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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Herdenschutzhunde


Felicitas
11.11.2009, 19:09
Hallo, bin seit Tagen am schmökern und total fasziniert von den Buch: "Herdenschutzhunde" von Thomas Achim Schoke.
Ich weiss, vielleicht interessieren sich hier die wenigsten dafür, doch für die paar User, welche sich doch mit Herdenschutzhunden beschäftigen ist genau dieses Buch das Richtige. Ich habe den Tip von einen Bekannten bekommen und war ein wenig erschrocken wie wenig man doch über diese alten, wunderschönen Herdenschutzhunde weiss.
LG Diana und die Bären:lach4:

Billy
11.11.2009, 19:11
Das Buch habe ich vor einem Monat gelesen. Es ist wirklich ein tolles Buch! Von den paar Büchern über HSH, die momentan auf dem Markt sind, ist es wirklich das beste!:lach4:

morpheus
12.11.2009, 10:02
Ich find das Buch gar nicht so toll. Die Rassenvorstellungen und die historische Betrachtungen sind durchaus lesenswert. Aber die Glorifizierung der "Härte" und die mehrfache Bemerkung, dass die meisten anderen Hunde keine Chance gegen sie haben oder wie das ideale Grundstück auszusehen hat, damit die Einbrecher garantiert gestellt werden, find ich etwas strange.

Edit: ich mag eigentlich alle "Rassebücher" nicht, weil meist zuviel geschönt wird.

Billy
12.11.2009, 10:08
Aber die Glorifizierung der "Härte" und die mehrfache Bemerkung, dass die meisten anderen Hunde keine Chance gegen sie haben oder wie das ideale Grundstück auszusehen hat, damit die Einbrecher garantiert gestellt werden, find ich etwas strange.

Da hast du Recht. Auch in den anderen Büchern findet man dies (bei Krivy, Beckmann), jedoch nicht so ausgeprägt. Aber ich glaube, daß sich in jedem Buch über eine Hunderasse, diese Glorifizierung über bestimmte Eigenschaften zu finden ist.
Vielleicht möchte Schoke ja nur abschrecken?

PS: Hat jemand das neue Buch über HSH gelesen? Das von Mirjam Cordt?

morpheus
12.11.2009, 10:52
Da hast du Recht. Auch in den anderen Büchern findet man dies (bei Krivy, Beckmann), jedoch nicht so ausgeprägt. Aber ich glaube, daß sich in jedem Buch über eine Hunderasse, diese Glorifizierung über bestimmte Eigenschaften zu finden ist.
Vielleicht möchte Schoke ja nur abschrecken?



Wenn er damit abschrecken würde, hätte ich damit nicht das geringste Problem, ich befürchte aber, dass er damit das Gegenteil erreicht. Zumindest bei den Zeitgenossen, die keinen HSH haben sollten.

Billy
12.11.2009, 11:07
Wenn er damit abschrecken würde, hätte ich damit nicht das geringste Problem, ich befürchte aber, dass er damit das Gegenteil erreicht. Zumindest bei den Zeitgenossen, die keinen HSH haben sollten.

Diesen Aspekt hatte ich gar nicht bedacht.
Aber glaubst du, diese Leute machen sich die Mühe, Bücher über HSH zu lesen?

Felicitas
12.11.2009, 11:36
Hallo,
ich muss ehrlich zu geben, aufgefallen ist mir die Härte mit der hier die HSH dargestellt werden, auch, doch ich war der selben Meinung und dachte es ist besser so, vielleicht überdenken dadurch manche Menschen doch noch mal ihre Entscheidung sich einen HSH zu zulegen. Immerhin ist nicht abzustreiten das ein hohes Territorialverhalten vorliegt und es nun mal die Natur der HSH ist zu bewachen und zu beschützen. Vielleicht sind sie wirklich am besten als Hüter von Herden aufgehoben anstatt in einen Reihenhaus mit kleinen Garten. Wobei dies auch möglich ist, doch ich glaube schon "Hundeneulinge" sollten besser eine andere Rasse auswählen. Wie Schorke schon schreibt, es ist schade um die Hunde welche aus mangelnder Erfahrung am Ende im Tierheim landen, oder eingeschläfert werden müssen.
Ich finde die Kaukasischen Owtscharkas total faszinierendn in Ausstrahlung, ihren starken Wesen und ihrer enormen Größe und Gestalt. Doch, so schön wie ich sie finde, ich würde mir keinen kaufen. Ich traf schon manche und die Besitzer bestätigten größten Teils das was Schorke über sie in seinen Buch schrieb. Auf einer Ausstellung stande einmal ein großer schwerer Transporter. Immer wenn man vorbei lief fing dieser an zu wackeln und furchteinflösende Geräusche drangen nach außen. Als sie dann gerichtet wurden wurde der arme Kerl kurz von zwei (!) Leuten am Halsband aus den Wagen in den Ring geführt und danach von beiden sofort wieder weg gesperrt. Tat mir sehr leid.
Kurz, ich bin zwar noch nicht ganz durch, ich finde das Buch trotzdem ehrlich und nix beschönigt.
LG Diana und die Bären

morpheus
12.11.2009, 11:37
Diesen Aspekt hatte ich gar nicht bedacht.
Aber glaubst du, diese Leute machen sich die Mühe, Bücher über HSH zu lesen?

Diesen Aspekt hatte ich wiederum nicht bedacht...vermutlich eher nicht, aber vielleicht sprechen sich die "erwünschten Eigenschaften" so schneller rum. Zumindest hat er mit seinem Buch geschafft, dass Bärbel Höhn damals alle Rassen in NRW auf die Liste nahm. Auch den "Goralenhund" und den "Liptak", die ich ja zu gern mal sehen würde...:D

Billy
12.11.2009, 12:08
Zumindest hat er mit seinem Buch geschafft, dass Bärbel Höhn damals alle Rassen in NRW auf die Liste nahm. Auch den "Goralenhund" und den "Liptak", die ich ja zu gern mal sehen würde...:D

Wirklich? Wie denn das?
Würde mich wirklich interessieren!

Peppi
12.11.2009, 12:27
Wenn er damit abschrecken würde, hätte ich damit nicht das geringste Problem, ich befürchte aber, dass er damit das Gegenteil erreicht. Zumindest bei den Zeitgenossen, die keinen HSH haben sollten.


Siehe auch Fleigs "Kampfhunde I & II"... der Erfinder der Rasselisten :(

morpheus
12.11.2009, 13:55
Wirklich? Wie denn das?
Würde mich wirklich interessieren!

Ich würde es jetzt nicht mehr unterschreiben, aber es war wohl wirklich so, dass Bärbel H. oder ein engagierter Staatssekretär auf der Suche nach gefährlichen Hunden auf dieses Buch gestossen sind und sie aufgrund der Darstellung plötzlich stigmatisiert waren. Ein Ridgeback wäre nie auf der Liste gewesen, wenn nicht ständig Löwenjagd erwähnt würde oder dass BX es früher mit Bären aufnahmen. Wie gesagt, das ganze Zeugs lesen nicht nur Hundeinteressierte, sondern auch Entscheidungsträger...

DON HACKI
12.11.2009, 14:02
Ich sehe das ähnlich.
Habe kürzlich Molosser von Douglas Oliff für ein kleines Geld bekommen. Es ist wirklich unglaublich was da steht. Grundsätzlich wird ein Kettenwürger empfohlen. :schreck:

Auch wird erklärt wie der Hund richtig anschlägt wenn es schellt,...

Also im Ganzen wirklich ein abschreckendes Buch welches die Vorurteile leider nur bestätigt.

Billy
12.11.2009, 14:05
Ich würde es jetzt nicht mehr unterschreiben, aber es war wohl wirklich so, dass Bärbel H. oder ein engagierter Staatssekretär auf der Suche nach gefährlichen Hunden auf dieses Buch gestossen sind und sie aufgrund der Darstellung plötzlich stigmatisiert waren. Ein Ridgeback wäre nie auf der Liste gewesen, wenn nicht ständig Löwenjagd erwähnt würde oder dass BX es früher mit Bären aufnahmen. Wie gesagt, das ganze Zeugs lesen nicht nur Hundeinteressierte, sondern auch Entscheidungsträger...

Danke, Stefan!
Das habe ich gar nicht gewußt...

Peppi
12.11.2009, 14:32
Ein Ridgeback wäre nie auf der Liste gewesen, wenn nicht ständig Löwenjagd erwähnt würde oder dass BX es früher mit Bären aufnahmen. Wie gesagt, das ganze Zeugs lesen nicht nur Hundeinteressierte, sondern auch Entscheidungsträger...

Öhm der Ridgeback war doch soagr kurz drauf - bzw. war im Gespräch. Und dann hieß es, er wäre wieder runter, weil ein Verwandter von Frau Höhn Ridgebacks züchtet.

Ich hab die mal angeschrieben und sie sagte, dass wäre ein Märchen und sie kennt keinen Hundezüchter persönlich...

q.e.d. :lach3:

morpheus
12.11.2009, 16:14
Öhm der Ridgeback war doch soagr kurz drauf - bzw. war im Gespräch. Und dann hieß es, er wäre wieder runter, weil ein Verwandter von Frau Höhn Ridgebacks züchtet.

Ich hab die mal angeschrieben und sie sagte, dass wäre ein Märchen und sie kennt keinen Hundezüchter persönlich...

q.e.d. :lach3:

Der Ridgeback war in Bayern ein halbes Jahr zu Beginn der VO gelistet. Ich hab auch sowas in Erinnerung, dass ein Politiker oder dessen Verwandte selbst welche hatte. Ob`s jetzt Bärbel, Edmund oder gar Angie war weiß ich aber nicht mehr...:tier01:

Cherry
16.11.2009, 15:15
Von Mirjam Cordt gibts ein neues HSH-Buch. In ihrem Caniversum-Shop findet Ihr es :-).

bold-dog
27.11.2009, 10:17
ich habe Schoke und Krivy.
T.A.Sch. hat das Buch ja schon vor längere Zeit geschrieben, da waren kaum Infos oder gute Fotos aus dem Ursprungsländern (Ost-Europa, Balkan etc.) zu bekommen.
Insofern ist das glaub ich viel "hörensagen".
Er will aber durchaus abschrecken und vermeiden das HSH zur Moderasse verkommen.
Das Buch sollte man aber als HSH Halter unbeingt gelesen haben.

Ich finde bei P.Krivy wird vieles beschönigt.
Allein die Fotos....lauter gut erzogene, wunderschöne, weisse Teddybären die mit lockerem Haltie an Kursen teilnehmen.....
Allerdings ist das Buch schon aussagefähiger und man erfährt mehr.
An alle diese Infos ist Schoke ja damals gar nicht rangekommen.
Auch die Links find ich klasse....allein der Typ (Guldenschuh) der in Frankreich auf einem Hof Haustier Rassen indigener Völker(oder so ähnlich) züchtet.....er hält Central Asiaten, Yaks und so was....
Dieses Buch muss man mal gelesen haben !
Ich fand es jedenfalls sehr informativ.

bold-dog
27.11.2009, 10:29
guckt mal hier :

http://www.doc-dog.de/club/readarticle.php?article_id=5

oder hier :
http://www.pamirhunde.com/home/home.html

cane de presa
27.11.2009, 15:29
Dehn vom ersten Link find ich klasse.Guldenschuh ist in der glücklichen Lage seine Welpen und Junghunde nicht mit 8 Wochen sofort verkaufen zu müssen. Sein Anwesen erlaubt es ihm seine Hunde zu behalten, bis er passende Hundebesitzer gefunden hat, die mit diesen seltenen Hunden etwas anzufangen wissen, und über die entsprechenden Voraussetzungen verfügen.

Gast20102010
27.11.2009, 17:56
Der Ridgeback war in Bayern ein halbes Jahr zu Beginn der VO gelistet. Ich hab auch sowas in Erinnerung, dass ein Politiker oder dessen Verwandte selbst welche hatte. Ob`s jetzt Bärbel, Edmund oder gar Angie war weiß ich aber nicht mehr...:tier01:

Auf der ersten Rasseliste in Hessen war der Ridgeback auch gelistet, wurde aber kurze Zeit später wieder runter genommen..

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