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  #1 (permalink)  
Alt 29.10.2008, 18:47
Benutzerbild von Martina
Baron / Baronin
 
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Beiträge: 120
Standard Sollte es tatsächlich ein Umdenken geben ?

Hallo,

vielleicht hat der eine oder andere es schon gesehen....

www.bulldogge.de

Offizieller Standard des Bulldogs soll einer umfassenden Revision zugunsten Gesundheit und Langlebigkeit unterzogen werden!

Es hört sich in diesem Artikel tatsächlich so an, als würde endlich etwas ins Rollen kommen, im Besonderen auch für diese wunderbare Rasse....
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Once a bulldog - ever a bulldog !


www.off-road-bulldogs.de
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Alt 30.10.2008, 05:47
Benutzerbild von Grazi
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Standard

Zitat:
Zitat von Martina Beitrag anzeigen
vielleicht hat der eine oder andere es schon gesehen....

www.bulldogge.de

Offizieller Standard des Bulldogs soll einer umfassenden Revision zugunsten Gesundheit und Langlebigkeit unterzogen werden!
Vielen Dank für diesen Mut machenden Hinweis!
Ich hatte bisher noch nichts davon gehört und bin jetzt erst mal - im positiven Sinne - erschlagen.

Zitat:
Ausdrücklich wird gefordert, dass die Hunde frei atmen und gut laufen können sollen.
Auch der von vielen Züchtern betriebenen Geissel der modernen Hundezucht, der Inzucht/Linienzucht, wird der Kampf angesagt. Es sollen Maßnahmen zur Sicherung der genetischen Vielfalt getroffen werden.
Gerade der erste Punkt ist ja bei den Bulldogs sehr wichtig. Auch wenn ich diese Hunde rein optisch sehr schön finde, finde ich insbesondere die Atemproblematik erschreckend... auch ist es mir unverständlich, dass viele Züchter und Welpenkäufer es fast schon als normal hinnehmen, wenn eine Hündin nicht mehr auf normalem Wege werfen kann und die Welpen per Kaiserschnitt geholt werden müssen...

Btw: Erfreulicherweise wird sich der Kennel Club nicht nur der Bulldogs annehmen!

Zitat:
Nach einer Anfang Oktober veröffentlichten Erklärung will The Kennel Club sämtliche seiner 209 von ihm verwalteten Rassestandards einer konsequenten Überprüfung auf Gesundheit und Langlebigkeit unterziehen.
Als erstes sind die Pekinesen dran, dann sollen alle weiteren Rassen "noch in der ersten Jahreshälfte 2009" folgen. Grandios!

Caroline Kisko, Kennel Club Secretary, wird folgendermaßen zitiert:

“Steps such as our breed health plans will enable us to ensure that the health of every dog is the number one priority and we are taking a tougher line with breed clubs by adjusting those breed standards that fail to promote good health."

Bleibt nur zu hoffen, dass sich diese Reform dann auch über die Landesgrenzen hinaus fortsetzen wird.

Hoffnungsvoll, Grazi
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Don't accept your dog's admiration as conclusive evidence that you are wonderful. (Ann Landers)

Molosser-Vermittlungshilfe und Kampfschmuser-Vermittlungshilfe
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Alt 30.10.2008, 14:27
Herzog / Herzogin
 
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Hm, im Standart konnte ich nichts finden, was eine derartige gesundheitliche Verschlechterung einer ganzen Rasse begründet. Eher sehe ich Defizite im Zucht- und vor allem auch im Richterwesen. Kann ja nicht sein, das die übertypisierten Hunde seit Jahren im Ring ganz vorne stehen und damit das Bild dieser Hunde geprägt wird. Ein Richter sollte den Standart kennen und danach richten.
Wenn so ein Hund ständig gewinnt, will man so einen auch haben und es wird jemanden geben, der sowas versucht zu züchten. Angebot und Nachfrage. Und wie ändert man nun die Vorstellung der potentiellen Interessenten für diese Rasse? Das ist sicher genau so "leicht", wie es gelungen ist, Menschen für die Optik unkupierter Hunde zu begeistern.

Einige Passagen aus dem FCI-Standart:

Zitat:
KOPF UND SCHÄDEL:
Kopfumfang groß, sollte (vor den Ohren gemessen) ungefähr der Schulterhöhe des Hundes entsprechen. Von vorne gesehen erscheint der Kopf vom Kinn bis zum Scheitel sehr hoch, auch sehr breit und kantig. Sich neben den Augen ausdehnende, gut gerundete Backen. Von der Seite gesehen erscheint der Kopf vom Hinterkopf bis zur Nasenspitze sehr hoch und kurz. Stirnpartie flach, lose Hautfalten auf und um den Kopf, die aber weder zu stark ausgebildet sind noch das Gesicht überlappen dürfen. Stirnknochen ausgeprägt, breit, quadratisch und hoch; tiefe und breite Einbuchtung zwischen den Augen. Vom Stop verläuft bis zur Mitte des Scheitels eine breite und tiefe Stirnfurche, die bis zum Hinterhauptbein fühlbar ist. Gesicht vom vorderen Teil der Backenknochen bis zur Nasenspitze kurz, mit Hautfalten. Fang kurz, breit, aufwärts gebogen und vom Augenwinkel bis zum Lefzenwinkel sehr tief. Nase und Nasenlöcher groß, breit und schwarz, keinesfalls leberfarben, rot oder braun. Nasenspitze in Richtung der Augen zurückgesetzt. Abstand vom inneren Augenwinkel (oder von der Mitte des Stops) bis zur Nasenspitze nicht länger als jener von der Nasenspitze zum Rand der Unterlippe. Nasenlöcher groß und weit geöffnet mit einer deutlichen, senkrechten, geraden Linie dazwischen. Lefzen dick, breit, hängend, und sehr tief, den Unterkiefer seitlich vollständig überlappend, aber nicht vorne; dort müssen sie bis zur Unterlippe reichen und vollständig die Zahnreihe bedecken. Kiefer breit, massiv und kantig. Unterkiefer vorne beträchtlich länger als der Oberkiefer und aufgebogen. Von vorne gesehen müssen die verschiedenen Partien des Gesichtes beidseits einer gedachten Mittellinie gleichmäßig ausgewogen erscheinen.
Die gewünschte Schädelform ist zwar recht klar definiert, aber auch nicht mehr. Was draus geworden ist...

Zitat:
VORDERHAND:
Schultern breit, schräg liegend und tief, sehr kraftvoll und muskulös, geben den Anschein, als wären sie seitlich des Körpers befestigt. Brustkorb geräumig, rund und sehr tief vom oberen Schulterrand bis zum untersten Punkt des Brustbeines. Gut zwischen die Vorderläufe heruntergelassen. Brustkorb groß um Durchmesser, hinter den Vorderläufen rund (nicht flachrippig sondern gut gerundete Rippen). Vorderläufe sehr stämmig und stark, gut entwickelt, weit auseinander stehend, dick, muskulös und gerade. Die äußere Linie erscheint eher gewölbt, aber die Knochen sind stark und gerade, nicht krumm oder gebogen; im Verhältnis zu den Hinterläufen kurz, aber nicht so kurz, dass dadurch der Rücken lang erscheint oder die Aktivität des Hundes darunter leidet und er verkrüppelt wirkt. Ellbogen tief angesetzt, deutlich vom Rippenkorb abstehend. Vordermittelfuß kurz, gerade und kräftig.
Dito. Ist doch ne klare Ansage, wenn man standartgerechte Hunde züchten will.

Bin mal gespannt, wie sie das mit den anderen Rassen lösen wollen, denn den Standart kann jeweils nur das standartgebende Land ändern.
Und kein Mensch spricht davon, wie man die Schwarzzüchter sanktionieren will, die fein weiterhin ihre Krüppel produzieren?
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  #4 (permalink)  
Alt 30.10.2008, 16:05
Benutzerbild von Martina
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@Nena

Du hast natürlich vollkommen Recht damit, dass vor allem auch das Richterwesen mit Schuld trägt an der Misere.
Hier tragen die Zuchtvereine Verantwortung welche Richter auf Sonderschauen eingeladen werden. Wir haben Richter die bereits deutlich in die richtige Richtung bewerten, nur sieht man die halt noch nicht allzu häufig, denn viele Züchter haben noch den alten Typ und wollen auch nicht wirklich abweichen.
Hier kommen hoffentlich die Neuerungen zum Tragen !

Dieser Schritt des Kennel Club kommt spät und wie ich hoffe nicht zu spät, aber ist zumindest schon mal ein Schritt in die richtig Richtung.
Man wird es nicht schaffen den Kommerz zu besiegen, aber man kann an der Aufklärung arbeiten und dadurch vielleicht den Käufer hellhörig machen.
Meine Erfahrung zeigt, dass immer mehr Welpeninteressenten, gerade beim Bulldog, sich vorinformieren, viele Fragen stellen, oft auch kritische und sich nicht mehr einfach nur auf die süßen Knautschis stürzen.
Gerade Fragen nach der Atmung und der Beweglichkeit sind mittlerweile Standard.
Hier kann der Züchter beweisen, in welche Richtung das Augenmerk seiner Zucht geht, man nehme den Welpeninteressenten einfach mal mit auf einen Bullyspaziergang.... ( da hört und sieht man dann schon, ob die Gesundheit im Vordergrund steht ).
Viele Welpenkäufer vergleichen bereits Zwinger miteinander und bilden sich ihr Urteil und nicht wenige davon haben sich auch schon mit dem Standard auseinandergesetzt und stellen gezielte Fragen z.B. zur Befaltung.

Leider wird man nie die schwarzen Schafe ganz ausmerzen können, aber gar nicht zu verändern hilft auch nicht und kleine Schritte sind besser als gar keine.
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  #5 (permalink)  
Alt 30.10.2008, 17:08
Herzog / Herzogin
 
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Ja Martina, lieber was tun, als gar nichts. (In dem Zusammenhang wundert mich wieder, das Herr Prof. OE. aus L. sich nicht auch die Engländer für sein "Projekt" vorgeknöpft hat.)

Die Richter bei den Franzosen gefallen uns auch nicht immer. Nur zu deutlich erkennt man oft, welchen Typ sie bevorzugen, und das ist nicht immer der, den wir Züchter uns als zukünftige Basis vorstellen können. Ob man dem nachgibt, entscheidet jeder am Ende wieder für sich.

Wobei ich denke, die Engländerzüchter haben es noch viel schwerer. Man hat den Blick für den funktionsfähigen und dennoch rassetypischen EB verloren. Die eine wirklich Gute, die ich kenne, züchtet in der Dissidenz. Das sind noch Hunde, Junge, Junge!
Aber ich kenne auch nicht viele EB-Züchter überhaupt.

Hast du irgend was gehört, ob Frau Angehrn sich dazu schon geäußert hat? Sie hat diese Mißstände ja schon vor Jahren in ihrem Buch angeprangert, bevor sie sich ihrem Conti-Projekt zugewand hat. Nur wurde sie da von vielen nicht gehört.:traurig1: Was muss die Frau jetzt denken?
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  #6 (permalink)  
Alt 31.10.2008, 12:56
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Das gilt aber jetzt erstmal für England.

Wann der VDH aufwacht ist doch Spekulation, oder verstehe ich das falsch?

Habe das Thema schon im neuen WUFF verfolgt.

Dieser Film in England hat wohl für Aufregung gesorgt!

Ein Anfang!
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  #7 (permalink)  
Alt 31.10.2008, 13:16
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@peppi

nee, wenn der Standard umgestellt wird, gilt das auch für den VDH.
Wir hatten in 2006 bereits Änderungen, aber die waren einfach zu sanft...

@Nena
Von Frau Angehrn habe ich jetzt noch nichts gehört, habe aber auch schon sehr lange nicht mehr mit ihr gesprochen.

Leider denken zu viele unserer Züchter im VDH nicht wirklich zukunftsorientiert, sondern in der Hauptsache auf den eigenen Geldbeutel bedacht.
Seit einigen Monaten werden sogar Richter, die "unbequem" sind- heisst gerade auf diese gesundheitlichen Punkte achten- sogar wieder ausgeladen und durch "getreue" ersetzt.

Ich kann nur hoffen, dass die Änderungen wirklich etwas bewirken, denn in England sieht man in den Wurfkisten schon seit Längerem und auf den Ausstellungen immer häufiger den abgeänderten Typ.
Was meinst Du wie oft ich hier in meinen Bewertungen zu lesen bekomme, die
Hunde wären zu leicht, zu hochbeinig und nicht dick genug, ach ja und zu wenig Falten hätten sie auch...
Weiterkämpfen ist hier die Devise.....
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  #8 (permalink)  
Alt 31.10.2008, 13:32
Kaiser / Kaiserin
 
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Ich dachte die Rassestandards kommen von den einzelnen Rassezuchtverbänden und nicht vom VDH? Und beim EB gibt's doch mehrere Vereine (unter dem Dach des VDH).

Dann kann doch jeder Rassezuchtverein weiter an seinem Süppchen kochen...
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  #9 (permalink)  
Alt 31.10.2008, 15:16
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@peppi

Die Rassestandards werden von der FCI, in Deutschland VDH, vorgegeben und müssen von den Rassehundzuchtvereinen eingehalten werden ( eigentlich auch überwacht... )

Im VDH gibt es für EB nur einen zuchtbuchführenden Rassehundzuchtverein, den ACEB e.V. .
(Hier würde sicherlich die Konkurrenz auch das Geschäft beleben, wie man so schön sagt....)

Tja, und Süppchen kann sowieso eigentlich jeder Verein kochen, da ist der VDH leider gar nicht kontrollierend tätig.
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  #10 (permalink)  
Alt 31.10.2008, 17:36
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Den Rassestandard gibt das jeweilige Heimatland der Rasse vor, also England für den englischen Bulldog. An diesen Rassestandard haben sich alle zu halten, da steht sicherlich nichts davon drin, dass Richter sogenannte übertypische, hochgradig schnaufende, verfettete Ungeheuer auf die vordersten Plätze stellen sollen, wird aber leider Gottes gemacht. Bei den Molosserrassen nicht anders, wird es bemängelt, heißt es der Standard wird eben von jedem Richter anders ausgelegt.
Würden die Richter einfach alle Hunde, die offensichtliche Probleme haben nicht bewerten und aus dem Ring schicken, wäre schon viel gewonnen.
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