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Alt 29.07.2008, 19:34
Benutzerbild von DON HACKI
Jedi-Padawan
 
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Standard Niveau, wo bist Du?

Skandal-Editorial in der Zeitschrift "die aktuelle"

In der Zeitschrift "die aktuelle" Ausgabe Nr. 29 vom 12.07.08 schreibt Chefredakteur Tonio Montel in seinem Editorial: "Warum? Unser Staat erlaubt, was Leben zerstört":

"Wer den ersten Kampfhund auf offener Straße erschießt, hat mein vollstes Verständnis. Aber dann soll man, bitte nicht, über Selbstjustiz jammern. Wer nichts tut, nur klug daherredet, fordert so etwas heraus. Tut mir leid."

Ein Screenshot des betreffenden Editorials liegt Stafford + Co vor.

Der Gong-Verlag, in dem das Heft erscheint bringt im Übrigen auch zahlreiche Tiermagazine heraus, so z.B.: Ein Herz für Tiere, Partner Hund, Das Deutsche Hundemagazin, Du und das Tier (Das offizielle Heft des Deutschen Tierschutzbundes e.V.), u.v.m. Unseres Wissens nach zwar keine Magazine, die sich besonders verdient gemacht haben um sachlichen Einsatz für Hunde bestimmter Rassen, aber immerhin Magazine, die sich für das Wohlergehen von Tieren einsetzen.


Da kann man nur noch Beifall klatschen,...
__________________
Ein Affe verliert erst die Angst vor den roten Beeren, wenn er sieht, dass sie auch ein anderer isst. Äffchen sieht's und macht’s nach. So einfach ist das.


Dr. Gregory House
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Alt 29.07.2008, 19:36
Benutzerbild von Monty
Kaiser / Kaiserin
 
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... zahlreiche Beschwerden an den deutschen Presserat sind schon raus und Strafantrag wurde ebenfalls gestellt...
__________________
L.G Monty und die Rasselbande:

http://www.youtube.com/watch?v=c2Qlw3pzWv4
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  #3 (permalink)  
Alt 29.07.2008, 19:47
tripwire
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unglaublich! der hass gegen bestimmte rassen wird immer mehr geschürt, kein wunder, dass ich sogar in der eigenen familie überzeugungsarbeit leisten musste, als wir verkündet haben, dass wir uns einen mastiff zulegen...
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  #4 (permalink)  
Alt 29.07.2008, 20:11
Benutzerbild von Simone
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Ja, schrecklich. Es leben die Vorurteile. Die meisten Leute haben doch noch nie Kontakt zu einem Hund dieser Rassen oder zu einem Hundebesitzer dieser Hunde gehabt. Das einzige was sie kennen, sind große und furchtbare Artikel mit entsprechenden Fotos in den Zeitungen.
__________________
LG Simone
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  #5 (permalink)  
Alt 29.07.2008, 21:34
Benutzerbild von Billy
Kaiser / Kaiserin
 
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Tja, leider verkaufen sich bestimmte Zeitungen besser, wenn zähnefletschende sog. "Kampfhunde" (dieser Ausdruck geht gar nicht, ist aber wohl medienwirksam) auf der ersten Seite abgebildet sind. Die Massenmedien leisten da ganze Arbeit. Sie bilden die Meinung der Menschen, denn alles was in den Massenmedien gezeigt wird, kann ja nur wahr sein, so der Irrglaube(nicht bei allen!). Aufklärung, findet meiner Meinung nach, nur sehr wenig statt. Oder irre ich mich da? Ich habe noch nie einen Artikel in der größten Boulevardzeitung Deutschlands(will hier keinen Namen nennen, die aber für solche Artikel bekannt ist) gesehen, der einen sog. "Kampfhund" zeigt, der als Therapie- oder Rettungshund eingesetzt wird. Vielleicht würde das ja nicht ins Schema passen und ließe sich dann auch nicht gut verkaufen...

Was hat denn so ein "Chefredakteur", der seine Objektivität und Neutralität bewahren sollte, in einem Verlag verloren, der diverse Tierzeitschriften rausbringt?

Am Rande nur, aber sehr zu empfehlen:
Niklas Luhmann: Die Realität der Massenmedien
__________________
LG vom Deich
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  #6 (permalink)  
Alt 29.07.2008, 22:33
Benutzerbild von morpheus
Großherzog / Großherzogin
 
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Beiträge: 1.730
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Falls seine Karriere durch diesen massiven Fehltritt Schaden nehmen sollte, gibt es bestimmt eine täglich erscheinende Zeitung, die ihn mit Kusshand engagiert...bin gespannt, ob die Staatsanwalt aktiv wird.
__________________
Es grüßt
Stefan

Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Jeder meint, dass er genug davon hat. (R. Descartes)
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Alt 30.07.2008, 00:57
Benutzerbild von Napo
Graf / Gräfin
 
Registriert seit: 11.02.2008
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Beiträge: 155
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Einfach nur schlimm, wie jemand aus rein finanziellem Interesse solche Hetze betreiben kann. Leider leben große Teile der Medien davon Ängste zu schüren, die nüchtern betrachtet unberechtigt sind.
Die Politiker sind häufig nicht viel besser und nützen geschürte Ängste aus, um mit blindem Aktionismus Stimmen zu gewinnen.
Versprochen wird mehr Sicherheit zum Preis von Werten und Normen, die in keinem Verhältnis zum marginalen Mehr an Sicherheit stehen.
So ist es leider auch mit dem "Kampfhunde"-Thema.
Wobei das schlimme ist, dass Medien häufig, wie hier in unannehmbarer und offensichtlich strafbarer Weise (denn das ist eindeutig ein Aufruf zu einer Straftat) von der Politik fordern, sie solle in allen Lebenslagen und unter allen Umständen für eine absolute Sicherheit sorgen.
In manchen Bereichen ist das möglich, wie im Straßenverkehr, wenn man sich die Entwicklung der Unfallzahlen der letzten 30 Jahre vor Augen hält.
Irgendwann führt dieser Sicherheitsbedarf aber ad absurdum.
Wenn man aber Freiheits- und Grundrechte abschafft, bzw. auf ein Minimum zusammenstutzt, um einer Gefährdung zu begegnen, die die gesellschaftliche Grundordnung nicht ansatzweise wirklich bedroht, so sind diese Entwicklungen sehr bedenklich.
Wer die Beißstatistiken kennt, weiss, dass aufgrund dieser Statistiken von keiner besonderen Gefährlichkeit der betreffenden Rassen ausgegangen werden kann.
Ein Zusammenhang, der aber tatsächlich signifikant wäre, ist der zwischen dem "Sozialverhalten" der Hundehalter und der Häufigkeit von Beißunfällen.
Ich möchte wetten, dass, relativ betrachtet, bei sehr vielen schweren Beisunfällen der/die Hundehalter(in) vorbestraft ist und/oder einem kriminellen Milieu zugeordnet werden kann.
Doch zurück zum eigentlichen Thema:
Hierbei handelt es sich meiner Ansicht nach um einen Aufruf zu einer Straftat, der nicht durch die Rede- und Pressefreiheit gedeckt ist.
Irgendwo kann ich jemanden verstehen, der direkt von einem schlimmen Vorfall betroffen ist. Mein Bruder wurde vor etwa 13 Jahren in Kroatien von einem Dobermann angefallen und in den Schenkel gebissen. Nur das schnelle Eingreifen meines Vaters hat Schlimmeres verhindert.
Wir waren damals auf einem ca. 2m breiten Strandweg spazieren, als uns eine Dame mit zwei Dobermännern an der Leine entgegenkam.
Die Polizei reagierte trotz dem Widerspruch meiner Eltern sehr drastisch und ließ beide Hunde sofort einschläfern. Es hatte sich herausgestellt, dass die Frau mit den Hunden ihres Mannes spazierengehen musste, obwohl sie damit völlig überfordert war. Und es war anscheinend bereits der zweite Vorfall dieser Art.
Deswegen ist von unserer Familie keiner der Meinung, dass Dobermänner sui generis bösartige Tiere sind und verboten gehören, geschweige denn getötet.
Es hätte auch ein Hund jeder anderen Rasse sein können.
Wenn man alle Hunde verbieten würde, was dann? - Macht ja nix, der Mensch kann auch ohne Hunde leben.
Ein Schwimmer wird dann von einem Surfer erwischt und ertrinkt. Dann wird das Surfen verboten. Man kann auch ohne Surfen leben.
Wieviele tödliche Motorradunfälle gibt es jährlich, Reitunfälle, etc.
Am besten, alles wird verboten, was nur irgendwie gefährlich sein könnte und nicht unbedingt zum Überleben gebraucht wird.
Alkohol und Rauchen sowieso und jeder muss einen Helm und Genickschutz tragen, sowie Beinschienen und Ellenbogenschoner. Natürlich auch einen Blitzableiter...
Einige Dinge müssen reguliert werden, das ist auch sinnvoll. Die Entscheidungen, wo, wie und was reguliert wird, müssen aber ohne Emotionen, sachlich und vernünftig von der Politik gefällt werden.
Leider jedoch geschieht dies immer häufiger in blindem ad hoc-Aktionismus, kurzfristig nach einem Vorfall, noch während viele Menschen durch entsprechendes Medienverhalten emotional befangen sind.
Wie schlimm sich manche Menschen beeinflussen lassen sieht man hier wieder. Dieser Mann glaubt tatsächlich in einer Welt zu leben, in der man kaum mehr die Straße überqueren kann, ohne von einem "Kampfhund" angefallen zu werden. Wahrscheinlich hat er kaum je einen Hund dieser Rassen gesehen, die er da meint.
__________________
"Schläft ein Lied in allen Dingen,
die da träumen fort und fort.
Und die Welt hebt an zu singen,
triffst du nur das Zauberwort"

Geändert von Napo (30.07.2008 um 01:02 Uhr)
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  #8 (permalink)  
Alt 30.07.2008, 00:58
Benutzerbild von Napo
Graf / Gräfin
 
Registriert seit: 11.02.2008
Ort: Zwischen Augsburg und Ulm
Beiträge: 155
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Ui ist der Text jetzt lang.
Eigentlich wollte ich nur sagen: So ein blödes A*********
__________________
"Schläft ein Lied in allen Dingen,
die da träumen fort und fort.
Und die Welt hebt an zu singen,
triffst du nur das Zauberwort"
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  #9 (permalink)  
Alt 30.07.2008, 06:00
Benutzerbild von Grazi
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Unfassbar!
Hoffentlich gibt das rechtliche Konsequenzen für diesen Chefredakteur.

Stinkwütend, Grazi
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Don't accept your dog's admiration as conclusive evidence that you are wonderful. (Ann Landers)

Molosser-Vermittlungshilfe und Kampfschmuser-Vermittlungshilfe
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  #10 (permalink)  
Alt 30.07.2008, 07:17
Benutzerbild von Rocky
Kaiser / Kaiserin
 
Registriert seit: 17.02.2005
Ort: Ersigen (Bern)
Beiträge: 1.984
Standard Wer den Mob auffruft ...

.... muss sich nicht verwundern von diesem überrannt zu werden!

Der Rechtsstaat und seine Richter, gewählt vom Souverän, haben im Gegensatz zur Presse die Legitimation zu richten! Letztere ist im Verurteilen, Anprangern und Abstrafen oft Seite an Seite mit den schmlimmsten Despoten zu finden - und das alles im Namen der heiligen Kuh "Pressefreiheit". Ich hoffe jemand zeigt diesen Montel an und er kriegt eine Strafe.

Freundlicher Gruss
Beat
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