stelle schon längst links und rechts.... , aber sie tuts einfach nicht. Wir hatten nur einmal Probleme als wir zu Elfie einen kastrierten 6jährigen Deutsch Drahthaar Rüden dazubekamen. Den hat Elfie so ungefähr 4 x im Jahr dermaßen zusammengefaltet, da mussten wir dazwischen. Und vor allem sie hat es aus dem Nichts getan ohne das was vorgefallen wäre und Harald hat sich ihr komplett unterworfen und überhaupt nicht aufgemuckt. Da wusste man nie, wann es wieder soweit war, das war ein bißchen anstrengend. Aber ansonsten mit den Mädels nie Probleme gehabt.

enouk
02.01.2010, 22:22
Danke für eure weiteren Erfahrungsberichte!

baanicwu
02.01.2010, 23:11
Naja, Ben und Erna kennst du, alles prima :)

Aber bei gleichgroßen und eventuell auch gleichgeschlechtlichen wäre ich vorsichtig, speziell wenn man nicht trennen kann.

:04:

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