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  #1 (permalink)  
Alt 21.04.2009, 11:55
Erzherzog / Erzherzogin
 
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Standard Umzug mit Dogge - Erfahrungsbericht

Das große Packen hat unsere Maus eigentlich gar nicht gekümmert, aber als dann die Kisten rausgetragen wurden, da wurde drehte sie durch. Sie ist total durcheinander, total verunsichert und ängstlich. Sie hatte zweimal kleine Pfützen auf den Teppich hinterlassen und einmal im Schlaf ihr Körbchen vollgemacht. Dabei hat sie wirklich ihre ganze Blase entleert. Es war ihr sichtlich peinlich und es brauchte eine Weile, bis sie sich wieder beruhigt hatte. Daraufhin haben wir beschlossen, dass ich am Freitag, wenn der LKW beladen wird, mit Diva einen Ausflug mache und erst wieder komme, wenn es wieder ruhig ist. ABer - 1. kommt es anders und 2. als man denkt.
Am Mittwoch vor dem Umzug wollte mein Schwiegervater im neuen Haus den Teppich verlegen. Er war alleine dort, während wir noch in der Arbeit waren. Es ging ihm nicht gut und mein Mann telefonierte 2 mal mit ihm. Er sagte, ihm sei schlecht, aber er wollte nicht, dass wir den Notarzt für ihn rufen. Meinem Mann wurde es dann zu bunt und wir hörten eher zu arbeiten auf und führen ins neue Haus. Als wir ankamen, lag mein Schwiegervater tot vor der Toilette. Das war ein Riesen-Schock. Zuerst dachte ich, ich müßte den Umzug abblasen, aber sowohl der LKW, als auch die Helfer waren für Freitag bestellt. Mein Mann hat sich gottseidank wieder gefangen und so konnten wir doch noch loslegen. Aber aus dem geplanten Ausflug mit Diva wurde jetzt nichts. Am Umzugstag ging es natürlich hektisch zu. Kisten wurden rausgetragen, Männer, die unsere Maus nicht kannte kamen und es wurde laut geredet. Ich machte mit ihr noch einen Spaziergang, aber sie verhielt sich total anders als sonst. Am liebsten wäre sie in mich reingekrochen. Ständig lief sie mir zwischen die Füße oder hinter mir her. Sie hat insgesamt 3 mal nach den Helfern geschnappt, obwohl ich wirklich versucht habe aufzupassen und sie so gut es ging abzuschirmen. Und Diva hat wirklich noch nie - ohne Warnung - geschnapt. (Nur einmal, da wurde sie bedrängt, hat mehrmals geknurrt und dann geschnapt, aber ohne fest zuzubeißen, sondern nur in die Luft Richtung Hand des bedrängenden Menschen) Auch im neuen Haus war sie sehr verunsichert. Sie lief mir ständig hinterher, konnte keien ruhe finden. auf den Gassiwegen ist sie nur hinter mir getrottelt. Ihr Fell wurde schuppig und sie bekam Durchfall. Es war einfach nur schrecklich!
Nun wohnen wir 4 Wochen im neuen Haus und die Lage hat sich einigermaßen gebessert. Der Alltag ist eingekehrt, sprich mein und ich gehen wieder morgens aus dem Haus und kommen erst am Nachmittag zurück. Währenddessen kümmert sich meine Mutter um sie. Sie gehen gemeinsam Gassi und sie wird auch von ihr gefüttert. Abends kümmere ich mich dann um sie. Sie ist wieder aufgeweckter und nimmt mehr am Leben teil. Sie schnüffelt wieder auf den Gassiwegen und - oh Freude - Rehe und Hasen werden auch wieder gejagt. (Nur ansatzweise, denn gottseidank funktioniert die Kommunikation zwischen uns noch) Wir trainieren wieder Mantrailing und das macht ihr auch wieder Spaß. Das Fell ist wieder besser, der Durchfall ist weg.
Ich hoffe wirklich, dass ich nie nie nie wieder mit einer so sensiblen Dogge umziehen muß.
Da meine Kleine nicht bei anderen Leuten bleiben will, habe ich nun nur noch das Problem, was ich am Tag der Trauerfeier meines Schwiegervaters mit ihr machen soll. Ich werde sie mitnehmen müssen und im Auto warten lassen müssen. Bleibt nur noch zu hoffen, dass es an diesem Tag regnet und keine hochsommerlichen Temperaturen hat, denn sonst weiß ich nicht, was ich tun soll.
__________________
mit Wasco, meinem Seelenhund (22.11.2003 - 01.10.2007) und Diva, die Grande Dame (27.06.2003 - 20.12.2014) im Herzen
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Alt 21.04.2009, 11:59
tripwire
Gast
 
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Standard AW: Umzug mit Dogge - Erfahrungsbericht

zunächst einmal mein herzliches beileid zum tod deines schwiegervaters, das war sicherlich ein grosser schock!

gut, das eure maus sich wieder langsam erholt. viel glück in eurem neuen zuhause und ich drück die daumen für kühles wetter am ag der trauerfeier
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  #3 (permalink)  
Alt 21.04.2009, 12:05
Gast280210
Gast
 
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Ausrufezeichen AW: Umzug mit Dogge - Erfahrungsbericht

Erst mal herzliches Beileid. Die Art und Weise muss ein Schock für Euch gewesen sein.

Das ihr umzieht wusste ich nicht. Du kannst doch Diva bei uns abgeben. Cara und Tequila lieben die Kleine und sie vertragen sich doch so gut. Also ruf einfach an, wir nehmen sie gerne.
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  #4 (permalink)  
Alt 21.04.2009, 12:09
Benutzerbild von Goofymone
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Standard AW: Umzug mit Dogge - Erfahrungsbericht

Mein herzliches Beileid
__________________
Die Zeit heilt keine Wunden,
sie lindert nicht einmal den Schmerz
Du hast Deinen Platz gefunden,
ganz tief in meinem Herz
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  #5 (permalink)  
Alt 21.04.2009, 12:23
Benutzerbild von katinka
Kaiser / Kaiserin
 
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Standard AW: Umzug mit Dogge - Erfahrungsbericht

auch wir möchten unser beileid aussprechen
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  #6 (permalink)  
Alt 21.04.2009, 13:20
Benutzerbild von Caro-BX
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Standard AW: Umzug mit Dogge - Erfahrungsbericht

Hallo Karin,

mein Beileid zum Tod deines Schwiegervaters.

Ist doch klar, dass Diva durch den Wind war ... nicht nur der Umzug, auch den Verlust des Schwiegervaters, mit dem ihr sicherlich ordentlich belastet gewesen seid, wird sie gespürt haben.

Gut dass ihr langsam in die Normalität zurück findet.

Diva ist doch aus dem Tierschutz oder? Vielleicht wurde sie ja damals während eines Umzuges abgegeben?

Caro hat die ersten Jahre immer nach dem Aufstellen des Weihnachtsbaumers richtige Depressionen bekommen ... davor musste sie zweimal in ihrem Leben in der Weihnachtszeit ihr Zuhause verlassen ...
__________________
Anke

glücklich mit Boxermädel Stella
in liebevollem Gedenken an BX Caro

http://www.bordeauxdogge-sucht-couch.de/
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  #7 (permalink)  
Alt 21.04.2009, 13:43
Benutzerbild von Gabi
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Standard AW: Umzug mit Dogge - Erfahrungsbericht

herzliches beileid!
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liebe Grüsse von Gabi, den Boxerles Aura und Alfons und Knut und Daisy unvergessen hinter der Regenbogenbrücke
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  #8 (permalink)  
Alt 21.04.2009, 13:45
Erzherzog / Erzherzogin
 
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Standard AW: Umzug mit Dogge - Erfahrungsbericht

Zitat:
Zitat von Cara Beitrag anzeigen
Erst mal herzliches Beileid. Die Art und Weise muss ein Schock für Euch gewesen sein.

Das ihr umzieht wusste ich nicht. Du kannst doch Diva bei uns abgeben. Cara und Tequila lieben die Kleine und sie vertragen sich doch so gut. Also ruf einfach an, wir nehmen sie gerne.
Das ist nett, aber fast nicht machbar. Die Trauerfeier ist um 12:00 Uhr in München am Westfriedhof und wir wohnen jetzt in Rohrbach in der Holledau.

Ich rufe dich aber noch mal an.

Liebe Grüße
Karin, Peer und Diva
__________________
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  #9 (permalink)  
Alt 21.04.2009, 14:18
Benutzerbild von Grazi
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Standard AW: Umzug mit Dogge - Erfahrungsbericht

Oh, nein... das ist ja schrecklich!
Wie geht es dir denn jetzt und vor allem: wie verkraftet Peer das?
Fühlt euch bitte beide ganz lieb umarmt...

Arme kleine Diva. Sie ist nun einmal ein absolutes Sensibelchen und der Umzug muss für sie wirklich traumatisch gewesen sein. Aber nun da euer Leben wieder in geregelten Bahnen verläuft, wird sie hoffentlich bald wieder ganz die Alte sein.

Bleibt nur zu hoffen, dass ihr noch eine gute Lösung für die Dauer der Trauerfeier findet. Wäre toll, wenn Karin sich doch irgendwie um Diva kümmern könnte.

Liebe Grüße, Grazi
__________________


Don't accept your dog's admiration as conclusive evidence that you are wonderful. (Ann Landers)

Molosser-Vermittlungshilfe und Kampfschmuser-Vermittlungshilfe
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  #10 (permalink)  
Alt 21.04.2009, 14:53
Erzherzog / Erzherzogin
 
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Standard AW: Umzug mit Dogge - Erfahrungsbericht

Danke euch allen für euer Mitgefühl. Ja dieser Tag war wirklich schrecklich. papa kam um 9:00 Uhr zu uns ins Geschäft und hat den Schlüssel fürs neue Haus abgeholt und ist dann rausgefahren. Peer hat mit ihm telefoniert und da sagte er, ihm sei schlecht, aber wahrscheinlich wäre das vom Magen her. Dann hat er noch mal telefoniert und da sagte er, es geht schon wieder, aber er müsse aufhören, weil er sich übergeben muß. Er wollte keinen Arzt. und dann sind wir eh losgefahren. Ich habe noch versucht ihn paarmal zu erreichen, aber keine Antwort. Und als wir dann am Haus ankamen, lag er da. er sah eigentlich ganz friedlich aus, als würde er schlafen. Dann ging das chaos erst richtig los. Ich rief denn Notarzt. der kam mit Sirene an und noch ein Wagen mit einem Doktor und noch die Polizei. Sie konnten aber nur noch den Tod feststellen. Er wurde noch ans EKG angehängt, das natürlich nichts anzeigte. Der Doktor schrieb trotzdem nur eine vorläufige Todesbescheinigung aus, was zur Folge hatte, dass wir auf den Amtsarzt und auf die Kripo warten mußte. Wir kamen um kurz nach drei Uhr an, der Notarzt war um 15:20 da und der Amtsarzt hatte bis 19:00 Sprechstunde und konnte erst danach kommen. Das Haus war noch komplett leer und war natürlich auch nicht beheizt. Wir standen also alle, 2 Polizisten und wir beide nur dumm herum. Bis endlich der eine Polizist mit uns einsehen hatte und sagte wir dürften uns vom "Tatort" entfernen. Gottseidank war meine Freundin zuhause, die nur 7 km weg wohnte. Ihr Mann hatte an diesem Tag Geburtstag und wir duften trotzdem zu ihnen kommen und warten, bis der Anruf von der Polizei kam, dass der Amtsarzt jetzt da ist. Das war um halb acht Uhr abends. Wir fuhren also zurück, ein Kripobeamter sagte wir müssen draussen warten, da man den Tatort fotografieren müsse und alles kriminaltechnisch untersuchen müsse. Der Arzt sagte uns aber, dass es ein plötzlicher Herztod war. Papa ist umgefallen und war bereits unterm fallen schon tod. Das beweist auch die Platzwunde an seinem Hinterkopf, die kaum geblutet hat. Er beruhigte Peer, dass wir nichts hätten unternehmen können, auch wenn wir vor Ort gewesen wären und er solle sich ja keine Vorwürfe machen. Dann wurde Peer noch verhört und dann wurde der Staatsanwalt informiert. Der gab gottseidank die Leiche frei und so konnten wir endlich ein Bestattungsunternehmen beauftragen den Leichnam abzuholen. Was aber für mich der allerschlimmste Schock war, war als die Polizisten gegangen waren und ich wieder ins Haus ging. Papa lag ursprünglich vor der Toilette, die ist vom Eingang nicht direkt sichtbar. Aber als ich dann die Türe öffnete, hatte man ihn komplett ausgezogen und mitten im Gang abgelegt, nur mit dem Leichentuch bedeckt. Die Arme und Beine sahen seitlich hervor. Seine Kleidung lag daneben. Das war ein Anblick, den ich nicht so schnell vergessen werde.
Endlich um 21:40 kam der Leichenwagen und um ca 23:00 Uhr waren wir wieder zuhause. Das alles hätte nciht so lange gedauert, wenn der erste Arzt nicht eine vorläufige, sondern eine endgültige Todesbescheinigung ausgestellt hätte. Es war ja auch für ihn klar, dass es sich um einen Herztod handelte. Sogar die Polizisten konnten das nicht verstehen und auch die Rettungskräfte schüttelten nur verständnislos den Kopf.
Peer war vollkommen durcheinander. Nur gut, dass er Papas Tod nicht als ein schlechtes Zeichen für das neue Haus sieht - im Gegenteil: er sagt, dass Papa eigentlich davon gesprochen hatte, mit uns einziehen zu wollen. Das ging aber aus Platzgründen nicht. Nun ist er doch für immer bei uns.

Als wir am Samstag zum ersten mal mit dem LKW im neuen Haus ankamen, haben wir erst mal meine Mama vorgeschickt um die Blutflecken zu entfernen. Es war nicht viel, aber trotzdem. Diva hat auch ganz intensiv geschnüffelt. Da wundert es ja auch nicht, dass sie so durcheinander war.
Peer geht es jtzt schon viel besser. Wir mußten ja nicht nur das alte Haus renovieren, im neuen Haus alles wieder aufbauen, sondern nun noch auch die Wohnung vom Schwiegervater räumen, Papiere sichten, die Trauerfeier organisieren, das Auto verkaufen etc, etc. Da bleib nicht viel Zeit zum Nachdenken und das war auch gut so.
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